Rückblick: Das war Seitenwind 2022

Fast 4000 Beiträge und 17.000 Likes.


Der Herbst 2022 war eine Zeit der Kreativität.

Aus der Adminperspektive sah Seitenwind so aus: Zuerst am Thema feilen. Ideen haben, das ist leicht. Sie so zu formulieren, dass andere sie für sinnvoll halten ist schwieriger. :sweat_smile: Montagabends müde sein, dienstagnachmittags nervös und abends euphorisch. Dann: lesen und staunen. Von der ersten Woche an war es unfassbar, auf wie viele Arten ihr unsere Themen zu Geschichten gemacht habt. Dann lachen, seufzen, eine Träne fix zurück ins Auge schieben, feststellen, das Auge ist schon voll. Den irritierten Blick des Herrn am Coworking-Schreibtisch gegenüber bemerken. Weiterlesen.

Das Leben gibt einem jeden Tag Gründe, nicht zu schreiben: Arbeit, Ablenkung, Verpflichtungen. Unsicherheit darüber, ob wir überhaupt etwas zu sagen haben und ob jemand es lesen wird. Mit Seitenwind wollten wir uns allen Gründe geben, mehr zu schreiben. Etwas anderes zu schreiben. Es einfach darauf ankommen zu lassen.

Wir haben das Privileg, mit euch zu einer Community aus unglaublich talentierten Autorinnen und Autoren zu gehören, die uns tatkräftig dabei unterstützen, uns weiterzuentwickeln. Wir wollten Gelegenheiten schaffen, zusammen zu schreiben, uns gegenseitig zu unterstützen und einander zu inspirieren. Jeden Tag.

Oppa ist viel netter als Omma. Wenn wir mit ihm am Büdchen sind, dürfen wir uns immer ein teures Eis aussuchen. Nogger oder Cornetto. Aber nur, wenn wir der Omma nicht sagen, dass Oppa sich einen Flachmann gekauft hat.

In der ersten Woche ging es ums Essen. :fried_egg: :spaghetti: :watermelon: :lollipop: Aber nicht nur! Es ging auch darum, sich zu erinnern, ausführlich. Daran, wie die Speisen unserer Kindheit geschmeckt und gerochen haben, und wie es war, Kind zu sein, und diese Gefühle und Sinneswahrnehmungen möglichst präzise in andere Köpfe zu übertragen. Die Texte zum ersten Thema waren zutiefst persönlich und zugleich universell, und die Gespräche, die um sie herum entstanden, gingen weit über das Thema Essen hinaus. Wir waren ins Erzählen gekommen.

Die Katze kam mit der Bahn, aber erschreckend und neu war dieses Mal, dass sie herausgefunden hatte, wie armselig der Einsatz gelaufen war.

Die zweite Woche widmeten wir der Suche nach dem perfekten ersten Satz. Einem Satz, der stark genug ist, um einen Leser am Kragen zu packen und aus dem Alltag herauszuziehen.

Statt zu antworten, drehte sie ihren Kopf und fixierte den an der Wand hängenden Fernseher. „Ohhh, lauter nackte Männer!“

In der dritten Woche schrieben wir vom Leben ab. Es ist leicht, in einem Tunnel aus Gedanken, Musik und Internet durch den Alltag zu gehen. :headphones: Aber wenn man nicht beobachtet, was ist, fängt man irgendwann an, zu sehen, was man erwartet. Und dann zu schreiben, was man nur irgendwo gelesen hat.

„Und alles wieder okay?“
„Nein, leider gar nicht.“
„Das ist die Hauptsache …“

Die vierte Woche brachte Streitgespräche und Selbstgespräche hervor, lustige und absurde, berührende und beziehungsbeendende. Das Thema war „Dialoge“ – ein heikler Balanceakt zwischen Lesbarkeit und Authentizität. :left_speech_bubble: :speech_balloon:

Auf dem Tisch steht ein Teller, liegt ein Messer. So, als wollest du dich gleich zu Tisch setzen und speisen. Die hässliche Wachstuchtischdecke ist abgerieben und in den Jahrzehnten hart geworden, die Farbe blättert ab. Auf dem Teller, als sehr frugales Mahl, ein Brocken Kalk, der vom geweißelten Deckenbalken abgefallen ist. (…) Der Abreißkalender an der Küchenwand endet am 2. Oktober 1986. Ein Freitag. Und dann?

In der fünften Woche erkundeten wir Räume, die lange niemand betreten hatte. Verlassene Orte können ein Rätsel sein, das du deinen Lesern aufgibst oder ein Spiegel, in dem eine Figur sich plötzlich selbst erkennt. Oder das Porträt eines Menschen, der schon lange fort ist. Fast immer sind sie eine Mutprobe.

Schon erfasst es einen Passanten. Sein Körper wird über das Auto hinweg durch die Luft geschleudert. Sein Popcorn sehe ich wie kleine Sternchen im Straßenlampenlicht durch die Luft fliegen. Sie scheinen einen Moment dort zu verharren – bis ihr Licht erlischt.

Dann haben wir die Zeit erst verlangsamt und plötzlich beschleunigt. :mantelpiece_clock: Mit Staunen und Begeisterung verfolgten wir mit, auf wie viele unterschiedliche Arten das geht. Eine andere Tatsache, die die Texte der sechsten Woche einem wieder und wieder vor Augen führten: wie entscheidend ein einziger Augenblick für einen Plot – oder ein Leben – sein kann.

Es klopfte wieder. Joost litt unter dem lauten Pochen. Lasst mich, dachte er. Ich brauche Ruhe zum Arbeiten, Ruhe zum Denken, Ruhe für meine tanzenden Farbkringel.

Ein Alchemist, ein Elixir, ein unerwarteter Besucher. Wie viele Geschichten kann ein- und derselbe Anfang hervorbringen? Unendlich viele, fanden wir in der siebten Woche heraus. Eine Tür, so scheint es, ist eine magische Apparatur. Es ging um Anfang, Höhepunkt und Schluss – um Veränderung. :test_tube: :scorpion:

Durch den Druck des Gletschers bildet sich in der Tiefe von 90 Metern Gletscherwasser, das im Kalkstein neue Höhlenformationen zurücklässt. Ein kleiner Lebenskünstler hat hier ein Zuhause gefunden: Pholeun prosperpinae glaciale, ein weisses wimpernloses Käferchen, ist hier glücklich und knabbert an den organischen Überresten in dieser gigantischen Tiefkühltruhe.

Das achte Thema brachte uns zurück auf den Boden der Realität. Auf den Dachboden der Realität, wo sich eine Vielfalt vergessener Schätze stapelte. :shell: :owl: :cat2: Es war ein Genuss, zu sehen, wie viel Wissen das Schreiben generiert und wie neues Wissen wiederum neue Geschichten hervorbringt – wenn das kein Perpetuum mobile ist, dann weiß ich auch nicht.

Meine Mutter wirkt wie Spiritus und Grillanzünder gleichzeitig auf mich, wenn es um meine Schwester geht.

In der neunten Woche fingen wir Streit an. :boom: Streit treibt die Handlung voran, gibt uns wichtige Anhaltspunkte zu Charakter, Umständen und Werten einer Figur… Die neunte Woche bot reichlich Gelegenheit zu Mord und Körperverletzung. Viel häufiger kam es jedoch zu Diskussionen, Aussprachen, Versöhnungen und zum lebensrettenden Schlussstrich.

Einen Helm besaß er nicht, sein goldenes Haar wehte frei im Wind. Er brauchte derlei Schnickschnack nicht. Keiner der verbliebenen achtundzwanzig Gegner würde es wagen, ihn hinterrücks zu erstechen. Denn er hatte die beste Rüstung von allen: den Plot.

Und dann die zehnte Woche. :bat: :man_detective: Kiloweise Adjektive, Vampire mit Glitzersprühaugen und Kommissare, die am Tatort den Flachmann zücken. Im Regen. In der zehnten Woche nahmen die Konventionen und Eigenheiten unserer Lieblingsgenres vor und übertrieben sie bis ins Absurde. Eine spaßige Aufgabe zum Abschluss, hatten wir uns gedacht, aber dann –

Ein verklärt lächelnder Igel auf einem Ferienhaus, eine verschwitzte Zwiebel vor einer unmöglichen Aufgabe, eine schlecht gelaunte Elster im Anflug und ein verzweifeltes Eichhörnchen … was ist los? Weihnachten.

Dann entstand aus der Community heraus eine elfte Woche: eine Weihnachtswoche, ein Fest. :christmas_tree: Wie Geschenke unterm Weihnachtsbaum türmten sich lustige, besinnliche, traurige, chaotische und zauberhafte Texte. Danke.

Übrigens haben wir Seitenwind-Autoren und -Autorinnen nach ihren Geheimnissen gefragt, und sie haben geantwortet. In den nächsten Wochen veröffentlichen wir eine kleine Serie literarischer Erkenntnisse aus der Saison!

Wir hoffen, ihr hattet wundervolle Festtage. Wir wünschen euch ein schönes neues Schreibjahr voller guter Einfälle, mit viel Zeit und einem Zimmer für euch allein.

Wir sehen uns auf der anderen Seite. :sparkles:

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Das war eine wunderbare Zusammenfassung, liebe @Elisabeth
Vielen Dank an dich und das Team von Papyrus Autor für diese tolle Schreibsaison. Noch immer spuken all die Geschichten durch meinen Kopf :ghost: - im positiven Sinne.
Wie schön, dass ihr das möglich gemacht habt. :sparkling_heart:
Danke auch an alle, die fleißig gelesen, kommentiert und gelikt haben!!!
Einen guten Rutsch ins neue Jahr :sparkler: :fireworks:

11 „Gefällt mir“

Auch ich fand die Idee des Seitenwindes großartig. Leider kam sie für mich zur falschen Zeit (Hausbau parallel etc.), so dass ich kaum mitgemacht habe. Andererseits ist ja immer irgendetwas … Solltet ihr diese Aktion irgendwann wiederholen, hoffe ich, dass ich mehr als nur zwei Texte verfassen und einstellen kann.

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Es war eine wundervolle Erfahrung und ich hoffe, es werden noch viele Seitenwind-Wochen folgen.

Vielen Dank für die spannenden Themen und Möglichkeiten sich auszuprobieren, sowie an alle die mitgemacht - und gevotet haben.

Gegen Ende der Seitenwindwochen konnte ich leider nicht mehr aktiv Beiträge schreiben und nur wenige lesen, aber dennoch war es immer das Highlight des Dienstages zu schauen, welches Thema die folgende Seitenwind-Woche beinhaltet.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch :partying_face:

11 „Gefällt mir“

Ein verrücktes Jahr geht zu Ende…
Ohne die Papyrus-Einladung wäre ich nicht einmal auf die Idee gekommen, mich einer Online-Community anzuschließen. Aber irgendwie gehört es jetzt zu meinem neuen Paket.
Man empfängt Energie durch positive Resonanz. Man wird zum Energiegeber, um mitzuteilen, wenn man sich angesprochen fühlt.
Danke für die Einladung! Kommt bitte alle gut ins neue Jahr!
Vielleicht lerne ich einige Mitglieder zur Messe in Leipzig kennen…
Herzlich, Udo

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Vielen Dank an das Papyrus-Team für die Inititative und Inspirationen und die Durchführung! Ich bin fasziniert, welchen Kreativitätsorkan ihr ausgelöst habt. Und damit auch, wieviele Ideen auf Knopfdruck in der Community entwickelt werden. Einen sturmfreien Jahreswechsel wünsche ich allen!

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Auch von mir vielen Dank für diese Wochen. Zufällig hab ich Seitenwind entdeckt. Eigentlich war ich nur auf der Suche nach einem guten Programm zum Schreiben :wink:
Wenn ich bedenke, dass ich mich vorher nie getraut habe, etwas von mir online zu stellen, muss ich mich bei euch allen bedanken. Für die Freude, euch zu lesen, mich von euch lesen zu lassen und für eure tollen Kommentare.
An das Team ein Daumen hoch für eure Themen. Ich hab mich jede Woche auf die neue Herausforderung gefreut.
Kommt gut an in 2023 :tada:

10 „Gefällt mir“

Es waren sehr intensive Wochen. Und ja, auch sehr zeitintensive. Ich habe einiges daraus gelernt, tolle Texte gelesen und das erste Mal in meinem Leben habe ich jemanden etwas von mir lesen lassen. Na, jemand ist gut. Es waren doch ein paar Menschen mehr. Jetzt bin ich erstaunt über meinen Mut, bin glücklicher wie noch vor einigen Wochen , aber auch müde. Ich muss die Eindrücke erst einmal verarbeiten. Nach 11 ganz besonderen Wochen nehme ich mir eine kleine Pause. Euch allen einen guten Rutsch und ein glückliches, neues Jahr.

12 „Gefällt mir“

Einen Guten Rutsch euch allen!
Danke für die tolle Gelegenheit, andere Schriftsteller kennen zu lernen! (Sind wir alle ab dem ersten Text, oder :wink:) Die Masse der Teilnahmen hat ein tolles Sporteventgefühl aufkommen lassen. Danke für die Energie! Wenn das wieder mal angeboten wird, mache ich gerne wieder mit! Es gab viel zu lernen und ich bin sicher, dass ein Großteil der Lektionen an mir vorbeigegangen ist. Deshalb immer wieder gerne!

8 „Gefällt mir“

Auch an dieser Stelle allerherzlichste Glückwünsche an alle Gewinnerinnen und Gewinner und allen ein zufriedenes, kreatives Neues Jahr! :tada: Ich bedanke mich bei den ‚Seitenwind‘-Organisatoren für die Ausrichtung der Schreibwochen, für die Impulse, die mich jede Woche gespannt auf den Dienstag warten ließen und allen Mitwirkenden fürs Lesen und Liken!

Trotzdem habe ich einmal mehr erkannt, das Foren ‚nicht meins sind‘, erinnern sie mich in ihrer Gruppen-Dynamik doch zu sehr an unselige Pubertier-Schulzeiten, in denen Streber, Bekehrer, Platzhirsche, Besserwisser, Mitläufer, Insider-Klüngel, Neue und etliche andere einen Organismus bildeten. Für die freundliche Aufnahme, diese Erkenntnis und auch die, dass mein Textgeschmack oft spürbar (ein Altersphänomen?) von dem der Mehrheit abwich, bedanke ich mich ebenfalls, denn ich glaube an eine Entwicklung und ein Lernen bis zum Schluss! :wink:
‚Papa Pyrus‘ (© @RalfG, mein Highlight aus der Weihnachtsbonusrunde!) halte ich natürlich weiterhin die Treue, denn obwohl ich ihn schon viele Jahre kenne, lerne ich noch immer neue Seiten an ihm kennen!

Alles Gute
Heather

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Kudos, es ist bestimmt nicht leicht, jetzt ein Haus zu bauen. Dass du es trotzdem noch schaffst zu schreiben – darauf kannst du echt stolz sein!

2 „Gefällt mir“

Ich danke den Veranstaltern für die erfolgreiche Durchführung des Wettbewerbes. Auf das Chaos der Durchmischung von Beiträgen und Kommentaren in den ersten Themen wurde effektiv reagiert. Die Einführung der neuen Ebene unter den Beiträgen für die Kommentare hat sich sehr positiv ausgewirkt.

Gerechtigkeit der Bewertung? Faire Bedingungen? Ja!
Was kann klarer sein, als einen Beitrag zu schreiben, und die Anzahl der „Likes“ entscheidet.

Fair? Niemals! Meine Beiträge wurden alle bei Weitem nicht gebührend gewürdigt, falsch verstanden, falsch bewertet – finde ich. :wink:
Aber genauer betrachtet, es gibt schon wirklich viele Beiträge, die deutlich besser waren als meine. Und es geht auch nicht um meine zwangsläufig subjektive Meinung über meine Beiträge, sondern die der anderen Schreiber. Ich danke jeder/jedem, die/der sich die Mühe gemacht hat, einen meiner Beiträge zu lesen oder gar zu kommentieren.

Ich gestehe, dass ich nur einen Bruchteil der anderen Beiträge gelesen habe. Das ist nicht fair! Aber ich hätte das nicht geschafft. Bin derzeit anderweitig sehr eingespannt. Aber diese mangelnde Fairness kann man nicht den Veranstaltern anlasten und auch nicht die hohe Zahl der Beiträge.

Dass Beiträge gesperrt / gelöscht worden sind, habe ich nicht mitbekommen und diese Beiträge auch nicht gesehen. In der heutigen Zeit – gerade in öffentlichen Foren – steht „Political Correctness“ oft über der Meinungsfreiheit.
Aber: Wenn ich ein solches Forum betreiben würde, würde ich auch nicht jede Meinungsmache, Fehlinformation oder Propaganda, zumindest nicht unwidersprochen, zulassen.
Mir wurde in einem Beitrag dessen mögliche Sperrung angedeutet. Ich hatte in einem Western – Kontext - Klischee das Wort „Nigger“ benutzt. Wäre mein Beitrag tatsächlich gesperrt worden, hätte das meinen Ausstieg aus dem Wettbewerb zur Folge gehabt. Er ist es aber nicht!

Gewonnen habe ich nichts. Das war auch nicht zu erwarten. Darum ging es mir in keinem Augenblick. Das „Papyrus Autor“ – Programm besitze ich schon seit Jahren auch immer in der neuesten Version.
Dass ich es nur begrenzt für mein Schreiben einsetze, liegt daran, dass man es nicht ohne Internet (einmal in vier Wochen mindestens), soviel ich weiß, einsetzen kann. Mir als Selbstversorger und Vorbereiter auf Krisen, die hoffentlich nicht kommen werden, ist die Vorstellung zuwider, dass ich auf meine Texte nicht mehr zugreifen kann, wenn eine Notlage mir das Internet nimmt, zumindest, wenn ich nicht immer die neueste Version meiner Texte pünktlich in einem Austauschformat eines vom Internet unabhängigen Programmes gespeichert habe. Oder liege ich da falsch?

Ich wünsche allen ein erfolgreiches und kreatives neues Jahr!

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Für mich war es eine tolle Erfahrung, einen Text zu einem vorgegebenen Thema zu verfassen. Die waren zwar fest umrissen, ließen aber genügend Platz für Fantasie.

Es war ziemlich interessant, dass es nur wenig Likes gab, wenn ich selbst das Gefühl hatte, dass ich in dieser Woche keinen großen Knüller abgeliefert hatte. Das kam wohl genauso bei den Lesern an…

Ich habe mich jede Woche neu ausprobiert und fand auch den Kontakt zu den Mitschreibenden toll. Endlich mal raus aus der einsamen Schreibstube und Resonanz von anderen!

Ich würde gern mit anderen Mitschreibenden in Kontakt bleiben, um sich gegenseitig zu motivieren.

Liebe Grüße und einen gute Rutsch!

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Ich bin leider erst spät eingestiegen, aber habe dann jede Schreibaktion mitgemacht. Da mich hier niemand kennt, fand ich es super, trotzdem gutes Feedback zu erhalten.

Wie wird es 2023 weitergehen? Das Forum könnte theoretisch alle 3 Monate einen Wettbewerb machen und schauen, wer teilnimmt. Muss ja keinen Gewinn geben.
Ich fand es jedenfalls spannend, wie unterschiedlich die Schreibenden gewisse Themen ansprechen.

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Genau wie einige andere Autoren hier, habe auch ich, zum ersten mal überhaupt, etwas in einem Forum veröffentlicht. Das war super spannend, aufregend und auch ein bisschen anstrengend (aber im positiven Sinn).
Die Vielfalt der Beiträge war unglaublich! Das hat mich alles sehr motiviert. Danke an das Papyrus Team und an alle die im Forum aktiv sind. Freue mich schon auf 2023 mit euch! :sparkler:

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Ich schließe mich den Ersttätern an :grin:

Durch eine Freundin wurde ich auf dieses Forum und speziell die Seitenwind-Wochen aufmerksam. Es war spannend die Reaktionen auf meine ersten Texte zu sehen, selbst in den Beiträgen Anderer (und damit auch in deren Gedankenwelt) zu stöbern, Anregungen zu finden und auch aus der konstruktiven Kritik zu lernen.

Ich werde mir jetzt erstmal vor dem Jahreswechsel noch die Vollversion gönnen und freue mich auf einen weiterhin regen Austausch.

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Liebe Heather,

Du bist mit Deinem Gefühl nicht allein. Gestatte mir bitte, Julien Benda zu zitieren. Es ist für Dich. Es ist von einem Meister der deutschen Literatur…
Goethe bringt diese Unterscheidung zwischen den beiden Formen des Humanitarismus klar zum Ausdruck, wenn er in Dichtung und Wahrheit seine und seiner Freunde Indifferenz gegenüber den Ereignissen von 1789 beschreibt: „Ich selbst und mein engerer Kreis befaßten uns nicht mit Zeitungen und mit Neuigkeiten: uns war darum zu tun, den Menschen kennenzulernen; die Menschen überhaupt ließen wir gern gewähren. Benda erinnert daran, dass die von den Jesuiten im 17. Jahrhundert begründeten studia humanitatis – also das Studium des eigentlich Menschlichen keineswegs altruistische Tugendübungen sind.“
Im Stillen wünsche ich mir, dass Dich die Zeilen noch erreichen.
Gruß, Udo

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Herzlichen Dank, @Bronzerücken, für die netten persönlichen Zeilen, die mich tatsächlich nur deshalb erreichen, weil ich noch nicht herausgefunden habe, wo/wie ich mein Community-Konto löschen kann. (Hat jemand einen Vorschlag für mich? Ich finde nur ‚Abmelden‘-Buttons.)

Dein Zitat hat mir, so gestehe ich freimütig, im Kern vor Augen geführt, dass es für mich sinnvoller wäre, mich bildend mehr mit großen Philosophen und Literaturklassikern zu befassen, als meine verbleibende, immer kostbarer werdende Zeit in Social Media oder Communitys zu investieren. Doch dieses Resümee zog ich fast zu jedem Jahreswechsel der nahen Vergangenheit, um dann erneut in gewohnte Verhaltensmuster zu fallen.

Soziale Netzwerke und Plattformen sind süchtig machende Gaukler. Sie verführen uns, weil sie uns menschliche Nähe vortäuschen, den Anschein von Anerkennung, Zuspruch oder Interesse erwecken, doch in Wahrheit sämtlich eigene Ziele verfolgen. Win-win? Mag sein, denn ich habe über einen Blog wirklich schon überaus bereichernde Kontakte erleben dürfen. Unterm Strich habe ich aber auch sehr viel Zeit mit meinem Instagram-Account, meiner Website, meinen inzwischen eingestampften Blogs oder auch hier verbracht – Zeit, die woanders fehlt.

Eine Zwickmühle also, denn als Selfpublisher ist diese ‚Öffentlichkeitsarbeit‘ natürlich das A und O.
Dir, lieber Udo, alles Gute für 2023 sowohl privat als auch für deine Projekte!

VG, Heather

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Hallo Silla! Du schreibst so toll. Mach bitte nur eine kleine Pause!

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Danke Caremella22.
Eigentlich habe ich mir ja eine Pause vom Forum verordnet, aber ich melde mich mal kurz aus dem Urlaub. Ich habe jeden einzelnen der knapp 4000 Beiträge gelesen. Ich hätte es unfair gefunden, Beiträge einzureichen, aber die anderen Texte nicht anständig zu würdigen . Eine Mammutaufgabe, mir rauscht jetzt noch mein Kopf. Hier mein Vorschlag für eine eventuelle zukünftige Seitenwind Aktion:
Wie wäre es, wenn man zwei Wochen Zeit hätte, einen Beitrag einzureichen und es nur alle 2 Wochen ein neues Thema geben würde? (Oder zwei verschiedene Themen gleichzeitig) und das dann nur in 5, anstatt 10, Blöcken? Nur ein Gedanke. So, ich bin dann mal wieder weg. Kommt gut ins neue Jahr.

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