Seitenwind Woche 4: Dialoge

4. Schreibthema: Dialoge


Unser Schreibthema der Woche: Dialoge

ANREGUNG

Wer schon mal ein Interview transkribiert hat, kennt es: Die meisten Menschen sprechen in Halbsätzen, unterbrechen sich immer wieder mit „Äh“- und „Hm“-Lauten und sagen erstaunlich oft „aber naja“. Das will keiner lesen. Klingen Dialoge hingegen zu schriftlich, reißt uns das aus der Geschichte.

Also: Es lohnt sich, gesprochene Sprache zu imitieren, aber nicht zu gut. Dialoge sind vertrackt. Dabei können sie so viel! Sie treiben die Handlung voran, charakterisieren Figuren und transportieren Emotion und Information gleichermaßen.

Schreib einen Dialog, der in zehn Äußerungen seinen Höhepunkt - und sein Ende - erreicht.

Nimm zwei Figuren – das können Figuren sein, die du schon lange kennst oder solche, die du gerade aus der Luft gegriffen hast – und gib jeder von ihnen fünf Gesprächsbeiträge. Versuche, in diesen Zeilen klar werden zu lassen, wie die beiden zueinander stehen, ohne dass sie es aussprechen.

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Der Blumenstrauß

»Du hast doch immer gesagt, du wünscht dir Blumen.«
»Ich hab ja auch danke gesagt, oder nicht?«
»Ja, wow. Danke. Ist das alles? Andere wären froh, wenn ihr Mann ihnen extra Blumen besorgen würde und von dir kommt nur ein Danke
»Was genau hast du dir denn jetzt erwartet?«
»Ich habe mir erwartet, dass du dich freust.«
»Weißt du was mich wirklich freuen würde? Wenn du mich einmal wie deine Frau und nicht wie deine Mutter behandeln würdest. Ständig soll ich für dich kochen und putzen und…«
»Ach komm.«
»Ach komm? Nicht mal den Müll kannst du runtertragen, obwohl er vor der Tür steht.«
»Mein Gott! Ja, dann mach ich das halt jetzt. Jedes Mal das gleiche Theater.«
»Vergiss den Blumenstrauß nicht.«

»Haben Sie einen Stift für mich, bitte?«
»Stifte hammwernich.«
»Na gut, dann … ich schau mal nach. – Ah hier: Ein Bleistift tut’s sicher auch.«
»Sie müssen das Formular mit Kugelschreiber, Füllfederhalter oder Tintenfineliner ausfüllen, sonst ist es ungültig.«
»Meinetwegen, dann nehm ich es mit nach Hause und füll es dort aus.«
»Die Formulare müssen vor Ort ausgefüllt werden. Die geben wir nich raus.«
»Gut, dann komme ich morgen wieder.«
»Morgen hammwer geschlossen.«
»Meine Fre… In Ordnung, dann komm ich nächste Woche noch mal. Auf Wiedersehen!«
»Ja! Tschüss! - Der Nächste!«

Ungehört

„Früher gab’s die Kugel Eis noch für 10 Pfennig.“

„So, wie ein Ei.“

„Jetzt, wo du’s sagst - stimmt, ich erinnere mich.“

„Also, die Kugel Eis für den Preis eines Eis.“

„Was?“

„Ach ja, das war ja vor der Rechtschreibereform: Die Kugel Eis für den Preis eines Ei’s.“

„Hä?“

„Ich erklär’s dir: Die Kugel Eis für den Preis eines Ei-Apostroph-s.“

„Sag doch gleich „Eies““

„Das gibt’s nicht.“

Kartoffeln aus Bodenhaltung

„Kartoffeln!“
„Ihnen auch einen guten Tag. Wie kann ich helfen?“
„Ham se Kartoffeln aus Bodenhaltung?“
„Sie meinen Eier, oder?“
„Neee, Kartoffeln. Aus Bodenhaltung.“
„Aber … Kartoffeln … kommen doch immer aus dem Boden?“
„Also ham se welche?“
„Jaaa. Alle Kartoffeln im Sortiment sind aus … Bodenhaltung.“
„Und welche soll ich dann nehmen?“
„Na, das kommt darauf an, was Sie damit machen wollen. Es gibt mehligkochende, festkochende und vorwiegend festkochende Sorten, die sich für unterschiedliche Gerichte eignen. Beispiele stehen auf den Verpackungen. Aber wenn Sie richtig Gute wollen, dann nehmen Sie die Bio Kartoffeln, die sind sogar aus Freilandhaltung von besonders glücklichen Pflanzen. Einen schönen Tag noch.“

Der Beginn einer ewigen Freundschaft

»Warum weinst du?«

»Ich weine doch gar nicht.«

»Doch, das tust du. Alle Neuen weinen, wenn sie hergebracht werden. Ich habe auch geweint. Ganz doll sogar.«

»Lass mich in Ruhe.«

»Frau Sapinski sagt, dass man nicht adoptiert wird, wenn man verweinte Augen hat. Man soll immer lächeln. Siehst du, so.«

»Geh weg.«

»Sind deine Eltern tot?«

»Ich sagte, geh weg!«

»Meine Mami und mein Papi sind beide im Himmel. Aber Eddy passt jetzt auf mich auf. Siehst du? Sein Ohr ist ein bisschen eingerissen, aber er ist trotzdem ein guter Zuhörer. Du kannst ihm alles erzählen. Er versteht alles. Mich versteht er immer. Wenn du magst, leihe ich ihn dir heute Nacht. Aber du musst ihn mir morgen zurückgeben.«

Ein Blick, ein Zögern, doch dann, flüsterleise: »Hallo Eddy. Schöner Name. … Und wie heißt du?«

»Ja hallo, ist da das Arbeitsamt? Ich hätte eine Frage zu Formular 15b …«
»Tut mir leid, falsch verbunden.«
»Ich habe zwar Formblatt 14 bereits vollständig ausgefüllt, aber …«
»Hören Sie, Sie sind hier verkehrt, Sie haben sich verwählt.«
»Aber um Formular 15b einreichen zu können, brauche ich ja noch …«
»Gute Frau, ich bin nicht das Arbeitsamt, das hier ist ein Privatanschluss.«
»Deswegen wollte ich zur Sicherheit nochmal nachfragen, ob …«
»Lieber Himmel, Sie haben sich verwählt! Ist das so schwer zu verstehen?«
»Und wenn ich alles bis kommenden Freitag abgebe, ist es doch noch fristgerecht …«
»Also gut. Ich hab zwar nicht die geringste Ahnung von der Materie, aber da Sie so vehement auf meine Meinung bestehen, erzählen Sie mir das Ganze halt nochmal, und irgendwas wird mir dazu dann schon einfallen.«

Stille. Dann: »Ja, warum sind Sie denn so unfreundlich? Ich wollte doch nur eine Auskunft.«

(Wirklich so passiert).

Prioritäten

„Mein Herr, der Baum brennt.“
„Was soll das heißen? Welcher Baum?“
„Der Baum im Herrenzimmer, Herr.“
„Wo steht denn ein Baum im Herrenzimmer?“
„In der Nähe des Kamins, Herr. Eine unglückliche Wahl, wie sich herausgestellt hat.“
„Aber weshalb haben wir denn einen Baum im Herrenzimmer?“
„Auf Geheiß ihrer Gattin, Herr. Sie war der Ansicht, der Raum würde dadurch ‚aufgehellt‘. Für den Moment hat sie im Übrigen Recht behalten.“
„Meine Gattin war im Herrenzimmer? Wissen sie, wo sie sich jetzt befindet?“
„Zuletzt sah ich sie dort, Herr. Sie beschäftigt sich mit Versuchen, den Baum zu löschen.“
„Gut, dass sie zu mir gekommen sind. Die Sache hat natürlich oberste Priorität! Ich werde mich sofort zum Herrenzimmer begeben und eine gehörige Verwarnung aussprechen!“

„Sorry Schatz, war ziemlich voll und nur eine Kasse offen. Und die Omi vor mir hat in Zeitlupe ihr Kleingeld zusammengekratzt.“

„Aha“

Blick nach links.

„Oh mein Gott. Hä? Ich check‘s nicht.“

„Ja das sehe ich auch so.“

„Sorry. Tut mir leid. Das is mir echt noch nie passiert. Peinlich. Ihr Auto sieht genauso aus wie unseres. Tschuldigung. Oh Gott is mir das peinlich.“

„Kein Ding. Schatz hat lang keiner mehr zu mir gesagt.“

„Bin schon draußen. Sorry nochmal und nen schönen Abend noch.“

„Yo. Ihnen auch. Und immer schön die Augen offen halten.“

Die Fangfrage

„Gehst du heute mit dem Hund raus?“

„Ja, kann ich machen.“

„Ich kann auch gehen wenn du nicht willst.“

„Ja, wenn du willst.“

„Warum willst du denn nicht? Ist doch auch dein Hund!“

"Ich kann ja gehen, aber du sagtest du kannst auch gehen.

„Ja, das muss ich auch wenn du nicht willst.“

„Ich will ja, aber du sagtest, dass ich nicht muss wenn ich nicht will.“

„Nein, ich habe einfach NUR gefragt ob du mal mit dem Hund rausgehen kannst! Der muss mal, aber DU willst ja immer nicht.“

„Ich muss ja nicht. Aber wollen würde ich schon. Ich kann ja gehen, selbst wenn ich nicht wollte. Nur wolltest du ja eigentlich, dass ich gehe wenn ich nicht kann.“

Die Blicke beider finden sich in einer gelben, warmen Pfütze an der Haustür wieder.

Ungesehen

„Mama, guck mal! Ich habe ein Bild für dich gemalt!“

„Toll mein Schatz…“

„Mama, du guckst ja gar nicht!“

„Schatz, Mama findet doch alles toll was du malst! Das sieht ja auch aus wie das Bild von vorhin.“

„Stimmt gar nicht! Guck, ich hab da noch zwei Blumen gemalt und die Fee hat jetzt goldene Ohrringe!“

„Aha… na gut! Komm, Mama macht ein Foto von dir und dem Bild. Lächel mal schön! Nein, nicht so doll, sondern ganz leicht… und den Kopf ein wenig höher! Los konzentrier dich ein wenig… okay, das sollte gehen.“

„Wenn du es magst, schenk ich es dir!“

„Mhm.“

„Mama, wollen wir zusammen verstecken spielen?“

„Jetzt nicht… nur noch kurz die Hashtags…“

„Guten Abend, haben Sie schon gewählt?“

„Guten Abend. Ich habe vorher noch eine Frage. Kann ich bei der Saltimbocca eine andere Beilage auswählen?

„Natürlich, das ist gar kein Problem.“

„Super. Dann nehme ich die Saltimbocca, aber anstatt Ofenkartoffeln bitte mit Pommes.“

„Pommes?!“

„Ähmmm… Ja. Pommes. Das sind diese, zumeist, dünnen, länglichen Sticks, die aus Kartoffeln gemacht und dann noch frittiert werden.“

„Mir ist schon klar was Pommes sind. Hier gibt es aber keine Pommes! Niemand will Pommes.“

„Ich möchte aber gerne Pommes zu meiner Saltimbocca. Jeder mag doch Pommes. Was servieren Sie denn den Kindern? Die wollen doch bestimmt immer Pommes.“

„Wie schon gesagt hier gibt es aber keine Pommes. Was möchten Sie nun bestellen?“

„Hmmm…. Ja… Dann nehme ich bitte die Saltimbocca mit den Ofenkartoffeln. Die Ofenkartoffeln bitte in dünne längliche Sticks schneiden und frittieren. Dazu nehme ich dann noch ein Wasser. Danke.“

Schweinehund

„Jetzt haben die echt an Halloween mit dem neuen Thema begonnen und der Erste hat natürlich schon wieder die meisten Likes, wie immer. Das ist doch zum …“

„Sorry, aber es war am Tag danach - um vier Uhr nachmittags, mein Lieber. Du hättest ja auch mal schauen können, anstatt nur in die Glotze zu starren. Und warum hast Du nicht abends noch geschrieben?“

„Ich hatte nen Kater, das weißt Du ganz genau und ja, Du hast mir gesagt ich soll aufhören zu trinken, ich kann´s nicht mehr hören.“

„Und warum musste der Herr Möchtegern-Schriftsteller dann unbedingt noch eine Runde spendieren, obwohl er dann kein Geld für´s Taxi mehr hatte? Nur um jemand zu gefallen, stimmts? Und warum hast Du nicht gleich abends noch Deinen Beitrag geschrieben? Gestern Abend.“

„Das weißt Du ganz genau.“

„Ja, ich schon, und Du? Weißt Du es auch?“

„Ich wollt nicht alleine heim, ok? Ich bin einsam, ok? Und ich hab auch keinen Bock mir einen abzutippen, für die paar Likes, die es am Schluss dann noch gibt, zufrieden?“

„Ernsthaft? Guns´n´Roses haben vor sechs Leuten gespielt. Harry Potter fast 2 Jahre angeboten wie Sauerbier und Du jammerst wegen zu wenig Likes? Was ist mit denen die gar keine bekommen?

Außerdem, wolltest Du nicht schreiben um andere zu erfreuen, um ihnen eine gute Zeit zu schenken? Ein Lächeln, ein Aha-Erlebnis, einen Gedanken vielleicht. Deine Worte, schon vergessen?“

„Ich fang sofort an, ok? Und Du bleibst unrasiert, blödes Spiegelgequatsche, jedes Mal dasselbe!“

„Und danach rufst Du Paula an!“

„Sprich doch endlich mit mir. Wir hatten doch immer ein besonderes Verhältnis zueinander, warum fällt es dir jetzt so schwer mich auch nur anzusehen?“
„Ich kann ni…“
„Komm mir nicht mit, du kannst nicht, du willst nur nicht. Du könntest mir verdammt noch mal alles erzählen.“
„Es ist nicht so einfach …“
„Egal was es ist, wir werden eine Lösung finden.“
„Es gibt keine Lösung, ich …“
„Es gibt für alles eines Lösung. Hast du Schulden oder deinen Job verloren. Ist es ein Drogenproblem oder steckt ein Mädchen dahinter?“
„Das ist es nicht, ich …“
„Du könntest wieder nach Hause kommen, das weißt du!“
„Papa, jetzt lass mich doch mal ausreden, wenigstens dieses letzte mal: Ich werde sterben.“

»Du siehst sie wirklich? Wie sieht sie denn aus?«
»Wie immer. Rund, blau, grün, weiß. Ein bisschen gelb. Idyllisch eben.«
»Bist du dir sicher?«
»Natürlich!«
»Aber… sie sollte doch seit gestern weg sein!«
»Wie? Weg?«
»Kaputt. Explodiert. Was weiß ich? Sie haben damals gesagt, da wär’ nichts mehr zu retten, wir müssten alle sofort verschwinden.«
»Wieso?«
»Keine Ahnung.«
»Ich glaube, die haben euch ganz schön übers Ohr gehauen. Der Erde geht es offensichtlich prima. Ohne Menschen.«

Von oben

„Duhuuu?“

„Hm? Was denn Kurzer?“

„Meinst….meinst du, wenn sie ganz am Rand steht und sich weit genug rüber lehnt, meinst du, sie kann mich dann sehen?“

„Klaaaaar!“

„Und… was, wenn ich dann grade aber im Kindergarten bin?“

„Dann lehnt sie sich noch ein kleines Stückchen weiter, und schaut mit dem Fernglas durchs Kindergartenfenster.“

„Aber… aber was, wenn ich grad Pipi mache?“

„Hm. Dann wird sie kichern, weil sie weiß, dass du bestimmt wieder einmal vergisst, deinen Hosenstall zu zu machen.“

Kurzes Schweigen

„Was, wenn da zu viele Wolken überall sind?“

„Sie ist da. Immer. Und passt auf dich auf. Mama wird immer auf uns aufpassen.“

Im Schlafzimmer

„Möchtest du, dass ich das Schlafzimmerlicht ausschalte?“
„Nein, bitte nur dunkler, ein bisschen heimelig.“
„Heimlich bedeutet: Im Verborgenen, ohne das Wissen anderer?“
„Bitte mach einfach das Licht dunkler“
„Das kann ich leider nicht.“
„Was soll das?“
„Erklärungen kann ich noch nicht geben.“
„Du kannst mich mal…“
„Du kannst mich jederzeit fragen, was mein Lieblingslied oder meine Lieblingsfarbe ist.“
„Alexa, aus!“

Das Schwarze

»Können wir los?«
»Nein!! …Was soll nur ich anziehen?«
»Das Kleid?«
»Welches meinst du? Das Rote oder das Schwarze?«
»Ist egal, du siehst in beiden mega aus.«
»Nein, sag schon?«
»Das Rote, das steht dir.«
»Sicher?«
»Ja, du siehst darin hammer aus.«
»Ich nehme das Schwarze, …macht mich schlanker.«

Das letzte Kapitel

»Du weißt, wer ich bin?«
»Ich kann es mir denken.«
»Ja, das sehe ich. Wie sagst du immer so schön? Kein Stress?«
»Ich bin nur ein wenig überrascht. Ist es okay, wenn ich beim Sie bleibe? Etwas Distanz wäre vielleicht hilfreich.«
»Wenn es dir hilft. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Komme ich sehr ungelegen?«
»Es geht. Das letzte Kapitel ist noch nicht fertig.«
»Ach, das ist es doch nie. Was gibt es da zu grinsen?«
»Sorry. Aber genau so, habe ich es mir im Grunde vorgestellt. Selbst Ihr Äußeres, gewissermaßen.«
»Ich weiß. Ich hab es gelesen. Anders als du, bin ich vorbereitet. Nimm es als nette Geste. Können wir?«
»Würden Sie mir noch kurz erklären, was jetzt mit mir passieren wird?«
»Das fragst ausgerechnet du? Du hast doch immer gepredigt: Show, don’t tell.«

Sparen

„Was ist denn das für eine Abrechnung auf dem Kontoauszug? 79 Euro?“, fragt er.
„Musst du das so genau wissen?“, weicht sie aus.
„Schon.“
„Echt?“
„Echt, denn wir wollten doch sparen. Haben wir so besprochen“, sagt er und verschränkt die Arme.
„Kann man nicht mal eine Ausnahme machen?“
„Nein, eigentlich nicht.“
„Noch nicht mal für deinen Geburtstag?“
„Oh.“
„Eben.“