Öffentliche Schreibwettbewerbe

Auch BoD verfolgt einen Businessplan, der mit meinen eigenen Zielen kaum etwas gemein hat. Ich glaube, da gehts eher darum jene jungen Hobbyautorinnen anzufüttern, die von den Verlagen mit den bunten Buchschnitten nicht erfasst wurden. Kannste nix dagegen sagen, der Markt ist frei und allen ist grundsätzlich zuzutrauen, das theatrum literaricum zu durchschauen. Die einen früher, die anderen später und ein paar halt überhaupt nie.
Ich lebe damit recht gut, weil ich nicht davon leben muss und daher gehe ich, wenn überhaupt, mit einem gerüttelt Maß an Gelassenheit in solche Wettbewerbe. Dass ich bei crime between the pages mit einer Story über ein geklautes Manuskript gegen all die Stockholmsyndromatikerinnen keine Chance habe, war mir damals klar. Aber es hat mir einen Riesenspaß gemacht, genauso wie beim letzten Seitenwind Nick O’Law und Prof. Froid vorzustellen. Und wenn ich sehe, dass die beiden in unserer netten Community mittlerweile ein „running gag“ geworden sind, dann freut mich das um Welten mehr, als die viertel Stunde Berühmtheit am Siegespodesterl eines Selbstverlages, dem es um vieles geht, aber kaum darum, wirklich gute Geschichten erzählen zu lassen. Gleichwohl ich den Sieger:innen natürlich alles Gute vergönnt bin. Mögen sie ohne allzu viel Enttäuschung vieles lernen und viele junge Menschen zum Lesen bringen.

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Den Glückwünschen schließe ich mich gerne an!! :clap: :tada:

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Na klar, auch für mich hängt davon nicht die Welt ab. Ich nehme teil, weil mir das Schreiben von Kurzgeschichten Spaß macht. Wenn ich nicht zu den Gewinnern zähle, kommt meine Geschichte auf meine Website. Alles, was ich erwarte, sind aber transparente und faire Regeln bei der Auswahl der Geschichten. Als positives Beispiel ist der Wettbewerb von Kulturleben Grassau zu nennen. Da bekommt der Text ein selbst zu vergebenes Kennwort, welches auf einem separaten Blatt mit den Daten des Autors verknüpft ist. Die Jury weiß also nicht, welche Geschichte von welchem Autor stammt.

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Danke :slight_smile:
(falls du mich meinst :wink: )

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Meinte ich :smiley:
Ich war nur nicht sicher, da es ja den Namen auch Zweimal geben könnte. Aber da ich sogar schonmal in deinem Blog las, fiel es mir direkt auf.

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Glückwunsch auch von mir.

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Herzlichen Glückwunsch :champagne: zum Erfolg.

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:clap: :clap: :clap:

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Herzlichen Glückwunsch!

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Herzlichen Glückwunsch auch von mir

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Herzlichen Glückwunsch!

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Danke auch an euch :slight_smile:

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Der Eridanus Verlag hat bis Ende März noch eine Ausschreibung für eine seiner Anthologien laufen.

https://eridanusverlag.de/ausschreibungen.html

Ist nicht das erste Mal, dass sie einen solchen Wettbewerb ausschreiben. Hat jemand Erfahrungen mit denen gemacht? Sie scheinen auch für den Deutschen Science Fiction Preis des Science Fiction Club Deutschland’s berücksichtigt zu werden, und Kurzgeschichten aus den Wettbewerbs Anthologien sind da durchaus auch schon in die Platzierungen gekommen. Was unter dem Aspekt den Wettbewerb als Werbung zu betrachten durchaus nicht uninteressant ist.

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Immerhin mal bis zu 40 000 Zeichen. Und ein cooles Thema.
Aber nee, auskennen tue ich mich mit der Ausschreibung, den Ausschreibenden nicht.

Nachdem ich an den Likes und der Verlinkung gesehen habe, dass der Wettbewerb auf Intresse stößt vielleicht interessiert sich ja auch noch jemand für ein Beispiel was aus den früheren Wettbewerben hervorgegangen ist.

Alien Contagium war wohl die momentan letzte Wettbewerbs Anthologie. Aus dieser Anthologie hatten Kurzgeschichten 2023 beim erwähnten Deutschen Science Fiction Preis in der Kategorie Kurzgschichte sowohl den fünften als auch den sechsten Platz belegt.
Preisträger 2023

Davor hatte eine Kurzgeschichte aus Alien Eroticon erotische SF schon 2020 den zweiten Platz belegt. Preisträger 2020 Und nein da ich ausser Teilnahmeintresse nichts mit dem Wettbewerb zu tun habe kann ich für das Thema nichts.

Und für den Fall das jemand davon eines bestellen möchte um zu sehen was bei diesen Wettbewerben eine Chance hat, das geht über den Buchhandel innerhalb der normalen 24 Stunden Lieferzeit anstatt der auf der Verlagsseite angegebenen Lieferzeit. :sunglasses:

Sagen wir mal so ich habe die Erfahrung gemacht das beim Kurzgeschichten Wetttbewerb des Verein zur Förderung der Raumfahrt e.V. technologisch kritische Geschichten nicht unbedingt die beste Chance haben. So „den richtigen Wettbewerb“ für die „richtige Geschichte“ zu finden ist auch ein Thema über das man sich Gedanken machen kann.

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Da habe ich auch schon mal erfolglos mitgemacht und zwar bei der Micro-SF 2024.

Bis Ende Januar (31.1.2026) gibt es beim Carpathia Verlag eine Ausschreibung für eine Dark/Urban Fantasy-Anthologie zum Thema Feuer. Link: Ausschreibung: Ignis lucidus – Carpathia Verlag

Ich habe 2025 bei der ersten Ausschreibung zum Thema Wasser mitgemacht und meine Gezeitenfeste hat ein Plätzchen in der Anthologie gefunden (Mein Blogpost zur Anthologie). Das Taschenbuch hat eine sehr schöne Gestaltung bekommen und ich bin mir sicher, bei der „Feuervariante“ wirds wieder etwas Tolles.

(ich muss mich unbedingt erinnern, was meine Idee war …)

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Stand 30.12. sind wohl ca. 160 Geschichten eingereicht worden. Das geht aus einer E-Mail hervor, die ich gestern von der Quintessenz Manufaktur bekommen habe.
Interessant dabei: Die Quote der Geschichten von Männern liegt bei 39% und liegt somit wohl über der Quote von früheren Ausschreibungen.

Was mich zu der Frage führt: Gibt es generell mehr Autorinnen als Autoren? Gibt es dazu offizielle Zahlen?

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angeblich in Deutschland noch knapp mehr Männer (weltweit sowieso). Allerdings sind da Sachbücher u.a. mitgezählt, bei denen der männliche Anteil weit höher ist. In der Belletristik sind es wohlö mehr Frauen. Das hier gibt es dazu offziell:

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Also, ich habe mir das Alien Contagium durchgelesen um zu sehen was bei dem von mir verlinkten Wettbewerb in der Vergangenheit so gewonnen hat.

Kurzfassung ich habe so gewisse Zweifel. Insgesamt 23 Kurzgeschichten waren in der Anthologie. Davon eine vom Herausgeber und 3 von Autoren die für den Verlag schreiben der den Wettbewerb ausschreibt. Da damit noch 19 Kurzgeschichten fremd vergeben worden sind war dies nicht was mich störte.

Da bei der aktuellen Ausschreibung ausdrücklich erwähnt wird, dass

Sollten bis zum 31.03.2026 zu wenige Manuskripte bei uns eintreffen, die den thematischen Vorgaben und unseren qualitativen Vorstellungen entsprechen, behalten wir uns vor, entweder die Deadline zu verlängern oder über eine Nichtveröffentlichung der Anthologie zu entscheiden.

war ich doch etwas überrascht was für Kurzgeschichten es alle in die Anthologie geschafft haben. Manche Beiträge hätte man hier im Forum als Beispiele wie man es nicht macht verwenden können. Also hätte oben zitierter Regelpassus schon damals existiert, und ich wäre Juror gewesen ich hätte ziemlich wahrscheinlich für die Deadline Verlängerung oder die Nichtveröffentlichung gepusht.

Bei 23 Beiträgen kann ich gleich erst mal nur Tendenzen aufzählen, weil definitiv nicht jeder Beitrag die selben Probleme hatte aber ein paar Dinge könnten für die, die am Wettbewerb teilnehmen möchten interessant sein. Natürlich kann ich nur das beurteilen was im Buch ist, weil ich nicht weiß was nicht akzeptiert wurde. Was zu mindestens den einen Punkt den ich anspreche mit einer gewissen Unsicherheit behaftet jedoch ist er auffällig genug um mindestens den Verdacht zu äußern.

Die gute Nachricht für die, die teilnehmen wollen die Latte scheint nicht so besonders hoch zu sein. Die schlechte Nachricht ist wenn andere nach dem lesen von Alien Contagnium die selben Gedanken haben wie ich könnte der Wettbewerb wirklich mehr dazu sein um sagen zu können den Beitrag kann ich in meiner Vita erwähnen ,nicht dazu um Leser zu werben. Weil wer nach dem lesen des Buches ähnliche Gedanken hat wie ich wird nicht unbedingt scharf darauf sein ein weiteres Buch das aus diesem Wettbewerb hervorging zu kaufen.

Also was hat mich gestört?

  1. Der Anteil der Beiträge bei denen ich sagen würde Thema verfehlt war hoch.
    Hier waren tatsächlich bereits veröffentlichte Autoren die noch keinen Durchbruch hatten und den Wettbewerb nutzen wollten um bekannter zu werden gar nicht mal so unschuldig. Viele der Beiträge liefen ungefähr so ab, ich schreibe was ich normalerweise schreibe und würge irgend wie das Thema Erstkontakt mit rein um für den Wettbewerb zu passen. Ein Beispiel aus dieser Kategorie war „Der Stein der Weisen“ von Erin Lenaris. In der Geschichte ging es um eine verwitwete Clubbesitzerin die seid dem Tod ihres Ehemannes versucht den Club alleine zu führen. Dies wurde noch dadurch erschwert, dass Hurrikan Kathrina die Hauptattraktion des Clubs zerstört hatte. Der Sänger der im Club auftrat versuchte seid dem Tod ihres Mannes mit der Besitzerin anzubandeln und trank zu viel Alkohol. Eines Tages erzählte der Sänger der Besitzerin er hätte einen außerirdischen Stein mit Hellseherischen Fähigkeiten gefunden. Aufgrund des Steins wüsste er jetzt ein paar Dinge über die Club Besitzerin die sie ihm nie verraten hat. Die Besitzerin dachte erst er hätte zu viel getrunken, nachdem die Sachen die er erzählte aber durchaus stimmten verdächtigte sie ihn dann aber sie zu stalken. Letztendlich ließ der Sänger ihr dann eine Nachricht mit einem ausgefüllten Lotterielos zukommen, er würde jetzt den Stein aus dem Wald holen gehen sie würde schon sehen das er recht hat. Als er daraufhin nicht zu seinem nächsten Auftritt erscheint geht die Clubbesitzerin ihn suchen weil sie feststellte, dass sie doch Gefühle für ihn hatte und findet ihn dann betrunken bei sich zu hause. Findet den Erstkontakt in dieser Story… Leider war das nicht die einzige Erstkontaktstory mit so viel Erstkontakt in dieser Anthologie, wo ich dann schon leichten Etikettenschwindel unterstellen würde. Zumindest hatten diese Geschichten noch Charaktere und eine Handlung die den Namen verdienten dies war bei den unteren Kategorien auch nicht immer der Fall.

  2. Die Klischees flogen tief
    Also Variationen des Satzes „Der Erstkontakt verlief nicht wie in Science Fiction Filmen“ habe ich eindeutig zu oft gelesen aber das war auch nicht unbedingt das schlimmste. Also wenn ihr wissen wollt warum Autoren nicht unbedingt über Autoren schreiben sollten, Pop Kultur Referenzen eher spärlich eingesetzt werden sollten dann brachte „Something Alien“ von Detlef Klewer das in einer Geschichte unter. Diese begann damit das der Protagonist von seinem Verleger angerufen wurde der Abgabetermin für seinen Roman steht bevor und wenn er seinen Vertrag nicht verlieren will sollte er endlich liefern. Als er darauf hin mit Tatendrang einen Kaffee machen wollte kam es zu einem Unfall mit Kopfstoß und Elektroschock die ihm ermöglichte Außerirdische zu erkennen die verkleidet unter den Menschen lebten. Dies war eine Anspielung an einen weniger bekannten Science Fiction Film. Ob das jetzt Leuten die den Film nie gesehen haben interessiert ist eine andere Sache. Und wenn nicht alles so in eine Geschichte gepackt wurde wie hier skurrile Anspielungen an Dinge die der Autor kannte fand man in mehreren Beiträgen.

  3. Die „liebe“ Politik…
    Als wenn ich diesen Punkt im Detail erörtern soll brauche ich dafür wahrscheinlich nochmal so lang wie dieser komplette Beitrag. Aber manche die Beiträge die in die Anthologie gekommen sind waren mehr politische Slogans als Geschichten mit Charakteren und Handlung. Jetzt spricht natürlich generell nichts dagegen Politik zu diskutieren jedoch wenn das auf Kosten der Charaktere und Handlung geht kann man darüber streiten ob dies Preiswürdig sind. Wenn man nun die Geschichten wo dies Auftrat mit der Geschichte des Herausgebers vergleicht und sich seine Homepage anschaut, dann kommt man nicht umhin den Verdacht zu bekommen das die Geschichten wo politische Slogans in die Anthologie aufgenommen wurden sich für Dinge einsetzten für die sich auch der Herausgeber einsetzt. Was halt der Punkt ist wo es etwas zweifelhaft wird wie die Geschichten die in die Anthologie kamen ausgewählt wurden. Und auch der Punkt ist wo ohne zu wissen was sonst noch im Rennen war eher schwierig endgültig zu beurteilen ist.

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