Peter Pan saß im Nimmerland auf einen hohen Berg und blickte über das Nimmermehr, bis im einfiel das Nimmermehr nicht mit „eh“ sondern mit „ee“ geschrieben wird.
Captain Hook
Peter Pan saß im Nimmerland auf einen hohen Berg und blickte über das Nimmermehr, bis im einfiel das Nimmermehr nicht mit „eh“ sondern mit „ee“ geschrieben wird.
Captain Hook
Unser Captain führte ein Doppelleben. Zum einen als Pirat im Nimmerland, zum anderen als Entdecker in der Südsee, wo er seinen Nachnamen ein klein wenig änderte, von Hook in Cook. Was niemand wusste. Außer dieses kleine Biest mit den Flügeln, wie hieß sie doch gleich, ach ja:
Tinkerbell.
In der alten Piratenspelunke gab Captain Jakob Sperling ein Runde Rum aus. Damit das auch alle anwesenden Raufbolde mitbekommen läutet er mit der Tinkerbell. Da der olle Wirt grammatikalisch nicht gerade bewandert ist, nennt er so seine „Trinker Glocke“ . So isses halt im Hinkefußes
Geisterklipper.
„Wer nennt unsere Freundin eine Stinkersocke?!“, riefen Mary Read und Anne Bonny wie aus einem Munde. Dann zogen sie Hinkefuß am Schlafittchen über die Theke und wischten mit ihm die Planken des gesamten Geisterklippers auf. Sperling nutzte das Chaos um wieder mal die Zeche zu prellen.
Seemannsgarn
Wenn bei den Segeln unseres Klippers die Nähte reißen, ist mit Sicherheit das Seemannsgarn schuld …
Buddelschiff
Wie aus gewöhnlich uninformierten Kreisen zu hören ist, nennt man in ostfriesischen Altenheimen den Inhalt einer Harnflasche „Buddelschiff“.
Klabautermann
Auf dem alten Seelenverkäufer muss Glasauge Jenny mit kräftigen aus Schweinedarm gedrehten Seemannsgarn den „Jolly Roger“ flicken, während in der Kombüse der Klabautermann mit seinem Seemannsgarn dem Möchtegernkoch Longjohn beim Spiegeleier braten auf dieselben geht.
Dreimastbark
Purple saß an einem dunkel gefärbten Tresen in einer heruntergekommenden Bar in den Barracken aus der Väterzeit. Dort trieb sich nur Gesindel herum. All Jene, die mit dem Gesetz aneinander gerieten und vor der Cybernetik Order flohen. Ein speckiger und untersetzter Koch stand in der offenen Küche und schwenkte eine schwarze Gusseiserne Pfanne. Darin glänzte das ultraheiße siedende Öl, in dem irgendwelches Getier aus dem Meer schwamm. Purple rümpfte die Nase und zog kräftig an seiner synthetischen Zigarette. Den Qualm musste er nicht mehr ausatmen. Seine künstlich erzeugte Lunge filterte jegliche Schadstoffe heraus.
„Hier gibt es nur echten Whisky! Nix von dem genmanipulierten Scheiß.“ Der Koch schlug sich ein weißes Tuch über die Schulter und starrte durch das Küchenfenster. Die Pfanne stand achtlos auf der offenen Flamme. Der Fisch flockte bereits auf.
„Ich suche Longjohn.“ Purple aschte wie nebensächlich in das Glas mit dem schalen Rest seines Algenbieres.
Der Koch schüttelte den Kopf. „Hier gibt es keinen Longjohn. Aber mein Großvater hieß so. Hat vor 80 Jahren auf einer Dreimastbark angeheuert. Hat beinahe mit seiner Kochkunst die gesamte Crew dahingerafft.“ Der breite Mund des Mannes verzog sich zu einem erheiterten Grinsen. Dann zeigte er mit dem Daumen über seine Schulter.
„Die Pfanne da, ist alles was ich geerbt habe.“
Purple schüttelte den Kopf und steckte die Kippe in die grüne Flüssigkeit. Zischend erlosch die glimmende Fluppe.
„Heil Genesis.“
Der Koch zog verärgert die Augenbrauen zusammen. „Heil deine Mutter du Armleuchter.“
Labellostift
Deine Lippen rauh wie Schleifpapier.
Schreibst ICH LIEBE DICH in schönster Schrift.
Ich dich auch, aber nur mit Labellostift.
Glanz
Glanz-los
Läuft die Gans los
Sag der Hans bloß
Das der Wanz groß
Genug ist um die Gans zu essen
(Ich fand der letzte Satz hat echt gesessen)
.
.
Tierwohl
Beim Tierwohl
Ist auch mir wohl
Und dir wohl
Im Herz und im Magen,
Weil wir in diesen Fragen
Auch das hier wohl tragen:
Verantwortung
Eltern Verantwortung
zur Handy-Ortung
Warum? Bitte um Beantwortung!
Antworte auf die Frage
sonst Faust kontra Visage
So deine Lage
Du liegst dann im Mist
Das Zeug du dann frißt
Damit du’s nicht vergißt.
So ein
Humorist
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Gott ist Humorist, meines Fleisches du entstiegen bist.
Trägt er als Rabe, seinen Sohn zu Grabe.
Weisheit unergründlich, fällt der Apfel stündlich.
Grün wie Gras, jagt die Schlange den Haas.
Kalt und nakt im Wind, sind wir nur Gottes Kind.
Weihnachtskalender
Eine weihevolle Nacht im Kalender
Im Wald ein Hirsch, ein Zwölfender
Vom Himmel fällt eine Sternschnuppe
Mechthild wünscht sich eine Puppe
Hänschen träumt von einem Fahrrad
Zwischen Tannen schleicht ein Waldschrat
Im tiefen Schnee tun seine Füße schmerzen
Aber bringen muß er noch die Kerzen
In der Kapelle für den Altar
Wartet neben Pfarrer auch der Notar
Begutachten soll er die Urkunde
Und pünktlich auf die Sekunde
Der Schrat kommt mit Getöse
Im Opferstock sind wenig Erlöse
Der Waltschrat unterzeichnet
Danach wird noch gebeichtet
Die Erlöse werden jetzt gebraucht
Schnell noch Puppe und Fahrrad gekauft
Mechthild und Hänschen freuen sich sehr
So stehts im Weihnachtskalender
Sternschnuppe
Es ist Dezember, in ein paar Tagen ist Weihnachten.
Fritz und Emma sitzen in warme Decken gehüllt, Seite an Seite auf ihrer Gartenschaukel.
Händchenhaltend schauen sie erwartungsvoll in den klaren Nachthimmel.
Wird es bald Schnee geben? Schnee so wie es ihn früher einmal gab. Früher, als die Kinder noch klein waren und sie mit dem alten Pferdeschlitten in den Wald gefahren sind, um den Weihnachtsbaum zu fällen. Früher als weiße Weihnacht das Normalste von der Welt war. Ach ja, wie sehr wünschten sie sich eine Weihnachtszeit und einen Winter herbei, so wie sie ihn kannten. Bitte wenigstens ein letztes Mal noch,…
Für ihre Kinder, Enkelkinder, Urenkelkinder , für sich selbst und natürlich für all die anderen, die es sich genauso sehr wünschten.
Plötzlich zieht am Himmel eine Sternschnuppe vorbei.
Oh,noch eine und noch eine. Ein ganzer Sternschnuppenregen prasselt auf die Beiden in dieser Dezembernacht nieder.
Glücklich strahlen beide sich an. Es wird eine wunderschöne weiße Weihnacht geben, wenn nicht jetzt, dann ganz bestimmt im nächsten Jahr.
Weihnachtswunder
Marina war überzeugt: In ihrem Leben war weder Platz für Weihnachtswunder noch für sonstigen Hokuspokus. Wenn man etwas wollte, musste man es sich hart erarbeiten.
Marina ging mit gesenktem Kopf durch die verschneiten Straßen. Auch dieses Jahr hatte ihre Chefin sie nicht bei den Gehaltserhöhungen bedacht. Naja, vielleicht nächstes Jahr, dann musste sie ihre Anstrengungen eben verdoppeln.
An ihrem Hauseingang angekommen schloss Marina in Gedanken versunken den rostigen Briefkasten auf. Tatsächlich, ein Umschlag – es mutete ihr etwas steinzeitlich an, heute noch per Post statt per Mail zu kommunizieren, aber zugegeben, das Papier in ihrer Hand fühlte sich gut an. Während sie die Treppe hinaufstiefelte, öffnete sie das Kuvert. Bei näherem Betrachten sah es sogar ziemlich hochwertig aus. Crèmeweiss, innen blau gefüttert. Marina blieb abrupt stehen und las mit klopfendem Herzen die wenigen Zeilen.
Sehr geehrte Frau D.
Mit Interesse haben wir Ihr Manuskript gelesen (nein, verschlungen!). Daher haben wir in der letzten Verlagskonferenz einstimmig darüber entschieden, ihren Roman in unser Programm aufzunehmen.
Bitte nehmen Sie unverzüglich mit uns Kontakt auf, damit wir alles Weitere besprechen können.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Wunder&Co-Verlag
PS: Fröhliche Weihnachten
Nächstes Wort: Wunschdenken ![]()
Das Mädchen kniete in der Kapelle vor dem Altar und betete für ihren Wunsch. Kaum hatte sie geendet, fiel etwas Leuchtendes hinter ihr herab. Sie drehte sich nicht um, wiederholte ihren Wunsch, und erneut fiel das selbe hinter ihr herab.
Doch beim dritten Mal ertönte eine Stimme vom Kreuz: „Mensch, Mädchen, du mit deinem Wunschdenken. Dreh dich doch endlich einmal um.“
Verwirrt drehte sie sich um und sah drei kleine Spiegel auf dem Boden liegen. In den Spiegeln erkannte sie nicht nur ihr äußeres Bild, sondern auch all die Wünsche, die sie tief in sich trug – die Dinge, die sie selbst längst vergessen hatte.
„Wünsche sind nicht immer das, was du erwartest“, sagte die Stimme sanft. „Manchmal musst du erkennen, was du schon hast.“
Das Mädchen lächelte und verließ die Kapelle mit dem Wissen, dass wahre Wünsche oft in uns selbst liegen.
Nächstes Wort: Kapelle
„Mach die Kapelle leiser. Ich verstehe mein eigenes Wort nicht mehr!“
Ich habe nie verstanden, was meine Mutter an Thin Lizzy auszusetzen hatte.
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Blasorchester
Ein Blasorchester hat nichts mit den Beschäftigten in einschlägigen Etablissements zu tun.
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