Neuer Artikel: KI, Buchmessen und die Frage, wo das Werkzeug aufhört
Vor ein paar Tagen hat die Stuttgarter Buchmesse angekündigt, künftig keine Aussteller:innen mehr zuzulassen, deren Texte oder Cover mit generativer KI entstanden sind, und einen Partner prompt von der Website genommen. Die Reaktionen darauf waren heftig, auf beiden Seiten.
Ich hab mir die Geschichte für buchmarkt.de genauer angeschaut, mit einem ausführlichen Gespräch mit Stephan Militz von Scribigo. Dabei kommt auch ihr als Papyrus-Community ins Spiel: Ein zentrales Argument im Artikel ist, dass sich die Grenze zwischen Werkzeug und KI in der Praxis kaum noch sauber ziehen lässt, Korrekturfunktionen stecken schließlich längst in Papyrus, Word und Co. Genau an dieser Unschärfe hängt die ganze Debatte.
Es geht im Artikel um mehr als nur diesen einen Vorfall: um die Frage, wie Handwerk, Kunstform und wirtschaftliche Interessen im Selfpublishing gerade aufeinanderprallen, um Kennzeichnung statt Verbot als Branchentrend, und um die Auswertung eines Kommentarverlaufs, der zeigt, dass die Fronten deutlich weniger eindeutig verlaufen, als man erst denkt.
Hier der Artikel: Patrick Meier: Warum die KI-Debatte um die Stuttgarter Buchmesse symptomatisch für eine größere Diskussion ist – buchmarkt.de
Mich würde interessieren: Wo zieht ihr persönlich die Grenze zwischen Korrekturhilfe und KI-generiertem Text? Bin gespannt auf eure Perspektiven.