KI Bann oder offene Diskussion

Neuer Artikel: KI, Buchmessen und die Frage, wo das Werkzeug aufhört

Vor ein paar Tagen hat die Stuttgarter Buchmesse angekündigt, künftig keine Aussteller:innen mehr zuzulassen, deren Texte oder Cover mit generativer KI entstanden sind, und einen Partner prompt von der Website genommen. Die Reaktionen darauf waren heftig, auf beiden Seiten.

Ich hab mir die Geschichte für buchmarkt.de genauer angeschaut, mit einem ausführlichen Gespräch mit Stephan Militz von Scribigo. Dabei kommt auch ihr als Papyrus-Community ins Spiel: Ein zentrales Argument im Artikel ist, dass sich die Grenze zwischen Werkzeug und KI in der Praxis kaum noch sauber ziehen lässt, Korrekturfunktionen stecken schließlich längst in Papyrus, Word und Co. Genau an dieser Unschärfe hängt die ganze Debatte.

Es geht im Artikel um mehr als nur diesen einen Vorfall: um die Frage, wie Handwerk, Kunstform und wirtschaftliche Interessen im Selfpublishing gerade aufeinanderprallen, um Kennzeichnung statt Verbot als Branchentrend, und um die Auswertung eines Kommentarverlaufs, der zeigt, dass die Fronten deutlich weniger eindeutig verlaufen, als man erst denkt.

Hier der Artikel: Patrick Meier: Warum die KI-Debatte um die Stuttgarter Buchmesse symptomatisch für eine größere Diskussion ist – buchmarkt.de

Mich würde interessieren: Wo zieht ihr persönlich die Grenze zwischen Korrekturhilfe und KI-generiertem Text? Bin gespannt auf eure Perspektiven.

sorry, aber das Thema KI, auch deine spezielle Frage, wurde hier schon ausführlich rauf und runter diskutiert.

Guggst du hier https://community.papyrus.de/t/chatgpt/25693, hier https://community.papyrus.de/t/ erfahrungen-mit-ki-kuenstlicher-intelligenz/24776 oder hier https://community.papyrus.de/t/meinung-zu-kunstlicher-intelligenz/11463, und das sind nur die größten Threads dazu.

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Ich bin der Diskussion müde. Ernsthaft.

Kleines Detail: Claude markiert seit diesen Monat seine Texte, über statistische Wahrscheinlichkeit. d.h wenn „das nächste Wort“ A oder B sein sollte, markiert er B als Claude wort. Und nimmt es. Hat ein Text verhältnismäßig viele B Wörter, ist er wahrscheinlich claude text. Dabei kann im nächsten Satz A und B umgekehrt sein, der Satz selbst ist der Schlüssel. :sleeping_face:

Meine aktuelle Position:
Text mit KI generiert → will ich nicht lesen.
Rohtext mit KI korrigiert → Grauzone //a) wird stilistisch ungefragt überommen → will ich nicht lesen //b) wird KI nur genutzt um Problemstellen oder pure Rechtschreibung zu finden → OK für mich.
Cover mit KI erstellt → OK für mich.

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Das reicht für mich schon, da nicht hinzuwollen. Und mein KI-Cover reicht denen, um mich nicht zuzulassen. Also sind beide glücklich.

Und dort wird sie auch immer hängen, weil es einen Unterschied bald nicht mehr geben wird.

Dort, wo ich finde, dass es nicht mehr mein Text ist. Ich nehme ja auch mal eine alternative Formulierung von meinen Testlesern an, ohne dass es deswegen nicht mehr mein Text wäre.

Ich hab aber generell kein Problem mit KI und würde auch ein KI-Buch lesen. Und wenn KI besser schreibt als ich, dann tut sie das halt.

Ich schließe mich den Vorrednern an.

Außerdem finde ich das hier

seltsam. Du schließt dich also aus? Warum bist du dann hier?

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Für mich fühlt es sich immer an, wie ein Pieken ins Wespennest. Gerade wenn der Schwarm wieder zur Ruhe gekommen ist.

Sonst kein Kommentar mehr von meiner Seite zum Thema KI.

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Stimmt. Aber für mich war es keine sinnlose Diskussion. Vor einem halben Jahr hätte mich der Artikel noch getriggert. Heute sehe ich es entspannter. KI wird nicht verschwinden, sondern besser werden. Wenn die KI Buchcover generiert, die nicht von durchschnittlichen „normalen“ Covers zu unterscheiden sind, dann stirbt halt eine Brache.

Nicht ich habe heute Pech in der Phase der Hexenjagten. Ich nutze KI, also geht mir der Vorwurf der KI-Nutzung am verlängerten Rüchen vorbei. Schließlich wäre das kein Vorwurf, sondern Realität.

Pech haben vor allem die, die so stolz darauf sind keine KI zu nutzen. Viel Spaß beim Nachweis. :downcast_face_with_sweat:

In 10 Jahren hat die Stuttgarter Buchmesse ihre Regeln verändert oder es gibt sie nicht mehr.

Meiner Meinung nach sollte nicht gekennzeichnet werden KI ja oder nein. Es sollte gekennzeichnet werden was mit KI gemacht wurde, als KI generiert, Lektoriert, übersetzt, stilistische Überarbeitung, Rechtschreibprüfung usw.

Nein, ich habe nicht nötig meinen Schreibprozess zu dokumentieren. Genausowenig wie alle anderen.

Bisher war das auch nicht nötig. Oder glaubt jemand Trump und Merkel hätten ihre Bücher selber geschrieben?

Auch da sollte der Ghostwriter dazu geschrieben werden.

Nutzt eg. irgendjemand von euch die Website Gestaltung von Ionos? oder anders, wer hat ein Google Pixel Handy? oder ein Apple?

Die sind allesamt KI-Unterstützt.

Wer hat zuletzt beim ADAC angerufen? Deren 1st Level Line ist auch eine KI-Hotline.

KI wird irgendwann immer mehr übernehmen, ob wir es wollen oder nicht.

KI generierte Texte sind meiner Meinung nach - das kann ich sagen weil ich viel damit gearbeitet habe - alle im selben Schema F. Die “Nicht X, Nicht Y, sondern Z” Beschreibungen als Beispiel … die kann ich gar nicht ab. Gerade im Deutschen gibt es ausreichend Positiv Beschreibungen, um auf solche Negativ Floskeln zu verzichten.

Es fehlt manchmal die emotionale Tiefe bei Texten.

Bei Bildern hingegen, da finde ich, KI äußerst hilfreich, und nicht verwerflich - solange es keine echten Menschen darstellt. Zeichnungen, ComicStyle, oder ähnliches ist absolut okay, für mich. Aber solange jemand versucht mit KI Bildern Menschen darzustellen, nein. Wobei wir ja auch ehrlich sein müssen - Avatar 1-3 … da wurden entsprechende Bildprogramme auch verwendet.

Derzeit findet auch das KI-Festival in Bremen statt. https://bremenfastforward.de/

Den KI Zug können wir nicht stoppen, nur unseren Umgang damit. Es wird immer jene geben, die es gutheißen, andere ziehen Grenzen und andere lehnen es ab. Ebenso wie bei Politik, Religion und Bio-Denken.

Man sollte niemanden dafür verurteilen, wie jemand dabei denkt und damit umgeht.

Jeder sollte das lesen können/dürfen, was ihm gefällt oder es sein lassen.

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