Neuer Schreibstil versuch, habe den Titel geändert.
Arbeitstitel_ Das Gift der Hoffnung.pdf (70,9 KB)
Sorry, aber mich hast du bereits nach dem ersten Satz verloren.
Die Nachmittagssonne fiel in schrägen Bahnen durch die hohen Fenster des Cafés und tanzte als goldener Staub auf den polierten Marmortischen.
Die Sonne fällt durch ein Fenster und tanzt als Staub. Ich denke du meinst das Sonnenlicht, aber weder die Sonne noch deren Licht kann als Staub tanzen.
War leider das falsche PDF habe es ersetzt.
Du hast recht, neuer Vorschlag. Die Nachmittagssonne fiel in schrägen Bahnen durch die hohen Fenster des Cafés und golden tanzte Staub auf den polierten Marmortischen.
Hallo RudolfH,
Dein Text hat eine starke Atmosphäre und viel Energie - das hat mir wirklich gefallen.
Beim Lesen ist mir nur aufgefallen, dass ich an manchen Stellen etwas aus dem Fluss geraten bin, weil sehr viele Bilder und Gedanken gleichzeitig auftauchen.
Vielleicht ist das aber auch einfach mein persönliches Leseempfinden - deshalb nimm meine Anmerkung bitte nur als Angebot nicht als Angebot nicht als Kritik.
Konkret beim Einstieg hatte ich zum Beispiel das Gefühl, dass weniger Bilder und etwas mehr Handlung die Szene für mich noch klarer und unmittelbarer machen würden.
Der Minibus bremste vor dem Hotel. Staub stob auf, die
Tür sprang auf, als hätte jemand sie getreten. Alice, zehn
Jahre alt, kaum zu halten, sprang hinaus und rannte die
Stufen hoch, als wäre sie allein auf der Welt.
Der Minibus kam ruckartig vor dem Hotel zum Stehen. Staub wirbelte auf und legte sich über die Scheiben. Noch bevor jemand etwas sagen konnte, sprang die Tür auf.
Alice war draußen, ein roter Blitz zwischen den Erwachsenen, rannte die Stufen hinauf, ohne zurückzusehen.
Für meinen Geschmack gibt es im Text eine übermäßige Verwendung blumiger oder ausschmückender Adjektive, hinter denen die eigentliche Handlung verschwindet.
Sie war 38, schön, grazil, aber die Hitze machte ihr momentan zu schaffen.
Würde ihr die Hitze weniger zu schaffen machen, wenn sie hässlich wäre?
doch der Ruf verhallte in den Palmen wie ein Stein im Sand
Kann ein Stein im Sand verhallen?
Der Speisesaal glänzte.
Was willst du damit sagen?
„Guten Abend und schob die Stühle. Mein Name ist Adrian.“
Auch diesen Dialog verstehe ich nicht.
Stimmen lagen übereinander, ein Summen aus Alkohol und Hitze.
Wie summt Alkohol?
Sorry, aber der gesamte Text wirkt auf mich überladen mit unnötigen und sinnfreien Formulierungen.
Hast du den Text eigentlich selbst geschrieben?
Sätze wie dieser: „Sein Blick glitt über die kleine Szene, wie jemand, der die Strömung eines Flusses liest.“, lassen mich vermuten, dass kein menschliches Gehirn ihn ersonnen hat. Bilder, Metaphern & Co., die sich gegenseitig stören oder aushebeln, gehen nicht selten auf einen KI-Ursprung zurück. Aber vllt. sehe ich inzwischen hinter jedem Buch jemanden sitzen.
Moin RudolfH,
Vielen Dank für das Einstellen deines Projekts. Ich hab nach ein paar Seiten leider abbrechen müssen, da mich der Schreibstil nicht angesprochen hat. Die sehr kurzen Hauptsätze wirkten auf mich stakkatoartig, obwohl die Handlung diese Abrupte für mich nicht gebraucht hätte. Zusätzlich waren mir in den kurzen Sätzen viel zu viele Informationen untergebracht. Beides in Kombination hat mir leider keinen Lesefluss aufkommen lassen. Dazu waren mir viele Formulierungen nicht passend, beispielsweise:
Sie sah nur seinen Mund. Sie hörte nicht die Worte, sondern den Rhythmus, der darunter lag wie ein Versprechen das Beste zu sein. (S. 4)
Kannst du mir erklären, was das bedeutet?
Ein Luftzug kam vom Meer herüber. (S.5)
Ein Luftzug wehte durch das Zimmer. Eine Brise kam vom Meer herüber; der Wind frischte auf.
Übrigens schreibst du auf S.6 „Das Meer lag ruhig da, gleichgültig“, obwohl gerade doch Wind aufgekommen ist?
Die Musik wurde dichter,
schwerer, je näher sie der Bar kam. (S. 7)
Was meinst du damit? Wird Dorothee sentimental?
„Ich muss meine Tochter suchen.“ Sie ließ ihn stehen. […] Sie ging zurück ins Hotel. […] Sie fand sie dort. […] Manuel saß auf einem Barhocker. […]" (S.7)
Das finde ich auch eine ganz interessante Erzählweise: Dorothee nutzt den Vorwand, ihre Tochter zu suchen und lässt Aidan stehen. Sie geht ins Hotel und findet Alice dort. Aber dann spielt Alice keine Rolle mehr und Dorothee unterhält sich mit Manuel auf ziemlich seltsame Art, immerhin muss Alice ja direkt bei ihnen stehen. Doch dann, Seite 9: „Sie suchte Alice.“ Das hat mich total verwirrt.
Und bereits auf Seite 7 trifft Dorothee Aidan und fühlt derlei Tiefes:
„Ich muss meine Tochter suchen.” sie lies ihn stehen. Sie
hatte das Gefühl sich in seinen Arm zu werfen, um sich
auszuweinen.
Das ist mir viel zu früh. Durch den allwissenden Erzähler (es ist doch einer, oder?) sind mir die Charaktere sowieso schon ferner, dazu die detailreiche Szenerie, ich kenne die Protagonisten nicht und dann so ein Gefühl: Das fühle ich leider nicht mit, sondern irritiert mich eher.
Das die Metaphern nicht so gut ankommen, hab ich nun verstanden und werde sie ab jetzt nur noch wenig einsetzen. Ich habe versucht Füllwörter zu streichen, Sätze zu kürzen, was eine besondere Wirkung zeigt, was man als Schreibstil bezeichnen könnte. Ich hab es jetzt nochmal überarbeitet. Bin selbst gespannt, was davon übrig bleibt.
Arbeitstitel_ Das Gift der Hoffnung 2.pdf (82,5 KB)
Ich hab auch überhaupt nichts gegen kurze Sätze. Sie können wohldosiert und zur Dynamik der Geschichte beitragen und total passend sein. Aber immer ausnahmslos kurze Sätze verursachen bei mir eher Irritation.
Sorry, aber das wirkt auf mich eher wie ein Drehbuch. Show, don’t tell. Du solltest nicht nur das blumige weglassen, sondern auch mehr beschreiben, was passiert.
Ich habe mir sagen lassen, dass eine Drehbuchprosa eine gute Sache ist. Ich bin durch die vielen Empfehlungen hin- und hergerissen und weiß nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Ich habe mich verzettelt und viel Zeit damit vergeudet.
Das ist Drehbuchprosa, alles, was die Kamera sieht und von dieser Position auch zu hören ist.
Drehbuchprosa.pdf (53,5 KB)
Arbeitstitel Tödliche Erpressung.pdf (85,1 KB)
Mir schwirrt der Kopf von deinen ganzen PDFs. Ist das alles eine zusammenhängende Story? Aber was davon ist denn jetzt von dir? Der "Arbeitstitel Tödliche Erpressung"scheint ja maßgeblich durch die KI erstellt worden sein.
Das ist ein Drehbuch von mir von einer KI in Prosa umgeschrieben.
Und wo ist der Bezug zu deinem eigentlich eingestellten Projekt?
Das hat keinen Bezug, das ist eigenständig. Das war nur meine Antwort auf Drehbuch-Prosa, das ich immer wieder mal höre oder lese.
Wenn ein Gast an den Tisch kommt und der Tischkellner kommt dazu, dachte ich mir, dass er sie bestimmt begrüßen wird und ihnen beim Platznehmen behilflich ist und Ihnen den Stuhl unter den Allerwertesten schiebt.
Bei hübschen Frauen, die was auf sich halten, gehört meist dazu, dass sie sich zurechtmachen, wie man so schön sagt. Das Zurechtmachen ist meist mit Schminken verbunden. Schwitzen kommt dann nicht so gut an.
Frauen, die darauf keinen Wert legen, weil es vielleicht sinnlos wäre, das zu tun, würde Hitze vielleicht weniger ausmachen.
Dass er vor Sauberkeit Strahl.
Ich wollte damit sagen, dass ein Stimmengewirr von Alkoholisierten wahrnehmbar ist.
Mach dir mal keinen Kopf. Zeit vergeudet hast du nicht, sondern gelernt ![]()
Ich habe es mal gelesen und … ja, man versteht die Handlung und den Ärger der Frau, dass der Mann sie im Urlaub eher allein lässt und sie das grämt. Sowie die Gefahr des aufmerksamen Adrian.
// d.h deine Handlung ist ok.
Tatsächlich habe ich auch den Eindruck, dass hier Ki am Werke ist (vielleicht teilweise) denn sie liebt vage Andeutungen wie:
Sie wusste noch nicht, was dieser Abend bedeutete.
Aber sie wusste, dass sie ihn nicht vergessen würde.
Oder seltsames Innenleben wie:
Sie sah ihn an und erkannte den Moment, in dem er
verschwunden war. Nicht körperlich. Innerlich.
Das ähnelt stark dem:
Alice lehnte sich an sie. Dorothee hielt sie fest. Nicht
tröstend. Haltend.
Fall KI am Werke ist, versuche gerade als Beginner (habe ich so verstanden) davon Abstand zu nehmen. Es ist zu verlockend, für sich schreiben zu lassen, aber viele der Anmerkungen sind einfach nur Training. z.b 1 Satz, eine Aussage. Was bedeutet dein Satz konkret. Kann man den Satz missverstehen (Mr. X brach in die Ecke)
(ist er umgefallen, oder hatte er zuviel Alkohol?)
Ich glaube, der Text könnte deutlich mehr tragen, wenn du ‚in ihren Geist‘ schlüpft. Bisher beobachtest du als Leser sie, obwohl du ein personaler Erzähler bist. Das heißt, welche Meinung hat sie von dem, was sie erlebt. Wir können das zwar raten, lässt sie aber blass wirken. Gehe in den inneren Monolog, bevor sie handelt.
Außerdem würde ich in Dialogen, die Sprecher eine verschiedenen Tonfall geben:
„Was glotzt ihr so?“, fuhr Dorothee sie an.
„Sie glotzen dich alle an“, sagte er genervt.
Natürlich könnten beide so reden, aber sagen wir nur Manuel „umgangssprachlich abwertend / derb“ redet so (Bauarbeitkumpels) und sie „hochdeutsch und höflich“ → könntest du den Kontrast zwischen den beiden allein durch den Dialog schon legen. Sie könnte Sätze eher lang und ausschweigend formulieren, er redet eher kurz und knapp.
„Du kannst ruhig zu den Damen gehen”, sagte er zu
Dorothee, mit einem Tonfall den sie kannte //Wir kennen den Grund aber nicht, aber sind in ihren Kopf. Hier ist eine Möglichkeit etwas zu schreiben.
Manuel lächelte ihr freundlich // das passt nicht, nachdem er den ganzen Tag pissig ist // zu und ging zu den
Männern um sich den Gesprächen anzuschließen.
„Guten Abend und schob die Stühle. Mein Name ist Adrian.“
Hier fehlen einfach nur Satzzeichen
„Guten Abend“, sagte er und schob die Stühle ran, als sie sich setzten. „Mein Name ist Adrian.“
Metaphern sind natürlich wichtig und sollten schon Anwendung finden. Adjektive sind wichtig.
Als Idee könnte man sagen: "Adjektive und Metaphern immer einsetzen, wenn das Bild entweder wichtig / anders / oder unbekannt ist. Und das eher sparsam. Rote Rosen müssen nicht farbig betont werden, schwarze Rosen dagegen schon.
Manchmal macht es „ausgelutschte Bilder“ wie „Der Speisesaal glänzte (vor Sauberkeit)“ zu überlegen, wie der Standardgrund anders ausgedrückt werden kann. Vielleicht mit einer versteckten Meinung.
„Der Speisesaal glänzte vor übermäßigen Gebrauch von Essig. Der Geruch hing noch schwach in der Luft, als hätte man eine Leiche Erbrochenes übertünchen wollen“ (jaja, ich übertreibe
)
// Konflikt ausreizen. Sie lässt Adrian stehen mit:
„Ich muss meine Tochter suchen.” sie lies ihn stehen. Sie
hatte das Gefühl sich in seinen Arm zu werfen, um sich
auszuweinen.
// das ist übrigens einer der wenigen, inneren Gefühlsregungen von ihr, dass sie weg will, da sie sich sonst in seinen Arm wirft. Dieser Konflikt ist dann komplett aufgelöst, bevor er begonnen hat.
„Ich muss meine Tochter suchen”, sagte sie leise.
„Musst du?“
…
…
und dann geht sie ab. Der darauf folgende Konflikt in der Männergruppe ist schräg. Manuel wirkt enorm schwach (betrunken?) und sie schafft es nicht ihn von dort wegzubringen. (Möglichkeit für eine gewisse innere Verzweiflung, vor allem, wenn das häufiger vorkommt)