Adventskalender 2025

kurz zusammengefasst. meine lebensumstände sind in bewegung. weswegen ich heute in so einem anflug von übermut einen großen serverschrank in den keller umziehen wollte. das hat bis zur treppe geklappt, dann ist er mit mir schlitten gefahren. dummerweise habe ich nicht losgelassen und bin die treppe mit runter, kopf auf beton, hand quer auf treppenstufe. drei platzwunden am kopf, ego stark in mitleidenschaft gezogen. ich binins kh gefahren, cts, röntgen, hand ausrichten, gips. morgen wird repariert, sorry, operiert und jetzt sitze ich zuhause und sinniere darüber, wieviel glück ich hatte.

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oh my, all the best henceforth.
Manchmal …
Keep Goin’ but tread more carefully for yourself.

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Auf jeden Fall gute Besserung & möge der Schaden nicht zu groß sein. Daumen für morgen sind gedrückt. :four_leaf_clover:

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Alles Gute für die OP, mein Lieber.
Aber ich muss schon sagen. Nach vielen Jahren der Forschung:
Wir Männer wären zu doof zum Überleben. Wir träumen immer, unkaputtbar zu sein und machen dann solch einen Blödsinn. Ts, ts.

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Oh nein. Ich wünsche dir gute Besserung und eine schnelle Heilung

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Oh Shit. Ich drücke die Daumen für morgen…

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Oh je, das klingt ja gar nicht gut. Ich wünsche dir auch gute Besserung und das du alles gut überstehst!

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Es gibt ‚Weihnachtsgeschenke‘, die man sofort retournieren möchte! Alles Gute für die OP und schnelle Genesung!

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Schöne, realistische Geschichte, und Glück im Unglück. Da fehlen mir echt die Worte, darum sage ich es heute ausnahmsweise mit einem kleinen alten Film von uns.
Ich wünsche allen eine wunderschönen und besinnlichen vierten Adventsonntag.

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Saublöd gelaufen und trotzdem nochmal Glück gehabt! Gute Besserung und alles Gute, das wird schon!

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Ach herrje - gute Besserung

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Das hört sich schrecklich ganz schrecklich an. Ich hoffe, dass mit der OP alles klappt und nachher nur noch ein paar Schrammen an das Missgeschick erinnern.

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Oh das tut mir aber sehr leid für Dich. Kann Schmerz und Frust nachempfinden.
Im Frühjahr Sträucher geschnitten - von der Leiter gepurzelt - plumps- knacks -rechter Unterarm Trümmerbruch. 6 mal neuen Gips, hab OP verweigert. Mit viel Üben heute alles wieder gut.
Schnell noch ein kleines Gedicht, vielleicht erheitert es Dich ein wenig.
Ist der Schmerz auch noch so schwer, es wird besser - hinterher.
Den Kopf erhoben, mit ein wenig Mut
wirst Du sehen s´wird alles gut. :kissing_heart:
Alles Gute für Dich.

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Hoffentlich ist der Serverschrank nicht kaputt. Die Dinger sind ja teuer.

Spaß beiseite: Alles Gute für morgen und gute Besserung.

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Oh man… gute Besserung! Daumen sind feste gedrückt!

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@MKors Du meine Güte!!!

Sehr lieb, dass du dich dann heute noch hier gemeldet hast.

Danke für die coole Geschichte :sunglasses:
Nicht die aus dem echten Leben. Mon Dieu!

Beste Wünsche auch von mir :sparkles:

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Hier kommt die 22. Adventskalendergeschichte (22.12.2025):

Die Stimme des Schnees

Es war der 22. Dezember des Jahres 2149.

Die Stadt ruhte unter einer gläsernen Kuppel, als habe jemand den Himmel ausgeschaltet. Kein Wind, kein Wetter, keine Zufälle. Nur eine konstante Temperatur von zweiundzwanzig Grad und der süßlich-warme Duft synthetischer Vanille, der aus den Klimaanlagen strömte.

Seit Ewigkeiten hatte es keinen echten Schnee mehr gegeben, da sich die Erde immer weiter aufheizte. Es gab nur noch dieses Zeug aus der Retorte: mikrofein, duftoptimiert mit künstlichen Glitzerpartikeln und getrimmt auf Weihnachtsstimmung.

Lina konnte den Kunstschnee nicht ausstehen.

Ihre Großmutter erzählte jedes Jahr dieselben Geschichten:

Von Nächten, in denen die Welt weiß atmete. Von Flocken, die sich wie Küsse auf die Wimpern legten. Von Stille, die nicht leer, sondern lebendig war.

„Echter Schnee“, sagte sie, „hat eine Stimme. Wenn du ganz leise bist, hörst du, wie die Welt atmet, und mit kaum wahrnehmbaren Flüstern von ihren Träumen erzählt. Aber was rede ich, es gibt ja keinen mehr.“

Alles hätte Lina darum gegeben, nur ein einziges Mal solch echten Schnee zu erleben, wahrscheinlich kam sie deswegen auf eine völlig verrückte Idee. Heimlich und versteckt zwischen alten Platinen und Schrottteilen baute sie in der Werkstatt ihrer Schule einen kleinen Klimasimulator. Ein Gerät, das Kälte erzeugen konnte. Echte Kälte.

Am Heiligabend stand sie dann auf dem Dach ihres Wohnkomplexes, hoch über der schlafenden Stadt.

Unter ihr glitten Drohnen durch die Luft und streuten wie gewohnt ihren Plastikschnee wie funkelnden Staub über den Beton.

So, jetzt ist Schluss mit dem Zeug! Lina atmete tief ein. Dann drückte sie den Schalter.

Ein leises Zittern glitt durch die Luft, ein Summen, kaum hörbar, das auch gleich wieder verklang.

Dann fiel eine einzige, feine Flocke, sie berührte ihre Wange – und schmolz.

Kein künstlicher Duft, kein falsches Glitzern. Nur Stille. Und Kälte.

So echt, dass Lina lächeln musste.

Barfuß rannte sie die Treppen hinunter, das Herz schlug laut in ihrer Brust.

„Oma, schau nur! Es schneit!“

Die alte Frau saß am Fenster, eingehüllt in eine Decke.

Draußen fiel der Schnee. Langsam, sacht, als habe die Welt das Atmen wieder gelernt.

„Ich höre ihn“, flüsterte sie. Sie lächelte. Ein stilles, zufriedenes Lächeln.

Dann schloss sie die Augen.

Lina blieb die ganze Nacht bei ihr und hielt ihre Hand.

Der Schnee fiel weiter, lautlos, zärtlich, als wolle er sie beide zudecken.

Am Morgen war der Himmel wieder klar, die Temperatur stabil. Kein Schnee, keine Spuren. Nur die Stille war geblieben, doch sie verlor sich schnell in den Geräuschen der Stadt.

Die Behörden meldeten eine Anomalie im Wettersystem, für das sie keine Ursache fanden. Damit war der Fall für sie erledigt.

Lina schwieg.

Den Schalter trug sie in ihrer Jackentasche, als wäre er ein Herz, das sie bewahren musste.

Ein Jahr verging.

Am nächsten Heiligabend saß sie wieder am Fenster, die Welt unverändert, künstlich wie immer.

Doch dann, ganz plötzlich, löste sich eine einzelne Flocke aus der Luft. Sie tanzte vor dem Glas, langsam, schwebend, als erinnere sie sich an etwas.

Und für einen Augenblick glaubte Lina das Unmögliche zu hören: ein leises, fernes Ein- und Ausatmen. Den Klang der Welt, die sich ganz kurz wieder daran erinnert hat, wie man träumt.

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Vielen Dank für die kleine Ode an den Schnee und den Klang der Welt, liebe unbekannte Schreiberin (wie ich vermute?)! :cloud_with_snow: :snowflake: Über ein paar echte Flöckchen würde ich mich auch freuen, ließen sie sich doch erst einmal ganz kurz bei uns blicken.

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Eine wunderschöne Geschichte und sehr bildhaft geschrieben. Ich kann den Schnee hören und riechen. Danke dafür
Ich habe keine Ahnung, wer der Autor ist. :snowflake: :snowflake: :snowflake: :snowflake: :cloud_with_snow:

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Gefällt mir, subtile (?) Gesellschaftskritik, geparrt mit dem Wunsch nach einem Naturerleben.

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