Wieso schreibt ihr?

:smiling_face_with_tear: Was ich meistens so schreibe, will ich gar nicht erleben, nicht einmal im Traum.

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Dritte Variante - was ich in meinem ersten geschrieben habe, habe ich (teilweise) erlebt.

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Ich habe als Kind eigene Zeitschriften/Magazine gebastelt.
Meine Oma hatte immer so einen großen Stapel Zeitschriften und ich fühlte mich dadurch inspiriert, selber „sowas“ herzustellen und herauszugeben.
Nun schreibe ich mein erstes richtiges Buch mit Papyrus.
Meine vorherigen Zettel-/Dateien-Ansammlungen wollten nicht Form annehmen, weil das Wordprogramm einfach nicht so wollte wie ich.
Irgendwann fing ich einfach an in YouTube nachzuschauen, wie J. K. Rowling ihre Bücher entwickelt hat und bekam einfach Lust drauf, genau das zu machen.
Ich schreibe eigentlich schon das, was mir selbst gefällt, soll heißen, was ich selber auch gerne erleben möchte. Zum Beispiel mit Interessanten Menschen schöne entfernte Orte in der Welt zu besuchen.
Irgendwann fand ich auch, dass in dieser Arbeitswelt mit Politikern und Kriegen das spirituelle, kulturelle fehlt, so dass ich mich gemüßigt fühle etwas Fantasie zu produzieren. :slight_smile:
Nach meiner kindlichen Magazingestaltung und erfinden von Hörspielen zu deren Aufnahme auf dem Kassettenrekorder meine Schulfreundinnen eingespannt wurden, erhielt ich das Buch: Die unendliche Geschichte, ausgeliehen von einer Nachbarschaftsfreundin.
Diese Geschichte fand ich so toll und ich fühlte mich dankbar, dass ich sowas lesen durfte. Damit hoffte ich eines Tages der Welt auch so ein schönes Erlebnis und auch Lehrreiches zu hinterlassen.
Ich schreibe also, weil ich den Menschen schöne Erlebnisse wünsche, die auch der eigenen menschlichen Entwicklung zuträglich sind.
Und besonders gut gefällt mir, dass ich in meinem Buch machen kann wie und was ich will, weil es meins ist.

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Ich kann die Motivation nachvollziehen, die aus vielen Kommentaren spricht. Der Drang, Gedanken zu Papier zu bringen, die Befriedigung, die passende Formulierungen erzeugen, das Abtauchen in eine andere Welt. Was ich hier noch nicht gelesen oder ggf überlesen habe: Etwas zu schaffen, was bleibt. Vielleicht ist das ein Punkt, der „im Alter“ an Gewicht gewinnt. Die Vorstellung, etwas zu hinterlassen auf dieser Welt, wie meine Gedanken, anderen eine Freude beim Lesen bereiten und mehr, ist für mich neben o.g. Aspekten auch relevant. Klingt trübsinnig, keine Sorge, ich plane noch mind. 30 Jahre zu schreiben…

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Ich hatte das, glaube ich mal erwähnt. Abgesehen davon halte ich das auch für gut und wichtig.

3 „Gefällt mir“

Meine Hand (schreibe zuerst immer mit der Hand) schreibt einfach auf, was der Kopf ihr diktiert. Sie muss das für ihn tun weil er sonst zu platzen droht oder die Worte in unangemessener Form an anderer Stelle raushaut. Es passiert einfach, die Dinge schreiben sich wie von Geisterhand.

3 „Gefällt mir“

Ich glaub ich hab hier schon einmal etwas geschrieben, allerdings war es mehr auf das Schreiben an sich bezogen. Aber warum schreibe ICH?

Weil ich einen Büro-Job habe, wo ich als Lead die vernachlässigten Strukturen der vergangenen Jahre am Standort was Mitarbeiterausbildung und -führung angeht aufholen soll.
Weil ich einen Bruder habe, den man ständig an der Hand nehmen muss, damit er und seine Frau nicht ständig mit dem Gesetz in Konflikt kommen.
Weil ich zwei leider unreine Haustiere habe und das meine Geduld manchmal sehr an die Grenze bringt.
Weil ich mich in meiner Freizeit mit jungen Erwachsenen beschäftige, die auf die schiefe Bahn geraten sind.

Bei mir muss also keine „Geschichte raus und geschrieben werden“. Und ich habe auch keine Ambitionen, ein Buch zu veröffentlichen - wenn es passiert, passt es, aber gewünschtes Erfolgserlebnis ist es nicht. Und sonderlich begabt bin ich auch nicht darin, dass ich denke, ich muss der Welt etwas aufzwingen.

Aber es chillt mich brutal. Und hilft mir, dass ich nicht irgendwann im Burnout oder an der Weinflasche ende. :see_no_evil:

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Du bist dem Schreibvirus infiziert… Irgendwann hälst du eines deiner Bücher in den Händen und fragst dich: wann zum Teufel hatte ich Zeit dafür?
Und dann kommt der Gedanke: ich glaube es braucht ein paar Geschwister:D

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Weil die vier hier gesagt haben, ich muss:

(Und nein, das Bild stammt nicht von einer KI! Ist aber trotzdem auf meinem Buch zu sehen.)

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@Gschichtldrucker Ist deine fiktive Gabi mit auf dem Bild?

von links nach rechts: Gabi, Robert, Christoph, Gerald

2 „Gefällt mir“

Die Farbe passt auch. :wink:

@Gschichtldrucker

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Okay… Ein wenig Selbstreflexion.

Ich war schon mehrfach versucht hier zu antworten:

„Wieso auch nicht?“

Dann habe ich es nicht getan, weil ich das irgendwie unhöflich fand. Jetzt tue ich es doch.

„Wieso schreibt ihr?“

-Wieso nicht?
Es spricht nichts dagegen. Ganz einfach.

Ich würde gern antworten: „Weil ich es kann.“ Aber das stimmt nicht. Ich bin nicht gut.
Ich könnte mir durchaus ein anderes Hobby suchen, etwas, worin ich mehr Talent besitze zum Beispiel. Ich zeichne ganz passabel. Ja, wirklich wahr. Mit etwas mehr Übung könnte ich da wahrscheinlich mehr reißen als beim Schreiben.

Ich wollte früher Berufstänzerin werden und habe jahrelang hart trainiert für diesen Traum. Auch dafür habe ich Talent. Und ich war mal gut. Leider nicht gut genug, um wirklich hauptberuflich Tänzerin in einem Theater zu werden. Dafür bin ich nun auch deutlich zu alt, aber auf jeden Fall könnte ich mit etwas Training wieder gut genug werden, um hobbymäßig im ein oder anderen Wettkampf oder beim ein oder anderen Auftritt eine saubere Show abzuliefern. Wie gesagt. Ich könnte.

Aber trotzdem schreibe ich. Mehr als ich male. Viel mehr als ich tanze. Ja. Warum eigentlich?

  • Warum nicht?
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Also, ich weiß, dass das nicht stimmt. Du schreibst super, bist aber wahrscheinlich genauso von Selbstzweifeln geplagt, wie viele andere auch. Schreib einfach weiter und schau es dir nicht zu viel an. Pack es weg und staune, wenn du nach einer Weile deine Geschichte liest. Oder nimm es mit Word und einer Diktier App auf. Mit Kopfhörern und einer anderen Stimme ist man viel tiefer in der Geschichte und hat einen anderen Abstand dazu. Ich höre dann auch die Schwachstellen besser. Meist sind es die Stellen, die ich eh schon langweilig fand.

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Kunst, liebe @Arletta, kommt nicht von „Können“, Kunst kommt von „Ich kann nicht anders“. Stell dein Licht nicht so unterm Scheffel, dort nützt es niemand. (And save the last dance for me!)

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Wenn ich manche Kommentare meiner doch recht spärlich gesäten Leser lese, ist das das ganze Spektrum dabei. Von „kann man lesen“ über „interessant aber zu lang“ bis hin zu „super Story, auch wenn man weiß, wie es ausgeht, kann man das auch zwei- oder dreimal lesen“.
So what? Man wird keinen Autor finden, den alle(!) lesen wollen.
Also schreibe ich weiterhin so, wie ich bisher geschrieben habe - wenn es jamnd lesen will, gerne. Wenn nicht, dann eben nicht.

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Weil ich nicht anders kann. (Kurzfassung von s.o. …)

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Warum schreibe ich?

Zuallererst einmal: Weil es mir Freude bereitet. Es fühlt sich einfach ‚richtig‘ an.

Zweitens: Weil … egal, was ich las (und ich las schon vor der Schule und immer viel) … ich hatte immer eine Idee, wie es hätte weitergehen können … oder anders hätte ausgehen können.
Oder ich fand, dass andere Heldencharaktere (und es waren eigentlich immer Heldengeschichten, die ich las) die Geschichten aufgewertet hätten.
Oder ich war mit dem Satzbau oder der Wortwahl nicht einverstanden und dachte: Das kann ich besser.
Oder ich war so begeistert von der Art des Schreibenden, Geschichten zu erzählen, dass ich mich ermutigt fühlte: Das möchte ich auch machen.
Und später im Leben (nach erfolgreichem Ablegen der Schneller-Höher-Weiter-Mentalität) verfolgte ich diese neue Idee. Ich habe ab diesem Moment alles ein wenig anders gemacht als bis dahin … und als andere …

Drittens: Weil ich bei Lesungen einiger meiner Busfahrergeschichten so viel Lob von den Zuhörern bekommen habe, dass sich meine Meinung verfestigt hat:
‚Ich bin mir ganz, ganz sicher, dass ich es kann …‘

Somit hat es quintessenztechnisch auch etwas mit Ego und Selbstbestätigung zu tun.

Und als viertes und letztes würde ich gerne meinen Fußabdruck in Größe 42 2/3 in der Dimension des diesseitigen Universums hinterlassen (obwohl ich weiß, dass ich damit im Jenseitigen nicht wirklich viel anfangen kann).

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Was ganz normale Leute (Krankenschwester, Busfahrer, Supermarktkassierin etc) freut: wenn ganz normale Leute (Krankenschwester, Busfahrer, Supermarktkasssierin) über ganz normale Dinge (Kranke pflegen, im Supermarkt kassieren, mit dem Bus fahren) schreiben. Echt jetzt. Die First-World-Probleme von impotenten Theaterdirektoren, lesbischen Klavierspielerinnen und magersüchtigen Cheerleadern bringen niemand zum Lesen. Systemrelevanz braucht Systemrelevanz. Danke @a-i-brecht, dass du Busfahrerstories schreibst!

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Danke für deine Bestätigung, dass ich den richtigen Weg gegangen bin :blush:

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