Wieso schreibt ihr?

I waas eh, wos du maanst. Aber mit solchen Statements bekommt man leider schnell auch mal Beifall aus der falschen Ecke.

Hmh. In meinen Büchern kommen weder impotente Busfahrer noch normale Cheerleaderinnen vor. Wobei lesbisch vielleicht doch…?

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Er wollte es doch nur rhetorisch auf die Spitze treiben :upside_down_face:

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… da regt sich bei mir innerer Widerspruch - sind nicht auch first-world-Probleme menschliche Probleme und nicht auch oft genug Gegenstand der Literatur? (Woolf, Mann, Proust etcetera pp) … und persönlich: ich mag Geschichten, in denen impotente Theaterdirektoren lesbische Klavierlehrerinnen magersüchtigen Cheerleaderinnen zum Fraß vorwerfen … wenn sie nur überzeugend und unterhaltsam geschrieben sind! :sunglasses:

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Ein für mich bedeutsames Motiv vergaß ich im April: Weil ich neugierig bin. Wer schreiben will, muss lesen. Wer liest, lernt. Eine Win-win-Chance. Recherchen beginnen beispielsweise mit einem Begriff und sie enden in einer unglaublichen Flut von Verknüpfungen von Wissen, Erinnerungen, Legenden, Visionen und Leben!

Anders als in der Schule (ich war eine miserable Schülerin), wo ich oft nicht wusste, warum dies oder das wissen muss, bestimme ich das Tempo und die Menge des Inputs jetzt selbst. Kann man sich schöner entwickeln? Profi-Autoren haben z.T. Recherche-Teams. Sie sind die Grenzwächter zwischen Brotjob und Entdeckerfreude.
Allerdings muss man auch als Hobbyschreiberin (wie ich) wissen, wann man aufhören muss. Jedem Leser – ein jeder Fachfrau, Fachmann für spezifisches Wissen – wird man es nie recht machen können. Ein Kapitän erkennt sofort ein falsch ausgeführtes Segelmanöver, ein Arzt schüttelt über eine anatomische Unmöglichkeit den Kopf, ein Kriminalist erregt sich über seltsame Ermittlungstätigkeiten … Und dennoch, jede Geschichte sollte so glaubhaft erzählt werden, dass das Gros der Leser sich unterhalten fühlt. So lese ich weiter und verliere mich noch ein wenig mehr in Geschichte(n) des Meeres und der Seefahrt, über Geografisches und Mythologisches, um meine magischen Elemente in eine neue Realität zu weben, und erfahre so viel mehr als ich für meinen ‚Abenteuerroman‘ benötige.

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So ist es auch bei mir. Geschichten sind für mich eine andere Ebene des Lebens. Sie sind zwar dem echten Leben entsprungen, sollen mich aber an einen völlig anderen Ort bringen. Dabei hilft die Fantasie und dann entstehen neue Welten. Welche Richtung oder Intensität diese dann einschlägt, hat jeder Schreibende selbst in der Hand. Und am Ende kann man seinem Werk einem Genre zuordnen.

Lesen und Schreiben gehört für mich auch zusammen.

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Ich habe dieses Jahr mehrere Entwürfe erstellt für meinen ersten Roman, die ich dann so lange durchdacht, besser, zerdacht habe, bis sie allesamt letztlich als Verwürfe endeten. Die Geschichte war im Kopf, die Protas lebendig, aber der Ort der Handlung passte irgendwie nicht.
Dies hat sich schlagartig geändert, als wir damit begannen, einen viele Jahre erträumten Urlaub zu planen. Eine mehrmonatige Reise mit dem Wohnmobil am andere Ende der Erde. Seitdem träume ich Szenen, in denen ich Figuren des Romans bereits am Flughafen begegne, Gesprächsszenen im Flugzeug, Ereignisse auf dem Campingplatz etc.
Jetzt ist es auf einmal sonnenklar, dass der Roman in Neuseeland spielen muss und wird. Die zu erzählende Geschichte passt perfekt dorthin. Erst die intensive Planung und Beschäftigung mit Land und Kultur hat mir den Weg gezeigt. Recherche für den Urlaub wurde so zur nicht geplanten Vorabrecherche für den Roman. Die Abende vor Ort werden gefüllt sein mit Notizen, Bildern, Szenenentwürfen und Zeit mit meiner Frau (gut, habe gerade noch die Kurve hinbekommen. An der Reihenfolge der Aufzählung sollte ich noch arbeiten…).
Ich freue mir jetzt schon einen Schreibblock in den Bauch!
Es mag blöd klingen, aber irgendwie fühle ich mich, als erlaube mir der vor uns liegende Urlaub, meinen eigenen Roman zu betreten, ihn Schritt für Schritt schreibend kennenzulernen.

Den Seitenwind werde ich dieses Jahr leider verpassen, aber, da ich euch 12 Stunden voraus sein werde, kann ich euch schon sagen wer gewinnt, bevor es überhaupt feststeht. Oder so… :wink:

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Toll! Viel Spaß in Neuseeland.

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Wie ich dich beneide :blush:

Wie ich dich beneide :blush:

Wie ich dich beneide :blush:
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Hach …
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ne Runde Freaky Friday gefällig ??
(pssst, ich habe morgen zufällig Zeit)

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Nette Idee, aber morgen ist „normal Friday“. I beg your pardon. :wink:

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So etwas gibt es gar nicht. Höchstens den „casual Friday“ – no jeans, no tie.

Ja, das freaky Friday von @a-i-brecht ist jedoch eine Anspielung auf einen Film, in dem es um einen Körpertausch geht. Das habe ich freundlich mit " normal Friday" abgelehnt, um zu sagen, dass ich schon gerne selbst nach Neuseeland fliege. Dies sicher casual gekleidet :slight_smile:

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:worried: Ganz ohne Schlips nach Neuseeland? Ich bin entsetzt!
Ernsthaft: Der Urlaub sorgt sicher dafür, dass dir die Inspirationen nur so zufliegen. Habe das selbst in einem Australienurlaub erlebt.

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Ach Mist, er hat mich durchschaut :flushed:

Ich nicht, weil ich den Film nicht kenne. Nur einen uralten mit Boris Karloff. Da werden aber Gehirne getauscht.

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Tut mir leid, aber Deine Anspielung auf Freaky Friday nehme ich gerne als Inspiration für eine Szene im Buch. Eine Prota fühlt sich in ihrem Körper nicht wohl aus bestimmten Gründen. In einem Dialog mit einer anderen Figur fällt mir dazu bereits etwas ein. Werde ich mir notieren.
Du wirst dann beteiligt am absehbaren Welterfolg meines Erstlings. Die erste Millionen Exemplare sind so gut wie verkauft. :rofl::rofl:

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Schön, wenn ich als Inspiration zu einem Weltbestseller beigetragen habe … :sweat_smile:
also lasse ich dich in Ruhe deinen wohlverdienten Urlaub in einem meiner Traumländer machen und hoffe, dass du das findest, was du dir erhoffst …

PS: KontoNr.: DE08 15 4321 Mustermann :fist_right:t3: :fist_left:t3:

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Wunderbar! Das hast du - ganz in meinem Sinn - sehr schön ausgedrückt: Schreiben, Segeln, Reisen, Abenteuer, Erfahrungen und - Erkenntnisse.

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Lebe deinen Roman!

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Zu aktiven Zeiten war bei mir immer casual day

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