Was und wie lest Ihr gerade?

Nelio Biedermann: Lázár ( Roman, 2025)
Familiengeschichte s(einer) ungarischen Adelsfamilie
Den Hype um und internationalen Erfolg dieses Romans kann ich nicht nachvollziehen. Es ist ein gut und interessant geschriebenes Buch eines sehr jungen Autors über seine eigene Familie, mehr m. E. jedoch nicht.
Das Besondere ist jedoch, dass ein gerade mal Anfang 20- Jähriger dies geschrieben hat. Chapeau dafür!

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Die Schlange beißt sich selbst in den Schwanz oder die „Sich-Selbst-Erfüllende-Prophezeiung .“
Sie werden gekauft, weil sie bekannt sind. Die könnten auch ein Telefonbuch rausgeben und würden gekauft. Weil sie gekauft werden, werden sie noch bekannter.

Suche dir einen Grippeverbreiter, aka Influencer, der Reichweite hat, und lasse dich gegen den Einwurf einiger Münzen hypen. Mache das auf den drei gängigen Plattformen (deiner Wahl) im Abstand von zwei Wochen und du wirst verkaufen.

Sofort ein paar Bücher nachlegen und das gleiche Spiel wieder: Der Verkauf wird sich weiter steigern.
Nach mehreren Runden kann es ein Selbstläufer werden.

Leider (zum Glück) ist das nichts für mich, ich verstehe des Geseiere um die sozialen Medien eh nicht.
Ich bin schon genervt, wenn Apple ein neues iPhone vorstellt und ständig kommt: „Sie können jetzt noch einfacher … mit ihren Freunden teilen.“ Für die … setze ein, was du magst: Reise, Essen, Alltagslangeweile - ohne es der Welt zu zeigen geht wohl nicht mehr.

Lieber Student von nebenan,
so mach dir doch Gardinen dran.
Von Toilettengang bis Liebesspiel -
ich kann nicht mehr, ich seh zuviel.

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Susanna Clare Piranesi
Bisher absoluter Wahnsinn, wie die 2 Vorgänger auch.

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Also, wenn du mich fragst, ich mag die Geschichten von Dan Brown und auch die Robert-Langdon-Reihe. Da frage ich nicht groß, ob er nun ordentlich recherchiert hat. Ich lasse die Geschichte auf mich wirken und bis jetzt haben sie mir gut gefallen, von gelegentlichen Patzern in der Handlung mal abgesehen.
Es ist selten, dass ich Bücher zur Seite legen, aber bei Dan Brown ist mir das noch nicht passiert. Dan Brown mag nicht der beste Autor sein, aber dennoch kann er gut unterhalten.

Ein Freund von mir hat mal zu mir gesagt, als ich ihm sagte, dass ich aktuell wieder bei Dan Brown bin, dass wohl jeder sein Guilty Pleasure braucht. Ich finde, damit hat er es ganz gut getroffen. :smiley:

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„Das Zodiak-Kind“ von Elias Haller ist gerade erschienen. Da ich einen Blog habe, darf ich es kostenlos über NetGalley.de lesen. Ich habe heute begonnen, und die ersten 80 Seiten sind schon einmal sehr interessant. Dieses Buch kann ich aktuell zwar nur als ePub lesen, aber ich lese auch gerne Bücher in Papierform. Die bekommt man oft gratis über vorablesen.de oder lovelybooks.de, wenn man im Gegenzug Rezensionen schreibt. Nur so als kleiner Tipp von mir, wenn man gerne liest und zwischendurch etwas sparen möchte. Aber natürlich kaufe ich auch Bücher, um den Buchhandel zu unterstützen. :smiley:

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Darum geht es mir überhaupt nicht. Mir geht es um solche Sachen, dass jemand, der auf einen Elektrorollstuhl angewiesen ist, eine Leiche, die auf dem Boden liegt, vom Rücken auf den Bauch dreht und wieder zurück. Und um Sätze wie „Er überwand seine Behinderung“. Was ist das für ein Schwachsinn?

Der Blinde kann ja auch nicht plötzlich in irgendeiner Fluchtsituation sehen und ist danach wieder blind.

Solche Ungereimtheiten meine ich. Die einfach so unglaubwürdig sind, dass es realistischer ist, wenn Mr Spok die Klingonen im Alleingang besiegt.

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Ich glaube, ich habe gerade mehr gelacht, als ich sollte. :joy: :joy: :joy:

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Ich lese übrigens aktuell We Who Will Die von Stacia Stark im englischen Original.
Bisher macht es gut Spaß. Der Einstieg war toll und so langsam ergeben sich die ersten Spannungen, aber auch Aha-Moment im Stil von „Ich-hab-den-Wink-mit-dem-Zaunpfahl“ verstanden und sitzte so :dizzy_face: vor dem Buch.

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Irgendwie ist das überhaupt nicht lustig. Eher traurig, dass solche Leute Erfolg haben. Würde einer hier im Forum so einen Schwachsinnstext posten, würde der vermutlich gegrillt in Richtung: Übe lieber noch mal die Sache mit der Schreiberei.

Besagter Mensch im Elektrorollstuhl hat den Elektroantrieb sogar ausgeschaltet, damit er keinen Lärm macht und hat ihn deshalb manuell angetrieben. Das geht einfach nicht, weil der E-Rolli viel zu schwer ist und er außerdem keine Räder hat, die man sitzend bedienen könnte.

Mich nervt so etwas wahnsinnig. Ob richtig recherchiert ist, wie groß der Petersplatz nun ist oder nicht, interessiert mich hingegen nicht. Da kann ich über Fehler hinweglesen.

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Ich bin ganz bei dir, dass das traurig ist. Ein gewisser Faktencheck sollte schon sein.
Und wenn es bei Brown ins Religiöse geht, könnte es mir auch nicht weniger egal sein, ob da groß recherchiert wurde. Mythologie ist Fiktion, die können Schreiberlinge meinetwegen gerne neu erfinden.

Immer! Klar. Ich möchte ja keine Doku lesen sondern eine erfundene Geschichte. Aber, ich möchte es mal altmodisch ausdrücken, sie muss Hand und Fuß haben.

Das fände ich auch nicht schlimm. Andreas Eschbach hat mal einer Ratte einen Ringelschwanz angedichtet. Da musste ich schmunzeln. Wenn aber ein komplettes Werk auf Patzern aufgebaut ist, dann ist das kein Autor, der mich zu unterhalten vermag.

Dan Brown ist aus dem Grund leider für mich gestorben.

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Ich fand es sehr befremdlich, dass Dr Watson im Krieg durch eine Kugel in der Schulter verletzt wurde, später aber immer über die Schmerzen im Bein klagt.
Ein echter Mann ist eben eine Dramaqueen. :male_detective: :mag_right:

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Nun ja, diese Geschichten sind auch, sagen wir, problematisch.

Meine Frage wäre hier: Hast du es auf Deutsch gelesen oder im englischen Original?
Denn ich muss ehrlicherweise sagen, ohne alle Übersetzer*innen in einen Topf werfen zu wollen, dass ich in den letzten 15 Jahren verdammt viele fehlerhafte Neu-/Übersetzungen gelesen habe. Mittlerweile habe ich fast keine Lust mehr zu den deutschen Übersetzungen zu greifen.

:joy: :joy: :joy:

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Ich habe es auf Deutsch gelesen und ebenso seine Geschichte mit dem Symbol. Die Dan-Brown-Ungereimtheiten beruhen jedoch nicht auf Übersetzungsfehlern (siehe meine Anmerkung mit dem Elektrorollstuhl). Das ist inhaltlich unmöglich, egal in welcher Sprache man es wie ausdrückt.

Bei Dean Koontz habe ich festgestellt, dass die Originale deutlich besser sind. Dean Koontz ist aber auch ein gutes Beispiel, wie man völlig absurde Geschichten glaubwürdig erzählen kann. Darin liegt überhaupt die Kunst. Ein guter Autor (ohne *:in) kann die unmöglichsten Handlungen glaubhaft verkaufen. Dean Koontz ist in meinen Augen darin ein absoluter Meister.

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Und eine unglaublich sympathische Person! Ich liebe seine selbstironischen online Postings. Ausnahmeautor und ganz klar früher unglaublich schlecht übersetzt.

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Echt? Wo denn?

Vor zwei Tagen: „Tage des Wals“ von Elizabeth O’Connor, 225 Seiten
Gestern: „Schwarzer September“ von Sandro Veronesi, 284 Seiten
Heute: „Die Farbe von Milch“ von Nell Lyshon, 208 Seiten

Pankratius, Bonifatius und Servatius, die Eisheiligen, überziehen das Land mit kaltem Regen. Ich sitze im Wohnzimmer und wundere mich, warum mein Stoffhund so nass ist… Heul nicht, Ifrah, geh lernen!

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Du schaffst so viele Seiten in 1 Tag? Manchmal gelingt mir das auch, aber meistens brauche ich 1 Woche für ein dünnes Buch. Ich wünschte, ich wäre auch so schnell, denn es gibt noch so viele Bücher, die ich lesen möchte und einfach nicht dazu komme.
1 Tag = 1 Buch – traumhaft.

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