Ich fand Illuminati noch abgehobener als Symbol stellenweise, hat sich aber insgesamt ausgeglichen. Bin mal gespannt auf dein Fazit.
Hallo,
es ist zwar schon etwas her, aber ich finde die Reihe von Diana Gabaldon unglaublich gut. Als ich damals den ersten Band gelesen habe (Feuer und Stein), da gab es noch keine Outlander-Serie auf Netflix. Die Reihe war noch eher unbekannt. Für mich wurden die Figuren zu „Familie“, die man gerne zu Weihnachten einladen würde. Zeitreise war eigentlich nie mein Ding, aber hier sind der geschichtliche Rahmen und die Liebesgeschichte, die vielen Wirrungen und Irrungen, die Spannung und die unzähligen Figuren für mich einfach perfekt.
Oh je! Auf was habe ich mich da nur wieder eingelassen?
Guten Morgen,
ich stimme @Annabell zu. Aber lass dich deshalb nicht davon abhalten Illuminati zu lesen. Durch die Brille der Autorin, die mit einem nachgiebigen Schmunzeln über die unglaubwürdigen Stellen hinweg liest. Damit rechnest du ja jetzt und bist darauf vorbereitet. Konzentriere dich auf die schriftstellerischen Finessen, denn eines beherrscht Dan Brown ganz gewiss: Suspense - da kann man schon was dabei lernen …
Ich werde mir Mühe geben. Bei Fitzek (1 Buch gelesen, nie wieder) ist es mir nicht gelungen, bei Marc Elsberg ebenso wenig. Von ihm habe ich 2 Bücher gelesen: Zero hat mich positiv umgehauen, Helix wurde im letzten Drittel unerträglich.
Sehe ich auch so. Autorenbrille auf („Reading fiction responsivly“).
Mir persönlich haben zwei Bücher von ihm daher sehr gut gefallen. Eines habe ich abgebrochen und so richtig motiviert, das neue zu lesen war ich auch nicht.
Aber:
Rätsel konstruieren kann er.
Cliffhanger kann er.
Plot Twist kann er.
Wer das mag, kann ordentlich was daraus ziehen. ![]()
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So ist es! Man muss (soll) das ja nicht 1:1 übernehmen, aber die Methodik zu durchblicken und bei Bedarf im Hinterkopf zu haben, schadet auch nicht.
Aktuell lese ich von Jonathan Franzen - Die Korrekturen
und bald schon „Sardowskis Enkel“ von Suse ![]()
Ich suchte gerade von Phillip P. Peterson, die Transport-Reihe durch (Hörbuch), da er sie jetzt endlich beendet hat. Es gibt insgesamt 9 Bände, bin gerade bei Band 5. Die Bände sind sehr abwechslungsreich. Sind auch nicht so lang, das wäre vielleicht was für dich, @Suse ?
Hier die Bücher in richtiger Reihenfolge:
1 - Transport
2 - Todesflut
3 - Todeszone
4 - Mondbeben
5 - Ausgelöscht
6 - Übertransporter
7 - Ursprung
8 - Zukunft
9 - Multiversum
(zumindest sollte es „nur“ neun Teile geben)
Worum geht es?
Auf der Erde wird ein außerirdisches Artefakt entdeckt, der Transporter, mit dem man auf fremde Welten, Lichtjahre entfernt reisen kann. Eine Gruppe von von ‚Freiwilligen‘ soll den Transporter und fremde Welten erkunden, denn es ist nicht ganz ungefährlich, sich auf die Reise zu begeben. Das Projekt seht unter militärischer Aufsicht und es kommt zu Spannungen zwischen Militär und den Testpersonen.
Wer jetzt hier an „Star Gate“ denkt, liegt nicht ganz falsch, aber die Technik des Transporters funktioniert doch ziemlich anders und die Serie hat ihren eigenen Charme. Auch wenn es gewisse Parallelen zu „Star Gate“ zu geben scheint, ist es doch komplett anders.
Jedes Buch hat auch seine eigene Handlung, die sich durchaus von den vorherigen Büchern unterscheidet. Das macht die Serie abwechslungsreich.
Mir macht die Serie jedenfalls großen Spaß und ich kann sie durchaus empfehlen.
Vom Autor weiß ich, dass er was vom Weltraum versteht, das lässt er auch in seine Bücher einfließen. Es wird manchmal auch ziemlich technisch, was ich persönlich aber sehr mag.
Wer sich auf fremde Welten einlassen will und auch vor ein wenig technischem Bla-Bla nicht zurückschreckt, dem kann ich diese Serie empfehlen.
Sind es denn abgeschlossene Geschichten oder muss man alle Bände lesen? Ich mag nämlich keine Mehrbänder.
Ich denke der Begriff, „Episoden“ beschreibt die Buchreihe am besten. Man sollte sie schon hintereinander lesen, denn es wird die Geschichte der Protagonisten erzählt und fortgeführt. Pro Buch erleben sie ein eigenes, in sich abgeschlossenes Abenteuer.
Dafür bin ich normalerweise nicht so zu haben.
Ich lese gerade
Daniel Scholten
Deutsch für Dichter und Denker
Eine unterhaltsame Reise zu den Anfängen unserer Sprache, dem Urindogermanischen mit vielen erstaunlichen Erkenntnissen für unsere aktuelle Sprache. Nicht wirklich ein Schreibratgeber, aber dennoch gut zu wissen.
Kleiner Auszug:
Wird unsere Sprache von Anglizismen übernommen? Spoiler: Nein, das läuft anders.
Wird der Genitiv vom Dativ verdrängt? Spoiler: Kein Gedanke. Eher umgekehrt.
Und der Klassiker: Ist der Genus die sprachliche Entsprechung des Geschlechts? Spoiler: Nein, absolut nicht.
Von mir eine klare Empfehlung, weil das Buch eben viele sicher geglaubten Überzeugungen erschüttert und das wissenschaftlich fundiert. ![]()
Sorry, aber Anglizismen sind für mich ein absolutes No-Go.
Ich habe nun 13 Kapitel gelesen.
Es gibt eine Leiche, die so verdreht auf dem Boden liegt, wie es nicht sein kann, selbst wenn alle Knochen im Körper gebrochen wären.
Es gibt gefrorenen Urin, der stinkt. Seit wann riecht Gefrorenes?
Es gibt einen Rollstuhlfahrer (Elektrorollstuhl, also ist der Nutzer wenig bis gar nicht sportlich), der sich 2 x über eine Leiche beugt, um deren Kopf herumzudrehen.
Warum dreht ein Rollstuhlfahrer den Kopf einer Leiche von hinten nach vorne, um festzustellen, dass ein Auge fehlt, dreht dann den Kopf der Leiche wieder zurück, um wenig später erneut den Kopf (selbstverständlich wieder im Rollstuhl sitzend), nach vorne zu drehen, um einer anderen Person zu zeigen, dass ein Auge fehlt?
Würde ich so einen Schwachsinn hier im Forum veröffentlichen, würde ich vermutlich zu Recht auseinandergerupft.
Oh Mann! Und ich habe erst 72 von 730 Seiten.
Gut, ich lese das Ding jetzt ohne Gejammere zu Ende. Aber ich werde es wohl kaum schaffen, die unglaubwürdigen und unlogischen Stellen zu ignorieren, um herauszufinden, wie Dan Brown Spannung erzeugt, denn so erzeugt er bei mir keine Spannung, sondern reißt mich aus der Geschichte heraus.
Guten Morgen, wie gesagt, ist bei mir rund 20 Jahre her, habe aber inzwischen nochmal ein paar Kapitel quer gelesen … und ja, du hast recht …
Sorry, dass ich dich dazu mit angestiftet habe und Respekt, dass du es trotzdem durchziehst!
Vor 20 Jahren habe ich ziemlich unkritisch alles in mich hineingefressen, wo Krimi oder Thriller draufstand.
Heute würde ich das Buch nicht mehr lesen, weil:
- unglaubwürdige Darstellungen
- auktorialer Erzähler
- Übersetzung
Eigentlich unvorstellbar- das Ding wurde weltweit über acht Millionen Mal verkauft plus Filmrechte …
Wenn du heute als Debütant sowas irgendwo unaufgefordert einreichst … fuck, ist das Autorenleben ungerecht …
In diesem Sinne, einen sonnigen Tag und weitermachen … ![]()
Hast du ja gar nicht. Meine Freundin hat es angeschleppt.
Das ist ja gerade der Witz. Man kann nicht alles über einen Kamm scheren. Es gibt Wörter, die werden adaptiert, wie Computer und so. Das iPhone wird nie ein Itelefon werden. Und wer denkt beim morgendlichen Weg zur Arbeit daran, das unser Büro einst auch eingewandert ist.
Davon unterscheidet der Autor, was er PowerSprech nennt. Also das sinnlose aufblähen von Äußerungen mit fremdsprachigen, vornehmlich englischen, Begriffen, die den Zuhörer nur beeindrucken sollen und sonst keinen Zweck haben.
Wie gesagt: das Buch ist in vielen Passagen überraschend, aber gut.
War auch eher als Joke, äh Witz, gedacht, da ich ja bewusst einen Anglizismus verwendet habe. ![]()