Zwar bin ich mit dem Glöckner von Notre Dame noch nicht ganz durch (letztes Viertel), habe aber schon mit Hugo Bettauer, Der Frauenmörder (E-Book, im Original von 1926) angefangen.
Ich brauchte was Dünnes (also den Reader), das ich beim Radtraining lesen kann.
Bisher wurde ich sehr gut unterhalten. Der Mörder scheint festzustehen. Im Mittelpunkt steht die Überführung, soweit ich das bis jetzt beurteilen kann.
Edit, 31.01.2026: Das amüsante Ende hat mich überrascht. Der Autor gefällt mir. Von ihm werde ich mit Sicherheit noch mehr lesen. Habe vorhin mal nachgeforscht, was er sonst noch so geschrieben hat und musste feststellen, dass er ermordet worden ist. Schrecklich.
Zum zweiten Mal „Herkunft“ von Sasa Stanisic. und wie schon vor fünf Jahren stößt er mir das Messer in die Brust und ritzt seine Geschichten in mein finsteres Herz. Jetzt sitze ich da, alter Mann, der ich bin, und weine mich wieder durch einen der schönsten Romane der neueren deutschen Literatur.
So. Ich bin nun endlich mit dem Glöckner von Notre Dame fertig. Meine Güte, war das ein Unterfangen. Ich hatte am 24.12. mit dem Lesen begonnen. Eine sehr komplizierte Geschichte, tragisch und teilweise richtig ekelig. Heutzutage gäbe es wahrscheinlich vor jedem 4. Kapitel eine Triggerwarnung, zusätzlich mit der Telefonnummer eines Psychologen, falls man wegen der Brutalität der Schilderungen Hilfe benötigt. Dann wieder endlos lange, vollkommen überflüssige Beschreibungen von der Architektur irgendwelcher Gebäude und Straßenzüge.
Eine seltsame Mischung aus Langeweile, Spannung, Schockelementen, Tragik und auch Komik. Diese vermutlich unbeabsichtigt und nur aus heutiger Sicht lustig wirkend.
E. T. A. Hoffmann- Elexire des Teufels- grandiose Sprache
Jack London- Der Seewolf - schöne Abenteuergeschichten
Stephan Zweig - Schachnovelle - Hmmm…
Roland Muller - Eisrausch - Spannend
Einen Versuch wäre es wert. José Saramangos Werk nahezu ohne Interpunktion / Absätze, fast ausschließlich Fließtext wäre mit einer übersichtlicheren Erzählweise vermutlich unerträglich gewesen.
So hat mich die Geschichte „Stadt der Blinden“ fasziniert und absolut überzeugt.