Was investiert ihr in eure Bücher

Von deiner Warte aus betrachtet, ist das leichthin gesagt und es mag auch etwas daran sein. Ich glaube jedoch, die Welt ist bunt und jeder sollte seinen Platz darin finden können. So wie ich, die frech ihre nicht „marktreifen“ Produkte anbietet. Für nicht „marktreife“ Leser. :wink:

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Letztlich muss das jeder Autor selbst entscheiden, wie er das handhabt.
Ich würde niemals etwas veröffentlichen, wovon ich nicht selbst hundertprozentig überzeugt bin. Und dazu gehört ein Lektorat genauso zum Herstellungsprozess eines Buches wie Korrektur, Satz, Cover …
Und das hat nichts mit der Betrachtungsweise aus meiner Warte zu tun.
Das wäre genauso mein Maßstab, wenn ich mich für eine Veröffentlichung im Selfpublishing entschieden hätte. Nicht nur dem Willen zum Erfolg geschuldet, sondern auch der Fairness gegenüber Kollegen, deren ausgezeichnete Bücher im Dschungel von halbfertigen Produkten untergehen.

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Ich finde, das ist überhaupt die Grundvoraussetzung zur Veröffentlichung einer Geschichte.

Dennoch: Ich kann mur einfach kein Lektorat/Korrektorat leisten und sehe nicht ein, warum ich deshalb nichts veröffentlichen sollte. Denn überzeugt bin ich schon von meinen Texten.
Mit Ausnahme meiner Erstlingswerke, bei denen ich das auch entsprechend auf meiner Homepage vermerkt habe.
Das waren Anfängerfehler.
Von meiner allerersten Kurzgeschichtensammlung war ich irgendwann auch nicht mehr überzeugt und habe sie deshalb vom Markt genommen. Das sind eben Erfahrungswerte, bei denen schlechte Kritiken sehr hilfreich waren.

Zusammenfassung: Nur, weil ich kein Geld habe, „darf“ ich nichts veröffentlichen - In meinen Augen schlichtweg Mumpitz.

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Wenn alle Bücher ohne Lektorat unfertige Produkte wären, müssten 90% unfertig sein. Zumindest wenn man sich viele dieser Texte ansieht, die ganz bestimmt kein Lektor gesehen hat.

Ich habe vor kurzem sogar ein Buch mittendrin abgebrochen, weil es trotz Lektorat hanebüchene Fehler hatte. Sowohl inhaltlich wie auch hinsichtlich der Rechtschreibung und Grammatik.

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Hatte ich auch schon mal. Habe aber zu Ende gelesen.

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Ich wage zu behaupten, dass Suse kritischer ist als jeder professionelle Korrektor.

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Sehe ich auch so: Suse hat es voll drauf.

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Kann ich nur bestätigen!

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Für mein Buch „Torin - die Welt der tausend Träume“ habe ich ein Lektorat in Anspruch genommen. Die Lektorin hat zwei Durchläufe gemacht. Erst einen (mit Anmerkungen am Rand), dann war ich an der Reihe, die Änderungen einzupflügen, und dann einen zweiten. In der finalen Endkorrektur war ich dann wieder an der Reihe. Das Lektorat war zwar nicht billig (5 € pro Normseite, bei ca. 270 Seiten), aber dafür hat es mir sehr geholfen. Ich überlege mir, ob ich das bei „Kyria“ (dem Nachfolger von „Torin“) wieder in Anspruch nehmen werde. Leisten kann ich es mir zwar, aber auch nur in Maßen, nicht in Massen! :wink:

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Das würde mein Budget mehr als sprengen - bei rund 500 NS pro Roman (inzwischen sind es 8), hätte ich bisher 20.000 Euro investieren müssen - das scheint mir ein bisschen zu viel für ein reines Hobby.

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Supergirl wollte ja Maß halten.

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5 Euro pro Seite ist günstig…das war 2024/2025. Jetzt nehmen die meisten bereits 7 bis 8!!! Euro kann keiner bezahlen

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Stell dir vor, dein Hobby wäre Skifahren, oder segeln, oder einen Oldtimer fahren, oder, oder …

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Das Nicht-leisten-können ist ja nicht an das Wesen des Hobbys gebunden. Wenn mir das Budget fehlt, entfallen logischerweise auch andere teure Freizeitbeschäftigungen. :wink:

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Das ist die Definition von Hobby: Maximaler Einsatz, bei minimalem Erfolg.

(Nur) für mich: maximale Freude, unabhängig vom Erfolg. :open_mouth:

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Das Problem ist, dass ein Lektorat meine Sichtbarkeit nicht erhöht. Ich kann das Geld ausgeben und dann wird aus einem guten Buch, ein sehr gutes Buch - aber es ist an der Stelle eventuell falsch investiert. (Außer man braucht tatsächlich etwas Coaching)
Das Lektorat Problem bekommt man tendenziell mit genug Training selbst gelöst, aber das Korrektorat ist schwierig wegen der Betriebsblindheit. Ich finde super Fehler bei anderen, aber in meinen Texten ist es schwierig :face_with_peeking_eye:

Sobald ich mit meinen Büchern Einnahmen mache, wäre ich bereit dafür auch ein Lektorat + Korrektorat zu bezahlen, aber bis dahin muss halt „gut statt perfekt“ genügen.

Meine Romane sind mit 70k Wörtern geplant und davon möchte ich mehrere im Jahr schreiben, d.h ich sehe es wie NoLimit.

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Letztlich ist ein Lektorat nur ein Testleser mehr.
Da mich Marktfähigkeit nicht interessiert - ich habe keine Lust, die x-te Version eines nach einmaligem Lesen vergessenen Romanceklons zu verfassen, weil der Markt das angeblich will - bleibt als Restexpertise nur das Lesen als Profi-Leser als Lektoratsleistung übrig.
Ich hatte das Glück, über mehrere Jahre in ein paar anderen, leider geschlossenen Foren meine Texte von freien und Verlags-LektorInnen testlesen zu lassen - ich hab im Gegenzug deren Texte „lektoriert“, und habe mir deren Denke und Kritikpunkte angeeignet, sodass ich mir die richtig schlimmen Fragen selbst stellen kann. Ob ich sie richtig beantworte, bleibt offen. Dafür hab ich dann TestleserInnen …

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Grundsätzlich richtig - meine Harmonikas haben auch einen signifikanten 5stelligen Betrag gekostet - doch die spiele ich fast täglich, manchmal zusammen mit anderen mehr oder weniger öffentlich. Und sie verlieren nicht an Wert weil es sich um Einzelanfertigungen handelt. Insofern …

Eben - und - wahrscheinlich etwas überspitzt ausgedrückt - dabei wird mein Schreibstil (jeder hat einen solchen) durch einen anderen ersetzt. Nicht nur, das ist mir schon klar, doch ich schreibe so, wie ich schreibe und will eigentlich nicht, dass mein Schrieb durch den Filter einer anderen Meinung gepresst wird, für den ich auch noch dick löhnen soll.

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