Was investiert ihr in eure Bücher

Kann ich nur bestätigen!

3 „Gefällt mir“

Für mein Buch „Torin - die Welt der tausend Träume“ habe ich ein Lektorat in Anspruch genommen. Die Lektorin hat zwei Durchläufe gemacht. Erst einen (mit Anmerkungen am Rand), dann war ich an der Reihe, die Änderungen einzupflügen, und dann einen zweiten. In der finalen Endkorrektur war ich dann wieder an der Reihe. Das Lektorat war zwar nicht billig (5 € pro Normseite, bei ca. 270 Seiten), aber dafür hat es mir sehr geholfen. Ich überlege mir, ob ich das bei „Kyria“ (dem Nachfolger von „Torin“) wieder in Anspruch nehmen werde. Leisten kann ich es mir zwar, aber auch nur in Maßen, nicht in Massen! :wink:

5 „Gefällt mir“

Das würde mein Budget mehr als sprengen - bei rund 500 NS pro Roman (inzwischen sind es 8), hätte ich bisher 20.000 Euro investieren müssen - das scheint mir ein bisschen zu viel für ein reines Hobby.

2 „Gefällt mir“

Supergirl wollte ja Maß halten.

1 „Gefällt mir“

5 Euro pro Seite ist günstig…das war 2024/2025. Jetzt nehmen die meisten bereits 7 bis 8!!! Euro kann keiner bezahlen

1 „Gefällt mir“

Stell dir vor, dein Hobby wäre Skifahren, oder segeln, oder einen Oldtimer fahren, oder, oder …

3 „Gefällt mir“

Das Nicht-leisten-können ist ja nicht an das Wesen des Hobbys gebunden. Wenn mir das Budget fehlt, entfallen logischerweise auch andere teure Freizeitbeschäftigungen. :wink:

5 „Gefällt mir“

Das ist die Definition von Hobby: Maximaler Einsatz, bei minimalem Erfolg.

(Nur) für mich: maximale Freude, unabhängig vom Erfolg. :open_mouth:

2 „Gefällt mir“

Das Problem ist, dass ein Lektorat meine Sichtbarkeit nicht erhöht. Ich kann das Geld ausgeben und dann wird aus einem guten Buch, ein sehr gutes Buch - aber es ist an der Stelle eventuell falsch investiert. (Außer man braucht tatsächlich etwas Coaching)
Das Lektorat Problem bekommt man tendenziell mit genug Training selbst gelöst, aber das Korrektorat ist schwierig wegen der Betriebsblindheit. Ich finde super Fehler bei anderen, aber in meinen Texten ist es schwierig :face_with_peeking_eye:

Sobald ich mit meinen Büchern Einnahmen mache, wäre ich bereit dafür auch ein Lektorat + Korrektorat zu bezahlen, aber bis dahin muss halt „gut statt perfekt“ genügen.

Meine Romane sind mit 70k Wörtern geplant und davon möchte ich mehrere im Jahr schreiben, d.h ich sehe es wie NoLimit.

2 „Gefällt mir“

Letztlich ist ein Lektorat nur ein Testleser mehr.
Da mich Marktfähigkeit nicht interessiert - ich habe keine Lust, die x-te Version eines nach einmaligem Lesen vergessenen Romanceklons zu verfassen, weil der Markt das angeblich will - bleibt als Restexpertise nur das Lesen als Profi-Leser als Lektoratsleistung übrig.
Ich hatte das Glück, über mehrere Jahre in ein paar anderen, leider geschlossenen Foren meine Texte von freien und Verlags-LektorInnen testlesen zu lassen - ich hab im Gegenzug deren Texte „lektoriert“, und habe mir deren Denke und Kritikpunkte angeeignet, sodass ich mir die richtig schlimmen Fragen selbst stellen kann. Ob ich sie richtig beantworte, bleibt offen. Dafür hab ich dann TestleserInnen …

6 „Gefällt mir“

Grundsätzlich richtig - meine Harmonikas haben auch einen signifikanten 5stelligen Betrag gekostet - doch die spiele ich fast täglich, manchmal zusammen mit anderen mehr oder weniger öffentlich. Und sie verlieren nicht an Wert weil es sich um Einzelanfertigungen handelt. Insofern …

Eben - und - wahrscheinlich etwas überspitzt ausgedrückt - dabei wird mein Schreibstil (jeder hat einen solchen) durch einen anderen ersetzt. Nicht nur, das ist mir schon klar, doch ich schreibe so, wie ich schreibe und will eigentlich nicht, dass mein Schrieb durch den Filter einer anderen Meinung gepresst wird, für den ich auch noch dick löhnen soll.

2 „Gefällt mir“

Hm, kann es sein, dass du mangels eigener Erfahrung die Funktion und Qualität eines professionellen Lektorats (von einem Verlagslektorat will ich gar nicht reden) falsch einschätzt?

4 „Gefällt mir“

Hier treffen immer zwei Meinung aufeinander.
Diejenigen, die sich aus gutem Grund (meist finanzieller Art) gegen ein Lektorat entscheiden.
Andere, die darauf gesetzt haben und es durchaus positiv bewerten.
Ich kann dazu wenig beitragen, denn ich gehöre zu den vielen, die sich das nicht leisten können oder wollen.
Da könnte ich nur spekulieren, was ein Lektorat ausmacht.
Einen Plan davon hat halt nur jemand, der es durchlaufen hat. Seine Perspektive ändern kann und in der Lage ist diese Kritik anzunehmen und umzusetzen. Auch das Stelle ich mir nicht einfach vor.
Aber zurück zum Thema, es geht ja nicht nur ums Lektorat.
Ich persönlich gebe für die Vermarktung zur Zeit keinen Pfennig in die Hand.
Ich bin immernoch in der ersten Lernphase, also lese und schreibe ich einfach, wenn ich Zeit und Muse habe.
Als Rentner, wenn ich mehr Zeit habe ( hoffentlich) dann habe ich eine bessere Basis und vielleicht auch die Erfahrung das Schreiben professioneller zu betreiben.

5 „Gefällt mir“

Ein Lektor hat eine vielschichtige Aufgabe. Er prüft deinen Text nicht nur inhaltlich, sondern auch auf die Wirkung hin. Ich zum Beispiel „meine manchmal dieses und jenes“ und wähle dann das falsche Wort dafür. Ein Lektor versteht meine Idee und streicht, oder ergänzt meinen Text. Er macht mich auch darauf aufmerksam, wenn ich meine Prämisse aus den Augen verliere, oder ich mich in irgendwelche Kleinigkeiten verrenne, die vielleicht schon längst ok sind. Oder er prüfte meine Dialoge und sagt, dass meine Soldaten wie ein Haufen unorganisierter Köche klingen.
Im Besten Fall ist er mein Sparring Partner und das Buch ist danach besser.
Die Sache ist - wie immer bei Korrekturen - am Ende ist es ein Buch aus zwei Meinungen. Hinzu kommt „der kommerzielle Hintergedanke“
Ein Problem habe ich z.b ob Ton, Erwartungen und Versprechen des Genres getroffen werden. Einer Erwartung zu folgen, bedeutet immer, einer älteren Idee nachzujagen. Neue Bücher, die plötzlich gut gefunden werden, haben bewusst „keine Erwartungen an Ton oder Versprechen“ eine Genres erfüllt, sondern etwas Neues geschaffen.

4 „Gefällt mir“

Ja rein technisch weiß ich das natürlich.
Es ist für mich aber nur schwer fassbar.
Vergleiche ich dass mit meinem Job.
Dann vielleicht so:
Das Fahrwerk meines Pkw ist gut, es bringt mich überall hin. Auf dem Weg zur Arbeit schwimme ich im Verkehr mit.
Ein Sportfahrwerk wäre eine tolle Investition teuer aber wenn ich als erstes auf Arbeit bin, dann, ja, dann …

Vielleicht erzählt ja mal ein Verlagsautor einwenig, ohne die grossen Mysterien zu erklären😉

1 „Gefällt mir“

Ja und nein - aber während ein Verlagslektorat mich ja nichts kostet, müsste ich für ein Nicht-Verlagslektorat ordentlich in die Tasche greifen - und das tue ich nicht.

Hm, der „Ersatz“ des eigenen Stils durch den des Lektors deutet auf einen schlechten Lektor.
Ein guter Lektor holt mit Dir aus Deinem Stil das beste heraus (bzw. lässt es drin und macht den Rest besser :sweat_smile:). Findet eventuell in Deinem Text die bessere Idee.
Nur nach Markt"anforderungen" mag ich mich nicht richten, das wäre der Moment, wo ich mich auf die Expertise des Lektors verlassen müsste. Aber Marktflutschigkeit nähme mir einen der Gründe, weshalb ich überhaupt selbst schreibe.
Das schlimmste Probelektorat hatte ich einmal bei einer Dame, die wirklich komplett stumpf die Stilanalyse von Papyrus benutzt hat, sah jedenfalls 1:1 so aus, und das als ihr „Lektorat“ verkaufen wollte.

3 „Gefällt mir“

Man pocht so gerne auf den eigenen Stil, ohne zu merken, dass man keinen hat. Oder man hält die Dinge, die man falsch macht, für den eigenen Stil. Kann man natürlich machen. Nur bildet man sich so nicht weiter. Man sollte immer hinterfragen, ob bei Kollegen(!) der eigene Stil so ankommt, wie man selbst ihn wahrnimmt, oder ob die Wahrnehmung, die man hat, schöngefärbt ist, weil man sich selbst so toll findet. Es gibt dafür auch den Fachausdruck »Kill your darlings«. Also viele der Sachen weglassen, die man für wahnsinnig originell hält, den Leser nach dem dritten Mal aber nur noch nerven. Nur nerven. Bei mir sind es Wiederholungen und das penetrante und permanente Vorführen meines Wortschatzes.

6 „Gefällt mir“

Ich hatte bisher Glück mit meinen LektorInnen.
Die konnten meinen Stil charakterisieren, und wenn sie das können, können sie helfen, ihn hübsch zu machen. Ich liebe noch immer, wie mir die Kritik der einen richtig Spaß machte, weil sie so recht hatte und es so witzig formulierte (mit einem einzigen Wort, über das ich mich heute noch amüsiere und das als Leuchtturm beim Überarbeiten dient), dass ich an meinen Stil rangehen konnte. Ohne dass sie meinen Stil änderte. Sie verbesserte ihn.
Aber ich hatte auch ein, zwei Testleser aus Mitautorenreihen, die einfach nur auf dem Niveau „so schreibt man das nicht“ kommentierten. Ich denke, von solchen Lektoren kann man keine Hilfe erwarten. Die wollen ihren blumigen oder sachlichen Stil in jeden Text reindrücken, den sie probelesen. So funktioniert es aber nicht.

5 „Gefällt mir“