Testleser, Lektor und endloses Überarbeiten

Hallo Franz, willkommen in diesem Forum.
Du hast die Frage zum Fortsetzen der Unterhaltung nur bekommen, weil der letzte Beitrag schon einige Monate her ist, also mach dir keinen Kopf deswegen. Außerdem ist das Thema ja nicht beendet und wenn du eine Meinung, oder Frage dazu hast, ist das doch in Ordnung.
Ich bin übrigens nur auf diese Unterhaltung gestoßen, weil du sie wiederbelebt hast und ich finde sie hilfreich, also vielen Dank dafür und auch allen anderen für diese wertvollen Hinweise.

Ich bin noch nicht so weit, dass ich nach Testlesern suche, werde mir aber diesen Beitrag mal bookmarken.

Gruß

Helmut

2 „Gefällt mir“

Vielen Dank für Deine Nachricht und die netten Glückwünsche!

Du triffst es genau auf den Punkt. Nachdem ich mich schon oft verrannt habe und Umwege gegangen bin, frage ich mich halt, ob ein frühes Lektorat sinnvoll ist. Allerdings befürchte ich mit der Investition am Ende genauso da zu stehen, wo ich vorher bereits war; im Prinzip genau die Gefahr, die Du beschreibst.

Im Bekanntenkreis habe ich keine geeigneten Testleser; vielleicht 1 oder 2. Das ist meiner Meinung nach zu wenig; zumindest was „unprofessionelle“ Testleser betrifft. Hast Du oder Ihr schonmal hier im Forum oder auf einer anderen Plattform Erfahrungen mit Testlesern gemacht? Darf ich fragen, ob Du schon etwas veröffentlicht hast?

Freut mich, dass es mit Deinen Testlesern geklappt hat! Hast Du denen einen Fragebogen o.ä an die Hand gegeben oder einfach draufloslesen lassen und hinterher gefragt, ob es gefallen hat? Hat Dir das Feedback etwas gebracht? Wie lange planst Du für eine erneute Überarbeitung ein? Arbeitest Du nach einem Zeitplan?

1 „Gefällt mir“

@HelmutB: Vielen Dank für die aufmunternden Worte! Ich schließe aus Deiner Nachricht, dass du die Testleser erst mit der aus Deiner Sicht fertigen Fassung konfrontierst?

Vielen Dank für die aufmunternden Worte! Ich schließe aus Deiner Nachricht, dass du die Testleser erst mit der aus Deiner Sicht fertigen Fassung konfrontierst?

Ja richtig. Ich muss erstmal was fertig kriegen und es muss mir selbst gefallen, bevor ich was rausgebe. Soweit bin ich noch lange nicht.

Helmut

2 „Gefällt mir“

Du darfst, und die Antwort lautet „nein“.
Ich bin vor etwas mehr als 3 Jahren direkt mit einem Großprojekt ins Autorenhobby gestartet, mit der einen Romanidee, die mir am Herzen liegt.
Inzwischen bin ich bei der sehr schleppenden dritten Überarbeitungsrunde, die voraussichtlich noch mehr als ein Jahr dauern wird.

Meine Testleser kommen alle aus meinem Bekanntenkreis, insofern habe ich es wirklich gut. Von den 8 haben allerdings nur 3 angeboten, die nächste Romanfassung ebenfalls testzulesen. Für die nächste Testleserunde brauche ich ohnehin auch „Frischfleisch“, den unvoreingenommenen Blick, werde aber nicht über das Internet nach Testlesern suchen, sondern Freunde und Bekannte fragen, ob sie mir Kontakt zu passenden Leuten in ihren Freundes- und Bekanntenkreisen vermitteln können.

Ich habe ihnen gedruckte DIN-A4-Ausgaben mit sehr breitem Korrekturrand gegeben, und um möglichst viele Randbemerkungen gebeten.
Hier findest du mein Begleitschreiben dazu:

Ja, sehr viel. Viele Erkenntnisse, viele Anregungen, einige Frustration und Zweifel - und unglaublich viel Arbeit hat es mir eingebracht. :wink:

Ich hatte eigentlich für diese (die dritte) Überarbeitungsrunde 6-12 Monate eingeplant. Leider sind jetzt schon 5 Monate um, und ich habe in der Zeit nur knapp 5% (noch nicht mal das ganze erste Kapitel) überarbeitet. Wenn ich das hochrechne, fange ich an zu heulen, also denke ich nicht mehr über Zeitpläne nach, sondern arbeite Schrittchen für Schrittchen weiter.
Mein Motto, das ich mir auf die Pinnwand geschrieben habe, lautet:
Es dauert, so lange es dauert - Hauptsache, es wird am Ende gut.

3 „Gefällt mir“

@_Corinna Genauso geht es mir auch: Ich habe auch ein Herzensprojekt, das ich gerne zu Papier und, wenn es klappt, zur Veröffentlichung bringen möchte.
Ich sage auch „Es dauert, solange es dauert“ und stresse mich da nicht mit Zeitdruck.

Helmut

3 „Gefällt mir“

Ich überarbeite mein Projekt gerade. Normalerweise brauche ich nach dem Testleserfeedback ca. 2 bis 4 Monate, wobei ich aber auch immer wieder Unterbrechungen habe, wenn ich meine, ich müsste etwas Abstand zum Text haben, um wieder einen klaren Blick fürs Feedback zu bekommen. Über manche Anmerkungen meiner Testleser denke ich lange nach, andere sind in Sekundenschnelle abgeändert.
Ich denke, dass ich deutlich kürzer als @_Corinna an der Überarbeitung sitze, weil ich eben schon vom ersten Satz an die Rohfassung als Endversion im Blick habe. Zumindest versuche ich das.
Meine Testleser werden im Übrigen nur 1 x gequält (mit einer Ausnahme: mein Mann). Mehrere Testleserunden für ein Gesamtprojekt finde ich unzumutbar. Das kann man höchstens mal mit einer knusprigen Szene oder einem holprigen Kapitel machen. Daher kann ich verstehen, dass @_Corinna s Testleser zum Teil nicht mehr zur Verfügung stehen. Meine werden ca. alle 2 Jahre genau 1 Mal gequält. Bis jetzt sind alle dabei geblieben.

3 „Gefällt mir“

Ich hatte nach der ersten Testleserunde nicht nur einiges abgeändert, sondern auch noch einen zusätzlichen Handlungsstrang hineingebastelt.
Jetzt nach der zweiten Testleserunde habe ich im ersten Kapitel den groben Plot unverändert gelassen, es in Stil und Stimmung aber neu geschrieben (manche Szenen sind jetzt auch noch fast 20% länger, obwohl ich einiges rausgekürzt habe).

Nach so vielen Änderungen brauche ich auf jeden Fall eine weitere Testleserunde.

Also ich würde das auch nicht machen als Testleser, nicht bei deinem Gigantomanentext.

1 „Gefällt mir“

Die eine von den 8 Testlesern, der mein Buch gut gefiel, hat sogar gesagt, dass sie sich schon auf die nächste Fassung freut! :hugs:

Ich bin jetzt bei etwa 130.000 Wörtern. Das ist zwar zu viel, um noch richtig in die Genres „Liebesroman“ oder „Heiterer Roman“ zu passen, aber ist es wirklich so gigantomanisch?

Na dann! Besser geht’s nicht. (Das bezieht sich auf die eine Testleserin).

1 „Gefällt mir“

Das kann ich dir nicht beantworten. Ich lese weder Liebesromane noch heitere Romane, noch christliche Romane. Dicke Bücher sprechen mich generell nicht an, was sich ein wenig geändert hat, seit ich Andreas Eschbach kenne.

1 „Gefällt mir“

Ich liebe dicke Schmöker und umfangreiche Buchreihen, aber ich habe keine Ahnung, welche Wortanzahl diese Bücher haben.

Wie viele Normseiten hast du denn? Das sagt deutlich mehr als die Anzahl an Wörtern.

Genau kann das natürlich nur Corinna sagen, aber nach einem gängigen Annahmemodell, bei dem pro Normseite druchschnittlich 250 deutsche Worte Platz finden, landen wir bei 520 Seiten.

2 „Gefällt mir“

@Stolpervogel
Wow, ich bin beeindruckt!
Es sind 516 Normseiten in der Version, die ich der letzten Testleserin gegeben hatte, zuzüglich dessen, was in der Überarbeitung neu dazugekommen ist. Ich glaub, du hast es mit 520 Normseiten exakt getroffen.

… ist das „gigantomanisch“?

1 „Gefällt mir“

Wenn man Liebesgeschichten mag, vielleicht nicht* :slight_smile:
Bei mir wäre es wohl ein Türstopper. Für schwere Türen.

*naja. Doch!

2 „Gefällt mir“

:blush: