Spiegel Bestseller Autor

Jetzt muss ich fragen, wie du das herausliest, aus dem was du von mir zitiert hast?

Aber ja, ich finde Spiegelbestseller Autor in der Regel Langweilig.

Das Label suggeriert nicht eine hohe Verkaufszahl, sondern sagt es aus, denn das ist eine Tatsache und keine Beeinflussung. Aber es stimmt natürlich, dass es damit Qualität suggerieren will. In wie weit man sich davon beim Kauf beeinflussen lassen will, obliegt jedem Käufer selbst, aber man kann einem Verlag schlecht vorwerfen, dass er mit einer hohen Verkaufszahl wirbt, oder? Ich selbst kaufe keine neuen Bücher und deshalb kann mir sowohl die Spiegel-Bestsellerliste als auch ein Label egal sein. (Es sei denn, es handelte sich um ein Buch von mir. :joy:!)

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tue ich. Es ist ein unangenehmer Thread geworden.

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So ‚Werke‘ wie 50 Shades of Grey oder auch Alchemised sind/waren auch Spiegel - Bestseller. Haben sich verkauft wie frische Brötchen, über die Qualität … kann man sich streiten.
Ich frage mich nur, wie sich der breite Lesegeschmack in solche Richtungen entwickeln konnte.

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Ich glaube gar nicht, dass es der breite Lesegeschmack ist. Es ist der breite Kaufgeschmack, weil das Angebot nicht viel mehr hergibt (bis zum nächsten Hype, der ausgekocht wird bis zur letzten Satzgräte, dann ist der angebliche Lesegeschmack Romantisierung toxischer Beziehungen, Kuchenbäcker-Cozy-Crime oder Histoschäferlyrikromantasy.).

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hmmmm … aber kauft man sich für teures Geld Bücher, die man gar nicht lesen will?

Ich gehöre ja auch zu den Käufern (oder Beschenkten) und finde den Kram dann trotzdem doof. :joy: Darum bin ich ja so genervt vom gigantischen Angebot, das leider immer dasselbe ist. Ich suche gute Romance. Gibt es. Aber nicht auf den Bestsellerlisten. Mit Glück als Einzelexemplar hinten in einem vergessenen Regal hinter den ganzen Einheitstropes.

Ein sehr betuchter Chef von mir hatte mir mal einen sündhaft teuren Wein geschenkt und meinte dazu, er würde nicht wirklich gut schmecken, aber das trinke man jetzt.

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Faszinierend. Das ist ne Einstellung, die ich noch nie verstanden habe.

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Ich auch nicht. Aber manche Leute kaufen Sachen, ob Bücher oder etwas anderes, nur weil es alle machen.
Meine Eltern haben immer Sonderangebote gekauft. In rauen Massen. Beim Leerräumen ihrer Wohnung habe ich - hatte ich hier schon mal irgendwo erwähnt (vielleicht sogar schon öfter) - eingeschweißte Bücher gefunden. Außerdem auch welche in Englisch. Meine Eltern konnten kein Englisch. Aber das war ihnen egal. Hauptsache, es war ein Aufkleber drauf „reduziert“ oder „1,- DM“ oder „Mängelexemplar“.

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Die haben sie sicher für dich gekauft.

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Leider nicht. Sie haben auch sonst alle möglichen Sonderangebote gekauft. Zum Beispiel sogar so viel Fotopapier, das ich noch von 2009 etwas übrig habe (Mein Vater hatte die Angewohnheit, alles, was er besaß mit seinem Namen und dem Kaufdatum zu versehen.)

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So einen Nachlass habe ich in einem zum Verkauf stehenden Haus entdeckt. Eine ganze Bibliothek. Fast alle Bücher noch eingeschweißt … In sämtlichen Sprachen.

So ich das Haus erworben hätte, wäre ich jetzt stolze Besitzerin einer eigenen Bibliothek. Ein ganzer Raum voll, Bücher gestapelt bis zur Decke, in die Regale reingestopft, was reinpasst … Hammer.

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Ich orientiere mich am Klappentext - klar, dabei kann ich auch mal daneben tappen, aber seltener, als wenn ich ausschließlich eine Bestseller-Liste abarbeite. Es gibt nun mal Autoren, die lese ich nach einigen Flops (aus meiner Sicht) nicht mehr.Punkt. Da können noch so viele Bäbber drauf sein , nope.

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Nun ja, das ist obsessiv.

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Man muss im Bergbau etwa 0,5 bis 2 Tonnen taubes Gestein für 1 Gramm Gold fördern. Zahlreiche Minengesellschaften machen das so und leben nicht schlecht davon.
Heißt in Analogie: 150 € für einen „Goldsatz“ auszugeben, erscheint mir da noch moderat zu sein.
Stell Dir nur vor, in Deinem Buch sind mehrere solcher Sätze für die Ewigkeit.
Unbezahlbar.

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Ich denke gerade an den böse abgewandelten Aphorismus „Jeder ist zu etwas nütze, und sei es als abschreckendes Beispiel“ und glaube deshalb, dass selbst eine Ansammlung schlechter Sätze das Potenzial haben kann, ein gutes Gespräch oder einen bereichernden Gedankenaustausch (vielleicht auch nur mit sich selbst) zu initiieren. Letztlich hätte das Buch dann doch sein Gutes. :upside_down_face:

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Mindestens, wenn nicht sogar weniger.

Es ist schwer an eine Rolle Münzgeld zu kommen.
Meine Bank gibt die nur an Gewerbekunden raus.

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Die Bestseller Bücher haben aber noch eine andere Aufgabe:
Sie transportieren das Medium Buch etwas in die Öffentlichkeit.
Davon profitieren auch wir »Kleinen«
Zu den vielen, vielen Beiträgen, ob es gute oder eher schlechte Werke sind möchte ich nichts sagen, weil meine persönliche Einschätzung kein Gradmesser sein kann.

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