Ich musste einmal den Spitznamen einer Figur ändern. Vorauseilend gehorsam. Als würde jemand aus USA meine Story lesen ( war nichts Disney-Assoziiertes … Da würde ich nicht einmal dran denken).
Und wie gesagt, der Name einer Figur per se ist mir total egal. Er gehört zur Ausstattung. Hauptsache, die Figur „lebt“. Und das bekommt Zeh imA nicht hin.
Obwohl eine achtkarätige Vornamenkette mit mindestens einem Maria bei männlicher Vorherrschaft und auch noch gemischt moderne englisch- alte deutsche da glaube ich wäre ich raus.
Ich weiß nicht, ob meine Figuren für andere leben, glaube es aber. Sie haben nicht allzu viele, aber dafür nicht alltägliche Eigenschhaften, die jede einzelne unverwechselbar macht.
Der Kollege meinte Karl Marx und war so enttäuscht, dass im „Das Kapital“ so wenige Indianer vorkommen. Verständlich. ![]()
Ich bin mir nicht mehr sicher, ob das nicht in einem der Matrix-Filme war, aber da blitzten oben links diese Zeichen auf, wie es sie früher im Kino gab als Zeichen für den Film"wärter", dass die Rolle gleich gewechselt werden musste. (Ja, so alt bin ich - außerdem kam das in einer Folge von Columbo). Ich konnte da nicht dran vorbeisehen und es ist mir jedes Mal aufgefallen.
Bei Fehlern in Büchern kommt es drauf an, wie sehr ich in der Geschichte versinke - und darauf in welcher Sprache ich lese und wie viel ich an dem Tag sonst schon in der Sprache kommuniziert habe, sei es gesprochen oder geschrieben. Je mehr, desto eher fallen mir Fehler auf.
Ansonsten kann ich für mich sagen, dass ich durchaus auch aus Fehlern von anderen lerne. Lese ich ein Buch, in dem ich die Umsetzung einer Szene oder eines Handlungsstrangs nicht ideal finde, dann kann ich für mich die Idee mitnehmen, wie ich es besser fände und vielleicht so für mich nutzen. Genauso, wenn die Umsetzung gut ist.
Als „schlecht“ empfinde ich Bücher, die zu viele Fragen offen lassen, die essentiell für die Geschichte sind. Ich habe kein Problem damit, wenn in einem Nebenplot etwas unbeantwortet bleibt, wenn es nur einen nebensächlichen Einfluss auf den Hauptstrang hat. Aber der Hauptplot darf bittedanke alle Fragen beantworten. (Und dabei ist mir vollends egal, wo und wie die Bücher auf den Markt gekommen sind.) Daran kann und sollte jeder arbeiten, der veröffentlicht - lass keine Fragen offen, außer du planst einen Mehrteiler. Dann aber bittedanke direkt darauf hinweisen, dass es ein Mehrteiler wird.
Oder wenn endlose, langweilige Beschreibungen stattfinden, die nichts voranbringen. Wenn ein Lavendelfeld über zehn Seiten hinweg dezidiert beschrieben wird, dann will ich auch das Gefühl haben, dass ich wirklich gerade in diesem Feld stehe, den Wind in den Haaren spüre und wie die Halme und offenen Blüten über die Haut meiner Unterschenkel streichen und leicht kratzen, während der Geruch von Lavendel schwer in der Luft hängt. Bekomme ich das Gefühl nicht, dann kann die Textstelle gern auf eine halbe Seite runtergekürzt werden.
Oder Bücher, die aus so viel Dialog bestehen, dass man daraus besser ein Hörspiel gemacht hätte.
DAS sind für mich schlechte Bücher. Bücher, die mehr einer Daily-Soap ähneln, weil sie unnötig aufgebläht sind und Unterhaltungen runterschreiben, obwohl es anders geht.
Und ja, das ist eine meiner Schwächen. Ich versuche auch immer zu viel in Unterhaltungen zu packen, weil ich so glaube, Info-Dump intelligent an den Leser zu bringen. Nope, funktioniert so nicht, weiß ich. Korrigiere ich über Stunden hinweg.
Aber es wird besser - eben weil ich das bei anderen lese und es mich jedes Mal nervt. Hilft mir also selbst, besser zu werden.
Ehrlich gesagt?
Nö.
Weshalb?
Weil’s mich zu Tode langweilt.
Oh, schon wieder ne Leiche.
Was, das bin ja ich?
Langeweile hat mir das Licht ausgeblasen.
Natürlich kann es spannend sein, wie die einzelne Autorin (Männer mitgemeint) einen Fall aufzieht und löst.
Aber mich lockt das derzeit nicht. Hm. ![]()
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… und wenn vor allem „achtsam“ gemordet wird. Nicht umsonst ein Bestseller. ( Achtsam morden: Roman (Achtsam morden-Reihe, Band 1) : Dusse, Karsten: Amazon.de: Bücher)
… und ich finde, der Erste ist der Beste, wie so oft in einer Reihe.
Vor allem das Hörbuch mit M. Matschke!
Was sind schlechte Bücher/Romane?
Ich sehe es wie ein Puzzle an und die darin enthaltenen Aspekte. Der Griff zu einem Buch hängt bei mir von der derzeitigen Gemütslage ab. Bei all den grausamen Nachrichten von Krieg und Mord wird es nicht Tolstoi sein. Bei jedem Buch (Puzzleteil) finde ich heraus, welcher Lesestil zu mir passt. So stellte sich mein Interesse rasch auf diesen Roman ein und urteilt unterschwellig und egoistisch. Eben nach meinen Bedürfnissen und Vorstellungen. Daher wenn ich einen Roman in den Händen halte, freue ich mich, ihn zu lesen. Es ist wie ein Abenteuer. Da gibt es wie bei allen Höhen und Tiefen. So Masse ich mir nur in Gedanken an, darüber zu urteilen. Immer im Hinterstübchen meine eigenen Werke in Erinnerung zu rufen. Fazit in jedem Roman findet man die ganze Bandbreite der Schreibkunst. Ob mitreißend oder herzzerreißend. Ob Spannung oder Langeweile. Das gibt mir Hoffnung, mich selbst bald in diese Riege einreihen zu dürfen.
Gibt es überhaupt schlechte Bücher´?
Wenn ich ein Buch anfange zu lesen, muss die Story mich hineinziehen.
Tut sie es nicht, lege ich das Buch weg.
Das heißt aber noch lange nicht, dass es schlecht ist - es trifft nur meinen Geschmack nicht.
(davon ausdrücklich ausgenommen sind miserable Übersetzungen oder Tonnen von Rechtschreib- Grammatikfehlern)
Und selbst das stört manche nicht, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann.
Mir geht es genauso. Und wenn dann noch, wie schon einmal erwähnt, der Text „organische Rosinen“ für mich bereithält, brauche ich keinen Blick in das englischsprachige Original, um Zweifel an der Qualität der Übersetzung zu haben.
Meine Töchter, die lieber Originale lesen als Übersetzungen, stört so etwas schon weniger bis gar nicht.
Ich darf an der Stelle daran erinnern, dass tons of something eine Redewendung des Englischen ist? Damit kann man im Englischen alles Mögliche (auch Dinge, die man nicht wiegen kann) bezeichnen, solang es nur sehr viel ist. Im Deutschen geht das nicht, da bezeichnet Tonnen von irgendwas immer eine Menge, die sich theoretisch auch wiegen lässt. Du siehst, das, was du bemängelst, ist gar nicht immer ganz leicht zu erkennen oder zu vermeiden.
Eine falsche Redewendung einzusetzen ist weder ein Rechtschreib- noch ein Grammatikfehler.
Die Tonne ist ein Gewicht, keine Menge🤔
Aber Schwarm drüber. Rechtschreibfehler können auch ein gutes Anzeichen für Handarbeit sein. Und ich bin geneigt, über flüchtige, gar fast unsichtbare Hoppala’s den Mantel des Schweigens zu decken.
So in der Art: siehste, der tippt »auch Mal« daneben und verhunzt die Vergangenheitsform. Ja einige Schreibprogramms korregieren automatisch ins Präsenz wenn man nicht aufpasst.
Und mir lieber als Prompt Anweisungen mitten im Text.
Das Augenmerk sollte aber auch hier auf das »auch Mal« liegen.
Absolut. Deshalb schreibe ich. Was aus meinem Geschreibsel wird, wird man sehen, oer auch nicht. In meinem Bekanntenkreis versteht kaum jemand, wie man sich fast jeden Tag hinsetzen kann stundenlang mitunter, um abends festzustellen, dass das Blatt Papier außer ein paar Tintenflecken nichts aufweist. Oder dass im Gegenzug aus dem einen Blatt ein ganzer Stapel geworden ist.Es ist - in beiden Fällen - ein Gefühl.
Keineswegs, ich war 59 als ich mit der Ziach begonne haben.
„Paris – ein Fest fürs Leben“ ist das erste von vielen Büchern, die postum von Ernest Hemingways Erben aus nachgelassenen Manuskripten herausgefiltert worden sind. Der Roman führt zurück in die Zeit Hemingways schriftstellerischer Anfänge und zeigt den Künstler als jungen Mann.
„Es war wunderbar die vielen Treppen in dem Bewusstsein hinunterzusteigen, dass ich mit der Arbeit gut vorangekommen war. Ich arbeitete immer, bis ich etwas geschafft hatte, und hörte immer auf, wenn ich wusste, wie es weitergehen würde. Auf diese Weise konnte ich sicher sein, am nächsten Tag weiterzukommen. Aber manchmal, wenn ich eine neue Geschichte anfing und nicht in Schwung kam, saß ich vor dem Kamin und quetschte die Schalen der kleinen Orangen über der Flamme aus und sah ihrem blauen Funkenstieben zu. Oder ich stand auf und schaute über die Dächer von Paris und dachte: ‚Keine Sorge. Du hast immer geschrieben und wirst auch jetzt schreiben. Du brauchst nur einen einzigen wahren Satz zu schreiben. Schreib den wahrsten Satz, den du kennst.‘
(Quelle: Michael Schmitt, 2011, Archiv www.deutschlandfunk.de)
Auch wenn Hemingways das in Bezug auf seine eigene Arbeitsdisziplin oder Motivation zum Schreiben aussagte, aber vielleicht suchst du ja auch in jedem Buch nach einem solchen Satz?!
Warum ackert sich @Suse bis zum bitteren Ende durch Dan Brown? Diese Frage wird nur sie uns beantworten können.
Weil meine Eltern immer gesagt haben: „Was man anfängt, muss man auch zu Ende bringen.“ (Erziehung)
Weil ich bis zum letzten Satz hoffe, dass es besser wird. (positives Denken)
Weil ich für mich herausfiltern kann, wie man es nicht macht. (Lernen)