Als ich ein Kind/Jugendlicher war, hat mir mein Vater „Sci-Fi und Fantasy Literatur“ in einer bestimmten Reihenfolge gegeben. Der Grund war tatsächlich der Stil. Viele Geschichten waren kreativ (Salvatore Zeugs (z.b Blutrote Schatten), Farmer (Welt der Taschenuniversen), ZBV über 40 Bände), aber er meinte … wenn du Bücher in einem bestimmten (Schreib)Niveau liest, dann fällt es dir schwer zurückzukehren. Und von den „wirklich ergreifenden“ Fantasywerken gab es damals viel weniger. Trotzdem würde ich auf die Geschichten der erstgenannten Bücher nicht verzichten wollen. Ich hatte eine gute Zeit mit ihnen 
Daher glaube ich, dass man aus „schlechten“ Werken nicht lernt. Denn diese Dinge werden ja erst erkannt, wenn man es besser weiß. Was hätte man dann davon? Davor ist es total okay Werke mit weniger Spannung und „tendenziellen Fehlern“ zu lesen.
Was sein kann, dass Selfpuplisher sich in Metaphern vergreifen, oder gegen ungeschriebene Regeln verstoßen (z.b dritte Wand durchbrechen), Rechtschreibfehler haben → das ist bei Verlagswerken meist auf einen gleichbleibenden (guten wie schlechten) Niveau. Aber, dass kann man meist mit einer Leseprobe schon einschätzen.
Ich bin mit Freunden in einen Buchclub (nur Verlagsliteratur) und habe schon haarsträubende Sachen lesen müssen (Meine Negativliste führt „Berlin Requiem“ und „Alles was wir geben mussten“ an ), und anderes ist viel besser als man vermutet. (Klassiker wie Dracula z.b, oder Besuch der alten Dame)
Aber über Geschmack lässt sich streiten. Ich lese z.b neben Fantasy, auch SciFi.
Ein chinesisches, übersetztes Werk (die drei Sonnen) fand ich einst der schlechtesten SciFi Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. (Ich würde 3 Sterne geben)
Bis auf drei, oder vier Szenen mit planetaren Effekten, die ich interessant fand, war das eigentlich großer Murks, der (in meinen Augen) gegen viele Regeln der Spannung verstoßen hatte. Aber es gibt einen Netflix Serie, also müssen andere es besser gefunden haben. 
Neal Stephenson mit „Snow Crash“ oder „Diamond age“ - Alter schwede - Papyrus Lesbarkeitsanalyse würde jeden seiner Schachtelsätze rot anstreichen und der Lektor die ausschweifenden Info-Dump Abschnitte. Schriftstellerisch überhaupt kein Vorbild. Trotzem verlegt. Warum positiv in meiner Erinnerung? Ich würde sogar 4 Sterne geben? Wegen seiner unheimlich intensiven cyberpunk Worldbuilding Fantasien, die ich noch nie so erlebt habe. Aber darauf muss ich Lust haben → das ist kein Buch für das Wochenende. Meine Vermutung: sowas als Selfpuplisher geschrieben, würde man es dem Schreiber um die Ohren hauen.
Ich lese tatsächlich gerne Debüt Romane (Genre egal). Oftmals sind sie etwas speziell und haben etwas an sich, dass einem Neu vorkommt. Wenn ich da im Gedächtnis krame: „Alles was ich sehe“, „Der Tag, an dem die Sonne verschwand“. Das erste hat eine ungewöhnliche Idee und zähle ich unter „Jugend/Sommerliteratur“, das zweite ist eine Art „Slow Crime“ (gibt es dieses Genre?
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Würde ich die Bücher heute noch mögen? Weiß ich nicht.
Richtig ist, wenn man selber schreibt, sieht man Fehler in anderen Büchern schneller. (Unabhängig der Quelle). Schreibe ich dann meine Texte ohne diese Fehler? Vielleicht, aber ich lehne mich hier besser nicht zu weit aus dem Fenster
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Wenn ein Buch es schafft, dass ich abtauchen kann (und mein Analysemodus verschwindet) dann bin ich richtig zufrieden 