Sind schlechte Bücher die guten Bücher?

Ich bin jetzt in einem Alter angekommen (ü 60), da wird einem so langsam klar, dass das Leben endlich ist und man nicht mehr die Zeit hat, wirklich alles zu lesen, was man möchte. Also habe ich für mich beschlossen: Das Leben ist zu kurz, um es mit Büchern zu verbringen, die einem nicht gefallen.
Die Zeit, dass ich mich bis zum bitteren Ende durch ein Buch gequält habe, das mir hinten und vorne nicht gefällt, ist für mich definitiv vorbei.

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Das habe ich noch nie getan - wenn mich ein Text nicht nach 40, max. 50 Seiten abgeholt hat, war es das.

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Ich teile Suses Einstellung und habe bis auf zwei oder drei Bücher alle durchgelesen respektive durchlitten. Da fühle ich mich dem Schöpfer dieses Werks verpflichtet. Der musste ja auch da durch …
Selbst Günter Grass’ „DasTreffen in Telgte“ habe ich am Ende überlebt. Kapituliert hingegen habe ich bei Italo Calvinos " Wenn ein Reisender in einer Winternacht". Mehrere Anläufe, dann hat das Werk seinen Weg ins Antiquariat gefunden. (Das Buch war übrigens ein Geschenk meiner Jugendliebe. Wie grausam kann man nur sein? :wink: )
Bevor ich aber kompostiere, wartet noch „Ulysses“ auf mich. Gibt es da ggf. eine gekürzte Ausgabe von Reader’s Digest?

Perfekt! Ich kann den Schinken ungelesen ins Regal zurückstellen und trotzdem auf Literaten-Parties mitreden.
Übrigens, Reader’s Digest gibt es noch immer: Auswahlbücher – Reader’s Digest

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Sowas gab es auch von Weltbild - hier aber vor allem Bildbände und Berichte in einer Art Monatsabo.
Das beste, was ich für teures Geld jemals gekauft habe, waren die Practhbände von National Geographic. War um das Jahr 2000, jeder Band hat damals rund 250 Mark gekostet, die Aufmachung ist echt Klasse.
Leider hat der Verlag diese Reihe nach zehn oder 11 Bänden eingestellt, auf meine damalige Nachfrage warum, hat man mir erklärt, dass es für Bücher in dieser Preisklasse keinen echten Markt gäbe.
Immerhin habe ich die Bände die es gibt, immer noch im Regal.

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