Selfpublishing Buchpreis 2025

Das ist nicht neu! Eine schöne geordnete Bibliothek ohne Gebrauchsspuren.

früher hatte man 2 m Goethe-Attrappen gut sichtbar in der Einbauschrankwand des Wohnzimmers.

Ich liebe auch schöne Bibliotheken (Gebrauchsspuren sind da ein Muss!) und mag es, wenn ein Buch toll aussieht, aber der Inhalt ist mir trotzdem das Wichtigste.

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Ich glaube fest daran, dass in jedem gelesenen Buch etwas von den Lesenden zurückbleibt. Das Staunen, die Spannung, die Hoffnung, die Freude, manchmal auch die Angst und die Trauer. Und das ist es, was letztlich den Unterschied zu einer sterilen Bildungstapete ausmacht. Aber klar: Ein bunter Schnitt, ein Rücken ohne Knick, ein Buch ohne Eselsohren und Notizen am Seitenrand, das entspricht dem, was man von uns erwartet. Wie das Selfie vom Konzert bei den Rolling Stones. Ich weiß zwar nicht, wovon die dort gesungen haben, aber immerhin: Ich war dabei. Ich habe. Ich kann mir leisten. Arme schöne neue Welt.

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Während des Studium habe ich auch Bücher besessen, in denen ich Unterstreichungen, Bemerkungen, Markierungen machte und denen ich, Schande über mich, durch Vielgebrauch den Rücken brach. Arbeitsbücheralltag.

Mit meinen ‚Lesebüchern‘ gehe ich jedoch seit meiner Kindheit schon fast zwanghaft pfleglich um, egal, ob aus der Bücherei, geliehen, geschenkt oder selbst gekauft. Auch wenn ich, wie meist, second- oder thirdhand kaufe, Flecken, Schimmel, Rückenknicke im 2-Seitentakt, alte Schokolade oder Popel finde ich absolut inakzeptabel! Für mein eigenes Büchlein schuf ich daher extra dieses Lesezeichen:

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In der Schule habe ich auch immer in den Büchern herumgeschrieben. Abartig. Nun bin ich auch pingelig.
Ein sehr schönes Lesezeichen ist das.

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Das liegt ja auch schon im Herstellungsprozess begründet. Es müssen ja für solche Effekte passende Formen etc. angefertigt werden, die nur beim Durchlauf größerer Stückzahlen lohnen, da die Maschinen auch entsprechend umgebaut werden müssen. Für einen einzelner Digitaldruck oder auch ein paar mehr macht das keine Druckerei (oder wenn, dann zu exorbitanten Preisen).

Ich gebe zu: Nicht bis in die letzte Konsequenz, aber einen gewissen Reiz kann ich den Veredelungen nicht absprechen, finde sie aber (für mich) nur für ‚lohnenswerte‘ Bücher, bspw. besondere Schmuckausgaben meiner Lieblingsbücher verführerisch. Bücher haben heute eine so geringe Halbwertzeit, dass ich den Mehraufwand als Leser/Kunde für einmaligen Konsum nicht bezahlen möchte.

Edit: Zum Verschenken ist ein veredeltes Buch eventuell auch gerne gesehen. Soeben erhielt ich dieses Buch für ein kleines Nikolaus-Päckchen für meine Tochter. Der erste Farbschnitt, den ich im Original sehe, und zusätzliche Spot-Lack-Effekte. Sieht tatsächlich sehr ästhetisch aus.

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Ändere den Blickwinkel.

Meine Familie lebte an der Armutsgrenze, als ich Lesen für mich so richtig entdeckt habe. Es war nichtmal Geld für kaputte Bücher da, aber ich hatte einen Bibliotheksausweis. Irgendwann hat sich alles gebessert und es gab zu Weihnachten gebrauchte Bücher. Als ich den ersten Job hatte, konnte ich mir auch mal ein gebrauchtes Buch oder zwei leisten. Neu? Undenkbar.

Für mich war der Wechsel zu neuen Büchern, als ich es mir leisten konnte, unglaublich. Für mich sind das Schätze, die noch niemand kaputt gemacht hat. Und die bewahre ich als solche. Für mich ist das die sichtbare Erinnerung, wie weit weg ich von früher bin.

Ich kaufe immer noch gebrauchte Bücher oder Mängelexemplare mit Eselsohren, gebrochenen Buchrücken und eingerissenen Covern. Aber ich behandele neue Bücher nicht so, weil der Status „neu“ für mich eine ganz andere Bedeutung hat. Neu heißt hier, dass es Luxus ist, den ich gekonnt genieße. Weil ich eben auch das Gegenteil kenne.

Freunde haben mir mal die „Mach dieses Buch fertig“-Reihe zum Geburtstag geschenkt. Ich hab es kaum übers Herz gebracht, der Aufgabe „brich den Buchrücken“ zu folgen.

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Wir sind in dieser Beziehung Zwillinge, Annabelle. Du erzählst hier mein Leben und meine Beziehung zu Büchern, die exakt so ist wie deine. Was ich sagen wollte, war, dass die Schönheit von Büchern (wie jene von Menschen) nicht in ihrem Aussehen liegt, sonderm in dem, was sie in ihrem Inneren bergen. Aber das weisst du genau so gut, wie alle hier.

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Ich lass auch Bücher mit doofen Inhalten heil :smile:

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Ich auch. Mehr noch: Manche mache ich sogar wieder heil. Meine Königin hat mir mal zum Geburtstag einen VHS-Kurs zur Buchrestaurierung geschenkt („Mach mal was mit deinen Händen, sonst verkopfst du noch komplett!“). Das war ziemlich toll.

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Ich stamme zwar aus einer ziemlich chaotischen Familie, aber trotz allem 60er - Jahre - antiautoritärem - Erziehungsschwachsinn, denn ich voll ‚genießen‘ durfte, wurden Bücher immer sorgsam und pfleglich behandelt. Diese Einstellung, dass Bücher viel mehr wert sind als der Preis, den man im Laden dafür bezahlt, ist mir bis heute geblieben.
Statt Eselsohren gibts Lesezeichen (hab die immer mit viel Spaß selbst erstellt), es wird nicht drinne rumgekritzelt, wenn jemand ein Buch umgedreht aufgeschlagen hinlegt, tuts fast schon weh und selbst bei doofen Büchern habe ich ein Widerstreben, sie in der Papiertonne zu entsorgen.

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Und sich im nächsten Jahr wieder anmelden. Ja, das ist eine gute Empfehlung für alle Autoren, die Langeweile haben.

Verstehe ich nicht. Ich glaube kaum, dass der SP-Verband diese Plattform im kommenden Jahr wieder nutzen wird.

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Das glaube ich nicht nur nicht - das hoffe ich nicht.

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Gelungenes Lesezeichen, sehr schön. Leider mit einem Textfehler: „in’s“, wo „ins“ stehen müsste … :sunglasses:

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Ja, da ist der „Deppenapostroph“ seinem Namen wieder einmal gerecht geworden. :face_with_peeking_eye:

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Ich wollte das böse Wort nicht verwenden, liebe Heather :sweat_smile:

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