Wenn ich die Schreibanregung richtig verstanden habe, geht es hier darum, mit dem ersten (oder den ersten drei) Sätzen soviel Spannung aufzubauen, dass es mich als Leser packt und ich weiterlesen will.
Die ersten beiden Sätze lösen das in mir aus.
Der dritte Satz löst in mir aus: "Die Unsichtbar-Nummer? Langweilig. Schon so und so oft gelesen oder als Film gesehen. Und klapp, lege ich das Buch exakt an dieser Stele weg. Spannend für mich wäre, wenn diese Geschichte ein neues, originelles, bisher noch nicht dagewesenes Element in das „Unsichtbar“-Muster einbrächte. Aber das geht aus dem dritten Satz leider gar nicht hervor. Zumindest nicht für mich … um mich zu packen, wäre es clever gewesen, die „Lösung“ der ersten beiden Sätze, das „Warum“ noch hinauszuzögern, mich nach dieser Auflösung „hungern“ zu lassen, bis mit etwas mehr Raum für Details das Neue und Originelle Schritt für Schritt deutlich werden könnte und mich auch in einem an und für sich konventionellen Muster festhielte …
P.S.: Was natürlich überhaupt nicht heißen muss, dass andere Leute auch eine konventionelle „Unsichtbar“-Geschichte nicht total spannend finden können, weil sie bisher eher auf was anderes abonniert waren … und auch für mich gibt es (andere) Geschichten-Muster, die ich bisher auch in ihrer konventionellsten Form noch gar nicht kenne. Gerade deshalb ist es mir bei einem Kommentar auch so wichtig zu erwähnen „für mich …“ . Das ist rein egoistisch, denn ich lese gerne Neues, Originelles, und wenn ich durch „Gemecker“ aktiv dazu beitragen kann, dass es entsteht …
Den Begriff „Slang“ wollte ich hier in keiner Weise entwertend verstanden wissen. Diese Wortwahl löste in mir einfach die Assoziation „Historischer Roman mit Zielgruppe jugendliche Leser“ aus …
Als Evelyn T. die Haustür öffnete und sie ein letztes Mal in all ihrer Schönheit vor mir stand, jagten wie im Schnelldurchlauf alle bereits tausendfach durchdachten Alternativen durch meinen Kopf, wie man es vielleicht doch noch hätte vermeiden können, sie zu töten, wohl wissend, dass es für diese, meine große Liebe, faktisch keine Rettung mehr gab.
Gottogottogott … Sind wir zwei gerade auf diese Forumssoftware „reingefallen“ und schreiben die ganze Zeit auf der Grundlage verschiedener sachlicher Bezüge aneinander vorbei? Das wär’ ein Ding.
Also, zwecks Überprüfung. Meine erste Antwort, auf die ich dich antworten sah, war zu einem Beitrag von "Silla
Erst flackerte sie, dann verschwand ihre linke Hand. Bald würde sie gänzlich unsichtbar werden."
Beziehst du dich hier auf denselben oder auf etwas Anderes?
(Falls Letzteres, großer Obelix-Seufzer: zwei (nein, drei) Wildschweine für eine Testumgebung, in der ich ohne Nebenwirkungen auf die Geschichtendiskussion lernen kann, mit dieser Forensoftware umzugehen … )
Natürlich hat sie zwei Augen. Aber es kommt nur eine einzelne Träne. Eine letzteTräne ihren Augen entglitt hörte sich für mich komisch an, oder wäre das besser/richtiger?
Danke für deine Erläuterung. Ich habe nur noch niemanden aus nur einem Auge tränen fliesen sehen. Es waren immer aus beiden Augen gleichzeitig. Es sei denn derjenige hatte eben nur noch eines. Daher mein kleiner nachfragender Einwand. Das wirkte auf mich persönlich einwenig unstimmig.
Doch, ich, wenn ich ne Erkältung habe. Da tränt mir erst das eine und ein paar Tage später das andere Auge. Beim Weinen hab ichs allerdings auch noch nie gesehen.
Wildnis In bedrohlicher Langsamkeit wendete sich der Mann zu mir um.
Die Hutkrempe beschattete sein Gesicht, dennoch fühlte ich, wie mich seine Blicke durchbohrten. Ein schriller Pfiff ertönte und wie aus dem Nichts erschien ein schmutzig weißer, zotteliger Hund an seiner Seite und baute sich still wie ein Monument neben ihm auf. Die Augen waren zu giftgrünen Schlitzen verengt. Minutenlang starrten wir drei uns reglos an.