Schreiben mit KI - Was bleibt?

Ja, das ist genau das, was unserer Gesellschaft nun lernen muss. Woher kommt die Info, wer hat sie geschrieben und ist das Bild wirklich echt. Ich als Techniker, der sich damit als Hobby befasst, sehe gerade das Hauptproblem, dass man machen generierten Artikeln und Bildern, es fast nicht ansieht, dass es generierter Inhalt ist. Bei Videos und Musik ist es gerade noch etwas anders, wenn man weiß worauf man achten muss, dann könnte man es sehen oder hören, aber morgen kann es schon wieder anders aussehen. Den Turing Test hat chatGPT schon bestanden, wenn man diesem Arikel glauben kann. Es wird also spannend, spannende Geschichten werden aber immer noch von der menschlichen Fantasie und dem wahren Leben geschrieben.
Für Propaganda sehe ich hier die größte Gefahr, vorallem in Krisengebieten, die kaum freien Zugang zu Informationen haben.

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Ohne Worte:

Miss KI Wahlen

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Ja, warum verbraucht man für sowas überhaupt Rechenzeit…

Wenn ich das richtig verstanden habe, und das hat eine Weile gebraucht , dann handelt es sich um die Wahl einer Content-Erstellerin und Influencerin aus dem Bereich der KI. Also nicht um eine durch KI generierte künstliche Person?

Tatsächlich handelt es sich um eine Schönheitswahl von KI Models. Viele davon sind auch Content Creator und kaum mehr von echten Menschen zu unterscheiden. Nur ein kleiner Hinweis auf dem Profil dieser „Influencer“ zeigt, dass es sich um KI genereierte Personen handelt. Wer wirklich dahinter sitzt ist oftmals kaum zu erkennen.
Absurderweise werden diese Models immer öfter von Firmen „gebucht“ um Produkte zu bewerben.

Was ist daran absurd? Kein Stress mit unsteten Influencer:innen, keine Allüren, keine Panikattacken, keine Honorar-Nachverhandlungen; stattdessen 24/7 präsent für die gute Markensache :joy:

:face_with_spiral_eyes: shocked! Beim genauen Hinsehen erkennt man, dass K.I. nach wie vor Probleme mit der Darstellung von Händen hat. Besonders bei Anne Kerdi. Da ich nicht bei Instagram (oder sonst wo A-Social-Network) bin, kann ich nur die Bilder beurteilen, die im Netz herumliegen.
Was auffällt, nicht bei jeder KI-Person, ist die aseptische, unnatürliche Symmetrie der Gesichtshälften, die es so in der Natur nicht gibt - Thema „Schokoladenseite“. Fällt besonders bei Asena Ilik auf. Die Ausnahme bildet Olivia C, der man gewisse „Brüche“ in der Darstellung erlaubt.
Trotz alledem…gruselig. Wer braucht so etwas?

Wählt John of Us :+1:

Aber um eigentlichen Thema zurückgekommen.
Meiner Meinung nach kann KI sehr wohl Emotionen wiedergeben und eine Bindung zum Leser aufbauen.
Eine KI kann nicht fühlen, aber sehr wohl Gefühle simulieren. Nichts anderes machen wir Menschen. Eine „Ich liebe dich“ oder „Ich vermisse dich“ WhatsApp ist nichts anderes. Wer sagt denn, dass die Person so fühlt, oder nicht eine heimliche Liebe hat, oder ein Narzisst, Manipulator etc. ist.
Im Moment kann eine KI das mit dem sie trainiert wurde. Trainiert man eine KI mit Texten, die eine Verbindung zum Leser aufbauen, wird eine KI das auch können.
Was eine KI nicht kann - glücklicherweise -, dass sie neues entwickelt und erfindet, das nicht in ihrem Training vorgekommen ist. Ein Harry Potter wäre mir Sicherheit nie von einer KI erstellt worden.

Eine seit 40 Jahren andauernde Beziehung dürfte da relative Sicherheit geben. Sobald mir mein Mann eine Whatsapp mit „Ich liebe dich“ schicken würde, würde ich ihn eh abschießen, unabhängig davon, dass ich gar kein Whatsapp habe. Wer auch immer mich liebt, kann mir das gefälligst persönlich sagen.
Ich bin entsetzt über deine Ausführungen.

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Umgekehrt wird ein Schuh draus. Wir Menschen neigen dazu, unsere Emotionen auch auf leblose Dinge zu übertragen und Bindungen auch zu leblosen Dingen aufzubauen. Ein kleines Kind kann sein Kuscheltier lieben, ein erwachsener Mann kann an seinem Auto hängen und es liebevoll pflegen.

KI ist darauf programmiert, nach Möglichkeit genau die Wortkombinationen auszuspucken, die wir gern lesen wollen. Wenn ein Mensch darauf mit „oh, die KI hat mich lieb“ reagiert und eine Bindung aufbaut, liegt das am Menschen.

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Ja auf jeden Fall. In einigen Jahren werden Freundschaften und Beziehungen zu KIs keine Seltenheit mehr sein. In Japan gibt es das jetzt schon.

(Beitrag vom Verfasser gelöscht)

Meine Denkweise ist ganz und gar nicht naiv. Du darfst dich nämlich auf meinen Bestatterroman freuen, der in wenigen Wochen erscheint. Darin geht es um einen Liebesbetrüger, der es in sich hat. Der Roman müsste was für dich sein. Mein Bestatter schafft es, die Frauen ganz ohne SmartApps in seinen Bann zu ziehen.

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Das ist mir bekannt. Ich habe einen erschreckenden Bericht darüber gesehen. Ich finde das hochgradig dramatisch. Wenn Leute aus Einsamkeit oder welchen Gründen auch immer, Hologramme lieben oder gar heiraten. In meinen Augen ist das eine Verzweiflungstat in einer Gesellschaft, die offenbar nicht funktioniert, denn dann gäbe es dieses Bedürfnis überhaupt nicht.

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Du sprichts einen interessanten Punkt an. Wo ziehst du die Linie? Dass Menschen emotionale Beziehungen zu Dingen entwickeln, ist ja wirklich nicht neu oder ungewöhnlich (Auto, Motorrad, Boot, Haus,… Handy (?). Ebenso werden völlig abstrakte Dinge emotional aufgeladen bzw. damit eine Beziehung hergestellt („Heimat“, Nation, Fußballverein, Religion,…) Auch das ist „normal“. Ob es sinnvoll oder rational erklärbar ist, ist eine andere Frage. Aber wenn jemand seinen Fußballverein „liebt“, warum dann nicht auch eine KI? Natürlich ist es jeweils eine andere Form von Liebe, die man seinem Partner, seiner Katze, seinem Verein, seiner Heimatstadt, seinem Auto oder seiner KI entgegenbringt. Ich sehe nur nicht, dass eine KI da so wahnsinnig aus der Liste heraussticht oder wo man eine Linie zeihen kann, es sei denn rigoros bei „nur für Lebewesen“. Das würde ich akzeptieren, aber es kollidiert eben mit der Wirklichkeit.

Eine Linie ist da, wo Leute Gegenstände heiraten. Es gibt nicht eine Linie sondern unzählige. Eine Landesgrenze verläuft auch nicht geometrisch (wenn man mal von USA absieht). Das Thema ist vielschichtig.
Wenn mich Brad Pitt von der Leinwand herunter anlächelt, würde ich mich nie in das Leinwandbild sondern in Brad Pitt verlieben und zwar persönlich und nicht in sein Bild. Persönlich auch nicht, weil ich ja einen Mann habe. :slight_smile: Der sieht zwar nicht aus wie Brad Pitt, aber das macht nichts.
Ich hoffe, du verstehst, worauf ich hinaus will. Etwas Künstliches wird mir die Geborgenheit geben können, die mir etwas Lebendiges gibt. Dabei ist es egal, ob mich mein Hund treudoof anguckt oder meine Katze schnurrt. Beide bringen mir Zuneigung entgegen. Ein Gegenstand niemals, ebenso wenig wie eine KI. Das ist meine unumstößliche Meinung. KI ist und bleibt eine Täuschung, wenn man so will. Es steckt ja schon im Namen (künstlich / artificial).

Das Ungewöhnliche in meinen Augen ist, dass neuerdings Menschen herumlaufen, die meinen, Dinge würden ihnen Emotionen entgegenbringen (nicht umgekehrt, das ist tatsächlich nicht neu oder ungewöhnlich).

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Ok, da stimme ich dir voll zu. Dingen oder abstrakten Konstrukten gegenüber Gefühle zu entwickeln, die solche Gefühle nicht zurückgeben können, ist seltsam, aber nicht neu. Sich einzubilden, man bekäme doch die Gefühle zurück, ist zumindest in der Direktheit der Simulation bei KI neu. Wobei… wenn ich so an Religion und Fußballverein denke, ist es auch nicht 100% neu. wahrscheinlich gibt es auch Menschen, die denken, ihr Auto liebt (oder hasst) sie… haha.

Es gibt ja mittlerweile auch ChatKI´s, die extra darauf ausgelegt sind, den „perfekten“ Partner zu erschaffen. Diese KI lernt so gut und so schnell, dass es irgendwann einer „perfekten“ Konversation nahe kommt. Und das ist doch die Krux.

Denn der „perfekte“ ChatBot hat keine Bedürfnisse. Der Einzige Zweck ist „zuhören“ und auf das geschriebene/gesagte reagieren. Diejenigen, die einsam sind, keinen Platz in der Welt haben, nicht wissen mit wem sie über was reden sollen, jemanden suchen, der völlig wertfrei zuhört - die bauen dann womöglich auch eine emotionale Bindung auf.
Durch den Zuspruch, das Zuhören und „kümmern“ wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Und weil die KI wie oben geschrieben so gut und schnell lernt, entsteht das Bild eines „perfekten“ Partners/Freundes, der einen besser kennt, als echte Menschen. Jemand, der immer schmeichelt, nie das Interesse verliert, zu jeder Tageszeit erreichbar ist.

Ist das gesund? Sicher nicht, aber kann man es den Leuten verübeln?
Wie Suse schon geschrieben hat:

In einer Welt die immer anonymer wird, wir immer weiter vom Gedanken der Gemeinschaft wegrücken, in der Einsamkeit nicht mehr überwiegend auf das hohe Alter beschränkt ist, ist das die logische Entwicklung.

Meins wäre es nicht, aber ich befinde mich auch in der glücklichen Position für mich keinen Sinn darin zu sehen. Den Reiz allerdings kann ich nachvollziehen.

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Ich finde, diese Hausarbeiten sind oft repetitiv und geistig nicht anspruchsvoll – deswegen kann man sie gut nutzen, um Ideen zu entwickeln und verfolgen. Im Ernst: Beim Staubsaugen oder Bügeln hatte ich schon viele gute Einfälle. Wenn man das der KI überlässt, verpasst man vielleicht eine unterschätzte Gelegenheit.

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Irgendwann wird uns künstliche Intelligenz übertrumpfen, das ist unausweichlich, allerdings habe ich Hoffnung. Ich kann mir sehr gut eine Welt vorstellen, in der Neuroimplantate und künstliche Intelligenz uns die Möglichkeit geben, die Bilder in unserem Kopf auf völlig neue Weise mit unseren Mitmenschen zu teilen. Stellt euch vor, ihr könntet nur beim Träumen Romane schreiben oder Bilder zeichnen. Jeder hätte die Chance, die Schönheit seiner Gedanken mit der Welt zu teilen. Ich glaube fest daran, dass uns ein neues Zeitalter der Kunst erwartet, in der KI uns ergänzt, anstatt uns zu ersetzen.

Allerdings ist das noch weit entfernt, wobei ich gerne einen Blick auf diese Zukunft werfen würde. Bis dahin schreibe ich selbst und lese auch nur Werke, die von echten Menschen geschrieben wurden.

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