Schreiben mit KI - Was bleibt?

Ich weiß, es gab schon ein paar Themen, die sich mit künstlicher Intelligenz und dem Schreiben von Büchern auseinandersetzen.

Ich schreibe, weil ich es liebe zu schreiben. Kann ich mit meinen Texten andere erreichen – umso schöner. Was aber bleibt, wenn ich KI hinzuziehe?

Ganz ehrlich: Ich bin sicher kein Bestseller-Autor. Vielleicht reicht es nicht einmal für die freie Buchhandlung um die Ecke. Aber würde ich meine Texte deshalb von einer KI erstellen lassen? Nein, sicher nicht. Von der Rechtschreibprüfung einmal abgesehen.

In meinem Fall sind es Kinderbücher. Aber auch andere Belletristikwerke sollten und können nicht von KI geschrieben werden, meine ich.

Unsere menschliche Fantasie und Kreativität sind nicht zu ersetzen, sie sind einzigartig. Die Geschichten, die wir erschaffen, spiegeln unsere tiefsten Gefühle, Erfahrungen und Träume wider. Eine KI kann Daten analysieren und Muster erkennen, aber nicht die tiefen emotionalen Verbindungen und nuancierten Ausdrucksweisen erschaffen, die aus unserer Seele kommen. Nicht umsonst spricht man vom Spiegel der Seele.

(Meine) Bücher sollen nicht nur das Lesen lehren, sondern auch Werte, Träume und Hoffnungen vermitteln. Die Geschichten, die wir schreiben, sind inspiriert aus einem Potpourri unserer Lebenserfahrungen. Diese persönlichen Elemente sind es, die eine Verbindung zwischen Autor und Leser schaffen, welche eine KI nicht nachahmen kann. Das Lesen eines Buches, das von einem Menschen geschrieben wurde, ist wie ein persönliches Gespräch von Herz zu Herz – ein Austausch von (intimen) Gedanken und Gefühlen. Eine KI kann diese Art von Verbindung nicht herstellen. Empathie besteht aus so viel mehr als nur Einsen und Nullen.
Ich frage mich: Soll die Zukunft des Schreibens so aussehen?

Prompt:
»Hi KI, Du machst nun Folgendes:
»Nehme 1000 Seiten von Dickens’ charakterstarker Erzählkunst, 500 Seiten von Kafkas surrealistischer Tiefe, eine Prise Preußlers kindlicher Magie und ein Hauch von Michael Endes fantasievollem Erzählstil. Mische dies mit einer guten Portion Hemingways knapper Prosa, füge eine Tasse Tolstoys epischer Breite hinzu und garniere das Ganze mit einigen Zeilen poetischer Eleganz à la Emily Dickinson. Schüttele das Ganze kräftig in einen Algorithmus, bis die Worte nahtlos ineinander übergehen.«

Voilà: Ein Bestseller, gekocht in den Tiefen künstlicher Intelligenz. Kein menschlicher Schriftsteller erforderlich.«

Mir würde etwas Entscheidendes fehlen – Seele.

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Selbst etwas, was wirklich eine echte KI wäre, könnte das nicht zustandebringen - glaube ich jedenfalls.

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Künstliche Idiotie, und anders will ich sie nicht nennen, ist mittlerweile ein echt leidiges Thema.

Es ist wie mit allem Neuen, was der Mensch aus den Tiefen seiner Unvernunft hervor holt. Das Wundersame, das Unentdeckte, all die Möglichkeiten, die es bietet. Jede neue Technologie wird so betrachtet. Noch bevor aus der Entdeckung der Kernspaltung ein Reaktor hervorging, wurde sie als Waffe eingesetzt. Nicht anders war es wohl beim Faustkeil, dessen Struktur immer feiner wurde. Steinmesser, Steinpfeilspitzen. Der Mensch neigt dazu, in allem neu Entdeckten etwas zu sehen, was einem erst das Überleben und dann die Dominanz sichert. Darüber, ob das Neue eine Gefahr für sein Überleben darstellt, macht der Mensch sich erst Gedanken, wenn es zur Katastrophe kommt. Hiroshima und Nagasaki boten ein bis dahin ein unvorstellbares Maß an Zerstörung, und wurde seitens des US-Militärs als Möglichkeit eines schnellen Sieges gefeiert. Dann kamen Three Mile Island, Tschernobyl und Fukushima. Was man erst noch gefeiert hat, wurde nun zur Bedrohung.

Was hat das jetzt mit dem Schreiben von Büchern zu tun? Auf den ersten Blick nichts. Betrachtet man es allerdings langfristig, dass es zum Beispiel fast unmöglich wird, die Herkunft eines Textes feststellen zu können, wozu werden Verlage dann wohl tendieren? Schon heute werden nur noch Bücher verlegt, die dem Verlag einen Nutzen bringen. Von kritischer Literatur ganz zu schweigen. Meine Hoffnung ist, dass zukünftige Bücher, die mit KI geschrieben wurden, entsprechend gekennzeichnet werden müssen. Sonst sehe ich echt schwarz für die Zukunft der Literatur.

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Was KI im Allgemeinen nach sich ziehen wird, vermag ich nicht zu sagen. Was sie in Bezug auf das Schreiben für mich bedeutet, schon. Nichts Gutes.

Es wird Leute geben, die diese Technik für sich nutzen, um ihre Ideen umzusetzen, sich Gehör zu verschaffen oder um Geld damit zu verdienen – weil sie es anders eben nicht können/schaffen.

Es wird Leser geben, die den Unterschied nicht feststellen, ob ein Verlag ihnen eine KI generierte Geschichte anbietet oder die eines schreibenden, selbst denkenden Menschen – einerlei.

Mir kommt es auf etwas anderes an:

Ich lächele, während ich schreibe, wenn meine Figuren etwas Lustiges erleben, und runzele die Stirn, wenn sie vor einem Problem stehen. Ich betrete unbekannte Orte, Landschaften und Wege, die ich selbst Schritt für Schritt erkunden muss. Alles das passiert in mir, während ich schreibe.

Würde ich das Schreiben an eine KI abtreten, was bliebe dann für mich? Leere!

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Ich denke, bis die KI soweit sein wird, dass sie ganze Romane verfasst, denen man ihre künstliche Herkunft nicht mehr anmerkt, wird es noch eine ganze Weile lang dauern. Bei Bildern ist es einfacher, aber ein literarisches Werk ist, schon allein wegen seines Umfangs, um Einiges komplizierter.

Meiner Meinung nach wird die KI unser Leben auf so ziemlich allen Ebenen ziemlich umkrempeln, nicht heute oder morgen, aber in nicht allzu ferner Zukunft. Einiges davon wird sehr gut für uns sein (z.B. auf dem medizinischen Sektor), anderes klingt schon jetzt besorgniserregend.
Ich frage mich, was passiert, wenn die KI irgendwann wirklich in der Lage sein sollte, richtig zu lernen und eigene Schlüsse zu ziehen, und ob sie dann auch einen Schreibstil entwickeln kann … ??

An Ersterem sehe ich nichts Verwerfliches. Stell dir mal vor, wo wir heute wären, wenn der Mensch nicht so neugierig, erfinderisch und risikofreudig wäre, möglicherweise gäbe es dann noch nicht einmal das Rad, von allem anderen qanz zu schweigen.
Das Streben nach Dominanz ist in der Tat ein so menschlicher wie auch übler Charakterzug, aber irgendwie steckt der in uns drinne und ist auch in tausenden Jahren der Evolution nicht wegzubekommen. Echt blöd, aber was sollen wir machen? Alles Neue, was auch eine gefährliche Seite hat (und das dürfte so ziemlich alles sein), konsequent ignorieren?

Nicht vergessen, davor kam die ganze anti-Atomkraft-Bewegung, es waren weiß Gott nicht alle Menschen dafür, dieses Zeug zu nutzen!

Aber es verlangt doch niemand, dass du das Schreiben einstellst, das kann dir auch nichts und niemand wegnehmen.

Das bringen neue Techniken so mit sich, und warum auch nicht. Es hat halt alles gute und schlechte Seiten, und genau wie man z.B. mit einem Hammer ein Bild aufhängen oder seinem Nachbarn den Schädel einschlagen kann, wirds auch mit der KI laufen.

Na und? Dann merken sie es halt nicht. Schon vor jeglicher KI wurden viele dieser Heftchenromane mit dem sog. Baukastensystem geschrieben, klappt super, weil die enthaltenen Elemente immer dieselben sind. Im Grunde nichts anderes als das, was die KI macht.
Den Lesern war (und ist) es egal, denen wäre es auch wurscht, wenn ihre tägliche Schmalzdosis von einer KI geliefert wird.

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Nicht vergessen, davor kam die ganze anti-Atomkraft-Bewegung, es waren weiß Gott nicht alle Menschen dafür, dieses Zeug zu nutzen!

Die Schwierigkeit hierbei ist, dass sobald eine Technologie verfügbar ist und einen Nutzen für die Menschheit darstellt, die Menschen nur allzu bereit sind, sich davon abhängig zu machen. Es kommt natürlich keiner auf die Idee und sagt: „Hey Leute, diese Technik wird euer Leben revolutionieren! Ihr müsst euch dieser nur unterwerfen bzw. euch davon abhängig machen.“
Ein paar Beispiele dazu:

Die Email kam, um das Briefe schreiben zu erleichtern. Kein Papier, kein Müll, schnell getippt und verschickt, alles in Echtzeit. Doch anstelle mal eines Briefes, den man sonst bekommt, sind es heute dutzende oder gar hunderte. Von den Spammails gar nicht zu sprechen. Von Erleichterung kann man hier wohl kaum noch sprechen.

Das Handy kam, um die Kommunikation zu verbessern. Immer erreichbar sein, immer online, immer mehr Funktionen. Die Folgen sind Angespanntheit, Nervosität, Konzentrationsprobleme, Schlafmangel. Körperliche Einschränkungen wie Nackenstarre. Und Kurzsichtigkeit. (Empfehlenswert ist da „Die Smartphone-Epidemie“ von Manfred Spitzer)

Lange davor kam ein Bursche namens Benjamin Franklin auf die Idee, das Phänomen „Elektrizität“ genauer zu untersuchen. Woraus letztendlich die totale Energieabhängigkeit resultierte. Man stelle sich vor, was die Menschen heutzutage bereit sind zu tun, um den Nachschub an Energieträgern zu sichern.

Klar gibt es diejenigen, die die Gefahren einer Technologie wie Atomkraft erkennen und dagegen protestieren. Aber wenn man diese fragt, woher dann der Strom kommen soll, wissen die auch keine Antwort. Sofern sie über ausreichend Hintergrundwissen verfügen und nicht der Überzeugung sind, Strom käme aus der Steckdose.

Vielleicht kann die Künstliche Idiotie einen Weg für uns aus diesen Problemen herausfinden. Vielleicht ist sie wirklich nützlich und eine Bereicherung für unsere Spezies. Erfahrungsgemäß geht es jedoch erstmal abwärts.

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Das kann man ja oft gar nicht voraussehen. Viele Erfindungen sind anfangs erstmal belächelt worden, bis sie sich durchgesetzt haben.

ok, Spammails nerven, aber die sind wenigstens schnell und Rückstandsfrei gelöscht. Die ganzen Prospekte und Werbebriefe, die früher den Briefkasten verstopft haben, fand ich wesentlich lästiger.

Beim Handy stimme ich dir zu, wobei auch dieses Teil Funktionen hat, über die ich manchmal gottfroh bin.
Es gilt halt immer, dass es drauf ankommt, was man draus macht, und bei vielen Dingen kann man nach wie vor selbst entscheiden, wie abhängig man sich macht.

Alles in allem würde ich nicht sagen, dass es immer nur abwärts ging. Was haben wir auf dem Gebiet der Medizin erreicht, den Naturwissenschaften, den sozialen Errungenschaften etc. Selbstverständlich ist da noch jede Menge Luft nach oben, genauso wie mit fast jeder guten und nützlichen Erfindung jede Menge Schindluder getrieben wird.

Ohne Strom gehts heute leider nicht mehr, das wird sich auch nicht mehr ändern. Oder würdest du dir freiwillig den Blinddarm bei Kerzenlicht und handgefühltem Pulsschlag herausnehmen lassen?

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Das kann man ja oft gar nicht voraussehen. Viele Erfindungen sind anfangs erstmal belächelt worden, bis sie sich durchgesetzt haben.

Es stimmt, die Menschen haben es nicht so mit dem Langzeitgedächtnis. Und von einem gewissen Maß an Bildung, besonders in Geschichte, sind die meisten mangels Interesse, weit entfernt. Ich meine, das Krieg Mist ist, sollten wir eigentlich alle wissen. Und dennoch manipulieren die, die am Krieg interessiert sind, diejenigen, die die Entscheidung darüber treffen sollen. Markantes Beispiel dafür war Joschka Fischer, der vor dem Jugoslawienkrieg gesagt hat, als Kind habe er gelernt, nie wieder Krieg. Aber auch: nie wieder Auschwitz.

Alles in allem würde ich nicht sagen, dass es immer nur abwärts ging. Was haben wir auf dem Gebiet der Medizin erreicht, den Naturwissenschaften, den sozialen Errungenschaften etc. Selbstverständlich ist da noch jede Menge Luft nach oben, genauso wie mit fast jeder guten und nützlichen Erfindung jede Menge Schindluder getrieben wird.

Das ist es was meine, wenn ich sage, es geht erstmal abwärts. Fortschritte in der Medizin und den Naturwissenschaften, zu denen wohl auch die Psychologie gehört, werden mittlerweile gezielt eingesetzt. Nicht nur zum Beispiel in der Werbung, sondern auch in jeder Form von Propaganda. Naomi Klein beschrieb in „Die Schockstrategie“, wie Katastrophen gezielt ausgenutzt werden, um Menschen zu manipulieren. Und das Katastrophen auch bei Bedarf herbeigeführt werden, um aus ihnen Kapital zu schlagen, wortwörtlich. Es ist Angst, die permanent erzeugt wird. Auch eine Erkenntnis der Psychologie und der Biochemie, dass das Erzeugen von Angst die Menschen gefügig macht.

Ich will mir nicht ausmalen, was mit Künstlicher Idiotie darüber hinaus noch alles möglich wird. Die Firma Collaborations Pharmaceuticals, ein US-Pharmaunternehmen, startete 2022 einen Versuch. KI sollte neue Medikamente gegen bestimmte Krankheiten finden, die es so noch nicht gab. Und tatsächlich, sie spuckte tausende neue Molekülverbindungen aus. Dann jedoch gingen sie einen Schritt weiter, und wie einer der Forscher es beschrieb: sie haben einfach das Vorzeichen geändert. Statt Medikamente sollte es chemische Giftstoffe entwickeln. 40.000 Stoffe in sechs Stunden. Als Reaktion darauf ging die Gruppe um den Forscher Fabio Urbina vor den US-Senat und forderten einen Stopp in der Entwicklung der KI.
Wir erinnern uns, wie so plötzlich selbst Elon Musk vor KI gewarnt hat.

Künstliche Idiotie hat das Potenzial, mehr noch als die Atombombe, der Menschheit ein Ende zu setzen. Dennoch wird sie weiterentwickelt, denn was einmal aus Pandoras Box raus ist, kommt nie wieder hinein.

Nebenbei bemerkt, aus demselben Grund verwende ich keine Lesegeräte wie den Kindle. Ein gedrucktes Buch ist unveränderlich. Ein digitaler Text kann immer auch im Nachhinein manipuliert werden.

Ohne Strom gehts heute leider nicht mehr, das wird sich auch nicht mehr ändern. Oder würdest du dir freiwillig den Blinddarm bei Kerzenlicht und handgefühltem Pulsschlag herausnehmen lassen?

Noch das eine zum Strom: Klar, die Überlebenschancen durch die stromgestützte Medizin sind deutlich höher. Den Blinddarm würde ich mir allerdings nicht entfernen lassen, denn der ist nicht so „blind“ wie man vermuten mag. Der hat schon seine Funktion.

Vielleicht passiert es irgendwann, dass die Menschheit sich als Masse einfach reduziert. Ich will mir nicht ausmalen, ob, wie oder warum. Aber rechnet man objektiv, kommt irgendwann der Moment, an dem mehr Menschen mehr Ressourcen verbrauchen, als die Erde bieten kann. Was wiederum zu Konflikten um die Verteilung führt. Diese Zeiten will ich beileibe nicht erleben, aber die Konsequenzen wären mit denen der Renaissance vergleichbar: durch Krieg, Seuchen und Hungersnöte im Mittelalter wurde die Bevölkerung massiv reduziert. Infrastruktur und das Wissen vergangener Zeiten blieben jedoch erhalten, und die (europäische) Zivilisation erlebte einen neuen Aufstieg. Kunst und Bildung erreichten neue Höhen, und für eine Zeit war es gut.

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Naja … wenn er mal perforiert - ich hatte das Vergnügen vor zwei Jahren und es war sehr knapp - dann überwindet man seine Trennungsangst besser :wink:

(Dass der Appendix durchaus nicht so funktionslos ist, wie früher angenommen, stimmt natürlich. Leider ist halt auch die Rezidivrate recht hoch, wenn man die Entzündung medikamentös behandelt, was ja im Einzelfall durchaus gelingen kann)

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Das will und kann ich nicht unwidersprochen stehen lassen Auf den Scheiterhäufen sind nicht nur Menschen sondern auch Wissen und Kultur verbrannt worden. Beim Bildersturm der Reformation wurden unfassbar viel Kunst zerstört. Für den Dreißigjährige Krieg gilt das gleiche, verbunden mit einer unglaublichen Zerstörung von Infrastruktur.
Aber man muss gar nicht soweit in die Vergangenheit gehen. Ein Blick auf die sogenannte chinesische Kulturrevolution und deren verheerende Folgen reicht.
Die Theorie der „reinigende“ und „erneuernden“ Wirkung von Revolutionen, Kriegen und Seuchen ist nach meinem Geschichtsverständnis nicht nur grundfalsch sondern auch im Wortsinne brandgefährlich.

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Und das sind alles nur Kleinigkeiten im Vergleich mit dem Untergang der Hochkulturen der Bronzezeit um 1500 v. Chr oder der des Weströmischen Reiches 2000 Jahre später. In beiden Fällen folgten hunderte, wenn nicht 1000 Jahre Niedergang von Zivilisation, Infrastruktur, Wissen, Bildung und Können. Ich vermute, jede Zivilisation hält sich für ewig und unauslöschlich, bis es dann passiert.

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Ich glaube, dass die KI einige Vorteile bringt. Gerade, wenn man bestimmte Fakten sucht, ist es ein ‚besseres Google‘. So ähnlich wie der Computer auf der Enterprise (Star Trek) Ob die Fakten dann stimmen, dass sollte der Autor prüfen, so diese Fakten deutlich relevant sind.

Wenn ich beispielsweise einen historischen Roman schreibe, kann ich die KI fragen, was Armeen im 14 Jahrhundert an Verpflegung dabei hatten, wie sie ausgerüstet waren, und wie viele km am Tag sie vorankamen. Selbst wenn er die Antwort nicht findet, kann man ihn schätzen lassen. Ich kann fragen, wie Dörfer aufgebaut, und wie Häuser ausgestattet waren. Wie wurden Flüsse überquert? Informationen, die sonst aus unterschiedlichsten Quellen mühsam zu suchen wären.

Schreiben und KI, ja - ich habe damit experimentiert - hier ist man eher „überrascht“, was für Ideen die KI kommt. Beispiel (gebt das gerne in Bing ein): „Schreibe eine Geschichte über eine Banane, die panische Angst davor hat, geschält zu werden. Sie soll aus einem Supermarkt fliehen, und die Wildnis suchen, um eine Palme zu werden.“
Sehr witzig. Meine Banane hat es bis zu einem Schiff geschafft,wo sie dann gefunden, geschält und gegessen wurde. Letzter Satz: „Sie wurde keine Palme, sie wurde Nachtisch.“

Gerade für absurde Geschichten, baut die KI, weil sie jede Anfrage ernst nimmt, interessante Ideen.

Dann habe ich versucht, sie dazu zu zwingen, den Stil von „H.P Lovecraft“ zu kopieren und etwas Gruseliges zu schreiben. Das war ziemlich abgedroschen und langweilig :wink:
Bisher würde ich mir keine Sorgen machen. Der KI fällt es umheimlich schwer, Schwerpunkte in Geschichten zu setzen … es ist eher ein dahinplätschern.

Letztens habe ich die KI gebracht, mich anzuflunkern. Sie hat behauptet, ich hätte zu einem meiner Romane, einen zweiten Teil geschrieben und darüber auf Facebook per Auszug berichtet (ich habe kein Facebook). Ich bat sie, diesen Auszug darzustellen. Die KI konstruierte aus dem Rückentext des ersten Buches, einen fragwürdig schlechten Ansatz, sogar mit Titel :wink:
Als ich ihr sie fragte, ob sie den Text gerade selbst erstellt hat, verweigerte sie dies mit der Beauptung, sie könne das nicht und der Text stamme von Facebook.

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HAL

Das finde ich witzig! Deine Bananenidee an sich ist sehr witzig. Hätte zu den Seitenwind-Themen 2023 gepasst.

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Die KI ist auf dem Vormarsch bei allem, was unser menschliches Tun und Denken angeht. Sie ist einfach nicht mehr aufzuhalten!

Schon bald werde ich, was das Schreiben angeht, einem automatischen Schreib-Programm den Vorzug geben. Vielleicht sogar einer Weiterentwicklung von Papyrus, wer weiß? Nur bestimmte Parameter werde ich eingeben müssen, die mir für den Inhalt und den Verlauf eines Romans wichtig sind. Danach wird mein KI-Programm mir in der Nacht - oder wann auch immer - einen frischen „Kuchenroman backen“. Bereits am nächsten Morgen wird er abgekühlt und anschnittfertig - oder besser gesagt anlesefertig - im KI-Buch-Backofen ruhen. Pünktlich für die Reise, als ein Mitbringsel für Verwandte und Freunde oder auch nur für die nächsten Stunden für mich selbst, werden mich und Andere die KI-Texte erfreuen. Alles wird so sein, wie ich es gerne geschrieben sehen und lesen möchte.

Sollte mir danach beim Lesen etwas missfallen, wird die KI jederzeit auf meine Änderungswünsche eingehen und auch weitere Ideen in die Roman-Dramaturgie einbauen.

Selbstverständlich werde ich mich auch anderweitig „literarisch“ vergnügen dürfen. Wie wär’s denn, wenn meine KI mir mal aus mehreren Roman-Klassikern unserer großen Schriftsteller ein feines „Romansüppchen“ mixen würde? Oder wenn die Figuren aus Goethes Faust durch Gemüse ersetzt würden. (Dazu bitte rechts die gewünschten Optionen anklicken!)

Die KI wird mir freundlicherweise gestatten, selbst ein paar Zeilen zu einem gewünschten Text beizutragen. Da sie aber schneller und weniger fehlerhaft arbeitet als ich und eine fast unendliche Phantasie besitzt, werde ich sicher bald die Lust am Schreiben und Fabulieren verlieren.

Langsam werden sich meine Grammatik, mein Wortschatz und meine Rechtschreibung auf ein mentales Abstellgleis bewegen. Denn, wozu mich noch mit solchem Ballast plagen? Meine KI überträgt doch gerne meine diktierten, unförmigen Sprachbrocken in gewähltere Ausdrücke und Sprachinhalte.

Und sollte mir dann sogar das Sprechen zu schwer werden, mein Zungenschlag sich nicht mehr anstrengungsfrei bewegen - nun, so werde ich eben meine Zeigefinger für die reichhaltigen Tip-Optionen auf dem Monitor einsetzen.

KI wird meine erkrankte Kreativität hervorragend ersetzen und meine Schwächen in allen Bereichen zu ihren Stärken ausbauen. Mein Gehirn wird sich dabei gemütlich auf ein unproduktives Zellgewebssofa zurückziehen und ausruhen. Wie werde ich vor Glück überströmen, dass es die KI gibt. Den Informatik-Göttern und ihren marktorientierten Verteilern sei gedankt!

KI wird sich sprachlich noch eine Zeit lang mit korrekten Texten halten. Irgendwann werden wir aber auch davon überdrüssig werden. Ist ja eh nur noch KI-Sprache, eine künstliche Sprache.

Unser ehemals gebräuchlicher Sprachwortschatz wird nun unflätich irgendwo im Kopf vegetieren oder sich gelegentlich zu einer anstrengenden, kurzen Fahrt im Rollstuhl aufraffen. Aber unsere Zeigefinger werden dafür im menschlichen Homunkulus enorm anwachsen. Denn der fast lautlose Druck mit dem Finger auf die Optionen eines Monitors werden unserem Resthirn, neben den Mahlzeiten, nun eine enorme Arbeit abverlangen.

Die Rückentwickung vom Homo sapiens zum Einzeller ist danach auch nur wieder eine Frage der Zeit. Es sei denn, die KI hat die störenden Organismen lebender menschlicher Materie nicht bereits vorher von unserem Planeten unnachhaltig entsorgt. Ww

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Dein Szenario erinnert mich an die Eloi.

Mein Fazit: Ich werde mit meinen selbst geschriebenen Büchern auf den Retro-Zug aufspringen und meine nicht vorhandenen Urenkel damit zu Bares für Rares schicken. Da werden sie dann bestaunt und kassieren ein schönes Taschengeld ab.

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Schillers „Lied von der Glocke“ à la KI:

„Loch in Erde,
Bronze rin,
Glocke fertig,
Bim-Bim-Bim“

Na, vielleicht kommt es aber auch gar nicht erst soweit. Vielleicht werden wir Menschen später sehr wohl zwischen menschlichen und KI-Büchern streng unterscheiden und jeder Kategorie ihren eigenen Wert zuschreiben.
Dir jedenfalls weiterhin viel Erfolg und der Wunsch, dass deine Urenkel vor allem auf den Inhalt deiner Bücher stolz sein dürfen. Ww

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Hervorragendes KI-Werk der menschlichen Endzeit. Wenn wir eh keine Zeit mehr für viele Worte - vor allem geschriebene - verlieren wollen …
Solange es aber Autoren wie dich und viele andere gibt, wird sich auch Sprache, Schriftsprache, menschliche Kreativität und Literatur nicht verlieren. Davon bin ich - trotz meines überzogenen Textes - überzeugt.
Auch dir viel Erfolg als Autor. Ww

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Das war keine KI, der Text entstammte vermutlich einer fröhlichen Kifferrunde vor Jahrzehnten.
Es gibt auch eine „sowjetische“ Variante:
„Loch in Erde,
Bronze rin,
Sabotage,
nix Bim-Bim“

Die Sprüche sind (noch) viel zu gut für eine KI.
Ich habe ChatGPT spasseshalber befragt, die Ergebnisse ohne weiteren Kommentar.

You: Verballhorne Schillers Glocke in 4 Versen.
ChatGPT:
Gerne! Hier sind vier Verse aus Friedrich Schillers berühmtem Gedicht „Die Glocke“ in vereinfachter Form:

  1. Auf, ihr Menschen, hört die Glocke, Klang der Freude, Klang der Not. Ruft zum Fest und weckt im Herzen Jeden wahren Lebensflor.
  2. Sieh, wie mächtig schwingt die Glocke, Töne dringen weit hinaus. Schenkt uns Mut und Hoffnung, Liebe, Klang der Freiheit, hell und laus.
  3. Doch auch in der Dunkelheit, Mahnt sie uns zur Wachsamkeit. Hört den Ruf, der niemals schweigt, Vor Gefahr und Irrtum schützt.
  4. Klingt die Glocke, unser Ruf, Eint uns alle, groß und klein. Lasst uns treu zusammenstehen, In Gemeinschaft stark und rein.

You
Verballhorne die Glocke in einem Vers.

ChatGPT:
In Schillers Glockenliedes Klang, Vom Fest zum Wecken stark und lang.

You:
Versuche es im Stil von Sponti-Sprüchen.

ChatGPT:
Check mal, die Glocke, wie sie schwingt, Tönt Freude, Not, alles durchdringt. Aufsteh’n, Leute, hört den Klang, Gemeinsam stark, kein Weg zu lang.