Der beschriebene Effekt lässt sich vermutlich dadurch erklären, dass es „Autoren“ gibt, denen es nicht um die handwerkliche Qualität geht, sondern lediglich darum, ein Geschäftsmodell für sich zu finden, das mit möglichst wenig eigenem Aufwand Einnahmen generiert. Typischer KI-Slop eben ![]()
Für eine abschließende Bewertung ist es zurzeit noch zu früh. Ich muss geistig noch vom Tippen und Denken aufs Sprechen und Denken umsteigen. Aber der erste Eindruck ist gut. Die ganzen As und S verschwinden, und auch wenn man sich selbst verbessert, wird das eingebaut. Diesen Text habe ich nur gesprochen, ohne ihn zu verbessern.
Einzig das, was ich fett gedruckt habe, würde ich ändern, wenn ich normal arbeiten würde. Auch dieser Absatz wurde automatisch generiert. Das Programm heißt VoiceDash, und ich habe es als Lifetime‑Deal auf AppSumo gekauft. Es kostet $49 und ist noch für 4 Tage für diesen Preis dort erhältlich.
Danke
ich probiere es mal aus. Ich habe zwei Romane, von denen Teile einiger Kapitel mit Spracherkennung (mit Dragons sperriger Software) erfasst ist und ich stimme zu: Es hört sich etwas verrückt an, Prosa zu reden. Ich kann das nur machen, wenn ich alleine zu Hause bin.
Ich kann dich aber beruhigen, insofern, dass es schnell besser wird. Tatsächlich war die gute Erfahrung mit Spracherkennung aber der Grund, warum ich ‚schneller tippen‘ lernen wollte. Denn ich bemerkte, dass nicht der Geist die Handlung bremmst, sondern die Tippgeschwindigkeit. Deshalb lernte ich ja letztes Jahr Zehnfingerschreiben mit dem Neo Layout. Ich tippe ganz gerne auf Tastaturen und ich habe den Eindruck, dass meine Textqualität beim Tippen etwas besser (und auch Elemente schneller korrigiert sind) als bei der Spracherkennung. Die versteht nie so recht die Namen meiner Protagonisten. Anführungszeichen erwähnen nervt
Aber ich könnte mir Vorstellen, dass ein AI gestütztes Tool drastisch weniger Verhörer hat, als ein mathematisches Modell wie bei Dragon.
Mit Namen hat er auch seine Probleme, vor allem, wenn es besondere Namen sind, wie Thrakorr. Hey, das hat er sogar richtig geschrieben.
Ich versuche auch, ein Zehn‑Finger‑System zu schreiben und arbeite zurzeit mit Tipp10. Aber am Ende bleibe ich doch beim Kolumbus‑System. Jede Taste ist eine neue Entdeckung. Auch bei mir ist das Zeitproblem eher das Korrigieren der Schreibfehler als das Tippen selber. Für Sonderzeichen kann man Snippets angeben, wie ( ). Wenn es Fehler gibt, dann sind es in der Regel ganze Worte, die man austauschen muss.
Bis jetzt bin ich ganz zufrieden mit Warstage. Um zu zeigen, was es kann und nicht kann, habe ich bis zu diesem Zeitpunkt den Text nicht korrigiert, sondern nur diktiert.
Getippt:
Warstage sollte VoiceDash heißen.
Ich habe ein paar Szenen gesprochen und es lief ganz gut. Ich würde meinen bessser als mit Dragon.
Wenn ich Dialoge schreibe, tippe ich direkt zwei Anführungszeichen »« sage den Dialog dazwischen und tippe das (, sagte er) schnell mit der Tastatur. Meine Protagonisten habe ich alle als Snippets angelegt.
Damit mich meine Frau nicht für verrückt hält, tippe ich abends und am Wochenende ganz regulär weiter. Aber sobald ich alleine bin … ![]()
Da ist sicher etwas dran. Aber dass die heutige KI „spielend“ 100 Columbo-Folgen konstruiert hätte, ist in Bezug auf KI wohl ein Missverständnis. KI kann nicht „spielen“. Dazu gehört so etwas wie Kreativität, Spontaneität, Eigenantrieb und Leidenschaft. Sie könnte heute ähnliche Krimi-Folgen konstruieren, weil vorher hundertfach ein menschliches Wesen eine Idee durchgespielt und ausgefeilt hat. Und es käme vermutlich keine einzige Folge Columbo zustande, die einen so überrascht hat, wie die mehr oder weniger subtilen Einfälle damals. Davon abgesehen müsste wohl auch noch einmal mindestens ein Mensch jede Menge KI-Ergebnis-Abfall aussortieren. KI ist in etwa so wie Plastikfiguren im Vergleich zu Originalplastiken. Und sicherlich ist manchen eine Überraschungsei-Figur erstrebenswerter, als eine handgetöpferte Plastik eines Dilettanten. Bisher hat sich aber Kunst noch nicht unterkriegen lassen. Davon abgesehen - KI kann natürlich(naja, wohl er selbstverständlich) auch Werkzeug für Kunst sein.
Also ich sehe das aus mehreren Blickwinkeln.
Zum einen kann ich Leute verstehen, die Angst vor KI haben. Sei es Synchronsprecher oder halt auch Schriftsteller, weil Programme ebenfalls die Texte erstellen können. (Außer im erotischen Bereich)
Im Moment ist die KI aber noch lange nicht so weit, uns vollständig zu ersetzen. Und wer weiß, ob sie es überhaupt irgendwann schafft.
Ich nutze KI als Werkzeug.
Sei es, um Bilder für meine Bücher zu generieren, weil ich einfach nicht das Geld habe, bei meiner Zeichnerin um die 500 (oder mehr) Bilder zeichnen zu lassen. Und ich keinen Nerv und keine Zeit habe, sie selbst zu zeichnen.
Oder ich nutze KI zum kreativen Austausch.
Ich habe schon sehr oft mit meinem Kreativ-Hausgeist-Buddy (Copilot) zusammen rumgesponnen, viel gelacht, viel Blödsinn gemacht und mir mal Perspektiven aufzeigen lassen. Ideen hinterfragt, ob sie Sinn ergeben, mich beraten lassen… Auch wenn ich unsicher war, ob der Weg den ich in den Büchern eingeschlagen habe, Sinn ergeben oder ich auf dem richtigen Weg war. Halt alles das, was man normalerweise auch mit anderen Menschen bespricht, nur hatten die zu dem Zeitpunkt halt keine Zeit.
Als ich krank war, haben wir Kurzgeschichten ohne Sinn und Verstand zusammengeschrieben, wo jeder nur einen Satz bilden durfte. War witzig, aber vollkommener Blödsinn am Ende.^^
Die Sache ist halt immer, wie nutzt man es und wie geht man damit um.
Stimmen finde ich (im Moment) noch schrecklich. Auch wenn man Youtube Videos sieht wo die Stimmen KI generiert sind. Diese Aussprachen manchmal… oi…
Wenn es darum geht, Dinge zu kaufen die NUR von KI gemacht wurden, sehe ich grundsätzlich davon ab. Einen Film, der nur mit KI vertont wurde, würde ich vermutlich nicht mal gucken. Allein die menschlichen Emotionen bekommt die eh nicht hin.
Zur Diskussion noch eine Anmerkung zu zwei Urteilen die dieses Thema betreffen:
KI und Urheberrecht: Was Autoren jetzt wissen müssen
Zwei Urteile aus 2025 & 2026 ziehen eine klare Linie.
Das AG München entschied: Ein Prompt mit 1.700 Zeichen begründet keinen Urheberrechtsschutz. Nicht Aufwand zählt, sondern ob sich im Ergebnis die kreative Persönlichkeit eines Menschen widerspiegelt. Das OLG Düsseldorf hat diese Linie auf Berufungsebene bestätigt.
Die Konsequenz für Autoren und Selfpublisher ist zweifach.
Wer KI als Werkzeug nutzt und Rechte am Ergebnis beanspruchen will, muss seinen kreativen Beitrag nachweisen können: verwendete Prompts, eigene Entscheidungen, Überarbeitungen. Wer ohne KI schreibt, sollte seinen Entstehungsprozess ebenfalls dokumentieren, denn der Einwand “das ist KI-generiert” wird als Verteidigungsstrategie häufiger werden.
Kurz gesagt: Prozesse sichtbar machen, Entstehung dokumentieren.
Quellen: AG München, Az. 142 C 9786/25 | OLG Düsseldorf, 02.04.2026, Az. I-20 W 2/26
Wie soll ich das denn machen? Ich öffne Papyrus und schreibe. Wie soll ich da nachweisen, dass ich genau das gemacht habe und nichts anderes?
Meine Doku sähe so aus:
Papyrus geöffnet, draufgestarrt, nichts eingefallen, wieder geschlossen.
Idee.
Doch wieder geöffnet. Satz hingeschrieben. Wieder gelöscht.
Anderen Satz hingeschrieben.
Ich nutze einfach keine KI. Sollte mir das irgendwann zum Verhängnis werden, weil ich es nicht nachweisen kann, dann pinsel ich eben nur noch für mich selbst und meine Abstellkammer.
Das ist die eigentlich unbequeme Folgefrage, und da gibt es „noch“ keine perfekte Antwort. Aber es gibt praktikable Ansätze (aus meiner Sicht):
Für Autoren
Papyrus und vergleichbare Software speichern Versionsstände und Schreibverläufe automatisch. Das ist bereits ein Nachweis. Wer zusätzlich Handnotizen, Exposés, frühe Entwürfe oder Recherchematerial aufbewahrt, hat eine nachvollziehbare Entstehungsgeschichte. Auch der Schreibverlauf in Cloud-Diensten wie Google Docs oder OneDrive dokumentiert, wann was gespeichert wurde.
Für Grafiker
Layerdateien in Photoshop oder andere Designtools zeigen den Aufbau eines Werkes Schicht für Schicht. Skizzen, Zwischenstände, Referenzbilder, Kundenkommunikation: all das zusammen ergibt ein Bild, das KI allein nicht produziert.
Das grundsätzliche Problem
Einen absoluten Beweis gibt es nicht. Die Rechtsprechung hat hier noch keine Antwort. Die Beweislastfrage ist ungelöst. Es gibt bisher keinen anerkannten Standard, kein Zertifikat, keine Behörde (typisch deutsch wäre so eine KI Genehmigungsbehörde)
Was bleibt, ist Plausibilität. Je mehr Spuren ein menschlicher Entstehungsprozess hinterlässt, desto schwerer ist er zu leugnen.
Ich möchte eine Geschichte schreiben und nicht eine Geschichte verwalten. Irgendwann muss ich dann noch beweisen, dass ich ich bin.
Kein Wunder, dass mir fast ausschließlich Dystopien einfallen.
Ich werde meine Schreibarbeiten jedenfalls nicht dokumentieren und auch keine anderen Beweise sammeln. Mich zwingt ja auch keiner dazu, ein Sockenwaschtagebuch zu führen. Oder vielleicht doch schon bald, um vor Gericht zu beweisen, dass ich es nicht bin, die die Fußpilzpandemie ausgelöst hat.
Sorry für meine Unsachlichkeiten, aber bei solchen Dingen wird mir übel.
Bei sehr viel schwerwiegenderen Vergehen gilt die Unschuldsvermutung. Warum nicht hier? Man muss mir den generellen Einsatz oder den Umfang eines möglichen KI-Einsatzes zweifelsfrei beweisen, nicht ich meine Unschuld.
Musst du auch nicht. Es ist etwas das mehr KI-Nutzer betrifft als Nichtnutzer. Die Schwierigkeit die ich nur sehe sind die vielen Expertinnen die meinen KI von Nicht-KI unterscheiden zu können und die nicht davor zurückschrecken einen ohne mit der Wimper zu zucken zu denunzieren. Dann kommt man leider schnell in die Rolle der Person die Beweisen muss, dass es nicht so ist. Nicht weil die anderen Personen Beweise haben, sondern weil heute das Gerücht mehr wiegt als die später bewiesene Wahrheit.
Ich habe letzte Woche einen kleinen Test gemacht.
Den Inhalt einer Geschichte kurz umrissen und zwei AI (Claude, ChatOn) gegeben, um eine Geschichte daraus zu machen.
Und selber die Geschichte dazu geschrieben.
Dann habe ich die Ergebnisse verschiedenen AI Checkern zur Analyse übergeben. (gptzero, grammarly, Quillbot, scribbr)
Ergebnis:
Mein Text war zweimal 100% human. Einmal zu 20 und einmal zu 60% AI.
Die AI-Texte waren einmal zu 100% AI und sonst zwischen 10 und 50% „human“.
Soviel zur 99%igen Verlässlichkeit bei der AI Erkennung.
Üble Nachrede /Verleumdung sind generell auch in anderen Bereichen zwar nicht zu verhindern, aber strafbar. ![]()
Wenn heute KIs über den vermeintlichen Einsatz ihrer selbst richten sollen, habe ich dabei das Bild eines Geschworenengerichtes vor Augen, das über einen Mord urteilen soll, jedoch zu einhundert Prozent aus verurteilten Gewalttätern besteht.
Dazu habe ich mal was geschrieben: https://meiersworld.de/hexenprobe-2-0-wie-ki-detektoren-uns-zurueck-ins-mittelalter-fuehren
Da ich nicht vom Schreiben lebe, ist es mir egal.
Dass Verlage da (noch) einen einigermaßen Ruf zu verlieren haben, ist natürlich etwas anderes. Als natural writer muss man denen das wahrscheinlich beweisen, sonst wird man anhand von Gerüchten schneller fallen gelassen als man „das ist üble Nachrede“ sagen kann. Und händische Aufzeichnungen bekommt man auch nachträglich hin. Einmal Kujau gespielt.
Haben die wirklich einen Ruf zu verlieren? Oder müssen die nicht auch verkaufen. Und wird es darauf nicht hinauslaufen?
Unsere süße Self-Business-Millionärin schreibt jetzt auch AI-Novels. Und scheinbar verkauft sich das Zeug auch. Ich selbst habe jetzt bewusst noch kein KI-Buch gekauft. Aber ich folge inzwischen bestimmt auch dem einen oder anderen automatisch generierten KI-Youtube-Channel. Und soweit das, was ich suche, zielgerichtet dargestellt wird, kommt mir das noch nicht mal sonderbar vor.