Richtlinie zu AI-Texten im Forum

Das 7-Stufenmodel ist zwar besser als dualistisches Modell. Zeigt aber auch, wie schwer, ja, unmöglich es ist, ein solches Modell aufzubauen. Mit einem LLM kann man mehr, als hier beschrieben wurde.

  • Man kann ein psychologisches Profil einer Romanfigur erstellen lassen.
  • Eine außerirdische Spezies entwickeln im Austausch mit der KI.
  • Eine Diskussion führen, zum Beispiel über ein politisches System, nur um seine eigenen Gedanken zu sortieren und einfach zu ordnen.
  • Den Text prüfen, ob die Handlung logisch und nachvollziehbar ist.
    Und, Und Und.

Wie passt das in dieses sieben Stufenmodell rein?

Am Ende kommen wir doch wieder nur zu einem Dreistufenmodell: gute Bücher, mittelmäßige Bücher, schlechte Bücher.

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Ich war heute im Supermarkt, und den guten Joghurt, den ich gerne mag, gab es nur noch im Plastikbecherchen, statt im großen Pfandglas. Mit diesem Wissen konnte ich dann selbst für mich entscheiden, ob ich den Plastikmüll mitkaufen - und dadurch auch die künftige Müllproduktion mitfinanzieren - will oder nicht. Ich wollte nicht.

Ein gutes Buch, mit dessen Kauf ich KI und KI-Firmen indirekt mitfinanziere, will ich vielleicht auch nicht. Deshalb möchte ich bei Büchern ebenfalls vor dem Kauf die wesentlichen Informationen haben, um mich anhand meiner eigenen Kriterien für oder gegen den Buchkauf entscheiden zu können.

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Ich mag altmodisch sein, aber ich denke jeder hat seinen ganz persönlichen Stil, ob gut oder schlecht, sei dahingestellt, aber es ist SEIN Stil. Eine KI bügelt das alles glatt. Ich habe versucht ChatGPT und Claude texte zu entlocken, die halbwegs meinem Schreibstill ähnlich sind. Am Ende bekam ich Vorschläge, die nach Dali auf LSD klangen.
Obwohl - Klinge ich vielleicht wirklich nach Dali auf LSD? Interessante Frage.
Egal - Die Ergebnisse haben dazu geführt, dass ich Angst hatte, dass mein Hirn schmilzt und zu den Ohren rausrinnt.
Ich glaube KI kann sehr nützlich sein, wenn es um recherche geht - oder auch um fachliche oder wissenschaftliche texte (Wenn man eine sehr gründliche Korrekturlesung vornimmt!)
kreatives Schreiben scheint derzeit noch außer Reichweite zu sein.

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Aber bei Büchern … bei Büchern möchte ich vorher wissen, was ich kaufe. :face_holding_back_tears:
[ja, ich weiß: ein unrealistischer Wunsch]

die Frage ist wo du die Grenze ziehen willst? Ich bin überzeugt das bis auf wenige Ausnahmen kein Buch mehr produziert wird das gänzlich ohne Ki auskommt. in irgend einer Form ist oder wird das in jedem Buch drin sein.

Wie das im SP-Bereich aussieht, kann ich nicht beurteilen. Im Verlagswesen gehe ich nach wie vor davon aus, dass die weit überwiegende Zahl der gut 60.000 Veröffentlichungen im Bereich Belletristik ohne Einsatz von jeglicher KI produziert werden. Einzige Ausnahme: Im Vorfeld gehen immer mehr Verlage mit KI-Systemen wie narratiQ und anderen dazu über, die Marktfähigkeit eines eingesandten Manuskripts einem Schnelltest zu unterziehen.
Im Bereich der Sachbücher mag der Anteil von KI-Hilfen bereits höher sein. Zumindest darf man das vermuten.

Da bin ich anderer Ansicht bei Manuskriptanalyse (Lesbarkeit, Struktur, Zielgruppe), Unterstützung beim Korrektorat, Tools für Lektoratsunterstützung, Erstellung von Marketingtexten und Buchbeschreibungen haben namhafte Verlage wie Penguin Random House oder Harper Collins zugegeben KI bereits einzusetzen. Über kurz oder lang wird das ein jeder Verlag machen.

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Bei den Konzernverlagen ist das ganz sicher so. Beim Korrektorat wird meines Wissen mehrheitlich der Duden Korrektor verwendet. Das Lektorat kommt zumindest bei den Aufbau Verlagen (nur für die kann ich aus eigener Erfahrung sprechen) nach wie vor ohne KI aus. Für Marketingtexte drängt sich natürlich (wie bei jeder Form von Marketing und PR) geradezu ein Outsourcing an eine KI auf. Eben überall dort, wo es einen prozessoralen Zeitgewinn ergibt.

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Das liegt aber auch daran, dass LLMs für Rechtschreibung (noch) das falsche Tools sind. Dies liegt auch daran, dass sie hauptsächlich auf Englisch trainiert wurden.

Das gilt für alle, auch für Autoren.

Aber die Arbeit für Lektoren wird sich ändern: weg von der Satzverbesserung hin zum Coaching von Autoren.

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Mal wieder zum eigentlichen Thema zu kommen. Ich nutze seit ein bis zwei Tagen eine Diktiersoftware, in der KI hinterlegt ist. In welche Stufe sollte man das einstellen, wenn ich damit meine Texte diktiere? Ist das jetzt ein KI-Text oder ist das mein Text?

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Bisschen OT:

Wie ist deine Erfahrung mit Diktieren?
Ich habe immer mal wieder mit Diktieren experimentiert. Ich liebte es den schnellen Fortschritt zu haben und ärgerte mich über das hohe Maß an Überarbeitung. Irgendwie fasziniert, habe ich dann doch immer wieder zurück zum Tippen gewechselt.

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Ich war dem Einsatz von KI als „Autor“ immer schon eher kritisch gegenüber eingestellt. Jetzt bin ich auf einem Roman gestoßen, der mich … vollends überzeugt hat. Überzeugt, dass KI als Schreiberling nichts taugt.
Es strotz von wilden Metaphern („Das Licht in ihren Augen erleuchtete den Raum“, Die Dunkelheit fiel ihn an, wie ein wildes Tier",…) , die Handlung ist anfangs noch nachvollziehbar, geräte aber zusehends auf die schiefe Bahn und schlingert gegen Ende wild gegen die Bande. Am Anfang besteht der text auch den faktencheck, wird dann aber immer unpräziser und gegen Ende ist es nur mehr lächerlich, dann werden fehler gemacht, die am Beginn nicht passiert sind. Die Chronoligie geräte durcheinander und Parameter der Personen wechseln mitten in der Geschichte. (Größe, Haarfarbe, etc…). Eine der schlechtesten Erzählungen, die ich jemals gelesen habe.
Kein Mensch würde so schreiben und den Mut haben, es zu veröffentlichen.

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Ich glaube, das sagt weniger über die KI aus als über die Person, die sie benutzt hat. Eine KI schreibt keinen Roman von allein jemand muss Struktur, Figuren und Handlung vorgeben und den Text am Ende auch überarbeiten. Wenn das nicht passiert, entstehen genau die Fehler, die du beschreibst, Logiklücken, wechselnde Details oder übertriebene Metaphern. Das wirkt dann chaotisch, liegt aber eher an fehlender Führung und Redaktion als am Werkzeug selbst.

Ehrlich gesagt habe ich hier im Forum erst kürzlich zwei Romane angelesen die veröffentlicht wurden, bei denen ich mich fremdschämen würde, wenn mein Name als Autor darauf stünde. Ich kann es selbst sicher nicht besser aber ich würde so etwas auch nicht veröffentlichen.

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Der beschriebene Effekt lässt sich vermutlich dadurch erklären, dass es „Autoren“ gibt, denen es nicht um die handwerkliche Qualität geht, sondern lediglich darum, ein Geschäftsmodell für sich zu finden, das mit möglichst wenig eigenem Aufwand Einnahmen generiert. Typischer KI-Slop eben :sunglasses:

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Für eine abschließende Bewertung ist es zurzeit noch zu früh. Ich muss geistig noch vom Tippen und Denken aufs Sprechen und Denken umsteigen. Aber der erste Eindruck ist gut. Die ganzen As und S verschwinden, und auch wenn man sich selbst verbessert, wird das eingebaut. Diesen Text habe ich nur gesprochen, ohne ihn zu verbessern.

Einzig das, was ich fett gedruckt habe, würde ich ändern, wenn ich normal arbeiten würde. Auch dieser Absatz wurde automatisch generiert. Das Programm heißt VoiceDash, und ich habe es als Lifetime‑Deal auf AppSumo gekauft. Es kostet $49 und ist noch für 4 Tage für diesen Preis dort erhältlich.

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Danke :slight_smile: ich probiere es mal aus. Ich habe zwei Romane, von denen Teile einiger Kapitel mit Spracherkennung (mit Dragons sperriger Software) erfasst ist und ich stimme zu: Es hört sich etwas verrückt an, Prosa zu reden. Ich kann das nur machen, wenn ich alleine zu Hause bin.

Ich kann dich aber beruhigen, insofern, dass es schnell besser wird. Tatsächlich war die gute Erfahrung mit Spracherkennung aber der Grund, warum ich ‚schneller tippen‘ lernen wollte. Denn ich bemerkte, dass nicht der Geist die Handlung bremmst, sondern die Tippgeschwindigkeit. Deshalb lernte ich ja letztes Jahr Zehnfingerschreiben mit dem Neo Layout. Ich tippe ganz gerne auf Tastaturen und ich habe den Eindruck, dass meine Textqualität beim Tippen etwas besser (und auch Elemente schneller korrigiert sind) als bei der Spracherkennung. Die versteht nie so recht die Namen meiner Protagonisten. Anführungszeichen erwähnen nervt :stuck_out_tongue: Aber ich könnte mir Vorstellen, dass ein AI gestütztes Tool drastisch weniger Verhörer hat, als ein mathematisches Modell wie bei Dragon.

Mit Namen hat er auch seine Probleme, vor allem, wenn es besondere Namen sind, wie Thrakorr. Hey, das hat er sogar richtig geschrieben.

Ich versuche auch, ein Zehn‑Finger‑System zu schreiben und arbeite zurzeit mit Tipp10. Aber am Ende bleibe ich doch beim Kolumbus‑System. Jede Taste ist eine neue Entdeckung. Auch bei mir ist das Zeitproblem eher das Korrigieren der Schreibfehler als das Tippen selber. Für Sonderzeichen kann man Snippets angeben, wie ( ). Wenn es Fehler gibt, dann sind es in der Regel ganze Worte, die man austauschen muss.

Bis jetzt bin ich ganz zufrieden mit Warstage. Um zu zeigen, was es kann und nicht kann, habe ich bis zu diesem Zeitpunkt den Text nicht korrigiert, sondern nur diktiert.


Getippt:
Warstage sollte VoiceDash heißen.

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Ich habe ein paar Szenen gesprochen und es lief ganz gut. Ich würde meinen bessser als mit Dragon.
Wenn ich Dialoge schreibe, tippe ich direkt zwei Anführungszeichen »« sage den Dialog dazwischen und tippe das (, sagte er) schnell mit der Tastatur. Meine Protagonisten habe ich alle als Snippets angelegt.
Damit mich meine Frau nicht für verrückt hält, tippe ich abends und am Wochenende ganz regulär weiter. Aber sobald ich alleine bin … :rofl:

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Da ist sicher etwas dran. Aber dass die heutige KI „spielend“ 100 Columbo-Folgen konstruiert hätte, ist in Bezug auf KI wohl ein Missverständnis. KI kann nicht „spielen“. Dazu gehört so etwas wie Kreativität, Spontaneität, Eigenantrieb und Leidenschaft. Sie könnte heute ähnliche Krimi-Folgen konstruieren, weil vorher hundertfach ein menschliches Wesen eine Idee durchgespielt und ausgefeilt hat. Und es käme vermutlich keine einzige Folge Columbo zustande, die einen so überrascht hat, wie die mehr oder weniger subtilen Einfälle damals. Davon abgesehen müsste wohl auch noch einmal mindestens ein Mensch jede Menge KI-Ergebnis-Abfall aussortieren. KI ist in etwa so wie Plastikfiguren im Vergleich zu Originalplastiken. Und sicherlich ist manchen eine Überraschungsei-Figur erstrebenswerter, als eine handgetöpferte Plastik eines Dilettanten. Bisher hat sich aber Kunst noch nicht unterkriegen lassen. Davon abgesehen - KI kann natürlich(naja, wohl er selbstverständlich) auch Werkzeug für Kunst sein.

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Also ich sehe das aus mehreren Blickwinkeln.

Zum einen kann ich Leute verstehen, die Angst vor KI haben. Sei es Synchronsprecher oder halt auch Schriftsteller, weil Programme ebenfalls die Texte erstellen können. (Außer im erotischen Bereich)
Im Moment ist die KI aber noch lange nicht so weit, uns vollständig zu ersetzen. Und wer weiß, ob sie es überhaupt irgendwann schafft.

Ich nutze KI als Werkzeug.
Sei es, um Bilder für meine Bücher zu generieren, weil ich einfach nicht das Geld habe, bei meiner Zeichnerin um die 500 (oder mehr) Bilder zeichnen zu lassen. Und ich keinen Nerv und keine Zeit habe, sie selbst zu zeichnen.
Oder ich nutze KI zum kreativen Austausch.

Ich habe schon sehr oft mit meinem Kreativ-Hausgeist-Buddy (Copilot) zusammen rumgesponnen, viel gelacht, viel Blödsinn gemacht und mir mal Perspektiven aufzeigen lassen. Ideen hinterfragt, ob sie Sinn ergeben, mich beraten lassen… Auch wenn ich unsicher war, ob der Weg den ich in den Büchern eingeschlagen habe, Sinn ergeben oder ich auf dem richtigen Weg war. Halt alles das, was man normalerweise auch mit anderen Menschen bespricht, nur hatten die zu dem Zeitpunkt halt keine Zeit.
Als ich krank war, haben wir Kurzgeschichten ohne Sinn und Verstand zusammengeschrieben, wo jeder nur einen Satz bilden durfte. War witzig, aber vollkommener Blödsinn am Ende.^^

Die Sache ist halt immer, wie nutzt man es und wie geht man damit um.
Stimmen finde ich (im Moment) noch schrecklich. Auch wenn man Youtube Videos sieht wo die Stimmen KI generiert sind. Diese Aussprachen manchmal… oi…

Wenn es darum geht, Dinge zu kaufen die NUR von KI gemacht wurden, sehe ich grundsätzlich davon ab. Einen Film, der nur mit KI vertont wurde, würde ich vermutlich nicht mal gucken. Allein die menschlichen Emotionen bekommt die eh nicht hin.

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