Da stimme ich voll mit dir überein. Ww
Davon bin ich überzeugt. Aber eben auch davon, dass in Zukunft weitaus mehr „schlechte“ Texte gelesen werden, weil das Marketing der Billigstproduzenten (und billiger als eine KI schreibt eben niemand) aggressiver und umfassender sein wird. Der Kaiser ist nackt, Wölfchen. Splitternackt!
Dann schreiben wir eben nur noch für uns selbst oder für eine kleine Gruppe von geneigten LeserInnen. Ändern können wir fremdbestimmte Lesegewohnheiten sicherlich genausowenig wie die Video-Aufnahmesysteme und viele andere marktgesteuerte Beispiele aus der Wirtschaft.
Mir gefällt das auch nicht. Aber damit müssen wir langsam leben lernen. Ww
Du hast recht und erinnerst mich daran, dass ich noch eine Geschichte für einen Wettbewerb zu Ende schreiben wollte.
Ich sage mal DANKE für die Tipps zum Erkennen von KI.
Gebe zu, dass ich mir noch keine Zeit genommen habe, mich damit auseinanderzusetzen, weil es für mich nicht in Frage kommt.
Mir sind aber schon Texte begegnet, über die ich mich gewundert habe … Vielleicht ist so etwas unspezifisches noch ein Merkmal .?.
Wir Autor/innen können froh sein für jede Sekunde, in der man die Texte noch auseinanderhalten kann.
Vor wenigen Jahren dachte ich noch, ach, ich habe ja Zeit mit meinem Bestseller.
Vielleicht sollte ich jetzt mal hinnemachen? ![]()
Wir haben beide noch 3 Jahre bis zur Netflix Serie. Dramatischer Gong der Wanduhr im Hintergrund
Daran werden sich Google u. Co. ganz bestimmt halten.
Die haben ja bisher erst ein paar Millionen literarischer Werke ohne Rücksicht auf Autorenrechte verwurstet. Abgesehen davon, im SP-Teich fischen sie ohnehin so gut wie gar nicht. Solltest du dort auffindbar sein, keine Angst!
Fragt sich nur wo. Im Amazon-Überschwemmungsgebiet? Es geht (leider) nicht nur um Qualität beim Schreiben. Man braucht auch etwas Glück. Jedenfalls, wenn man sich an eine Lit-Agentur wendet, denn ohne dieser gibt es heute so gut wie keinen Verlagsvertrag mehr. SP-Veröffentlichungen zählen dort eher nicht als Empfehlung. ![]()
Interessehalber, weil ich wirklich keine Ahnung habe:
Ist Deine Aussage quantifizierbar oder eher so „das ist meine Meinung“?
Ehrlich gemeinte Frage. ![]()
Gut erklärter Beitrag – habe den Kanal gleich mal abonniert. Danke für den Tipp!
Es gibt inzwischen etliche Hybridautoren, die sowohl den Publikumsgeschmack mittels Verlag bedienen, als sich selbst auch mal das Vergnügen gönnen, abseits vom Mainstream ganz eigene Wege zu beschreiten und ihrem inneren Ruf folgen.
Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen. Es geht um die Handhabung der hier im Forum veröffentlichten Texte. Ja, die könnten Google und Konsorten auch hier auslesen, halte ich aber für recht unwahrscheinlich. Die haben sich vor allem (wenn auch nicht ausschließlich) an Piraterie-Seiten bedient. Da sind meine Bücher bisher nicht zu finden. Und ja, da findet man auch Titel von Selfpublishern, denn einige „Datenbereitsteller“ auf den Seiten grasen gefühlt ganz Kindle Unlimited ab und stellen die eBooks bereit.
Mir geht es darum, dass ich hier entscheiden möchte, ob meine Texte von einem Mensch hier in KI eingespeist werden dürfen oder nicht. Natürlich kann ich das nicht verhindern, setze aber tatsächlich auf gesunden Menschenverstand. Und auf den rechtlichen Disclaimer, dass ich mir rechtliche Schritte vorbehalte, sollte das doch getan werden.
Hier im Forum gibt es auch eine solche Person.
Faszinierend.![]()
Von von der eigentlichen Frage, ob Beiträge gelöscht werden sollen, sind wieder alle in die Diskussion über die Qualität von KI-Texten gekommen. ![]()
Das Thema schein t wirklich zu Triggern.![]()
Ich frage mich nur, wie will man das feststellen?
Ja, weil Urängste hervortreten und getriggert werden. Nämlich eines Tages ausgelöscht zu werden. Der Mensch bleibt Mensch und kann nichts dafür.
Ein intressanter Beitrag. ich könnte ihm zustimmen, wenn nicht so oft das Wort „nie“ vorkommt. Das Leben ist komplizierter als ein Medienwissenschaftler in Basel sich vorstellt.
Es gibt genug Menschen, die sich freudestrahlend hinstellen und „ich habe mal KI zu deinem Text befragt“ von sich geben.
Klar, tut das jemand „heimlich“, kommst du nicht dahinter, das dürfte recht unmöglich sein (noch). Aber das ist zumindest ein kleiner Tropfen Hoffnung, bis die Rechtslage eindeutig geklärt ist.
Nö. Was mich triggert, ist deine Auffassungsgabe. ![]()
Dass KI-Beiträge gelöscht werden sollen, war hier in diesem Thread nie eine Frage, sondern eine Ankündigung der Admins.
Die eigentliche „Frage“ war, woran man KI-Texte als solche erkennt. Das haben zB. Tapio und ich mit hinreichenden Beispielen aus eigener Erfahrung völlig wertfrei beantwortet.
Wo hier jetzt eine „faszinierende“ Diskussion primär über die Qualität von KI-Texten entstanden sein soll, verstehe ich nicht.
Hallo @michel!
Ich äußere grundsätzlich keine persönlichen Meinungen, wenn es um sachliche Realität im Literaturmarkt geht, sondern stütze mich auf eigene Erfahrungen und Aussagen von Autoren, die bereits mehrere Veröffentlichungen bei regulären Verlagen erzielt haben. Und ich kenne einige davon persönlich.
Ohne Prämisse keine Conclusio. Anders ist das bei meinen Textbesprechungen. Die sind, abgesehen von Rechtschreibung und Grammatik, immer subjektiv. - Was sonst?
Ich treibe mich seit über 20 Jahren in namhaften Autorenforen herum und kenne von daher die Verlags-Realität. Große Verlage, wie z.B. Heyne oder Goldmann erhalten jährlich ca. 1.500 bis 2.000 unverlangt eingesandte Manuskripte. Kaum eines davon wird angenommen. Natürlich rutschen da auch einige literarische Perlen durch, da diese Manuskripte, wenn überhaupt, meist nur von Praktikanten angelesen werden. Oft endet die Lesung schon nach dem Pitch oder spätestens nach dem Exposé. Das allermeiste landet im Rundordner, meist erhält man nicht mal Antwort auf sein Anschreiben. Kein Wunder, bei der Schwemme.
Man darf nicht vergessen, dass es sich bei Verlagen um marktwirtschaftlich orientierten Kunstbetrieb handelt. Literaturagenten, die natürlich einen Teil des späteren - ohnehin minimalen - Honorars einstreifen, so sie erfolgreich sind, haben einen besseren Draht zu Lektoren von Publikumsverlagen und wissen auch besser, welches Manuskript zu welchem Verlag passen könnte. Aber auch dort muss man sich bewerben. Und auch diese Agenturen quellen über vor Einsendungen.
Bewirbt man sich mit einer Eigenveröffentlichung, dann muss sie schon zu den Bestsellern gehören, um damit Erfolg zu haben und auch dann ist dieses Manuskript für einen Publikums-Verlag verbrannt. Einmal veröffentlicht, ist veröffentlicht. Das gilt auch (in den allermeisten Fällen) für Kurzgeschichten im öffentlichen Netz und diversen Schreibwettbewerben.
Und ja, der Ritterschlag eines Schriftstellers ist und bleibt die Annahme eines seiner Manuskripte bei einem Print- Verlag. Diese Verlage sollten sich eigentlich darüber freuen, dass es mittlerweile die Möglichkeit zu SP gibt, obgleich der Druck von unverlangten Manuskripteinsendungen deshalb kaum nachlässt. Es schreiben einfach viel zu viele Menschen, die von ihren Werken überzeugt sind.
Lesen und Schreiben lernt halt jeder in der Schule und viele denken, wenn sie den x-ten Fantasieband gelesen haben, das kann ich auch, kaufen sich eine Schreibsoftware und los gehts.
Der Klassiker bei Schreibanfängern sind Autobiografien, dicht gefolgt von Fantasy-Epen, die großteils Fan-Fiction sind. Was Neues kommt kaum. Und damit müllen sie die Verlage zu.
Wenn man heute zu einem Verlagsvertrag kommen will, empfehle ich, sich mit dem vollständigen Manuskript an eine Literaturagentur zu wenden. Nicht mit halbfertigen Manuskripten oder bloßen Ideen. Besonders als namenloser Rookie. Und vorher genau ansehen, welche Genre sie vorwiegend bedienen. Dann hat man - im Falle der Annahme - wenigstens eine kleine Chance, bei einem Verlag anzukommen. Ansonsten bleibt nur das kriterienlose Amazonas-Überschwemmungsgebiet und seine Stiefzwillinge.
99 Prozent aller SP-Veröffentlichungen versickern nach wenigen Tagen, machen vielleicht - mittels Gratiswerbung und oder Verwandtschafts- bzw. Freundschaftskäufen - gelegentlich noch ein paar Mal Blubb, um dann gänzlich im literarischen Nichts zu versinken.
Just my ten cent.
LG