Interessante Entwicklung. Erinnert mich an eine persönliche Erfahrung im Bereich Spielentwicklung. Ich hatte damals bei einem mit R beginnenden, sehr bekannten Spieleverlag, ein Konzept inklusive Dummy Funktionsmuster eingereicht. Das hatte es bis in die Marketingkonferenz geschafft, wurde dann aber verworfen. Ein Jahr später erschien eine leicht abgewandelte Form des Brettspiels unter gleichem Titel wie meines bei besagtem Verlag. Allerdings von hauseigenen Entwicklern/Autoren gestaltet. Auf meine irritierte Rückfrage hin stellte es sich heraus, dass ich es versäumt hatte, meine Idee zuvor in die Öffentlichkeit zu tragen, bspw. bei einem der jährlichen Spiele-Events zu präsentieren. Dann hätte ich juristisch gesehen einen gewissen Schutz erlangt.
Die Erfahrung hat mich dann aber für alle Zeiten aus dem (damals) Hobby Spieleentwicklung rausgetrieben.
Und wer weiß, wie oft das schon passiert ist. Asuka schreibt, sie kann belegen, dass es ihre Ideen sind. Wobei es auch schon Autorinnen gab, ehemals Freundinnen, die sich die Ideen klauten. Dann kann man die Schreibprozess belegen.
Immer wieder taucht Katja Piel mit ihren Plagiaten auf (sie kopiert die anderen Texte nur als Platzhalter in ihre – klar, so machen wir das alle, oder?) Oder Martina Gercke. Kommt immer wieder vor und die Leser interessiert es nicht.
Asuka war schon vorher eine Nummer im Selfpublishing, ich möchte mal glauben, dass sie das nicht gemacht hat. Wäre schon doof, aber vielleicht ist der Druck im Verlag auch zu groß. Wäre sie mal im SP geblieben.
juristisch hattest du den Schutz auch vorher. Urheberrecht gilt ab Vollbringen der schöpferischen Leistung. Letzteres bezieht sich allerdings nicht auf die reine Idee, sondern auf Regeltext, Artwork, Setting… so verrück das klingt, ist also ein „Nachbau“ zulässig, solange Texte und Design „erneuert“ werden. praktisch besteht dein Schutz natürlich nur in Nachweisen. Oder in der Hoffnung, dass nicht alle Mitglieder der Marketingkonferenz für ihren Arbeitgeber vor Gericht eine uneidliche Falschaussage machen (3 Monate Knast aufwärts).
Wenn Du’s dir leisten kannst zu klagen und Öffentlichkeit herstellst, in jedem Fall kein Gutes Geschäft für den Verlag… (für dich ggf. aber auch nicht).
Das ist fast dreißig Jahre her und hat mich lediglich darin bestärkt, das Spieleerfinden einzustellen. Was im Nachhinein betrachtet eine gute Entscheidung wasr.
Ja so etwas kenne ich, mit einem speziellen Gastronomiekonzept.
Ich hatte die Idee, eine Brauerei die daran geglaubt hat und Eigenkapital.
Das Problem war die richtige Immobilie in der richtigen Lage. Nach vielem hin und her ging mir die Luft aus
2 Jahre später hatte diese Brauerei das Konzept ohne mich in einer anderen Ecke der Republik gestartet.
Ich bin darüber aber nicht sauer, sondern ein klein wenig Stolz. In der Richtung »Es hätte tatsächlich funktioniert.
Das ist für mich kein abkupfern oder gar Diebstahl.
Anderes als oben angeführt.
Das geht gar nicht.
Ich schreibe hier als Autor und Co-Founder von narratiq. Sollte mein Post jemand zu „werblich“ sein, dann kann ich es verstehen, aber unser Tool kann in solchen Situationen helfen.
Die eigentliche Frage in solchen Fällen ist nicht: „Hat jemand abgeschrieben?“ Die eigentliche Frage ist: „War meine Idee nachweislich zuerst da – und kann ich das belegen?“
Genau hier setzt narratiQ an, und zwar mit etwas, das die meisten Analysetools nicht leisten: einem echten Marktvergleich. Wir durchsuchen beim Analyseprozess Datenbanken quer durch Selfpublishing und Verlagsproduktionen – alles, was irgendwo online besprochen oder verkauft wurde (Keine KI-Analyse, wir suchen Datenbanken kostenpflichtig ab). Das Ergebnis ist keine juristische Beweisurkunde, aber es ist ein datierter, dokumentierter Nachweis: Zum Zeitpunkt der Analyse gab es kein bekanntes Werk mit vergleichbarer Struktur, vergleichbaren Charakterkonstellationen oder vergleichbarem Plot.
Das ist ein anderer Ansatz als ein klassischer Plagiatsdetektor, der nur auf Textübereinstimmungen schaut. Wir schauen auf Storyverwandtschaft. Und das ist im Zweifelsfall das, was zählt.
Ich bin gespannt, ob das hier jemanden interessiert – und natürlich auch auf Kritik. Falls jemand das ausprobieren möchte: narratiq.de und uns eine Mail schreiben.
Die Idee klingt interessant, mir ist nur nicht klar, wie es bei der hier geschilderten Problematik helfen soll.
Ich werde mit meinem noch unveröffentlichten Manuskript bei einem Verlag vorstellig und biete es an. Ich werde abgelehnt, trotzdem werden einzelne Passagen daraus geklaut und finden sich irgendwann im Werk eines bekannten Autors wieder.
Was kann ich tun (außer vielleicht die Methode, das Manuskript vorher eingeschrieben an mich selbst zu schicken, dass ein Zeitstempel draufkommt und ich nachweisen kann, wann es entstanden ist)?
Was wollt ihr in so einem Fall tun? Das Durchforsten diverser Datenbanken bringt da ja nichts.
Also für diesen Fall, der kniffelig ist, habe ich auch nur die Idee, dass die Analyse gemacht wurde. Damit ist belegt, dass das Buch/Manuskript zum Zeitpunkt X von einer unabhängigen Instanz geprüft wurde. Dann sendest du es an einen Verlag. In unserem Gutachten werden noch einige Punkte mehr analysiert und damit in der Hand hätte man, ohne juristischen Beleg, den Beweis diese Idee gehabt zu haben.
Offenbar kann man euer Tool also auch als vorherige Absicherung eines Manuskripts verwenden, für den Fall, dass sich später jemand dran bedient und sich Ideen, Figuren oder sogar ganze Textpassagen dann in einem anderen Werk wiederfinden.
Wenn das ausreichend belastbar ist, wäre es in der Tat eine nützliche Sache.
Das kann narratiq. Es ist eine Lektoratsunterstützung. Kein Ersatz. Autoren können es auch nutzen. Wobei es demnächst eine gesonderte Version geben wird, da die Anforderungen doch unterschiedlich sind.
Hm, da frage ich mich, wie ist das denn möglich? Allein im deutschsprachigen Raum erscheinen, denke ich, jedes Jahr über 100.000 neue Bücher, oder? Zusätzlich zu den Millionen, die es schon gibt. Und ihr analysiert von jedem einzelnen Buch den Plot und die Charakterkonstellationen - ohne KI?
narratiq ist ein KI gestütztes Tool. KIs neigen dazu sich etwas auszudenken, wenn Sie etwas nicht wissen. Gerade bei Büchern kann das passieren, deshalb ist es auch immer wichtig zwischen einem Chat und einer Recherche zu unterscheiden, aber dies nur am Rande. Es geht um veröffentlichte und verfügbare Bücher. Wenn das Tool ein Buch analysiert hat, dann können wir eine Recherche anstoßen und diverse Datenbanken (die kostenpflichtig sind) werden nun abgesucht und schauen, ob es ähnliche Handlungen gibt. Dabei hilft auch die KI, aber die KI führt nicht die Suche und den Abgleich aus. Dann wäre man schnell wieder im Bereich von Halluzinationen. Du bist gerne eingeladen dir das Tool anzusehen. Wir planen bei Gelegenheit ein Webinar zu unserem Tool. Hier findest du auch Screenshots des Abgleichs (mein persönlicher Blog).
Also, ich finde den Gedanken, dass KI die Plots von Hunderttausenden veröffentlichten Büchern analysiert, nicht schöner als den Gedanken, dass Verlagslektoren die Plots von Tausenden unveröffentlichten Manuskripten analysieren.
Ist ja nicht so, als würde KI keine Ideen „klauen“, mit denen sie trainiert wurde.
Also, die Debatte ist doch klar. narratiq analysiert und generiert nicht. Thema generative KI damit ausgeschlossen und trainiert wird auch nicht. DSGVO etc…alles klar. Lektoren nutzen es schon. Verlage auch. Jeder Autor kann es nutzen. Du kannst es gerne einschränken, Vielleicht gehen wir einfach in einen anderen Thread. Würde ja Sinn machen, oder?
Auch das Literaturcafe.de beschäftigt sich mit diesem aktuellen Vorfall, sieht ihn aber trotz aller Vorwürfe differenzierter, als das aufgescheuchte Feuilleton. Kuckst du hier
Ich bin nach Sichtung der Webseite skeptischer als vorher. Analyse von englischen Büchern? Sind die nicht anders als deutsche? Kann man einfach die Sprache ändern und das wars? Soll alles immer gleicher und gleicher werden? Mich anmelden und eine Anfrage stellen konnte ich auch nicht. Mit zwei Browsern versucht. Chrome und Firefox auf Mac OS Tahoe 26.3