Genau das…
Von Instagram. Keine Ahnung was da genau dran ist, kenne weder das eine, noch das andere Buch, aber wenn das wirklich so der Fall ist, geht das weit über genretypische Tropes hinaus.
Haha, nein, bei „Romantasy-Leserinnen“ sind keine Männer enthalten
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Leider kann ich die Seite von Asuka Lionera auf instagram nicht öffnen, habe keinen Account. Scheinbar hat sie sich selbst zu den Vorwürfen geäussert. Wäre interessant, ihre Sicht der Dinge zu erfahren. Aber mal abgenommen, die Lektorin hätte die Eckdaten und die Rahmenhandlung genau vorgegeben, könnte man der ausführenden Autorin dann einen Vorwurf machen?
Nein…die Autorin hat dann ja nichts davon gewusst
Aber ihr Ruf leidet darunter auch. Fiese Sache.
Ich fürchte, sowas ist weniger zwischen Lektor und Autor, als zwischen Verlag und Lektor: „Schau doch mal, ob du etwas findest in Richtung … blablabla … das wollen die Leser gerade. Und sieh dann zu, dass das in eines unserer Bücher mit einem bekannten Autor reinkommt! Nein, keinen Stoff von unbekannten Autoren dafür annehmen, das geht auch so.“
Ich will niemandem was unterstellen aber der Lektor verdient an der Aktion am wenigsten. Und Geld macht kriminell.
Auch wieder wahr…es sei denn, sie bekommen einen Bonus für gut verkaufte Bücher…man weiß es nicht
Man kann natürlich auch aus einem bereits erschienenen Buch kopieren. Vorzugsweise aus einem SP-Werk mit wenig Lesern… Als Autor musst du das erstmal merken. Wenn du nicht zufällig gerade das entsprechende Plagiat liest, hast du kaum eine Chance, dass dir jemand sagt, was los ist.
Wenn sich das so darstellt, wie in deinem Post, dann ist das schon eine böse Sache. Mit zufälliger Überschneidung hat das, denke ich, nichts mehr zu tun.
Ich habe vor ein paar Tagen über genau dieses Szenario mit einem Bekannten gesprochen. Er hat das belächelt und meinte, dass so etwas nicht passieren kann. Gestern habe ich dann den Artikel im Spiegel gesehen.
Dann ergibt es Sinn. Ich denke, dass nur Textstellen geschützt sind. Ideen sind nicht schützbar, d.h. wer Ideen weitergibt, riskiert immer etwas.
Da gab es doch auch mal einen ähnlichen Fall, ich glaube es war der Film „The Day After Tomorrow“. Da hat ein deutscher Wissenschaftler eine Plottidee an Roland Emmerich geschickt und zufällig hat er einen Film mit genau diesem Konzept herausgebracht. Habe das jetzt nicht mehr recherchiert, aber meine es war so. Der „Autor“ ging natürlich leer aus.
Nachfolgend die Stellungnahme der Thienemann-Verlage zu dem Spiegel-Artikel auf Linkedin:
(23) Posten | Feed | LinkedIn
Schon einmal nachgedacht, was mit den Einreichungen bei Pitchmybook passieren kann …?
Nur so ein Gedanke.
Unsere Stellungnahme zu den aktuellen Plagiatsvorwürfen in Zusammenhang mit Loomlight-Titeln
Zu den Plagiatsvorwürfen, über die DER SPIEGEL heute publiziert hat, liegen weder dem Verlag noch der betroffenen Autorin konkrete Strafanzeigen vor. Die im Artikel angemerkten Unterlassungsaufforderungen aus dem Jahr 2024 haben wir anwaltlich beantwortet und auch damals die Vorwürfe begründet zurückgewiesen.
Wir betonen ausdrücklich, dass der Thienemann-Esslinger Verlag und Asuka Lionera keine fremden Werke verwendet haben und es keine Weitergabe von Inhalten aus Exposés oder Manuskripten an andere Autorinnen oder Autoren durch Verlagsmitarbeitende gegeben hat. Einzelne Vorwürfe, die uns im Rahmen der Anfrage des SPIEGEL mitgeteilt wurden, lassen sich aus unserer Sicht objektiv widerlegen. Die vermeintlichen Übereinstimmungen betreffen oft genrespezifische Topoi und Motive, die für sich genommen nach dem Urheberrecht nicht geschützt sind.
Der Verlag hat die Anschuldigungen daher dem SPIEGEL gegenüber zurückgewiesen.
Was sollen sie sonst sagen…Es wird ja ermittelt. Warten wir es ab…
Das ist … Brrrrr
Und ganz nebenbei. So etwas wird ja nur durch Zufall entdeckt. Ich würde kein Buch kaufen, was auch mein Schreib-Genre hat. Mein erster Beweggrund wäre genau das anderrum, was würde ich abkupfern. Natürlich wäre ich cleverer🤔
Aber diese frappirenden Ähnlichkeiten sind ja wenn nicht rotzenfrech, dann schon superdämlich.
Da muss man schon ziemlich sicher sein, nicht erwischt zu werden. Zum Thema ein kleiner Autor wird schon nicht rechtlich gegen …
Das macht zum Glück der Staat. Und für die unbekannte Autorin hoffentlich mit Entschädigung und Zugewinn ihrer Bekanntheit.
Wer solch einen Müll absondert und auf der Achtsamkeitswelle mitschwimmt, dem traue ich wesentlich schlimmere Sachen zu, als ein bisschen abzukupfern. Ich hasse die Autorin jetzt schon. Das Buch als heilsamen Ort darzustellen, das funktioniert bei den Leserinnen, die an den Kitsch, den sie schreibt, auch noch selbst glauben. Das hat man davon, wenn man selbst zu wenig Gehirnschmalz einsetzt, nach Vorgabe schreibt und sich dann wundert, dass jemand was dagegen hat. Der, dessen Gehirnschmalz geklaut wurde.
Ich sollte einmal Krimis nach Bestellung schreiben. Das ist letztlich gescheitert, aber das Interessante dabei ist, warum es scheiterte. Ich hatte mich nicht genau genug an deren Vorgaben gehalten. Wie der gegenseitige Love-Interest der Kommissare werden durfte, wann der zweite Mord stattzufinden hatte, etc. pp. Ich habe denen auch so etwas wie einen Plot geschickt, wäre interessant, zu erfahren, ob der in irgendeiner Form als Buch auf dem Markt existiert.


