Ja, aber das sagt ja einer der Forenteilnehmer (der gleichzeitig Stammautor des Verlages ist). Das bedeutet ja nicht, dass man für ihn dann wirklich Sonderregeln einräumt.
Dass es aber so kommen »könnte«, sagt der Herausgeber dann an anderer Stelle selbst im Themenverlauf. Sowas wie: Wenn sich nicht genug geeignete Texte fänden, hätte man drei Möglichkeiten: VÖ verschieben, Buch nicht realisieren. - oder eben: »Nachträglich noch Autoren gewinnen«.
Nunja, keine Ahnung, was dann am Ende wirklich passiert ist. Aber man kann ja später nachsehen, ob der »Ich kann noch einreichen«-Herr mit einem Text auftaucht oder nicht.
Generell finde ich eher die vielen Eingaben des Herausgebers im Themenverlauf problematisch.
Wie dieser später einräumt, waren seine Mitjuroren darüber auch nicht gerade erbaut.
Ich hatte selbst überlegt, an der Ausschreibung teilzunehmen, fand jedoch die Bedingungen schon merkwürdig formuliert. Einerseits wirkte es wie ein Wettbewerb, andererseits wie die Bitte um Bewerbungen für eine Anthologie. Der in Aussicht gestellte „Gewinn“ ist (wie schon zuvor) nur die Veröffentlichung in dieser Anthologie. Auf mich wirkt(e) das wie die Futtersuche eines Verlages, um ein weiteres Buch rauszuhauen. Somit erklärt sich der sogenannte Einsendeschluss (eine Wettbewerbsterminologie) lediglich als Deadline, und wenn das Sammeln nach Trüffeln nicht wunschgemäß verläuft, käme auch eine Verlängerung in Betracht. Ich mag solche verklausulierten Teilnahmebedingungen grundsätzlich nicht, weil so mit Erwartungen oder Hoffnungen der Teilnehmer gespielt wird. Dazu passt dann wohl auch das arrogante Beiwerk des Verlags, das @Schreibfuchs zu Recht anprangert.
Hallo zusammen, ich lese eigentlich nur mit in diesem Forum. Da ich aber an der genannten Ausschreibung ebenfalls teilgenommen und die Nachrichten bei SciFinet mitverfolgt habe, möchte ich doch gerne hier das Misstrauen gegen die Herausgeber der Ausschreibung etwas entkräften. Zum einen ist die Science-Fiction-Szene in Deutschland überschaubar. Und zum anderen sind in diesem Thread zumeist nur Autoren und der ein oder andere Verleger beteiligt. Daher wurde von einem der Herausgeber etwas aus dem Nähkästchen geplaudert, was ich persönlich sehr begrüßt habe. Wo bekommt man denn sonst mal Wasserstandsmeldungen bei einer Ausschreibung? Immerhin 276 Zusendungen waren zu sichten und daraus wurden nun 14 (nach anderer Quelle 16) Geschichten ausgewählt. Meine war auch nicht dabei, aber hallo, bei der Auswahl wahrlich keine Schande, nicht dabei zu sein. Tatsächlich konnten sich auch nur 4 der bekannteren Autoren qualifizieren, alle anderen sind also auch neu dabei.
Dass sich ein Großteil der Autoren auf das Thema SmartHome in seinen kuriosen Auswirkungen gestürzt haben mag, lag natürlich an der Ausschreibung selbst. Daher, da gebe ich gerne recht, gab es keinen Grund, genau dies öffentlich zu bemängeln. Christoph Grimm hat sich aber im Nachgang entschuldigt und sinngemäß erklärt, dass man irgendwann grantig werde, wenn man kurz hintereinander immer wieder dasselbe lesen muss. Ich sehe es ihm nach. Denn tatsächlich ist es nur ein semi-professionelles Projekt, bei dem drei Leute sehr viel ihrer privaten Zeit opfern, um eine Anthologie auf die Beine zu stellen. So dürfte das auch bei vielen anderen Wettbewerben sein. Alles menschlich, wie ich finde.
So, jetzt hab ich doch mal was geschrieben. Gott zum Gruß, alle miteinander!
Vorweg: Ich schreibe aus vielerlei Gründen selbst gerne Kurzgeschichten, nicht zuletzt deshalb, weil manchmal eine kleine Idee sich zu einer großen entwickeln könnte. Aber ich gestehe, sie nicht gerne zu lesen, wobei Ausnahmen die Regel bestätigen. Was ich bisher wahrnahm, war, dass es vielen Lesern so geht und Publikumsverlage deshalb an Kurzgeschichten keinerlei Interesse haben. Wenn ich zum Buch greife, möchte ich auch in eine Geschichte, eine Situation oder in eine Empfindung hineingezogen werden, in der ich mir die Zeit nehmen darf, mich in und mit ihr zu entwickeln. Dazu brauche ich deutlich mehr Seiten als eine Kurzgeschichte aufweist.
Vielleicht befinden wir uns derzeit im Umbruch. Immer wieder erlebe ich, dass Nachrichten nicht zu Ende gelesen, Anzeigentexte und Informationen nur noch überflogen werden. Wir haben so viel Zeit durch Technologien gewonnen, sie aber noch schneller wieder verloren, weil immer mehr Aktivitäten in die freien Plätze hineingestopft werden. Hektisch scrollen wir in den Öffis oder sogar im Laufen durch eine Flut an vermeintlich wichtigen Kurzinformationen, aus Angst, etwas zu verpassen. Stichwort ‚FOMO‘. Unsere Aufmerksamkeitsspanne verringert sich. Die ersten Geschichten für Kinder sind aus ähnlichem Grund entsprechend kurz wie die legendären „Gute-Nacht-Geschichten“. Bricht deshalb für Erwachsene ein Revival der Short Storys an?
Nicht mehr so häufig, aber hin und wieder mache ich noch (meist erfolglos) bei Wettbewerben mit (ja, ich vermisse den Wind von der Seite ) und halte es wie @Suse: Ausgewählte Geschichten wandern irgendwann thematisch gesammelt in ein Büchlein, ähnlich dem meiner „Kurzschlüsse“. Aber erstaunt stelle ich fest, wie viele Wettbewerbsausschreibungen inzwischen mit einer Veröffentlichung in einer eigenen Anthologie werben. Eigentlich könnte doch eine Jury-Bewertung mit einer Website-Veröffentlichung ausreichen, denn auch dort werden die Storys vermutlich nur von denen gelesen, die mitgemacht haben oder Angehörige/Bekannte der Teilnehmer sind. Oder ist eine Veröffentlichung generell schon eine so große Verlockung? Steckt die vage Hoffnung, „entdeckt“ zu werden dahinter? Was glaubt ihr?
Es ist vollkommen menschlich und legitim, sich nach Anerkennung zu sehnen. Jeder braucht das Gefühl, mit dem, was wir tun, bemerkt zu werden. Schreiben und das Gelesen-werden ist ein Dialog, der nur dann funktioniert, wenn ein Leser (besser mehrere) erreicht wird und der Schreiber davon erfährt. Das erfahren wir Selfpublisher nur auf dem Wege eines gewonnenen Wettbewerbs, positiver Rezensionen, freundlicher Reaktionen bei Lesungen oder guter Verkäufe. (Manchmal also nie. )
Ich habe schon 2x mitgemacht. Natürlich nix gewonnen, außer etwas Sichtbarkeit (und vielleicht ein paar Verkäufe), weil die Storyteller-Bücher schon gerne angeschaut werden, da gibt es einen „Sammelaufruf“.
Man muss halt die 3 Monate Select mitmachen und kann solange nirgendwo anders veröffentlichen.
Hab „Neuzahnstein“ da angemeldet. und ja, das läuft jedes Jahr, in der Regel am 1.5.
Ich erwarte mir davon gar nichts, aber warum soll man es auslassen? Kindle Select mache ich ohnehin immer.
Wenn ich über epbuli veröffentliche, ist mein Buch auch über Amazon verfügbar. Aber eben auch. Ich würde nicht explizit und/oder über Amazon veröffentlichen.
Ich kaufe nichts mehr via Amazon und ich rezensiere nichts mehr auf Amazon.
So setze ich das persönlich um. Warum rezensiere oder kaufe ich dort nichts mehr? Weil eine meiner ehrlichen, positiven Rezensionen dort ohne Begründung gelöscht worden ist (siehe entsprechenden Thread).
Ich halte nichts von Willkür und widersetze mich willkürlichen Aktionen wannimmer es mir möglich ist.