Öffentliche Schreibwettbewerbe

Der Seitenwind war auch ein Wettbewerb …

Ich mag Wettbewerbe, denn sie machen mir Spaß. Ich finde es interessant, mir Gedanken zu einem vorgegeben Thema zu machen und freue mich dann umso mehr, wenn ich etwas Sinnvolles und in meinen Augen Gutes zusammenbekommen habe. Wenn es dann auch noch einer Jury gefällt und möglicherweise noch Lesern, freue ich mich noch mehr.

Außerdem kann man so gut Erfahrungen sammeln.

Wettbewerbe, bei denen sowohl eine Jury als auch ein Publikum bewerten, sind doppelt interessant.
Ein gutes Beispiel (allerdings ging es um Fotos) war in diesem Jahr der Crime-Club-Wettbewerb. Vom Publikum habe ich nur 2 Stimmen bekommen. Die Meinung der Jury hat mir einen 8. Platz beschert.
Ich habe mich sehr darüber gefreut.

Fällt mir zu einem Thema nichts ein, versuche ich es so lange, bis mir entweder etwas einfällt oder ich reiche eben nichts ein. Aber allein über die gestellte Aufgabe nachzudenken, ist schon wertvoll und bringt mitunter Ideen für eigene Projekte.

Mir gefällt das sehr. Daher grase ich regelmäßig das Internet nach Wettbewerben ab.

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Bei Verlagsabsagen sehe ich das noch ein wenig anders, weil man ja schließlich nicht aufgefordert worden ist, etwas zu schicken. Bei einem Wettbewerb schon.

Wenn man regelmäßig teilnimmt, lernt man auch mitunter andere Autoren kennen, die mitgemacht haben. Dann kann man prima seine Texte austauschen und darüber reden. Außerdem werden die Siegertexte ja veröffentlicht. Die kann man mit dem eigenen Text vergleichen und versuchen herauszufinden, was am eigenen Text nicht gefallen hat. Ich finde das sehr wertvoll.

Außerdem kann man mit einem Sieg in einem Wettbewerb super Werbung machen. Ist doch toll.
Siege und Platzierungen werden oft über Social Media millionenfach geteilt. Kostenloses Marketing. Was will man mehr?

Es gab immer wieder Leute, die kein Feedback bekommen haben, weil es einfach zu viele Texte waren, um alle zu lesen. Hinzu kommt, dass es jede Menge positive Kritik gab, „nur“ um niemanden zu enttäuschen. Ich habe zum Beispiel mehr als einmal per PN eins auf den Deckel bekommen, weil ich eine Geschichte schlecht bewertet habe, da beispielsweise viel zu viele Fehler drin waren oder sie am Thema vorbeiging.
Dann gab es solche Leute, die nur positives Feedback gegeben haben. Geschichten, die diese Bewerter für schlecht hielten, haben sie nicht negativ sondern stattdessen gar nicht bewertet, um niemanden zu verletzen. Solche Bewertungen haben keinerlei Mehrwert.

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Das Verlagsgeschäft an sich, ist vom Konzept her eine einzige Aufforderung. Dass ihr inzwischen so viele Schreiber nachkommen, ist zum Problem geworden.

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Für die nicht jeder geschaffen ist. Gruppendynamik verselbstständigt sich gerne und macht zudem mit Rosa-Filter manchmal betriebsblind. Wettbewerbe sind unterm Strich ein ehrlicheres Feedback und spornt zu Verbesserungen an.

Das meine ich.

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So gesehen habt ihr recht. Aber was für ein Feedback bekommt man bei einem Schreibwettbewerb, wie z.b. diesem vom BoD? Ich weiß nicht, war der Beitrag unterirdisch, am Thema vorbei oder oder… oder ganz knapp nicht geschafft. Nach dem Motto knapp vorbei ist auch daneben?

Ich persönlich kann nichts für mich mitnehmen. Nichts lernen.

Ich will das auf keinen Fall schlecht reden. Diese Gedanken sind nur meine.

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So gesehen gar keins. Aber wie ich schon sagte, bei vielen Wettbewerben werden die Siegergeschichten veröffentlicht (im Netz). Die kann man dann für sich analysieren und mit dem eigenen Text vergleichen.

Selbstverständlich sollte man nur teilnehmen, wenn man eben Spaß daran hat. Wenn nicht, dann nicht. Ist ja nicht weiter schlimm. Oh je. 3x nicht hintereinander- die arme pap-Stilanalyse …

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Der wesentlichste Gewinn-Faktor wird das Glück sein! Die drei Jury-Mitglieder des BoD Wettbewerbs haben erst vor fünf Wochen die Geschichten vorgelegt bekommen – ich vermute mal, schon eine Auswahl, die aber nach welchen Kriterien und von wem getroffen wurden? Jedenfalls kann ich nicht glauben, dass alle 500 teilnehmenden Geschichten tatsächlich gelesen wurden. Glück? Bekannter Name? Der berühmte erste Satz? Niemand weiß es.

Aber, man kann die Gewinnerstorys lesen und kann sich spiegeln. Wer von uns hat nicht schon mal gedacht Hey, das hätte ich auch gekonnt (oder gar besser machen können)? Wir müssen eben auch lernen, unser eigener, ehrlichster und schärfster Kritiker zu werden.

Der Scheinwettbewerb im Forum ist hauptsächlich von mehr oder weniger Sympathie oder Antipathie geprägt, was auch, da es höflich und gesitteter zugeht als in anderen Foren, lobenswert ist.

Es gibt kein ‚entweder, oder‘. Beides hat seinen Stellenwert, insbesondere im Hinblick darauf, mit Zurückweisungen (Schreibwettbewerbe) und Kritik (hier) umzugehen. Unbestritten gibt es auf jeden Fall nur hier netten Austausch und auch Lob – Zuckerbrot und Peitsche sozusagen. :grin:

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Ich tu mir manchmal schwer, mich da zu entscheiden. Aber Peitsche dann doch nur, wenn ein Safeword festgelegt wurde.

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Ein Nein muss reichen! :sweat_smile:

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Seit Rollei Fluxxkompensatoren verbaut, passiert das häufiger erzählte mir der Zeitreisende, der gelegentlich (immer zu spät) zum Tee kommt.

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Wettbewerbe sind auch nur dem Geschmack einer Jury untergeordnet. Sonst würden nicht so viele schlechte Texte gewinnen

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Nun, das könntest du auch ausdehnen auf Agentur- und Verlagslektoren und letztlich sogar auf die Leser.

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Deswegen finde ich Mischwettbewerbe, bei denen eine Jury bewertet und ein Publikum besonders gut.

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Das die Leute nicht realistisch Bewerten entspricht deiner Wahrnehmung… Ob dem so ist, weißt du nicht
Es mag hin und wieder solche Bewertungen geben… aber du kannst es nicht allen unterstellen. Und es kommt auch immer darauf an, wie Kritik geäußert wird. Kritik ist auch nur eine subjektive Aussage. Bei Texten geht nicht nur um die Grammatik, sondern auch um die Aussage, den Schreibfluss etc. Ich persönlich kritisiere Leute ungern öffentlich…heist aber nicht das jeder das so sieht. Was lernst du aus Schreibwettbewerben, wenn du kein Feedback zu deinem Text bekommst? Ich kann für mich keinen nutzen oder Ansporn darin finden. Bleibt jedem selbst überlassen

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So ist es ja auch…

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Leider bedeutet Publikumsbewertung häufig Bubble-Liken. Wer gut vernetzt ist, bringt das Klatsch-Publikum gleich mit. Von diesem Geschäftsmodell lebt bspw. story.one (und vermutlich auch andere).

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Siehe die gehypten Bücher über Booktook etc

Das stimmt natürlich. Ich unterstelle es auch nicht allen. Doch bin ich auch per PN darauf hingewiesen worden, bitte doch keine Geschichten zu verreißen sondern die Füße still zu halten, wenn mir eine Geschichte nicht gefällt, weil negative Kritik in einem Wettbewerb unfair wäre.
Hinzu kommt, dass im Seitenwind selbst auch Post in der Richtung zu finden waren: Also ich schreibe nur positive oder keine Bewertung.

Ich unterstelle es ohnehin nicht allen, da ich ja selbst auch sowohl negativ als auch positiv bewerte. Nur manche machen das eben laut eigener Aussage genau nicht.
Oder sie sagen, Rechtschreibfehler / Grammatikfehler bewerte ich nicht, weil nur der Inhalt der Geschichte zählt. Aber ich meine, gerade in einem Wettbewerb sollte alles in die Bewertung eines Textes einfließen.

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Ich sagte ja, es zählt alles…

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