Logik im Roman

War hoffentlich eine Automatik, sonst tut das echt weh beim Schalten.

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Ich glaube nicht, dass wir darauf achten müssen. Ich möchte lediglich darauf achten. Als meine Helden verkleinert in einer Kaninchenhöhle flüchteten, fiel mir viele Monate später erst auf, dass sie dort ja gar nichts sehen könnten. Keiner der vier Testleser hatte das angesprochen. Wahrscheinlich war es niemandem aufgefallen. Aber ich wollte das Problem lösen, bevor es jemand anders findet.

Ich habe jetzt noch ein sachliches Problem in meiner Story, das nur auffällt, wenn man lange und intensiv darüber nachdenkt. Das kriege ich ebensowenig gelöst, wie die Frage, warum Frodo nicht einfach mit den Adlern nach Mordor geflogen ist. Es wird also wohl drinbleiben, und wenn es jemand findet, werde ich so diplomatisch antworten wie Tolkien und Theorien anstellen, warum es sich wohl so unlogisch verhalten könnte.

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Und es geht los:

https://www.heise.de/news/Seltsame-Metallkugeln-Wieder-Aufregung-um-Weltraumschrott-in-Australien-11354334.html

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Das sind doch nur ein paar harmlose KUGELN …

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Das sagt man uns.

Die Chemtrails sollen ja auch harmlos sein.

Ich gehe und bastel mit lieber schnell einen Aluhut.

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Orson Scott Card schreibt in seinem Buch “Writing Fantasy & Science Fiction”, dass es unterschiedliche “Strömungen” von Fantasy-Lesern und -Autoren gibt. Manche sind sehr streng und akzeptieren nichts, das physikalisch unmöglich ist. Denen wirst du es wahrscheinlich nie recht machen können.
Und andere lassen Dinge wie Hyperantrieb und Beamen zu, solange alles in sich schlüssig ist und gut unterhält. Außerdem sollte alles so realistisch wie möglich sein. Erst wenn es nicht mehr möglich ist, kann man auch das Unmögliche erfinden. Wir wissen alle, dass nichts schneller sein kann als das Licht. Lichtgeschwindigkeit ist also physikalisch unmöglich. Damit ein Roman funktioniert, muss man sich etwas Unmögliches ausdenken, um dieses Problem zu lösen. Aber wenn Kleinigkeiten funktionieren können, sehen viele nicht ein, warum der Autor dann eine einfachere Lösung wählt.

Und dann gibt es wahrscheinlich die Leser, die immer ein Haar in der Suppe finden …
Gegen die kommst du nicht an.

Ich habe das Gefühl hier liegt eine kleine Verwechslung vor …
Erstens: Ja, die Logik muss in sich schlüssig sein. Zumindest vorstellbar.

Was du meinst, @Koebes ist vielleicht eher die „Wahrheit“. Diesbezüglich schreiben wir ja keine Fachliteratur, sondern Romane mit ganz viel Phantasie … Das ist ja gerade da erlaubt, bzw. die Geschichten leben davon.

So einzelne Leser mit dem ein und anderen „Wahrheitsgehalt“ nicht zufrieden sind … Hm … Da können wir eigentlich nicht viel machen. Gab es Pippi Langstrumpf wirklich? War sie in der Lage ein Pferd hochzuheben? Nö!

Von daher, mach dir keinen Kopf. Hauptsache die Story ist in sich gesehen „logisch“. Gelle? :dizzy:

Ich auch nicht, aber ich habs trotzdem geguckt … Den weltbesten Angeber der Welt … :joy:

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@Yoro hat vor ein paar Tagen einen sehr interessanten Artikel zur Logik in Romanen geschrieben:

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Hm… Zumindest der Warp-Antrieb hat einen wissenschaftlichen Namen: Alcubierre-Antrieb und ist tatsächlich ein diskutiertes Konstrukt. Ehe die Frage aufkommt: Ich sitze selbst an einer SciFi-Romanserie, daher habe ich das recherchiert. Mir ist der Antrieb aber zu langsam, also nutze ich eine andere, noch nicht entwickelte Physik, die den höherimensionalen Raum nutzt, um die Grenzen unserer Physik zu sprengen. Davon abgesehen sind es meines Wissnes nach nicht die Autoren, sondern die Regisseure, die am Ende so viel versaubeuteln. Was ich dabei als wichtiger empfinde: Sollten wir uns daran messen, was besch… ist oder doch lieber daran, wie es sein sollte?

Lastenfahrräder mit Warp-Antrieb. Ich danke dir, das hat mir heute den Tag gerettet :slight_smile:

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Die werden nach der Wahl im September in Berlin dann im Probebetrieb auf der dann erneut auf 300 Meter gesperrten Friedrichstraße getestet. Die Grünen suchen noch Testfahrer. Hast Du Lust?
Oder meinst Du 300 Meter sind zu kurz für einen Test von Warp-Lastenfahrrädern? Lieber 500 Meter? :wink:

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Ich will es mal so sagen: Für meine Romanserie sind mir Warp-Antriebe zu energiehungrig und langsam. Ich setze auf quantenverschränkte Schwerkraftmanipulation zur Erzeugung temporärer Wurmlöcher, die innerhalb einer Warpblase passiert werden können :slight_smile: Daher passt es doch mit dem Fahrrad, die sollten nicht ganz so schnell… :smiley:

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Du schreibst also ein Sachbuch über veraltete Antriebe? :wink:

Spaß beiseite: Das klingt außerordentlich spannend und dürfte von der Realität gar nicht ganz so weit weg sein, Stichwort Quantenverschränkung.
Ansonsten empfehle ich @Koebes neuen “gravimetrischen Nanokohlenstoffschaum” für die Auskleidung Deines Reisegefährtes. Von diesem Wundermaterial habe ich neulich über den Autor erfahren . Weiteres dazu in seinem vorstellbaren Buch bei Big A*: Die Kugel: Das Erwachen eBook : Jakob, Helmut: Amazon.de: Kindle-Shop

@Koebes : Ich hoffe, Du nimmst es mir nicht übel, wenn ich hier schon mal spannende Details aus Deinem Buch verrate. Mich faszinieren solche Sachen, auch Element 126 …

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Nein, lieber Jean. Überhaupt nicht. Wenn es neugierig macht, ist es doch prima.

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So in dem Dreh, aber kein Sachbuch - eher einen historischen Roman :wink:

Aber wenn Elben ein Raumschiff bauen, wird es wohl eher (semi)organische Komponenten bekommen. Außen durch diverse Mechanismen geschützt den sich von Strahlung ernährenden Pilz aus Tschernobyl mit kleineren Anpassungen, damit er sich im Vakuum schützen kann, innen Flechten, Algen, Moose und Gräser für die Erzeugung von Sauerstoff :wink:

Die Quantenverschränkung ist übrigens ein großes Problem dabei, denn dem Informationsparadoxon zufolge kann auch bei Quantenverschränkung keine Information übermittelt werden…

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Danke dir fürs Posten, liebe @Suse! Tatsächlich bin ich durch deinen Satz hier im Thread „die innere Logik muss stimmen“ drauf gekommen, da mal genauer drüber nachzudenken, und dass da noch viel mehr mit dranhängt.

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Da auch ich seinen Sci-Fi-Roman schreibe, war natürlich der interstellare Raumantrieb die erste Frage, die ich lösen musste.

Warp und Wurmlöcher sind natürlich das erste, was einem einfällt. Sie haben auch den Vorteil, dass man dem Leser nicht viel erklären muss.

Außerdem brauchte ich einen Antrieb, der das Raumschiff nicht von jetzt auf gleich zum Ziel bringt und Weltraumstraßen (wie bei Star Wars) benötigt werden.

Allerdings habe ich damit eine höhere Erklärungsbedarf wie die Mischung aus Schleifenquantengravitation und Spintheorie funktioniert. Die Gefahr zu Infodump ist hoch.

Wichtig ist meiner Meinung nach für die Glaubwürdigkeit, dass der Antrieb nicht magisch alle Probleme löst.

Der Antrieb muss, um glaubwürdig zu sein, ein generelles Problem haben und öfters mal kaputt gehen​:collision:.

Schließlich wollen wir doch alle unsere Protagonisten quälen :smiling_face_with_horns:.

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Weißt du – nachdem wir nun bereits einen Sporenantrieb kennengelernt haben, kannst du beim Antrieb meiner Ansicht nach machen, was du willst. Vielleicht bedeutet Logik auch gar nicht, dass alles realistisch ist - das ist es eh nicht. Vielleicht musst du es nur mit dem entsprechenden Selbstbewusstsein vortragen - und deine Figuren müssen es natürlich auch für logisch halten.

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Dann würde ich mich bzgl. Antrieb und “ein generelles Problem haben” bei der Deutschen Bahn umhorchen. Nenn den Antrieb einfach “DB-ICE-Wurks. Der Leser versteht sofort alles. Allzuviel Infodump wäre auch nicht erforderlich.

Für mich ein krudes Beispiel dafür, wie man’s nicht machen sollte - einfach aus den Fingern gesogen und ohne einen Versuch rationaler Erklärung.

Spätestens da war ich bei Discovery raus, als dicker Treckie eigentlich.

Oer anders - ich plädiere durchaus für den Versuch, eine logische Verbindung zur realen Welt herzustellen. Also immer noch “Science” als erstes Wort berücksichtigen, die “Fiction” hintendran.