Das mit der Logik ist tatsächlich so eine Sache. Im Mittelalter waren viele davon überzeugt, dass Frauen ein kleineres Gehirn haben als Männer (das weiß doch jeder - habe ich in irgendeinem Film gesehen und ich distanziere mich ausdrücklich von dieser Einstellung) und deshalb viele Dinge wie z.B. Mathematik, oder Schreiben und Lesen nicht können konnten.
Was hätte Leonardo Da Vinci zu einem iPhone gesagt? Wahrscheinlich hätte er einen Nervenzusammenbruch erlitten.
Logik ist also eine Frage des Standpunkts, der bekannten Naturgesetze und der Physik, wie wir sie zum Zeitpunkt der Betrachtung kennen. Oder wie wir sie uns zum Zeitpunkt der Handlung vorstellen. Deshalb ist für mich alles erlaubt, was gut begründet ist. Und dass ein Magier zaubern kann und ein Muggel nicht, ist für mich eine gute, logische Begründung.
Auch die LKW in Koebes´Kugel waren logisch begründet, allerdings wären mir Jets oder Helikopter lieber gewesen. Ich habe die Geschichte aber nicht geschrieben. Das war Koebes. Deshalb sind auch LKWs ok. Sie passen immer noch in die Zeit und sie haben dem Gesamtkunstwerk nicht geschadet.
pfui, welch ein (gelungenes) Sakrileg! Das passiert also, wenn man HdR logisch angeht.
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Das meine ich ja mit „die innere Logik muss stimmen“. Wenn der 8-Millionen-Dollar-Mann mit einem künstlichen Arm Stahl zerquetschen kann, dann kann nicht in der nächsten Szene derselbe Arm kaputtgehen, weil der 8-Millionen-Dollar-Mann damit gegen eine Schrankwand gelaufen ist.
Es sei den die Schrankwand bestand aus Krypton. (Das habe ich in den siebziger Jahren immer beim Friseur gelesen.)
Wenn dem so ist und das erwähnt wird, ist die innere Logik ja auch wiederhergestellt.
Im Sci-Fi kann man sich ja auch eine Erklärung hinschummeln.
Ich hab mal eine kurze Passage aus “Deine Zukunft ist Vergangenheit” rausgekramt, eine Kurzgeschichte von mir, quasi ein Frühwerk. An der Stelle kam gerade die Zeitmaschiene ins Spiel deretwegen sich der zukünftige Robert und der aktuelle soeben getroffen haben:
„Ja. Das letzte Gespräch vor dem Unglück ging mir nie aus dem Kopf. 2037 hat dann Enzelli seine Gleichung der multivarianten Quantenzeit aufgestellt – übrigens echt ein Arschtritt für die klassische Quantenphysik, du hättest äh… hattest… Deinen Spaß dran. Ich meine, wirst haben… naja, oder auch nicht… nicht mehr. Ach, wie auch immer. Jedenfalls war das für mich der Durchbruch bei meiner Arbeit an der Zeitmaschine, für die mich vorher alle ausgelacht haben.“
„Ich bin genial. Ich wusste es.“ Junior war offensichtlich stolz auf sich.
„Naja, du eigentlich nicht.“ Senior schaute ihn etwas mitleidig an.
„Na, kommt ja noch.“
„Nö.“
„Wie, nö?“
Ich glaube, dass eine Geschichte eine Art eigene Logik hat, eigene Regeln, die der Leser akzeptiert und sich bestenfalls darauf einlässt. Und wenn die Story innerhalb dieser eigenen Regeln kohärent bleibt, empfinden die meisten das als logisch. Und Dan Brown Romane - ja da wird es kniffelig. Durch sein Setting (reale Orte, reale Institutionen) und den “Anstrich von Wissenschaft” scheint er für manche diese Regeln zu brechen. Ich empfinde das nicht so. (Aber ich bin in Naturwissenschaften eine Niete) Für mich persönlich ist alles in Ordnung, wenn Handlung/ Personen die Regeln innerhalb dieser Geschichte einhalten. (Ist ja ein Roman und kein Sachbuch)
Wenn aber jemand mit einer frisch abgehackten Hand fröhlich durch die Gegend läuft und Rätsel löst, dann hat das nichts mit Wissenschaft zu tun sondern mit Schwachsi…, den ich persönlich in einer Geschichte nicht verkraften kann.
Ich denke, das ist der Knackpunkt und wohl auch das, was @Suse die innere Logik nennt.
Wenn ein Magier Krötenwimpern und Schmetterlingsschwimmhäute für einen Zaubertrank benötigt, ist das ok und niemand wundert sich drüber. Doch Gnade Gott, wenn er den Trank plötzlich ohne diese Ingredienzien zustande bringt, da gehen die Leser (zu Recht) auf die Barrikaden.
Oder wenn er Schmetterlingsschwimmhäute die ganze Zeit für den Zaubertrank benötigt und es plötzlich Ringelblumenschwimmhäute sind, ohne dass ein Grund für diese Änderung sichtbar wird. Einfach so. Da behaupte ich, der Autor hat nicht aufgepasst oder es ist ihm völlig egal, was er da zusammendengelt.
Wahrscheinlich kann man in seiner Story so ziemlich alles behaupten, machen und laufen lassen, allerdings muss man sich dann auch genau an die eigenen Vorgaben halten und konsequent bis zum Ende durchziehen.
Sehe ich ähnlich. Wenn man als Autor sowas macht, sollte man dafür eine verdammt gute Erklärung liefern, und zwar eine, die auch nachvollziehbar ist.
P.S: Trotzdem fand ich zumindest die ersten beiden Dan Browns spannend und unterhaltsam.
Hm, @Suse, dieses Werk kenne ich nicht. (Aber so weit ich recherchiert habe, läuft nicht der Verletzte damit rum, sondern der Robert.)
Wie ich es verstehe, bezieht sich Dan Brown auf wissenschaftliche Themen, Symbolik, Geschichte - aber es ist nur Unterhaltung und eben keine Wissenschaft.
Das verlorene Symbol. Am Ende fährt der mit der fehlenden Hand noch selbst zum Krankenhaus, wenn ich es richtig in Erinnerung habe.
Das klingt nicht sehr realistisch. Damit hast du recht.
Eben. Ich habe 2 Dan Browns gelesen und beide Bücher waren durchsetzt mit solchen Dingen, die mich keineswegs unterhalten, sondern auf die Palme bringen.
O Gott, das tut ja echt weh. Das könnte ich auch nicht ertragen.
Aber bitte, spoilere mich: Wird die Hand wieder angenäht oder bekommt er eine 8-Mio-Euro-Stahlklaue? (Ich hab nur den DaVinci-Code und Angels & Demons vor hundert Jahren gelesen … ich werd es wohl auch dabei belassen)
Männer haben vielleicht die größere Festplatte, aber weniger Drähte ![]()
Glaube ich Dir ungeprüft. Kannst du in einem Roman verwenden.
Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass das Buch dort zu Ende war. Sinngemäß meinte Person A zu dem Handfritzen, dass es jetzt aber Zeit wäre, endlich ins Krankenhaus zu fahren. Und schon braust er in seinem Auto los und ENDE.
High Five … ![]()