Kurzbesprechung "Alchemised" von SenLin Yu

Unabhängig davon hat das Buch verdammt viel richtig gemacht: es unterhält von dem ersten Satz an!

Ich bin aber auch jemand, der damit leben kann dass in Büchern Außerirdische kommunizieren, Tote wandeln, Monster herumgeistern und Geister herummonstern.
Und Robinson, der nackt zu seinem Schiff tauchte und mit Taschen voll Zeug zurückkehrt hab ich (und die Literaturkritik) auch verziehen… :innocent:

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Was hast du gegen Darth Vader? :rofl: :joy:

Ja, wenn es gut verpackt ist. Immer. Aber es muss eben gut verpackt sein.

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Genau das fand ich im Marsianer absolut gegeben. War für mich der beste SciFi Roman seit Jahren. Ein wenig Robinson meets McGyver, viel Humor, eine einzige Überlebensquest… stilistisch schnell und kurzweilig. Also ich fand es extrem gut - da kaufe ich auch eine abgerissene Satellitenschüssel, die den Prota verletzt.

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Grausig!

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Die Frage müsste richtig heißen: "Was habe ich FÜR Darth Vader? Na was wohl? Sein Asthma-Spray! :smile: :sweat_smile: :laughing: :joy:

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McGyver ist Kult.

Mit Klebeband und Tüdeldraht repariert er ein Atomkraftwerk. Der Chuck Norris des Panzertapes.

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Schweizer Taschenmesser statt Pistole.
Empathischer Denker, statt Macho.
Physik statt roher Gewalt.
Irgendwie sogar eine coole Botschaft gewesen: Bildung rettet Leben.

OK, das ist vielleicht etwas hoch gegriffen, aber ich fand das als Jugendlicher extrem klasse. Vielleicht bin ich aber gerade auch nur nostalgisch…

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Meine Nostalgie ging so weit, alle Folgen nochmal mit meinem Sohn zu schauen. Zum Dank höre ich jetzt immer wieder: „Mach mal einen auf McGyver.“

Die Jugend von heute :roll_eyes:

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Diesem ganzen verrohten Ungeist kann man nur Sätze wie diesen entgegenstellen: „… und als mich ihr Blick traf und auf mir verweilte, fühlte es sich an, als würde ein lauer Wind vom Meer über meine Haut streifen, denn ihr Blick erfasste mich und ließ mich zugleich los, und so, dachte ich, müsste die Liebe sein.“

Ja, ich glaube fest daran, dass Bienen und Schmetterlinge sich von was anderem ernähren, als Fliegen.

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Freundinnen von mir haben das Buch gelesen, deswegen weiß ich da auch ein wenig zum Hintergrund der Autorin. Sie ist in der Community bekannt geworden als Schreiberin für Fan-Fiction im Harry Potter Universum. Das Buch Alchemised war ursprünglich eine Fan-Fiction von Harry Potter. Irgendwo geistert im Internet noch die ursprüngliche Version herum. Nun ja, als sie größere Bekanntheit erlangte, hat sie ihr Buch umgeschrieben und eine eigene Geschichte daraus gemacht.

Warum man so etwas mag? Alchemised ist definitiv nicht das schlechteste Buch aus dem Genre Dark Fantasy. Ich mag sowas nicht, da brauche ich schon mehr Substanz. Jedoch werden die meisten Bücher (oder Autor:innen) solcher Art zuerst auf TikTok gehyped. Alles danach ist dann ein Selbstläufer.
Am Ende sind es Bücher, die sich schnell weg lesen. Es ist in meinen Augen das Äquivalent von Reality TV. Man „beobachtet“ andere, eher wenig tiefgründige Charaktere dabei, wie sie Dinge tun. Nachdenken muss man dabei nicht wirklich.
Aber das ist heutzutage sehr beliebt. Ich hoffe auch, dass es sich bald ändert. Aber wenigstens wird gelesen.

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Nicht? Gibts echt noch Übleres?

Ja, das ist bekannt. Aber warum wird ein solcher Mist so dermaßen gehyped? Warum stehen so viele Leser auf solche Grausamkeiten?

In diesem Buch werden Menschen gefoltert, gequält, gedemütigt, vergewaltigt … und der Leser kann zuschauen, wie es zum Teil sehr detailliert zur Sache geht. In meinen Augen ist das schon noch ein ziemlicher Unterschied zum Reality TV.

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Na dann lass uns doch auch noch „Mein Kampf“, die Maobibel und den Hexenhammer wieder auflegen …

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Shit sells. That’s it! :wink:

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Ersteres ist gequirlte Sch…, das Zweite und das Dritte kann man bem großen A kaufen.

Das erste ist auch wieder zu haben. Mit begleiteter Kommentierung.

Eure Aufregung teile ich nicht.
Schriftstellerei ist Kunst.
eine Reglementierung ist der falsche Weg.
In der heutigen Zeit, wo jedes Kind den Link zu „Schmuddelseiten" kennt. Bei YouTube, insta und co. Jede Menge tödliche Unfälle und Abscheulichkeiten aller Art ungefiltert auf uns alle niedergeht.
Da ist es nicht verwunderlich auch in Büchern immer heftigere Inhalte zu finden.
Ich glaube, die Leser und Fans davon können sehr wohl differenzieren.
Es ist nur ein Buch!

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Ich denke, es ist ein wenig zu kurz gegriffen solche Bücher einfach als Mist abzutun. Also ich kann damit auch überhaupt gar nichts anfangen, aber am Ende ist es Literatur, ob es uns gefällt oder nicht.
Warum wird sowas gehyped?
Alles was grenzüberschreitend ist bekommt Aufmerksamkeit. So war es schon immer.
Lolita war wegen der sexuellen Inhalte auch grenzüberschreitend und ist heute für viele ein Klassiker.
Zu jeder Zeit gab es Menschen, welche die moderne Literatur verteufelt haben. Diese Generation wird das in der Zukunft mit Sicherheit ebenfalls tun.

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Puh ganz schwieriger Vergleich meiner Meinung nach. Und trotzdem würde ich nicht so weit gehen und diese Bücher verbieten. Verbote machen nur neugierig. Es ist gut, dass es dafür kommentierte Fassungen gibt.

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Ich kenne das Buch nicht, aber mir fällt ein schönes Zitat aus einem netten Film ein, bei dem Hobbyautoren ihre Werke in einem „hochinteressanten Kursus“ (Zitat aus der deutschen Synchro) ihrem Professor vorstellen.

„100 girls I’d like to pork“ (Titel eines literarischen Werkes von Mr Pinsky)
„This is wanking material!“
„Isn’t that literature?“, fragt Mr Pinsky mit harmloser Miene.

Nein. Ist es nicht.