„Wo kann ich denn hier einen Schluc kaufen?“
„Wie bitte? Einen was, hä?“
„Mit Wasser? Na hörn Sie mal! Eimer Wasser. Quatsch! Das muss doch auch anders gehn. Nein?“
„Na schön. Dann einen Schluc. Augenblick, ich seh mal nach.“
„Gemach? Nee, geh ich halt woanders hin.“
„Mörder ahoi“ hieß der Film mit Margret Rutherford und der Kapitän der Battledore freute sich am Ende der Woche immer auf die Reste der Woche, auch „Hoppelpoppel“ genannt.
Während die Taube es sich auf dem Blumenkasten gemütlich machte und ihre Notdurft mitten in die beinahe reifen Erdbeeren verrichtete, kam der Wachhund des Hauses seiner eigentlich Berufung nach und machte es sich als schnarchender Bettvorleger bequem, statt die Taube zu verjagen.
„Wo sind denn die anderen?“ fragte der Hahn seine Viert-Frau, als sie ihn zum Mittagessen gerufen hatte.
„Keine Ahnung. Lass es dir schmecken!“ sagte sie lächelnd und schob ihm einen Teller vor den Schnabel.
„Das riecht aber lecker. Was ist das?“
„Hühnersuppe!“
Die Geschwindigkeit mit der
er jede Stufe einzeln nimmt
Das Geländer fest umfasst
Wie damals den Schläger als er bei Tennisspiel jedem Ball hinterher gesprungen ist
Der laute Seufzer bei jedem Schritt
Als wäre es ein Aufschlag oder die Entscheidung zum Tie Break
Während er langsam zerbricht und zu Boden fällt
Als hätte er das Spiel verloren.
.
.
Wimbledon
Aristoteles ging davon aus, dass die Natur kein Vakuum dulde.
Dieser Tage geht es um weit mehr als ein physikalisches Problem:
Er steht für ein zutiefst menschliches Gefühl. Die Leere macht vielen Menschen Angst – sowohl die äußere, wie auch die innere Leere.
In der Kunst zeigt und zeigte sich der Horror vacui besonders deutlich. Mittelalterliche Handschriften, barocke Kirchen oder manche Werke moderner Außenseiterkunst füllen jede freie Fläche mit Ornamenten, Figuren oder Mustern. Kein Raum darf unbedeckt bleiben.
Dahinter steckt oft der Wunsch nach Ordnung und Kontrolle. Die leere Fläche wirkt bedrohlich, weil sie offen ist, unbestimmt und Interpretationen zulässt.
Doch der Horror vacui prägt nicht nur die Kunst, sondern auch das moderne Leben.
Für viele Menschen ist Stille kaum noch erträglich. Sobald es zu leise wird, greifen sie zum Handy, schalten Musik ein, lassen das TV-Gerät nebenbei laufen, Gedanken müssen übertönt, Pausen vermieden werden. Kann es sein, dass die permanente Reizüberflutung unserer Zeit als Versuch verstanden werden kann, die innere Leere nicht zu erkennen, nicht spüren zu müssen?
Dabei ist Leere nicht zwangsläufig negativ.
In der Musik lebt die Wirkung oft von den Pausen.
In der Architektur schaffen freie Räume Klarheit und Ruhe.
Im persönlichen Leben können Momente der Stille notwendig sein, um nachzudenken, Gefühle zu entdecken oder neue Ideen aufleben zu lassen.
Wer die Stille immer und überall bekämpft, tötet jede Chance auf Reflexion und auch jede Kreativität.
Deshalb verrät der Horror vacui auch soviel über den Menschen.
Er zeigt den Wunsch nach Sicherheit und Sinn im Leben.
Gleichzeitig macht er deutlich, wie schwer es uns fällt, mit Unsicherheiten klar zukommen.
Vielleicht sollten wir Leere und Stille nicht als Bedrohung wahrnehmen, sondern als Gelegenheit, denn erst dort, wo nicht schon alles ausgefüllt ist, kann etwas Neues entstehen.
Sprache kann ein mächtiges Werkzeug sein.
Zum Guten und zum Schlechten.
So kann man mit nur einem Satz, einem an sich postiv besetzten Begriff, einen extrem bitteren Beigeschmack geben.
Sei’s mit Absicht - oder auch nicht.
„Kinder, habt ihr euren Seeraum aufgeräumt?“
„Klar Mama! Dürfen wir jetzt raus zum Spielen?“
„Schwimmt los! Aber wie gesagt: Flossen weg von den Angelhaken!“