Kreatives Schreibspiel

Nach einem einjährigen Schweigen in der häuslichen Eintracht, haute sie einfach ab ohne Grund. Lautlos blieb ihm das Lachen im Halse stecken.
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Konfiserie

Pralinen, feines Gebäck – Diabetes. Gleich nebenan. Gott sei Dank mit Lieferdienst.
Faulheit, Trägheit, Völlerei – Adipositas! Confiserie ein synonym für fetten Tod.

Liebe

Du bist immer an meiner Seite.
In guten und schlechten Momenten mein treuer Begleiter.
Auf dich kann ich mich hundertprozentig verlassen.
Von dir wurde ich noch nie enttäuscht.
Ich vertraue dir blind.
Ein Leben ohne dich? Niemals!!!
Schmeckt das Leben bitter, verleihst du mir die nötige Süße.
Ich bin so dankbar, dass es dich gibt!
Meine große Liebe ist und bleibt
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SCHOKOLADE

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Ja, mit Marabou liiert zu sein erweitert mich sichtbar jeden Tag.
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Bewusstseinserweiterung

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Ich habe ein Bewusstsein, also bin ich. Erweitere ich mein Bewusstsein, bin ich dann nicht nur ich, sondern auch noch du?
Also das Bewusstsein von Dr. Jekyll ist Dr. Jekyll. Dr. Jekyll aber mit Bewusstseinserweiteung ist dann nicht nur Dr. Jekyll sondern zusätzlich auch noch Mr. Hyde?
Beides dann in einer Person?
Mann, dann hätte ich ja vier Arme und vier Beine und könnte somit doppelt so schnell arbeiten.
Würde ich dann aber auch doppelt so viel verdienen?

Arbeitspensum

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Also, dieses Arbeitspensum hier schaffe ich nur mit viel Schokolade. :chocolate_bar::chocolate_bar::chocolate_bar:
Und schöhöhönen Gedichten.
Dichter Gedichte
Dichtest du nicht
Dichten wie ich
Keiner dichtet
So schööön
Wie mich
Äh - ich!

Pumuckl

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Haare rot gefärbt oder nicht,
Strahlend sieht es aus, Pumuckls Gesicht.
Unschuld, listig des Schelms Geist,
ärger, ein Lacher was es verheißt.
Der Drang ist groß und immer da,
denn das ist Pumuckl, ist doch klar.
Zu guter Letzt nenn ich es Kindheit,
dass den Ernst des Lebens aus seinen Fesseln befreit.

Daher ist mein nächsten Wort,
LACHEN
An diesem Ort!

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Daniel Dosendick lief wie jeden Tag über den Flur seiner Schule und wünschte sich unsichtbar zu sein. Die Mitschüler starrten ihn an und tuschelten hinter vorgehaltener Hand. Vor ihm sprangen alle weg, als wäre er mit einer Krankheit infiziert, vor die sich die Leute schützen wollten. Sie zeigten oft mit dem Finger auf ihn. Lag es an seiner Kleidung? Oder an der Art wie er lief? Wann hatte das angefangen? Noch vor zwei Jahren war er kaum aufgefallen. Jetzt redeten alle über ihn. Es war unerträglich. Er wünschte sich sein altes Leben zurück.
Kurz vor dem Treppenflur, neben dem Eingang zur Mensa stellte sich Rudi Knospel in seinen Weg. Daniel stieß mit ihm zusammen. Es war keine Absicht, doch Rudi stieß ihn fies grinsend zu Boden und schon sammelten sich weitere Jungs um ihn herum.
Der Kerl schüttete ihm Orangensaft in die Haare und die anderen kicherten über ihn. Zu allem Überfluss verglich Rudi ihn mit dem Jungsklo. Er hätte sich gern gewehrt, Rudi war nicht der kräftigste, doch sie hatten ihn umstellt und er war sich sicher, die anderen Jungs würden sofort zuschlagen.
Er saß wie ein nackter Affe auf dem Boden. Die gelbe Flüssigkeit tropfte von seiner Nasenspitze.
Aus dutzenden Kehlen erklang ein unerträgliches Lachen.
Sein Blick verfinsterte sich. In ihm wuchs eine unbekannte dunkle Wut. Er stand auf und schon hoben die Jungs die Fäuste. Daniel starrte Rudi finster an.
„Ihr werdet schon sehen was ihr davon habt, mein Vater hat in der Garrage eine Nagelpistole.“
Irgendjemand hinter ihm rief die Schulaufsicht.
Der Ärger der sich im Anschluss auftat galt einzig und allein ihm.
Dem Einzigen, der nicht lachen konnte, weil er den Schaden trug. Dem einzigen, dem nicht zum Lachen war, weil er sein Leben als Teenager nicht verstand.

Nächstes Wort:
Tapetenkleister

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1978, vier Wochen vor der Volksabstimmung über das einzige Kernkraftwerk in Österreich. Ich bin dran mit Plakate kleben und wir nehmen uns die B1 vor. Es ist Nacht, saukalt, es regnet. In meiner halboffenen Lederjacke die zusammengerollten Plakate, am Sozius der Zündapp dieses schmale zitternde Bürschchen aus dem Stiftsgymnasium, mit dem Eimer Tapetenkleister in der Hand. Ich habe ihn beim Zehn-Jahre-Woodstock - Revival kennengelernt. Er hat mit einer Ziehharmonika Lieder von Tom Waits zum Besten gegeben. Die Mädels sind alle abgefahren auf ihn, keine Ahnung warum. Jetzt sitzt er hinter mir und zittert wie ein Hundeschwanz.
„Hoffentlich erwischen sie uns nicht“, jammert er, „hoffentlich erfährt der Probst nichts davon.“
Der Probst ist der Schulleiter des Stiftsgymnasiums. Mein Beifahrer und Helfershelfer, ein Bauernjunge aus Oberösterreich, den wir nur „Haderlumpi“ nennen. Zwanzig Jahre später wird er einer der besten Kabarettisten und Schauspieler dieses Landes sein. Das weiß ich aber in dieser kalten regnerischen Septembernacht 1978 noch nicht. Nur dass er mich gewaltig nervt.
„Halt doch endlich mal die Klappe, du Weichei!“, zische ich ihn an. Hat er nicht gemacht. Damals nicht und später dann auch nie. Danke, Josef!

Next: Jugend

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„Was? Du lebst?!“, höre ich seit Jahren immer wieder.
Die Pflegeeltern - ich streiche: Pflege und Eltern - haben mich rausgeschmissen, obwohl ich das bravste Kind im ganzen Landkreis bin. Na ja, die Jugend habe ich erreicht - immerhin.
Sie erzählen allen, dass ich gestorben sei. In Wirklichkeit brauchen sie mein Zimmer für ein zweites Adoptivkind.
Wenn mir wieder jemand erzählt, dass ich gestorben sei frage ich: „Woran?“, und bekomme unterschiedliche Antworten. Drogen, Abtreibung, lauter schräges Zeug.
Beerdigt sei ich irgendwo, in der Nähe , da wo die Mutter wohnt.
In Wirklichkeit bin ich ein kleiner Komet, der hin und wieder leuchten darf, bevor er zeitweise nicht zu sehen ist. Künstlerin.
Mein Held, Veranstalter, klebt in dem Kaff Plakate. Zieht los mit Tapetenkleister, spät abends, um die Plakate der Konkurrenz zu überkleben. Auf dem Plakat bin ich zu sehen. Jeder wird mich sofort erkennen. Und die hängen jetzt in dem Kaff, in dem ich keine Freizeit hatte, kein einziges Spielzeug, kein Buch. Wofür auch? Hart arbeiten war angesagt. Immer. Jeden Tag. Natürlich auch am Wochenende.
Am nächsten Abend fahren mein Held und ich die Strecke ab. Die meisten Plakate hängen noch. Nur in dem Kaff …, von dem die Rede ist, hängt kein einziges mehr.
Wieso?
Na weil ich tot bin …
Und so etwas kann man ja schlecht rückgängig machen, gell?
Ob das eine schöne Jugend war?
Na ja.

Hoffnung

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Ich habe ja die Hoffnung, dass es hier eines Tages weitergeht. :footprints:

Voranschreiten

Voranschreiten
Voran
Schreiten
An Schrei(t)en
Schrei
Vor
An
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Wortspiel (für @Kick )

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Dann werde ich mal voranschreiten.
Mutig, selbstbewusst und heldenhaft!
Naja, wenn’s nicht so dunkel wäre, vielleicht.
Ganz bestimmt aber, wenn mir wer die Hand hält.
Und ich nen helm hätte.
Was war das für ein Geräusch?
Ach mach das doch lieber selber, ich bin bei dir, von hier aus. :fearful:

Nächstes Wort:
Wohnzimmerheld

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Es begann an einem ganz normalen Donnerstag im Wohnzimmer. Die Sonne schien friedlich durchs Fenster, der Kaffee duftete und dann geschah es.

Bsssssssss. Eine Fliege.

Ich griff instinktiv zur Zeitung rollte sie zusammen und schlich los. Vorsichtig pirschte ich mich am Sofa vorbei, duckte mich hinter dem Couchtisch und hielt Ausschau.

Da! Sie landete auf der Stehlampe. Ein seltener Hochplateau-Sitzplatz. Clever. Ich startete einen gewagten Angriff, stolperte jedoch über den Teppich und landete spektakulär zwischen Sofakissen. Die Fliege erhob sich majestätisch in die Lüfte.

Bsssssssss.

Sie kreiste. Ich wirbelte mit der Zeitung. Sie wich aus wie ein Kampfjet. Ich traf… die Zimmerpflanze. Die nun beleidigt ein Blatt verlor.

Zweite Runde.

Ich öffnete das Fenster, um sie elegant in die Freiheit zu geleiten. Stattdessen kamen zwei weitere Fliegen herein. Verstärkung! Offensichtlich ein Rudel. Die Lage eskalierte. Mit einem Küchentuch als Lasso sprang ich auf den Sessel. Dramatische Musik spielte in meinem Kopf. Ich holte aus und traf endlich!

Stille.

Triumphierend stand ich da. Sieger der Wohnzimmer-Safari. In diesem Moment setzte sich eine neue Fliege auf meine Nase.

Bsssssssss. Die Wildnis schläft nie. Es war wieder soweit. Bsssssssss.

Die Fliege war zurück. Oder ihre noch aggressivere Cousine. Diesmal blickte sie mich an wie eine Herausforderin in einem Western-Duell. Ich stand langsam vom Sofa auf. Das hier war keine gewöhnliche Wohnzimmer-Safari. Das hier war eine Expedition mit Kollateralschäden.

Sie landete auf dem Fernseher. Ich nahm das Sofakissen, mein improvisierter Speer, und warf.

Treffer! Also… fast. Der Fernseher wackelte bedenklich. Ich hechtete nach vorn, um ihn zu retten, riss dabei aber die Stehlampe um. Die Lampe fiel in eleganter Zeitlupe direkt auf die Zimmerpflanze. Blumenerde explodierte wie eine Staubwolke in der Savanne.

Die Fliege? Unbeeindruckt. Sie saß jetzt an der Decke. Natürlich. Ich schnappte mir den Besen. Große Waffe - große Wirkung. Ich sprang aufs Sofa. Das Sofa quietschte gefährlich. Ich schlug nach oben.

WUMM.

Die Deckenlampe schwang wie ein angeschossener Kronleuchter. Ein Glasplättchen fiel herunter und zerschellte auf dem Boden. Die Fliege allerdings zog eine elegante Kurve und landete auf dem Bücherregal. Ich stürmte los. Das Regal schwankte. Ein Buch fiel. Dann noch eins. Dann alle.

Eine literarische Lawine.

In einem letzten heroischen Akt nahm ich die zusammengerollte Zeitung, sprang vom Sofa, rutschte auf einem Erdklumpen aus der Topfpflanze aus und segelte mit überraschender Anmut direkt in den Wäscheständer. Zusammenbruch. Metallisches Scheppern. Eine Socke landete dramatisch auf meinem Gesicht.

Dann Stille.

Ich lag zwischen Erde, Büchern, Glas und Wäsche. Schwer atmend. Zerzaust. Gebrochen. Da setzte sie sich. Mitten auf mein Knie.

Bsssssssss.

Als ich beschloss, künftig mit ihr die Miete zu teilen, ging die Wohnzimmertüre auf und meine Frau erschien: „Na, du Großer Wohnzimmerheld? Wieder auf Wildtier-Safari? Wenn du aufstehst, sieh zu, dass du alles wieder in Ordnung kriegst. Ich gehe inzwischen Einkaufen“

Die Türe knallte zu – und weg war sie.

Nächstes Wort;
Serengeti

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Erst als ich der beste Wohnzimmerheld der Welt geworden war, traute ich mich in die Serengeti.
Bewaffnet mit meiner zusammengerollten Zeitschrift, im Notfall der Schuh, verschwand ich, ups, im Maul eines Nashorns. Aber ich wäre ja kein Held, wenn mir nichts einfiele. Mit der Zeitung um mich zu schlagen schied aus. Aber nutzlos sollte meine bescheidene Ausrüstung nicht bleiben.
So rollte ich die Zeitschrift noch fester zusammen. Dies nahm ich hochkant und schob es dem Untier zwischen die Kauleisten. Doch das genügte nicht. Der Spalt blieb zu klein, um nach draußen zu schlüpfen.
Der Held, also ich natürlich, wer sonst, schlüpfte geschickt aus den Schuhen, ohne auszurutschen. Einen unter die Rolle, den anderen oben reingeschoben, schien gleich mehr Licht in die schleimige Bude. Nur locker hinaus käme ich nicht.
Was tun?
Meine Waffen waren alle im Einsatz. Womit könnte ich jetzt noch .?.

Schließlich zündete es, bumm, unter meinem Sonnenhut. Klar - was denn sonst?
Mit flinken Fingern öffnete ich mein Halstuch, drehte mich schlundwärts und schwenkte das Tuch, wie eine Flagge am Gaumen des Untiers entlang, bis es endlich nieste.
Die Wucht katapultierte mich, mitsamt meinen Waffen, nach denen ich im Flug griff, direkt vors Maul eines hungrigen Löwen.

Die Geschichte ist an der Stelle noch nicht zuende.

Aber wisst ihr, was das unglaubliche an der Sache ist?

Dass mir das niemand abnimmt. Nicht mal meine eigene Frau. Dabei bin ich doch der beste Wohnzimmerheld der Welt.

Karibik

Letzt Woche war ich mal wieder in der Karibik.
Der Job einer Zahnfee hat auch schöne Seiten.
Die Münzen sind leicht, die Kiddys quengeln nicht so europäisch.
Und um das richtig zu genießen mache ich gleich Sammelbestellungen. Vormittag Akkord und Abends an den Strand. Schirmchen im Drink, kann man mal machen.
Als international agierenden Dentalspezialistin habe ich Erfahruntg auf allen Kontinenten und weiß mit absoluter Sicherheit: Kinderzähne sind alle gleich,.
Und im Grund genommen, der Rest des Menschen ebenfalls.

Pina- Colada

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Mein Zahnarzt kennt mich gut. Bin schon seit zwanzig Jahren dort.
Nach der Behandlung, er weiß Bescheid, sage ich voller Inbrunst: „Jetzt ne Pina-Colada!“
Und die stellt er mir dann hin. Yeah!

Lügenbaronin :dizzy:

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Lügenbaronin ist der dem amerikanischen Englisch entlehnte Begriff für Pressesprecherin.

Zuckerersatzstoffe

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Zuckerersatzstoffe haben in selbstgemachtem Eis nichts zu suchen.

next: Bierdosenschneckenfalle

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Bierdosenschneckenfalle ist ein Konzept, welches mir nicht einleuchten möchte.
Wen ich nun, rein theoretisch natürlich, eine Bierdose (fürchterlicher Gedanke) ansetze und ganz langsam ausnuckele. (schon allein die Vorstellung erzeugt Herpesbläschen)
Dann ist die Dose definitiv eher Leer, als das eine Schnecke an mir empor und bis zur Dose gerobbt wäre.
Selbst wenn sie die Hälfte der Strecke schon überwunden hätte, keine Chance
Denn nun setzt der natürliche Biersog ein.
Denn Damen sicher unbekannt. (Es sei denn sie bewohnen den Allgäu)
Der männliche Biersog, eine nicht kontrollierbare Naturgewalt, sorgt dafür, dass sich beim ansaugen des letzten Tropfens das Weißblech- Gefäß bis zur Unkenntlichkeit zusammenzieht.
Selbst der Pfandautomat spuckt sie wieder aus, Pech kommt selten allein.

Im übrigen ist es billiger, die Viecher einfach in Nachbars Salatbeet zu schmeißen.

In diesem Sinne erquickt mich mit einer Story über:

Salami-Taktik

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