Ich weiß nicht ob Konfuzius das wirklich sagte, oder ob Schiller ihm diese Worte in den Mund legte.
Vielen Dank für die Blumen. Aber dass ich das kenne ist nur Zufall, mein Deutschlehrer fand Schiller ganz besonders toll. Übrigens zum Leidwesen seiner Schüler. Den Erlkönig auswendig zu lernen wäre bestimmt schneller gegangen als Teile aus „Die Bürgschaft“.
Hier mein Rätsel:
Zu Beginn eines klassischen englischen Werkes zitiert und übersetzt der Autor welche Zeile aus einem ursprünglich deutschen Gedicht?
Richtig, ich dachte nach Goethe muss Schiller folgen.
Das Werk:
FRIEDRICH SCHILLER
Spruch des Confucius (1796)
Dreifach ist der Schritt der Zeit,
Zögernd kommt die Zukunft hergezogen,
Pfeilschnell ist das Jetzt entflogen,
Ewig still steht die Vergangenheit.
Keine Ungeduld beflügelt
Ihren Schritt, wenn sie verweilt.
Keine Furcht, kein Zweifeln zügelt
Ihren Lauf, wenn sie enteilt.
Keine Reu, kein Zaubersegen
Kann die stehende bewegen.
Möchtest du beglückt und weise
Endigen des Lebens Reise,
Nimm die Zögernde zum Rath,
Nicht zum Werkzeug deiner That.
Wähle nicht die Fliehende zum Freund,
Nicht die Bleibende zum Feind.
Ich auch, @EffEss. Sagenhaft, diese Bildungsbürger. Was mich betrifft, gilt nach wie vor, was Stöttner mal zu mir sagte: „Man kann einen Menschen aus dem Hinterhof rausholen, aber den Hinterhof nicht aus dem Menschen!“
Hast Du etwa auch Hunger?
Das Rezept gilt leider nicht, weil selbst wenn das Gericht so gut wäre, dass das Ergebnis ein Gedicht ist, war es, glaube ich, ein ungarisches.
Ja, toll! Ich halte Poes „tell-tale heart“ tatsächlich für die beste englischsprachige Kurzgeschichte aller Zeiten. Komprimierter Wahnsinn, Perfektion der Perspektive und der Beweis, dass ich-Erzähler 100% unreliable sind.
Und wieder ist Geflügel gesucht, schreckliches noch dazu, aber in Ordnungen lebend und möglicherweise schwerhörig. Prädestiniert, um Elegien darüber zu schreiben, wenn die Bora fällt.