Hochvolumiges Schreiben

Und dennoch gibt es Leute, die wuschig werden, wenn sie kritisiert werden (siehe mein Beispiel mit der bösen PN).

Hm sorry - das kann aber in einem ernsthaften Forum nur bedingt von Relevanz sein. Egal, wie’s gemeint war, letztlich muss man sich überlegen, wohin man sich begibt und was man dann erwarten muss, wie wohl reagiert werden wird.
Und Reaktionen mit konstruktiver, schriftstellerisch orientierter Kritik sind hier schlichtweg niemals fehl am Platze.

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Es macht m.E. einen erheblichen Unterschied, ob ich:
a) Rückmeldungen aller Art haben möchte,
b) Rückmeldungen zum Stil suche,
c) Rückmeldungen zum Spannungsaufbau brauche.
d) …
Das sollte grade in einem ernsthaften Forum voran gestellt werden.

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Ich kenne es aus einem anderem Forum, dass Neulinge unter „Welpenschutz“ stehen. Wie lange oder nach wieviel kritisierten Texten oder sonstigen Regeln, weiß ich nicht mehr, weil ich dort nicht mehr unterwegs bin.
In einem weiteren Forum kann man bei seinem Profil hinterlegen, wie man kritisiert werden möchte:

  • Oh je, besser erst mal nur per pN.
  • Bringt’s mir schonend bei.
  • Kommentiert wie ihr meint.
  • Ehrlich, aber freundlich.
  • Die Wahrheit bitte, unverblümt!
  • Haut richtig drauf. Ich will das so.

Ich finde die Idee gar nicht so schlecht. Wobei der Punkt „Ehrlich, aber freundlich“ überflüssig ist, weil das in meinen Augen ja sowieso immer gilt.

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ich finde das übertrieben. Abgesehen davon, dass sich das alles subjektiv interpretieren lässt: wohin soll die Reise denn noch gehen, wenn jeder nur noch seine Empfindlichkeiten kultiviert? (bzw. kann man das schön an der diesjährigen Nockherberg-Rede ablesen …).

Kritik muss wertschätzend sein, konstruktiv und klar argumentiert - dann ist sie alles, was in den Punkten aufgelistet ist: schonend, ehrlich, wahr, unverblümt …

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Dann wäre aber vielleicht das mir dem hochsensiblen Menschen vielleicht nicht passiert.

Wer sich für einen „hochsensiblen“ Menschen hält, was ja neuerdings im Trend liegt, sollte sich nicht an ein solches Forum wenden, sondern zuerst mal therapeutische Hilfe suchen.

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Naja. Hatte derjenige ja vielleicht auch in Anspruch genommen, keine Ahnung. Aber ich finde, jeder sollte in einem öffentlichen Forum mitmachen dürfen. Ein kleiner Hinweis darauf, dass man deutlich empfindlicher ist als andere, könnte ja nicht schaden.

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Wenn

dadurch entstanden ist, dass man sich erkennbar noch nicht wirklich mit den Grundlagen des Schreibens und/oder dem verwendeten Werkzeug befasst hat, sollte es möglich sein, höflich aber unmissverständlich darauf hinzuweisen. Also in der Art „Schau Dir bitte mal … an.“ Das können Ratgeber sein, der Hinweis auf Schreib- oder Literaturkurse, aber auch der Verweis auf die vielfältige Dokumentation und existierende Hilfen zu Papyrus.

Natürlich. Aber sie/er sollte es auch akzeptieren, wenn nur der Hinweis kommt, dass das Thema schon (öfter) behandelt wurde und man doch bitte einfach mal nach bereits vorhandenen Beiträgen suchen sollte.

[Sarkasmus On]
Eingangs des Forums wird ein deutlicher Hinweis gesetzt, dass es in diesem Forum auch – bei aller gebotenen Höflichkeit – klare Antworten geben kann, die, insbesondere dann, wenn sie über technische Aspekte des Programms hinausgehen, subjektiv ausfallen können und daher emotional belasten können.

Oder in Anlehnung an den bekannten Werbespruch:
„Sind Dir die Antworten hier zu stark, bist Du möglichwerweise zu schwach.“
[Sarkasmus Off]

Über Antworten wie „Dein Text ist Sch…“ müssen wir nicht reden; so etwas ist inakzeptabel. Wenn hier jemand mal aus dem Rahmen fallen sollte, wird sicherlich die Forums-Community oder bspw. Ulli als Moderator korrigierend eingreifen.

Aber bei einer Frage mit einer Triggerwarnung „Gib mir bitte nur eine liebe Antwort, denn alles andere könnte mich zu sehr belasten.“ könnte ich durchaus verstehen, wenn jemand antwortet: „Gehe bitte mit Deinem Problem zu Deinem Therapeuten, denn der hat [hoffentlich] gelernt, Dir so zu antworten, dass es Dich nicht belastet.“

Also bitte keine „Empfindlichkeitshinweise“, in welcher Form auch immer.

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Eigentlich bin ich auch gegen so etwas, aber es hätte mir zumindest in diesem einen Fall Ärger erspart.

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Ich bin ganz banal der Auffassung, dass die Aussage „Es gibt kein freundliches Kommentieren. Nur ein kompetentes.“ komplett falsch ist.
Das eine ist auf einer Beziehungsebene (Freundlichkeit/Härte/Unfreundlichkeit).
Das andere auf einer Inhaltsebene (Textkompetenz, Stil, Fehler).
Die Verknüpfung „kein/nur“ ist nicht zulässig.

Zudem: Kompetenz. Nach wessen Maßstab denn eigentlich? Eigentlich ja nur nach dem des Kritikers (der sich durchaus auch als Autor seiner geposteten Kritik stellen muss). Wenn mir jemand schriebe: „Nach den elements of style ist Dein Text zu ausschweifend“ kann ich damit leben. Jemand hat nach der Regel (elements of style) etwas eingeordnet. Wenn jemand hinhaut: „Laaaaangweilig und keine Spur von Humor“ während zwanzig andere das Gegenteil schreiben… hmmm, eher Trollangriff.
Fachlich hochwertige Kritik (und hier sind wir ja bei der Bundesakademie) erfordert auch den entsprechenden Bildungshintergrund oder konzeptuellen Bezug. Alles andere ist mehr oder wieder nur „Empfindung“.
(Was nicht nur verkehrt sein muss in diesem Rahmen.)

Um bei dem etwas unglücklichen Sportbeispiel zu bleiben: wer als Trainer nicht in der Lage ist neben begründeter Kritik auch Motivation zu vermitteln sollte es lassen. In einem offenen Forum sind wir eher bei „80-Millionen-Bundestrainern“, als bei dem „Sensei“, der den Standard setzt. Und selbst der muss sich hinterfragen, wenn man ihm aktuelle Sportwissenschaft präsentiert…

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Genau das

Ich kenne auch so ein Forum und finde es eigentlich gut. Denn es kann ein Hinweis auf die Befindlichkeit sein. Was nutzt eine ehrliche Konstruktive Kritik wenn der betreffende Autor nicht damit umgehen kann? Während die „Haut richtig drauf“ Kategorie für mich nur brutales Zuschlagen ist, gibt es Menschen die damit umgehen können. Ich bin eher ein „ehrlich aber freundlich“ Kategorie Mensch.

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Och. Nicht unbedingt. Ich sage meinen Testlesern auch immer: „Alle Schläge sind erlaubt“. Das ist eine fiktive live Fernsehsendung aus einem Louis de Funés - Film, trifft aber genau das, was ich von meinen Testlesern erwarte. Nach anfänglicher Scheu ballern sie mittlerweile los. Immer brauchbar, manchmal aber mit einem „Also nee, Susanne. So geht das wirklich nicht.“ Das ist dann für mich ein solcher „Schlag“, der in diesem Zusammenhang erlaubt ist.

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Danke. Wer es nicht schafft, in einem Forum für Autoren konstruktive Kritik freundlich zu formulieren, sollte meiner Meinung nach unbedingt daran arbeiten. Sowas sollte für einen Schriftsteller, der sich selbst für kompetent hält, ein Kinderspiel sein. Schreibe ich meinen Beitrag oben an einen Menschen

ist das nicht konstruktiv, sondern schlicht beleidigend.

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Ich nutze Papyrus schon weit über 30 Jahre. Entsprechend lange gibt es auch schon den Austausch der Anwender, zuerst in Newsgroups und später dann in Foren. Frag mich aber bitte nicht, wie viele Profile ich (insbesondere vor einer Kommentierung) in der Zeit gelesen habe. Und ich bezweifele, dass ich damit in Bälde gezielt und konsequent beginnen werde.

Selbst wenn ein solcher Hinweis hinterlegt ist, verhindert dieser nicht, dass ich je nach Tagesverfassung mal etwas empfindsamer unterwegs bin und nicht so „hart angefasst“ werden möchte. Und manchmal bin ich auch in etwas schlechterer als üblicher Verfassung und dementsprechend fällt mein Kommentar vielleicht etwas rustikaler als üblich aus. Ich glaube nicht, dass sich das per se verhindern lässt, ohne dass ein jeder Beitrag vor einer Veröffentlichung auf Netiquette geprüft und freigegeben werden müsste. So etwas möchte ich nicht, das muss man aushalten (können).

Selbst die Bewohner des kleinen gallischen Dorfes, die vor nichts und niemandem Angst hatten, außer davor, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fallen könnte, sind nicht in ihren Häusern sitzen geblieben. Manchmal muss man das reale Leben mit all seinen Risiken und Gefahren aushalten, wenn man auch die außerhalb der Häuser zu findenden Freuden erleben möchte.

No risk, no fun.

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Ganz ehrlich? Ich weiß nicht, wo das Problem ist, ehrlich, aber konstruktiv motivierend zu kritisieren.
Ich empfehle eine mehrmonatige Weiterbildung in Sachen Personalführung. Wie kritisiere ich meine Mitarbeiter, dass sie hinterher glauben, ich hätte sie gelobt? Feedbackkompetenz…

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Das muss man dort auch gar nicht. Es wird direkt neben dem Avatar immer mit angezeigt. Also so wie hier, wenn jemand neben seinem Bildchen „Stammgast“ stehen hat.

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Auch eine „mehrmonatige Weiterbildung in Sachen Personalführung“ hilft nicht allen Personen mit Führungsverantwortung. Ich habe in vielen Berufsjahren nicht wenige weiterbildungsresistente oder weiterbildungsignorante Personen gerade in Sachen Personalführung erlebt. Leider hat bei der Auswahl des Führungspersonals deren Befähigung zur Menschen- oder Mitarbeiterführung nicht immer die Bedeutung gehabt, die sie hätte haben sollen.

Auf der anderen Seite der Medaille habe ich im Laufe meiner Jahre auch zunehmend mehr Menschen erlebt, die in ein Gespräch gegangen sind mit der Erwartungshaltung „Du darfst mir alles sagen, aber bitte nur das Angenehme und das nicht so heftig!".

Früher war nicht alles besser und viele Ausprägungen der Mitarbeiterführung völlig daneben. Manchmal fühlt es sich aber so an, dass im Ergebnis des notwendigen Gegensteuerns anstelle der notwendigen Empfindsamkeit im Umgang miteinander nur noch Empfindlichkeit übrig geblieben ist.

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Da stimme ich dir zu…