Hochvolumiges Schreiben

Falls jemand Interesse hat. Ich habe diese Veranstaltung eben gerade bei Reddit in den Ankündigungen gesehen.

AMA: Erfolgreich Bücher mit KI schreiben – Coral Hart am 18. März

Im Reddit-Forum WritingWithAI findet am 18. März um 16:30 Uhr (EST) ein spannendes Live-AMA („Ask Me Anything“) mit der Autorin Coral Hart statt.

Coral Hart ist eine Romanautorin, die mit Unterstützung von KI-Tools ein außergewöhnlich hohes Publikationstempo erreicht. Laut Angaben des Forums produziert sie rund 200 Bücher pro Jahr und wurde kürzlich auch in der New York Times vorgestellt.

Im Rahmen des Live-AMA wird sie Fragen aus der Community beantworten und Einblicke in ihre Arbeitsweise geben. Themen des Gesprächs sollen unter anderem sein:

  • Abläufe beim Veröffentlichen von Büchern
  • KI-Tools und Methoden für das Schreiben
  • Wie man einen großen Backlist-Katalog mit Hunderten Titeln aufbaut
  • Die Wirtschaftlichkeit von High-Volume-Publishing
  • Erfahrungen und Lektionen aus der Produktion vieler Bücher

Teilnehmende können Fragen stellen und direkt mit der Autorin über ihre Strategien und Workflows diskutieren.

Für alle, die sich mit KI-gestütztem Schreiben, Self-Publishing oder skalierbaren Publishing-Modellen beschäftigen, dürfte diese AMA-Session interessante Einblicke liefern.

Termin: 18. März, 16:30 Uhr EST

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Ich möchte ergänzend darauf hinweisen, dass die VG-Wort keine Ausschüttungen für KI-generierte Bücher vornimmt.
Wenn ich es im Webinar richtig verstanden habe, auch dann nicht, wenn das Buch „nur“ mit KI lektoriert wurde.
Begründet wurde das mit dem Urheberrecht.

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Interessanter Hinweis. Danke. Aber die Dame ist auch auf dem US Markt unterwegs.

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Ich habe mir das mal, mit der KI, quergelesen, da es mich interessiert hat. Darin gibt es dazu keine Aussage. Welches Webinar meinst du? Danke.

gesetzliche-regelungsansaetze-bei-ki-nutzungen-urheberrechtlich-geschuetzter-werke.pdf (114,1 KB)

Das letzte zu den Änderungen im Rahmen der Ausschüttungen, Abschaffung der Sonderausschüttung, usw.

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Danke für die Info.
Ich arbeite ja selbst viel mit lokaler KI und als Test habe ich ein Programm geschrieben, indem man Szenen plant (Inhalte, Dialoge und Stimmung) sowie mit Kalibrierbutton die Tonalität des Textes beeinflusst (jeder Button fügt den prompt etwas hinzu wie wie „eher actionreich“ „leise Melancholie“ , sowie die Erzählperspektive.

Dann nur noch Szenen konstruieren und dass LLM hangelt sich von Szene zu Szene und baut dir den Text.
Damit käme ich auch auf 100 Bücher im Jahr, die sogar meine Spannung und Wendung enthalten. Da ich den Text praktisch nur einmal Korrigieren und Lesen muss.

Aber es ist megalangweilig und hat auch kaum etwas mit Schreiben zu tun. Es ist, als ob du eine Mindmap einem Lakai gibs und dieses Script dann gegen liest.

Für 200 Bücher im Jahr muss ich der Autorin schon fast vorwerfen, vielleicht nie ihre Texte zu lesen. :crazy_face:

Ich habe die Entwicklung des Tools pausiert, da es für mich keinen Sinn hatte. Ich entwickle jetzt mehr Recherche Tools, dass hilft einem mehr.

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Meiner Meinung nach hat sich da ein Verbandsjurist selbsrbefriedigt, ohne jemand hinzuzuziehen derAhnung von der Materie hat.

Den „Vorschlag 2: Kontrahierungsverpflichtungen der KI-Entwickler, Beweiserleichterungen zu Gunsten der Rechtsinhaber und verbesserte Transparenzpflichten prüfen.“ kann man getroßt streichen. Es ist nicht nur urheberrechtlich schwierig, das nachzuweisen, sondern technisch unmöglich. Es gibt nicht wenige, auch angesehene Personen, die vor KI warnen, weil man nicht weiß wie sie wirklich funktionieren.

Der gute Herr Straats erinnert mich an jemanden den ich im Studium kannte. Einen Jurastudenten. Eine großer Diskussion über das Klonen von Menschen wollte er beenden, da er der Meinung war, es ginge nicht. Denn das Klonen wurde mit dem Erbrecht in Konflikt kommen. Moral, Ehtik und Techninik: Egal.

Es gibt eine einfache und technisch leichte Moglichkeit Autoren fair zu vergüten. Vor dem Training. Und für alle Autoren, auch die, die nicht in Vergütungsgesellschaften organisiert sind.

Um es gleich offen zu sagen, ja ich bin für eine bessere Vergütung. Aber nicht weil ich so einzigartig bin und Angst habe jemend könnte meinen genialen Schreibstil :rofl:kopieren. Das Kopieren übernehmen schon Piraten ohne KI. Aber die KI-Firmen verdienen Geld mit ihrer Dienstleistung, also sollte auch der Rohstoffproduzent Gewinn machen.

Wenn ich das richtig verstehe, hat das nichts mit Schriftstellerei zu tun. Das kommt mir vor, als würden Maler oder Bildhauer sich darauf verlegen, KI-generierten Kunstersatz zu schaffen und über die pure Massenproduktion Einnahmen zu generieren.

Kunst - was man darunter auch alles verstehen mag - hängt für mich zuvorderst mit einer vielschichtigen, zutiefst „menschlichen“ Kommunikation zwischen Schaffendem und Rezipienten zusammen. Das erkennt man auch an dem großen Interesse an Biografien großer Künstler, an den Zusammenhängen zwischen „Leben und Werk“.

Ich bin gespannt, wohin die Reise noch gehen wird.

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200 Bücher pro Jahr? Das hat mit Schriftstellerei nichts mehr zu tun.
KI kann hilfreich sein, aber nichtoder nur eingeschränkt für Texte.
Ich nutze KI manchmal für die Rohentwürfe meiner Cover, der Weg zum endgültigen Cover geht dann über Photoshop. Ich bin zu unbegabt, um einer KI das zu prompten, was ich mir vorstelle - ich muss das sehen.

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Bei rund einem halben Buch pro Tag, inklusive Korrekturen hat das nix mehr mit kreativem Schaffen zu tun. Wäre so, als würde jemand von einem Roboter 200 Bilder im Jahr malen lassen und sich dann als Maler bezeichnen, weil er ihm wenigstens noch die Themen vorgibt.
Einfach lächerlich. Aber es weist meiner Ansicht nach den Weg, der uns, nicht nur in der Kunst, bevor steht. :pensive:

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Wenn du mehr darüber wissen magst: Lese-Tipp von meiersworld.de: „200 Romane in acht Monaten. Eine Autorin. Null Schreibblockaden. Während eines Interviews mit der New York Times lief im Hintergrund ein KI-Programm, das aus ihren Prompts und einem Outline einen kompletten Roman generierte – in 45 Minuten. 45 Minuten für einen Roman. Ich brauche 45 Minuten, um mich zu entscheiden, ob ich mittags Pasta oder Reis koche.“ - Den ganzen Artikel lesen: https://mrwrld.de/?p=3413

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Ich habe spaßhalber die AI- Claude beauftragt, mir ein Kapitel über ein junges Paar zu schreiben, das in die Drogenszene abgeglitten ist. Nichts weiter.
Für mich deshalb interessant, da ich grade an einer solchen Biographie arbeite.
Das Ergebnis hat mich umgehauen. Man könnte Claudes Ergüsse, so wie sie sind, in jeden Durchschnittsroman dieses Genres einstellen. Wo sind wir in zehn Jahren?
Lest selbst:

Glasscherben

Der Regen prasselte gegen die beschlagenen Fenster der Einzimmerwohnung. Marie zog die Decke enger um sich und beobachtete Tom, wie er auf dem zerschlissenen Sofa saß und mit zitternden Händen versuchte, eine Zigarette anzuzünden. Vor sechs Monaten hätten sie über seine Ungeduld gelacht. Jetzt war es nur noch ein weiteres Zeichen dafür, wie weit sie gekommen waren – oder gefallen, je nachdem, wie man es betrachtete.
„Hast du Leon erreicht?„, fragte sie, obwohl sie die Antwort bereits kannte. Tom nickte stumm, den Blick auf sein Handy gerichtet.
Es hatte so harmlos angefangen. Eine Party bei gemeinsamen Freunden, ein bisschen Gras, das Gefühl, endlich die Enge ihrer kleinen Universitätsstadt hinter sich lassen zu können. Tom hatte Architektur studiert, Marie Literatur. Sie hatten Pläne gehabt – ein Praktikum in Berlin für ihn, ein Auslandssemester in Paris für sie. Pläne, die jetzt wie Notizen auf vergilbtem Papier wirkten, unleserlich und bedeutungslos.
„Er kommt in einer Stunde“, murmelte Tom schließlich. „Sagt, er hat was Neues dabei. Sauberer Stoff."
Marie lachte bitter auf. Sauber. Als ob irgendetwas an ihrer Situation noch sauber wäre. Die Wohnung, die sie vor drei Monaten bezogen hatten, nachdem ihre WG-Mitbewohner sie rausgeworfen hatten, war ein Abbild ihres Zustands: Chaos, das sich als Ordnung tarnte. Bücherstapel, die sie nie wieder aufschlagen würde. Toms Zeichenmappen in der Ecke, verstaubt und vergessen.
„Wir könnten aufhören", sagte sie leise, mehr zu sich selbst als zu ihm. Es war ein Satz, den sie beide schon hundertmal gesagt hatten. Ein Mantra ohne Bedeutung.
Tom sah sie an, und für einen Moment erkannte sie den Jungen wieder, in den sie sich vor zwei Jahren verliebt hatte. Der mit leuchtenden Augen von Gaudí und nachhaltiger Architektur geschwärmt hatte. Der ihr nachts Gedichte vorgelesen hatte, während sie Rotwein tranken und über die Zukunft philosophierten.
„Nach diesem Mal", antwortete er, wie immer. „Nur noch dieses eine Mal, dann machen wir einen Entzug. Zusammen."
Sie nickte, obwohl sie beide wussten, dass es eine Lüge war. Die Wahrheit war, dass sie sich aneinander festhielten wie Ertrinkende, nicht aus Liebe, sondern aus der Angst, allein unterzugehen. Die Droge war längst wichtiger geworden als sie füreinander. Sie teilten sich Spritzen wie früher Träume, und jeder Schuss entfernte sie weiter voneinander, während er sie gleichzeitig aneinanderkettete.
Maries Handy vibrierte. Eine Nachricht ihrer Mutter. Sie löschte sie ungelesen. Die Brücken zur Außenwelt hatten sie systematisch niedergebrannt – erst die peinlichen Auftritte bei Familienfeiern, dann die geliehenen und nie zurückgezahlten Geldbeträge, schließlich das Schweigen.
Als es an der Tür klopfte, zuckten beide zusammen. Drei kurz, zwei lang – Leons Code. Tom stand auf, seine Bewegungen fahrig und unkoordiniert. Marie beobachtete, wie er zur Tür schlurfte, und fragte sich, wann aus dem aufrechten Gang eines selbstbewussten jungen Mannes diese gebeugte Haltung geworden war.
Leon trat ein, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Er war älter als sie, Mitte dreißig vielleicht, mit einem Gesicht, das zu viel gesehen hatte. Er nickte Marie zu, eine stumme Anerkennung ihrer Anwesenheit, bevor er Tom ein kleines Päckchen in die Hand drückte.
„Dreihundert", sagte er knapp.
Tom griff in seine Hosentasche, zog zerknitterte Scheine hervor. Es war das Geld vom verkauften Laptop, Maries letzter Besitz von Wert. Sie hatte geweint, als Tom ihn zum Pfandleiher gebracht hatte, aber der Schmerz des Entzugs war stärker gewesen als die Sentimentalität.
Nachdem Leon gegangen war, saßen sie nebeneinander auf dem Sofa. Tom bereitete alles vor, seine Hände plötzlich ruhig und sicher. Es war die einzige Tätigkeit, bei der er noch Präzision zeigte.
„Ich liebe dich", sagte Marie, als er ihr den Gürtel um den Oberarm band.
„Ich dich auch", antwortete Tom mechanisch, konzentriert auf die Nadel.
Aber sie liebten sich nicht mehr, nicht wirklich. Sie liebten nur noch die kurzen Momente der Erlösung, die immer seltener wurden und immer mehr kosteten. Sie liebten die Flucht vor der Realität dessen, was aus ihnen geworden war.
Als die Nadel ihre Haut durchstach, schloss Marie die Augen und dachte an Paris, an Cafés und Bücher und ein Leben, das hätte sein können. Irgendwo, in einem Paralleluniversum, saß eine andere Marie in einer Vorlesung und machte sich Notizen über Baudelaire.
Hier, in dieser Wohnung, die nach Verzweiflung und altem Rauch roch, gab es nur noch den nächsten Schuss und die leise Hoffnung, dass morgen alles anders sein würde.
Es würde nicht anders sein

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Ich habe das mit meiner Software schon ernster genommen :wink: und man muss „Szenen von ca 500 Wörtern planen“ und „Dialoge vorgeben“ sowie Inhalte. D.h du musst schon selber für Spannungskurven sorgen und dir wirklich Gedanken machen, was der Text beinhalten soll.

Ein theoretisches Buch von 70.000 Wörtern hätte 140 Szenen, über die man grübeln müsste. Ein lokales 32B LLM auf einer Geforce 5080 mit 16 GB wie ich sie nutze, braucht 4-5 Minuten pro Szene … also ca 10+ Stunden insgesamt :smiley:

Das heißt den unangenehmen Teil der Arbeit „plotten“ hat man und den angenehmen "Das Hineinversetzen und selber schreiben und „Miterleben“ beim Schreiben hat man nicht.

Ich wollte aus Neugierde wissen, was möglich ist und vermutlich wäre da „mehr Qualität drin als pure KI Nutzer“ → aber → Es macht überhaupt keinen Spaß und es fühlt sich auch irgendwie an, als wäre man Lektor eines fremden Textes. Nichts für mich.

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Die von mir gepostete KI-Szene wurde von Claude in knapp 30 Sekunden erstellt. :face_with_open_eyes_and_hand_over_mouth:

Ich sehe mich ohnehin nicht als echte Schriftstellerin, dazu fehlen mir Hingabe und Fleiß, aber diese technische Entwicklung macht mich nachdenklich. Frage mich zunehmend, ob ich mir nicht ein anderes Hobby suchen sollte. Ich möchte nicht mit Maschinen in Konkurrenz treten oder bloß für die Schublade schreiben. :stuck_out_tongue_winking_eye:

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Ich würde bei dem Hobby bleiben. Die Seele eines Textes kannst nur du verfassen. So erstaunlich eine KI auch arbeitet, so basiert das ganze auf wahrscheinlichkeiten. Früher bei GPT 3.5 kamen sogar halbwegs identische Stories bei gleichem prompt heraus.

Natürlich können wir nicht verhindern, dass leute vielleicht abends sagen »Claudi, erzähle mir eine Gutenacht Geschichte mit Katzen und Eichhörnchen die auf ihnen reiten« … und lachen über das Ergebnis, aber aktuell ist das Ergebnis von Ki texten evtl ein bisschen über Groschenroman.

Die Frage ist, wie sollen sie mehr können? Mehr können sie, wenn der User Vorgaben macht und der prompt diese enthält. Die Endstufe des Vorgebens ist selber schreiben und die KI korrigiert nur noch.
Zumindest mir macht diese Art des Schreibens (Also vorgeben und fremden Text für meinen halten) aber keinen Spaß. Vielleicht wird es Autoren geben, die das anders sehen.

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3x begrenzt zum Thema:
Der Loewe Verlag hat das Siegel „ohne KI erstellt“ eingeführt und seine Autorenverträge angepasst.
Und:
Analysen von Wirtschaftsinstituten haben ergeben, dass die Kunden bei Büchern, anders als in anderen Bereichen, KI generierte Texte eher ablehnen, als befürworten. Der Leser wird sich entscheiden.
Und:
Ich persönlich habe eine intrinsische Motivation zum Schreiben. Daher ist es mir nicht möglich KI als Konkurrenz zu sehen.

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Frage an eine KI (weiss nimmer welche): „Ich bezweifle die Existenz einer sogenannten Schwerkraft. Für wie intelligent hältst du mich auf einer Skala zwischen 1 und 10?“
Antwort der KI: „6“

Okay, solang mir das Ding nicht sagt, dass ich in dem Fall saudeppert bin, lese ich keine einzige Zeile von ihm, egal wie schnell es schreibt!

Moment, heimlich im Forum unterwegs :yum:

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Der Text enthält viele Formulierungen, die stark auf KI-Generierung hindeuten (Klischee-Metaphern wie „Sie hielten sich aneinander fest wie Ertrinkende“ …). Nichts an dem Text lässt aufhorchen oder wirkt ungewöhnlich - der Eindruck, der bleibt ist: glatt und langweilig. Das erinnert mich an die „Deko-Kunstwerke“, die es überall gibt, mit der etwa Küchenwände und Fensterbänke verziert werden.
Sicher gibt es viele Menschen, die mit so etwas zufriedenzustellen sind - eben auch mit solcher KI-generierten Literatur - aber das Bedürfnis nach authentischer, echter Literatur/Kunst könnte künftig durch solche Massenästhetik vielleicht eher noch verstärkt werden.

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Sags ja nicht der Yogalehrerin. Bitte!

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