Hochvolumiges Schreiben

Ich! Ich bin Schnellleser, und nein, ich lese nicht nur leichtgängige Romanzen, sondern alles querbeet. Im Jahr 2025 habe ich über 400 Bücher gelesen, dazu zählen allerdings auch einige Hörbücher und Sachbücher. Berufliche Fachbücher zähle ich nicht mit.

Aber ich habe auch immer Bücher dabei, und wenn es „nur“ ebooks sind. Und jedes Mal, wenn ich irgendwo warten muss, lese ich. Oder höre, wenn ich den Haushalt mache, nähe, stricke, staubsauge, im Auto fahre. Und: Wenn ich Urlaub habe, kommt es vor, dass ich den ganzen Tag nichts anderes mache als lesen. Das können dann auch schonmal zwei Bücher an einem Tag sein oder gar mehr, je nachdem wie umfangreich sie sind.

Running Gag im engsten Kreis: Wenn ich sage, dass ich keine Lust zu lesen habe, wissen alle, dass ich krank werde. Denn mit Fieber bin ich tatsächlich nicht in der Lage zu lesen, weil mein Gehirn dann die Worte nicht verarbeiten kann.

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Respekt, nein…das schaffe ich definitiv nicht. Über 400 Bücher, das sind an jedem einzelnen Tag mindestens ein Buch…würde ich gern schaffen :four_leaf_clover:

Ich hab mal auf der Seite der Dame nachgeschaut und finde nur 20 Romane, dafür aber sehr viel Werbung für ihren Kurs. Das ist das Geschäftsmodell. Schaut man bei Amazon, haben die wenige oder gar keine Bewertungen, und die meisten sind schlecht. Von daher ist sie selbst das schlechteste Beispiel für ihr Geschäftsmodell.

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Mit der gleichen Methode kann ich dann aber auch selbst den Roman schreiben lassen von meinem eigenen Computer. Wozu soll ich da noch jemanden für bezahlen?

Komisch, dass das nie besprochen wird. Es wird immer gefragt: Würdest du einen Roman lesen, den jemand anders mit KI für dich gemacht hat. Nein. Aber ich könnte mir schon vorstellen mit KI einen Roman für mich selbst schreiben zu lassen, ganz nach meinen Wünschen. Wäre mal ein interessantes Experiment.

Ich wurde mir so eine Kritik bei den vorgestellten Romanen wo hier Autoren einzelne Kapitel veröffentlichen die weit weg von Veröffentlichbarkeit sind wünschen.

Wenn du die Frage so gestellt hast, kannst du unmöglich nur eine Antwort 6 bekommen haben?
Jede KI seit 2024 hätte diese Bewertung begründet und je nach Begründung hätte sie dich bewertet. Und das kann durchaus zu einer höheren Bewertung ausfallen wenn man sich die Frage durchdenkt.
Das kann zu einer geringen Zahl führen weil die Ki denkt du bist ein Flacherdler wo die Scheibe unaufhörlich nach oben beschleunigt. Das kann zu einer höheren Zahl führen weil die KI denkt du willst sie herausfordern weil du gegen ein fundamentales Gesetz der Physik bist. Bedenke das heutige Wissenschaftler noch immer nicht erklären kann was Schwerkraft ist, sie können nur erklären wie sie wirkt.

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Das Experiment hat hier schon mal jemand gemacht, glaube ich. Es hatte irgendwie was mit 12 Stunden oder 24 Stunden oder so im Threadheader. Ich suche mal.

Edit: gefunden. Ein Experiment mit KI: Mein Kurzroman in 12 Stunden

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Das sehe ich ebenso. :sunglasses:

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Übrigens hat Prinz Rupi ganz offen einen KI-Roman veröffentlicht, angeblich der erste.
Wer sich da anschauen will: Das liebestolle Krokodil.
Der eine oder andere wird sich vielleicht noch an seinen Verlag erinnern, der eher ein Dienstleister war. Oder an die Person, er ist ja oft auf Messen.

Hier der Link zur Leseprobe: Das liebestolle Krokodil

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Sorry, ich verstehe nicht, wie Du das meinst?

Meine Kritiken sind immer ernst gemeint und ich würde einem menschlichen Autor, der diesen Text so veröffentlichen möchte, durchaus ans Herz legen, sich noch einmal eingehender mit Suchterkrankungen und deren Ursachen zu befassen…
Aber ich glaube nicht, dass ein menschlicher Autor diesen Text so verfassen würde. Mal im Ernst, man muss doch kein Psychotherapeut sein um zu verstehen, dass zwei Menschen mit einem erfüllten Leben, wie es hier beschrieben wird (glücklich verliebt, Studium, Freunde, geordnete Verhältnisse, gebildet) nicht einfach anfangen, sich Heroin zu spritzen, nachdem sie auf einer Party einen Joint geraucht haben… Es kann doch kein vernünftig denkender Mensch wirklich glauben, dass das so abläuft? Das wäre in etwa, wie in einer Story über Alkoholismus zu schreiben, dass Jörg zum Alkoholiker geworden ist, nachdem er Samstag Abend zum Grillen ein Bier getrunken hat.

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Eben. Und die implizierte Aussage dies sei nicht der Fall, spiegelt nicht das wider, was ich so in den letzten Jahren hier las.
Denn genau so wurde mitunter kritisiert.

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Vielleicht ging es im speziellen Fall nicht um die Qualität der Kritiken sondern eher um die Quantität.
Das ist natürlich abhängig vom Fragenden (Autor),
dem Thema und nicht zuletzt von der Zeit.
Das ist auch ein Grund, warum ich meine Texte hier nicht mehr zur Begutachtung teile, die 3 Meinungen, die ich bekommen würde, kann ich vorhersehen. Ich weiß ja, wer antwortet. Leider aber auch wer nicht, was ich natürlich bedauere. Denn gerade darauf würde ich Wert legen.

Ich hab mir das Krokodil mal angeschaut, und reingelesen.
3 sehr wohlwollende Bewertungen in all der Zeit.
Und die sehen nach Insiderjobs aus.

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Ich wollte nur rüberbringen das hier im Forum Ki Texte viel härter kritisiert werden als menschliche Texte. Ich habe keine Erinnerung wie du sonst menschliche Autoren kritisierst. Meine Aussage war also nicht auf dich sondern allgemein auf das Forum gemünzt. Sorry das ich mich schlecht ausgedrückt habe.

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Anders ausgedrückt hätte ich mich ganz sicher, ja. Und das werde ich auch, Deinen Worten zum Trotz, weiterhin so handhaben. Hinter dem Computer sitzt in diesem Fall ein Mensch, den ich eher motivieren als zerreißen möchte.
Wegen mir kann die KI gern ihre schriftstellerischen Versuche einstellen und sich anderen Bereichen widmen, in denen sie mehr Nutzen bringt. Da sehe ich kein Problem. :wink:

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So sehe ich es auch. Weg von kreativen Unternehmungen, hin zu praktischer Unterstützung im Technikbereich.

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Das haben sich auch die schlesischen Weber bezüglich der Dampfmaschine gewünscht.

Mal abgesehen davon, das der Begriff „Künstliche Intelligenz“ ein Marketinggag ist, ein LLM macht keine Versuche, es ist nur ein Computerprogramm.

Wie heißt es so schön:
KI nimmt dir den Arbeitsplatz nicht weg. Das tut jemand der KI nutzt.

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Hier wird mAn überhaupt kein Text hart besprochen. Man will ja niemandem weh tun. :slight_smile:
Und auch KI-Texte sind letztlich menschliche Texte, denn die KI stiehlt sie aus vorhanden Werken und setzt sie bloß neu zusammen.
Zu glauben, diese Entwicklung würde vor irgendetwas innehalten, ist ein Irrtum. Sie wird mAn langsam aber sicher alles verschlingen. Das ist so sicher, wie in jedem Zugabteil mindestens 75 Prozent der Fahrgäste permanent auf ihr Handy starren, als wären sie ferngesteuerte Zombies.
Die Seuche Digitalitis, wie ich sie nenne, hat Ende des vorigen Jhdts den Deckel der Pandorabüchse angehoben, die KI hat ihn endgültig entfernt. Und keine Kraft der Erde wird den Geist wieder in die Flasche zwingen können.

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Das ist eine nachvollziehbare - aber doch auch sehr pessimistische Einschätzung, oder nicht? Die digitale Revolution hat mein privates und berufliches Leben in vielerlei Hinsicht sehr verändert, leichter gemacht, so sind z.B. die neuen Wege der Kommunikation (wie hier im Forum), der Teilnahme an Online-Fortbildungen, aber auch des Einkaufens (ich lebe sehr ländlich) und vieles mehr eine große Erleichterung, Ich arbeite heute zu 100 Prozent im Home Office, genieße es, jederzeit auf einen unvergleichlichen Wissens-Pool zugreifen zu können. die noch in den Kinderschuhen steckende KI erweitert diese Möglichkeiten gerade noch einmal erheblich.

Ich denke - hoffe - erwarte, dass wir die vielen (und zum Teil erheblichen) Probleme, die mit dieser Zeitenwende über unsere Gesellschaft hereingebrochen sind (Du sprichst von „ferngesteuerten Zombies“) noch in den Griff bekommen und einhegen werden.

KI als „Sparringspartner“ im kreativen Prozess halte ich für völlig legitim - genau wie den Austausch mit biologischen Intelligenzen hier bei Papyrus, das Nutzen von digitalen Nachschlagewerken und vieles mehr.

Auch wenn es einiges Tages KI-generierte Bücher geben mag, die Literatur perfekt simulieren, bin ich recht zuversichtlich, dass der „kleine Unterschied“ immer spürbar sein wird - und dass sich solche KI-Literatur (ebenso wie KI-generierte Filme, Musik) in einer Nische zwar etablieren, aber nicht zu einer Verdrängung von kreativen Menschen geschaffener Werke führen wird.

Sehr schön dargestellt wurde das ja schon in den 80er/90er Jahren in „Star Trek - The Next Generation“ anhand der Figur des Commander Data - ein perfekter Androide, der sich nichts sehnlicher wünscht, als menschlich zu werden - er malt, musiziert, schreibt Gedichte, versucht, Humor zu begreifen, Gefühle zu entwickeln - und kommt doch nie zum Ziel. In einer legendären Folge (die übrigens, auch das ist interessant, von einem Fan geschrieben wurde) schafft Data sich ein Kind (das nebenbei selbst über sein Geschlecht und sein Aussehen entscheiden durfte - so „woke“ war man im Star Trek Universum schon vor über 30 Jahren …) - dieses Kind, „Datas Tochter“, entwickelt rätselhafter Weise menschliche Gefühle - wird aber dadurch so überfordert, dass es „stirbt“.

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Mich hat sie 30 Jahre lang ernährt.

Da habe ich nie begriffen. Data hätte lieber wünschen sollen eine bessere KI zu werden. Warum etwas anderes zu werden, als sich zu vervollkommnen.

menschliche Eigenschaften, Gefühle - das war für Data die Vorstellung von Vollkommenheit, gerade das hat ja den Reiz der Figur wesentlich ausgemacht.

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