Ich habe zwar hier schon gelesen, ich müsste mir darüber keine Sorgen machen. Trotzdem.
Mit den Fonts schlage ich mich herum, weil ich in den Kapitelüberschriften griechische Symbole verwende (es gibt einen Mathe-Bezug im Roman). Die sehen je nach Font gut oder weniger gut aus.
Fonts haben Lizenzen und “Embedding”-Einschränkungen, sagt KI.
Schauen wir uns das doch nochmal an:
Printversion: Ich erzeuge ein PDF, lade es bei einem Distributor hoch. Der lässt das dann drucken. Ich verkaufe das kommerziell. Die Lizenz der verwendeten Fonts sollte das erlauben. Korrekt?
EPUB-Version: Also gut. Der E-Book-Reader gibt die Schriften vor, deswegen ist das Einbetten von SIL Fonts unnötig. Verstanden. Moment, wieso gibt es dann das unter Self-Publishern so beliebte Programm “Vellum”, mit dem ich mir einen Fontstil (und anderes) aussuchen kann? Ich habe kurz in das CSS “Papyrus Standard” reingeschaut und da wird die Fontfamily “Verdana” benutzt. Das ist ein MS Font. Und die wollen dafür kein Geld sehen, wenn ich den Font in meinem EPUB verwende?
Also … - ich erwarte hier keine Rechtsberatung, aber ich werd’ ja nicht der erste sein mit diesen Fragen …
Hallo, ich habe mich beruflich mit Fonts beschäftigt, da ich aus dem Outputmanagement bereich komme.
Fonts dürfen gemäß Lizenz für die Darstellung am Bildschirm und oder für den Druck und oder für die Installation auf Servern eingesetzt werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Druckprovider eine Lizenz kauft, um Fonts auf seinen Drucjsystemen zu installieren. Viel eher wird er die vom Kunden angelieferten PDF nutzen. Die PDF enthalten, je nach PDF-Untergruppe die Fonts (eingebettete Fonts bei PDFA-3) oder nicht eingebettet . Sind keine Fonts enthalten, dann nutzt er freie Fonts, die z.b. für den Druck freigegeben sind UND die kostenfrei auf seinen Systemen installiert werden dürfen. Kostenfrei sind z.b. Googlefonts, achte hier auf die Lizenz sil. Ob in pdf fonts eingebettet sind siehst du in PDF Analyseprogrammen über Eigenschaften oder im Reader. Viele Grüße Stefan
Danke.
Ich verstehe aber immer noch nicht, warum sowohl PA als auch Vellum eigene Styles anbietet (im PA-Dialog zur EPUP-Erzeugung werden verschiedene CSS-Styles angeboten und in der Vorschau angezeigt).
Wozu das Ganze, wenn der Reader dann doch sowieso was anderes nimmt?
Oder gibt es irgendwo einen Knopf “eingebetteten CSS-Style priorisiert verwenden” für E-Book-Reader?
Vellum habe ich noch nicht gekauft, ich denke, da ginge es um Feinheiten, die LeserInnen vielleicht nur Unterbewusst wahrnehmen. Aber wenn die Reader das eh nicht übernehmen, wozu soll ich dann Geld dafür investieren?
Die Lizenzfrage habe ich geklärt. Mit Noto Emoji habe ich einen lizenzfreien Font. Wie das dann in Wirklichkeit aussieht, werde ich dann in meinem Urlaub sehen.
Um Dir gleich ein praktisches Beispiel zu liefern: meine Broschüre Bilder drucken - Farbe & Schärfe optimierenTestdateien von Farbe und Schärfe - Thomas Poppner . Die meisten Siemenssterne in der Broschüre sind svg-Grafiken, auch der auf der Titelseite.
E-Pub’s haben die Eigenschaft (meist), dass die Nutzer intern aus verschiedenen Schriften auswählen können und auch Schriftgröße, Zeilenabstand und Ränder individuell einstellbar sind.
Gegen dieses automatische Layout kann man nur wenig machen.