Lies was von Antonio Manzini. Wenn du ihn hasst, wirst du es mit mir ganz genauso tun.
Bald werden wir nur noch bei den „Klassikern“ sicher sein, dass sie das „humane Autoren-Güte-Siegel“ verdienen.
Die Tür zur bösen KI, die begonnen hat, unbekannte Autoren zu bedrohen und anzufallen, ist also doch schon weiter geöffnet, als viele an anderer Stelle dachten.
Dann spiele ich jetzt wieder den Autoren-Bösewicht. Ich denke nämlich, dass ein wie auch immer geartetes KI-Label anfänglich von vielen Autoren respektiert wird.
Sobald die KI sich jedoch soweit verbessert hat, dass auch die Verlage beginnen, ständig mehr KI-Werke zu akzeptieren, um ihre Firmen am Leben zu erhalten, da werden auch viele Autoren ihr Güte-Siegel immer mehr zur Seite legen und hoffen, noch auf diese Weise gedruckt zu werden und einige Münzen dafür in die Tasche stecken zu dürfen. Ww
Ich war so frei und habe die Leseprobe von Gefrierpunkt des Blutes angefangen, aber abgebrochen.
Extrem viel Infodump. Monotone Satzgebilde, langweilige Erzählweise, Wortdoppelungen und fast kein Spannungsaufbau.
Und das von einem Puplikumsverlag mit Lektorat.
Da häte ich schon mehr erwartet.
Kapitel 2 die Einführung des Kommissars ist auch nicht besser, Klischees, und dasselbe Trauerspiel wie oben erwähnt.
Ich hoffe nicht, das dein Stil dem ähnelt.
Ich hoffte auf echte kontroversen im Text, leider nur vorhersehbare, billige und oft genutzte Stereotypen.
Das „goldene Autorenzeitalter“ ist vorbei.
Dennoch sorge ich mich nicht um das aktuelle Autorendasein.
Ich schreibe gern und bleibe mir selbst als KI-Anwendungsgegner treu.
Das ist das Einzige, was zählt. Alles andere müsste man mir erst einmal konkret nachweisen.
Sorgen mache ich mir also nicht um zukünftige, potentielle Anschuldigungen der Verwendung von KI, sondern darum, gute Texte zu schreiben. Ww
Siehste? Das ist der Grund, warum ich anonym bleiben will. Um jemanden zu verreißen, muss man nicht objektiv sein. Man muss noch nicht einmal die Wahrheit schreiben. Alles, was man tun muss, ist schlecht über das Buch zu schreiben.
Also das finde ich jetzt doch etwas zu persönlich.
Ja mir hat genau der Text, den ich oben erwähnte, nicht gefallen.
Die ersten 5 Seiten sind für die Geschichte irrelevant.
Die italienischen Satzfetzen, in der Musik imitiert werden soll, zerreißen den Lesefluss
Die ersten drei sätze beginnen mit die, der die. Was danach folgt ist nicht besser.
»Und nach diesem Vorfall, der nur eine von unzähligen Katastrophen war, die dieser Mann angerichtet hatte, hatte Rocco sich selbst und sämtlichen Einwohnern Aostas geschworen, alles daranzusetzen, diesen Hornochsen in irgendein Kommissariat im tiefsten lukanischen Hinterland versetzen zu lassen.«
Solch ein Satz ist ein Beispiel. Schachtelsatz ohne tiefere Info. Wortdoppelung, dass schon nicht nur stolpern lässt, eher stottern .
Und das ist auch weder besonders bissig, witzig oder innovtiv.
Im Übrigen möchte ich meinen, was an mir verschwendet sein mag, das kannst du nicht beurteilen.
Nicht jeder der nicht deinen Geschmack, dein Empfinden für Text und deine löbliche Kommunikationsfähigkeit hat, liegt immer und grundsätzlich falsch. Vielleicht ist es nur ein anderer Geschmack, anderes Empfinden, oder gar die Fähigkeit, reflektiert zu antworten.
Güllekübel auf andere auszugießen und selbst Angst vor Regentröpflein zu haben, zeugt nie von Stil, Selbstbewusstsein und Bildung, aber von Fragilität. Schade, da man sich nett und konstruktiv unterhalten könnte, doch da es so ist, ist es so. Gut, dass viele einen Gülle-abweisenden Schirm aufspannen können …
Vielleicht irre ich mich, das oben genannte Buch ist im Original (italienisch wenn ich nicht nicht irre) richtig gut.
Toll korregiert, hervorragend lektoriert und leider bei der Übersetzung ins triste Deutsch einwenig an der Qualität lassen musste, da unser Vokabular dann doch nicht adäquat ist?
Wie dem auch sei, die Leseprobe hat mich nicht überzeugt.
Das hat mehrere Gründe. Wie oden benannt und dazu noch dieses hier: es ist ein Krimi
- Leiche wird gefunden
- Ermittler (immer mit irgendeiner Macke) wird eingeführt
Und schon fallen mir die Augen zu.
Im übrigen kann ich von mir behaupten, ich bin nur ein mässig gebildeter Berufskraftfahrer.
Das macht mich aber nicht automatisch zu einem Kulturbanause oder Vollproll.
Ich leiste mir das Privileg, tief zu stapeln und zu lächeln.
Ich denke, @Ulli ahnte bereits, in welche Richtung sich dieses Thema entwickeln könnte. Doch wir Schriftsteller sind sicher in der Lage, den Subtext in seinen Zeilen zu verstehen. oder? ![]()
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Würde ich so nicht sagen. Es gibt auch Vorteile für Selfpublisher. Man hat einen kostengünstigen Ersatz für das Korrektorat, Lektorat und Covergestaltung.
Bevor jetzt alle aufschreien „Menschlich ist besser“, das stimmt, aber ist auch mit einem mittleren 4-stelligen Geldbetrag verbunden. Wer hat dem wird gegeben.
Ich habe mal einen Thread gestartet, was für das Buch investiert wird.
Die meisten haben kein professionelles Lektorat.
Irrtum, du hast keine Gedankenstriuche benutzt, sondern Bindestriche zweckentfremdet ![]()
Der Gefahr sind wir doch alle ausgesetzt…zeigt sich jeden Tag bei den Rezensionen…das nur mal nebenbei
Und das häufig auch anonym. Mal eben 1 Stern raushauen beim E-Book (natürlich ohne Begründung). Da siehst du nicht mal, wer dich bewertet hat. Und selbst wenn (bei verifizierten Käufen), steht da nur ein Nutzername eines Amazonkundens.
Wenn dich jemand auf dem Kieker hat, kann er dir damit richtig schaden.
Herrlich, wie weit wir alle wieder vom Thema abgedroftet sind.
Wegen Drache Kokosnuss: Penguin Random House verklagt OpenAI | BR24 Wegen Drache Kokosnuss: Penguin Random House verklagt OpenAI | BR24
Und erst gestern hab ich irgendwo ein Kinderbuch entdeckt, dass mich sehr an Kimba den weißen Löwen erinnerte.
Quod licet Disney non licet bovi?
Es ist ganz gut, dass das Thema auch vor deutschen Gerichten landet. Damit wird am Ende eine Menge Frage beantwortet, die hier im Forum gestellt wurden. Was ist legal?
Dieser Prozess wird entweder schnell mit einem Vergleich enden oder bis zum europäischen Gericht gehen.
@Suse
Interessanter Beitrag, hab ihn gerade gelesen. Und ich stimme dir hundertprozentig zu.
Zitat aus dem Blog: Da halte ich es wie Udo Lindenberg: «Ich mach mein Ding, egal was die andern sagen.»
Eben. Auch, weil ich die vergeudete Energie derartiger Diskussionen lieber ins Schreiben kanalisiere.