"Die Verbotene Liebe" geändert zu "Der Weg zur Mitte"

Papyrus nicht. Schalte doch mal den Duden ein.

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Danke für den Tipp, den habe ich bereits gefunden! Sehr hilfreich dieser Duden :slight_smile:

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Update zu diesem Thema,

nach etwas Selbststudium und dann auch wieder über den Text lesend, flog dieser dann in den Datei-Schredder! Heißt für mich Neustart.
Das Thema des Ganzen wird bleiben, nur das ich jetzt auch begriffen habe, das es viele Werkzeuge gibt, die ich Nutzen sollte. Und das ich den Start definitiv anders gestalten will / wollte.
An dieser Stelle auch noch mal ein ganz großes, DANKE @Stolpervogel. Denn dank dir bin ich ins Grübeln geraten und beschäftige mich nun auch mehr mit dem drum herum. Und dank euch allen habe ich mich auch mit Papyrus noch ein ganzes Stück mehr angefreundet. Es ist ein weiter und steiniger Weg, der mich da erwartet. Dank euch habe ich die ersten Felsen, beiseite räumen könne.


So ein Entwurf, noch ausbaufähig aber nach besten Wissensstand erarbeitet und überarbeitet. Auch als Zeichen das ich trotz Krank, nicht rumfaule :slight_smile:

Ein Weg beginnt
Der Sommer hatte gerade erst angefangen, als der Tod die Mutter holte und von dem Leiden des Krebses erlöste. Der älteste gerad acht und die Zwillingsschwestern noch so unschuldige drei Jahre alt. Der Vater am Boden zerstört und alle vier in tiefster Trauer am Bett der Mutter weinend vereint. Kein Mensch würde je diese Gefühlswelt verstehen, die sie durchlebten. Der Regen prasselte an das Fenster, so als würde der Himmel selbst weinend trauern. Die Zukunft ungewiss und doch mit Hoffnung gepflastert, nahm der Vater seine Kinder und zog mit ihnen in ein neues Leben. Hatte er doch seiner geliebten Frau geschworen, auch ohne sie in das neue Leben zu ziehen, welches sie zusammen geplant hatten. Die Jahre vergingen, die Welt drehte sich stetig weiter und das neue Leben nahm seine Formen an.

Acht Jahre sind nunmehr vergangen seit diesem tragischen Tag. Das Leben formte meine Schwestern und mich. Selbst wurde ich zum Außenseiter und man warf mir immer wieder vor, ich hätte einen Schwesternkomplex. Unser Vater arbeitete viel und hart, um uns ein Leben zu ermöglichen, auf das andere einfach nur neidisch waren. Sie sahen aber nicht, dass uns die Mutter fehlte und unser Vater sich für seine Kinder den Arsch aufriss. Manchmal gab es Tage, an denen wünschten wir uns nur unseren Vater und dennoch waren wir stolz und dankbar. Jeden Geburtstag, Weihnachten und alle Feiertage war er immer für uns zu Hause. Und wenn einer von uns erkrankte, war es selbstverständlich, dass er nicht zur Arbeit fuhr. Für uns opferte er sich auf!
Ich als ältester von uns Kindern gab einst meiner Mutter das Versprechen, auf meine Schwestern aufzupassen sie zu beschützen und an ihrer Seite zu sein. Und so war es für mich, seit je selbstverständlich das meine Zeit zuerst meiner Familie gehörte. Und doch sehnte ich mich auch immer mal wieder nach mehr.


Mit vielen Grüßen

Der Tobi

Hallo Tobi,

ich hab die Zeilen gern gelesen und möchte gern wissen, wie es mit dem liebenden Vater und seinen Kindern weiter geht.

Was ist ein Schwesternkomplex? Du musst das hier nicht erklären. Aber das ist kein Begriff unter dem sich die meisten Laien etwas vorstellen können. Daher würde ich ihn nicht so stehen lassen.

Die Erzählung beginnt sehr detailliert mit der Sterbeszene, dann werden 8 Jahre zusammengefasst — und dann der ganze Rest der Kindheit.
Es dient nur dazu, zu erklären, warum der Ich-Erzähler ein Familienmensch ist? Da erwarte ich noch etwas WICHTIGES, was erklärt, warum die Sterbeszene so besonders detailliert ist.

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Hallo @MollyCyanistes,

vielen lieben Dank für dein Feedback :slight_smile:

Ich glaube fast, hier wolltest du sagen »…nichts vorstellen können.« ?
Oder habe ich dich jetzt falsch verstanden? (Schreiber kratzt sich den Kopf)

Mein Gedanke dahinter war, das es klar ist das sich dies bei einem 8-Jährigen ins Gedächtnis einbrennt. Und deswegen auch so detailliert dargestellt wird.
Was ich derzeit überarbeite, ist die Abfolge, da sie mir dann doch etwas durcheinandergeraten ist. Ich werde im Laufe des Weekends mal ein Upgrade davon Posten. Eventuell mit dem Übergang in die eigentliche Storyline dann. Ich hänge da so ein wenig in diesem Übergang fest, der passt mir noch nicht so ganz.

Jedenfalls hast du mich dazu gebracht, das Ganze noch einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Dafür nochmals danke denn ich liebe sowas wenn ich Dinge aus wieder und wieder andern Blickwinkeln betrachte. (Mein ich wirklich so)

Hallo Dr_Schnippel,

Du hast Dir ein berührendes Thema ausgesucht für diesen Anfang, dennoch berührt er mich nicht. Betroffenheit entsteht durch Nähe. Die fehlt mir hier. Zeige Deinem Leser die Trauer und Verzweiflung konkret, statt ihm zu sagen, dass er sie ohnehin nicht nachvollziehen kann („Kein Mensch würde je diese Gefühlswelt verstehen, die sie durchlebten“). Oder die Mühen des Vaters - dass er sich für seine Kinder den Arsch aufriss, kommt bei mir als Information an, dass er sich für sie aufopfert, quält, an seine Grenzen geht erlebe ich als Leser jedoch nicht.

Du könntest den ersten Absatz kürzen, um schneller in die Jetztzeit Deiner Handlung zu springen und von dort aus die Folgen des tragischen Ereignisses in entsprechenden Szenen verarbeiten. Etwa: (Meine) Mutter starb an einem verregneten Sommertag vor acht Jahren. Ich erinnere mich genau an die schweren, warmen Tropfen, die feuchten Flecken, die wir auf dem ausgetretenen Linoleumboden hinterließen und die Tränen meines Vaters. Daran musste ich denken, als er sich an den Frühstückstisch setzte und müde den Kopf auf die Hände stützte. Er sah aus, als hätte er auch diese Nacht geweint.

Nur als Beispiel / Möglichkeit, wie es auch gehen könnte.

Gruß,
misc

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Hallo @misc,

auch dir möchte ich für einen neuen Blickwinkel danken! Ich wollte der Einstiegsszene ein wenig Dramatik mitgeben. Dann den Überlauf in die Jetztzeit so gestallten das der Protagonist über Vergangenes nachdachte. Du hast mich da nun auf eine Idee gebracht. Nur ich muss dabei aufpassen, auch nicht zu viel Dramatik reinzulegen. Mal sehen, wie ich das umsetze und die ganzen Ideen einfließen lassen kann.

Neue Möglichkeit 1.
Den ersten Absatz würde ich so, wie ich ihn nun habe, belassen und dann in eine ich Erzähler sicht wechseln. Inder sich der Protagonist an Einzelheiten erinnert. Das war ja eh der Plan! Das was ich im zweiten Absatz habe kommt in eine Ich-Sicht eingeleitet von den tragischen Erinnerungen.

Neue Möglichkeit 2.
Ich beginne in den jüngeren Jahren des Protagonisten direkt aus der Icherzähler Sicht. Und nehme den Leser direkt in die Erinnerungen mit. Ist für einen Einstieg eventuell etwas hart!? Aber dennoch interessant. (Eine Idee von meinem Frauchen, die gerade mitgelesen hat)

Lieben Dank, wieder eine neue Sichtweise, die für mich sehr spannend ist.

Hallo Dr_Schnippel,

aber warum? Was bezweckst und was erreichst Du (beim Leser) damit?
Natürlich ist das Dein Text, gestalte ihn nach dem, was Dir vorschwebt. Ich kann Dir nur reflektieren, was bei mir ankommt. Und das ist bei diesem Aufbau ein kurzer Absatz, der in der Vergangenheit spielt und damit eher wie ein Prolog wirkt, ehe Du in der eigentlichen Handlungszeit weiterschreibst. Weder der Zeitsprung noch der Wechsel der Erzählperspektive wären jedoch nötig.

Dazu kann ich nicht viel sagen - ich habe zwei Absätze, Du die ganze Geschichte.
Aber: Wenn Du früher einsteigst, dann brauchst Du m.E. die Erinnerungen nicht - Du kannst sie dann den Leser als direkte Handlung miterleben lassen.

Gruß,
misc

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@Dr_Schnippel
Ich würde gerne wissen, um was für eine Geschichte es sich handelt. Eine Lebensgeschichte? Tragödie? Krimi? Liebesgeschichte? Der Titel lässt ja vermuten, dass es sich um eine Liebe entgegen der geltenden Moral handelt. Es würde mir helfen, den Text einzuordnen. Damit man einschätzen kann, was du mit dem Textauszug übermitteln möchtest.

Hallo @Silla,

Der Titel ist noch nicht endgültig und nicht ganz passend. War eine der ersten Ideen.

Grober Umriss
Es geht um einen Jungen (16), der zu einen Einzelgänger wurde. Verursacht durch Ausgrenzung und Co. durch die Mitschüler. Trotz alledem ist der Protagonist gutmütig und hilfsbereit. Die Mutter früh verloren kümmert er sich um seine 5 Jahre jüngeren Zwillingsschwestern, die aber auch keine anderen Mädchen an ihn heranlassen wollen. Immer wieder träumt er aber auch von einem etwas Jüngeren Mädchen(14), versteht aber selbst nicht ganz, was das alles zu bedeuten hat. In dieser Story ist das Mädchen dann diejenige, die ihm hilft. Denn seit er sie einmal vor anderen beschützte, ist sie in ihn unsterblich verliebt. Sie ist aber je, sehr schüchtern. Bei einer Gelegenheit sammelt sie ihren Mut zusammen und ergreift die Initiative. …

Wie kam es zu dieser Idee?
Es sind zum Teil selbst erlebte Situationen und Erfahrungen, die ich in eine erfundene Geschichte einbringen möchte. Auch inspiriert durch einen Jungen in meiner Nachbarschaft, der seinen eigenen Weg nicht so ganz findet.
Was den Jungen angeht, es eint uns die Tatsache, dass wir beide auf dem rechten Auge blind sind. Und so unsere Problemchen damit haben. Kennen gelernt haben wir uns beim Augenarzt, beide mit verletztem linken Auge und total unfähig etwas zu sehen. Ich habe einen Blindenstock für solche Fälle. Na ja, irgendwie ist eine Freundschaft draus geworden. Mittlerweile auch schon 5 Jahre.

Danke. Ich finde es spannend zu sehen, wie sich Charaktere entwickeln und verändern. Bzw. Menschen ganz allgemein. Dass du mit dieser Lebenserinnerung einsteigen möchtest, kann ich jetzt gut nachvollziehen. Wenn du dich für die Ich- Perspektive entscheidest, fände ich es besser, wenn du es von Beginn an so handhaben würdest. Perspektivwechsel schaffen bei mir oft Distanz statt Nähe. Mögen andere anders sehen, aber mich reißen diese Wechsel oft raus aus meinen Gefühlen während des lesens.

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So ein neues Update: (Juckte mich in den Fingern)

Etwas hin und her überlegt und dann ist es doch etwas anders geworden als die Möglichkeiten, die ich aufgezählt hatte. Mein Frauchen ist der Meinung, das dieser Anfang sie mehr abholen würde als der andere. Also habe ich das weiter ausgebaut. Ist auch etwas länger geworden, als ich eigentlich wollte.

Ich habe es als .pap jetzt hochgeladen. Ich bin gespannt auf eure Meinungen.

Ein-Weg-beginnt.pap (9,0 KB)

Liebe Grüße

Der Tobi

PS: Sollten irgendwo noch t fehlen, meine Tastatur spinnt…

Hallo Dr_Schnippel,

so kann man das erzählen, obwohl ich immer noch der Meinung bin, dass Du durch den Rückblick (Erinnerungen) Potential verschenkst. Das wird besonders deutlich, als sich Dein Protagonist für die neue Schülerin einsetzt: eine Szene, in der gleich mehrere Konflikte stecken und die - gemäß Deiner Vorschau, worum es insgesamt geht - zudem eine Schlüsselszene ist, die Du jedoch nur kurz beschreibst und bei der vieles offenbleibt: Wie reagiert das Mädchen? Wie der böse Bube? Hat die Tat Folgen (weitere Ausgrenzung, Reaktion Lehrer / Schulleitung)? Was wäre, wenn der Schläger Sohn von Papas neuem Chef wäre?

Gruß,
misc

PS:

  • Du könntest, wenn Du Texte einstellst, die Duden- und Stilanalyse-Funktion von Papyrus vorher auf den Text anwenden, um z.B. Schreibfehler und Wortwiederholungen zu entdecken.
  • Wörtliche Rede nicht mitten in die Absätze packen. Ein Topic, dass sich damit beschäftigt, findest Du → hier.
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Hallo @misc,

die Dudenfunktion ist bereits an. Ich bin, wie ich bereits erwähnte, eine Rechtschreibniete. Auch meine Grammatik ist nicht die feinste. Dazu stehe ich. Dies liegt in meiner Vergangenheit und begründet sich darauf, dass ich früh ins Ausland verzogen war. Dort musste ich eine ganz andere Sprache lernen. Das hat leider viele Spuren hinterlassen. Ich ruhe mich darauf aber nicht aus. Ich bin bereit, aus den gemachten Fehlern zu lernen. Vielleicht überwinde ich mich irgendwann einmal dazu, euch die ganze Geschichte dahinter zu erläutern.

Zu der Geschichte
Ich habe tatsächlich bedacht, dass ich da etwas vorgreife. Auch die Konfliktsituationen, die daraus entstehen. Im Verlauf der Geschichte wird sich einiges davon auflösen und verarbeitet. Was die wörtliche Rede angeht, bin ich voll auf deiner Seite. Ich entschied mich aber bewusst dafür, sie in dem Absatz zu lassen. Denn es ist ja seine Erinnerung. Im Folgenden wird diese abgetrennt sein.

Vielen lieben Dank für dein ehrliches Feedback, ich freue mich darüber sehr.

Liebe Grüße

Der Tobi

Hallo ihr lieben,

leider hatte mich mein Arzt die letzten Tage etwas unter beschlag genommen. Nervus Ulnaris oder auch bekannt unter dem Namen, »Musikantenstadel Nerv« ist etwas angeditscht. Dann meine Tastatur, die das T nur noch unter Gewaltandrohung angenommen hatte. Na die Tastatur kann man tauschen, den Nerv leider nicht. Kribbelt schön in der Hand. Dennoch habe ich fleißig weiter gemacht und mein Kindel ist auch heiß gelaufen. Lesen und lesen …

Nun habe ich auch meinen Anfang ein weiteres Mal überarbeitet. Freunde und Bekannte fanden es gut und würden weiterlesen wollen. Ich habe nun alles noch mal etwas überflogen, unnötige Füllwörter und Wortwiederholungen weitestgehend ausgemerzt. Wenn man sein Geschriebenes wieder und wieder liest, fällt einem schnell nichts mehr groß auf. Ich hoffe, dass ich nun einen halbwegs vernünftigen Text zeigen kann.

Das erste Kapitel »Erinnerungen – Jahre zuvor« könnte man wohl auch, ehr als Prolog sehen :slight_smile: das zweite Kapitel »Erste Begegnung im Frühling«, ist nur angefangen und behandelt nun die Begegnung mit dem Mädchen :wink:

Der-Weg-zur-Mitte-V3.pap (14,1 KB)

Ich danke euch für eure Zeit und hoffe, ihr habt ein wenig vergnügen beim Lesen. Anregungen und Kritik Ausdrücklich erwünscht :slight_smile:

Liebe Grüße aus Berlin

Der Tobi

PS:
Ach und der Titel hat sich jetzt geändert, »Der Weg zur Mitte« den fand meine Mutter besser.
Denkt bitte daran, ich versuche mich ja das erste Mal an so was großem.

Hallo Dr_Schnippel,

dann erst einmal gute Besserung!

Deine neue Version liest sich schon ganz anders. Aber das ist ja auch der Sinn von Überarbeitungen: austesten, welche Varianten sich besser lesen lassen.

Ich meine immer noch, dass der Erinnerungspart überflüssig ist. Was bringt es dem Leser, das alles zu wissen, wenn er in die eigentliche Handlung einsteigt?
Mir sind Protagonisten lieber, deren Charakter nach und nach enthüllt wird, da kann ich mir schön Gedanken machen, warum sie wie ticken. Durch den Rückblick werden bereits viele Karten auf den Tisch gelegt. Doch das sind nur meine Vorlieben - jeder Jeck liest anders.

Gruß,
misc

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Hallo Doc Tobi, ich konnte weder die verbotene Liebe, noch den Weg zur Mitte lesen, weil nicht da stand, außer dem, dass Deine Frau das gelesen hat.
Ich bin allerdings, eine Leuchte am PC.
Lyrikfan11

Jetzt habe ich Deine Geschichte doch noch gefunden. Traurig aber eher wie ein Bericht. Etwas mehr Gefühl, wäre wünschenswert.
Lyrikfan11

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Hallo Tobi,

ich habe mir deine Geschichte durchgelesen und den Text auch kommentiert sowie da und dort etwas korrigiert (siehe Anlage).

Allgemein möchte ich anmerken, dass du einen personalen Erzähler gewählt hast, aber gerade der Rückblick sich sehr distanziert und eher wie ein Bericht liest. Man erfährt recht wenig davon, wie es dem Erzähler mit manchen Ereignissen geht. Auch neigst du manchmal zu generischen Beschreibungen und verschenkst damit m. E. dramatisches Potenzial. Beispiel: „Kurz nach Weihnachten brach Mutter zusammen und wurde ins Krankenhaus eingeliefert.“ Das klingt nach Tagesschau. „Für den zweiten Weihnachtsfeiertag hatte Mama ein großes Festmahl geplant und uns gedrängt, spazierenzugehen, damit sie in Ruhe kochen konnte. Nun war uns kalt und wir hatten Hunger. Papa schloss die Haustür auf und rief: „Scha-hatz, wir sind wieder da!“.
Doch niemand antwortete. Er half den Zwilingen aus den Winterstiefeln, ich wollte uns schon mal was zu trinken holen. Doch ich bekam die Küchentür nicht auf, irgendwas Schweres lag dahinter. Ich stemmte mich dagegen und lugte durch den Spalt. Mutter lag regungslos auf dem Boden.
„Papa!“, schrie ich panisch.“

Du beschreibst in weiten Teilen ein 50er-Jahre-Familienidyll. Es gab nie Probleme zwischen dem Prota und seinem Stiefvater, die Schwestern gingen ihm nie auf die Nerven, dass er ein Außenseiter ist, ist ihm völlig egal - das scheint mir etwas zu idealisiert.

Du solltest am Beginn deines zweiten Kapitels irgendwo deutlich machen, wie alt der Erzähler nun ist. Erst gegen Ende, als du den Leistungskurs Mathematik erwähnt hast, ist mir klargeworden, dass er dann ja in der Oberstufe Gymnasium, also 17/18 sein muss.
Manchmal erschienen mir Ausdrucksweise und Redewendungen von ihm selbst oder Mitschülern nicht alterstypisch.

Hier nun die Detailanmerkungen:
Der-Weg-zur-Mitte-V3_REV_RG.pap (21,7 KB)

Just my 2 cents.

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Hallo ihr Lieben,

Danke für euer Feedback. @misc ich verstehe, was du meinst. Mir ist es wichtig, dass der Leser einige Vorinformationen hat, damit dieser die Rundumsituation verstehen kann.
Vielleicht sollte ich das in Erinnerungsblasen nach und nach enthüllen. Es würden wahrscheinlich am Anfang einige Fragen übrig bleiben und einige Reaktionen würden erst etwas später verstanden werden, aber das hätte auch was für sich.

@Lyrikfan11, schön das du die dann doch gefunden hast. Das es ehr ist wie ein Bericht!? Da muss ich noch mal ran. Das war mir so nicht aufgefallen.

@anon37238882, lieben Dank für deine ausführlichen Anmerkungen und für die Kommentare an meinen Text. Du hast mir da was aufgezeigt! Wie zerstörerisch ich doch war, bei dem finalen überarbeiten, bevor ich es hier hochgeladen habe.
Ich hatte nämlich noch einige Korrekturen gemacht und die hast du rückgängig gemacht. Als Statt wie, oder »Wie Vater angefangen hatte zu weinen,« zu »Als Vater anfing zu weinen,«! Hat mich etwas zum Schmunzeln gebracht aber auch zum Nachdenken. Was lerne ich daraus, Tobi muss vielleicht noch zweimal mehr drüber nachdenken. :slight_smile:
Aber auch deine »Just My 2 Cents.«, sind für mich Gold wert.

An dieser Stelle, an alle nochmals vielen lieben Dank. Eure Kritik und eure Meinungen weiß ich sehr zu schätzen. Und sie ermutigen mich, weiter zu machen. Ich habe noch einen sehr weiten Weg vor mir. Danke das ihr mich auf diesem Weg ein Stück begleitet.

Mit lieben Grüßen

Der Tobi aka Dr_Schnippel :slight_smile: