DIE KUGEL – Der erste Kontakt

So schreibe ich es auch nicht in eine Rezension, aber im Großen und Ganzen funktioniert so meine Entscheidungshilfe, wie viele Sterne ich vergebe.

Da gehe dafür ich nicht mit.
Wenn mich eine Geschichte nicht mitnimmt, kann es an meinen zu hohen Erwartungen liegen - genauso gut aber auch an einem langweiligen Schreibstil, farblosen Figuren, schwachen Formulierungen und so weiter.
All das muss man imho kritisieren dürfen.
Niemand verlangt, dass ein Autor zu 100% für seine Leser schreibt, er kann aber auch nicht erwarten, dass ich Kritikpunkte, die mich stören, für mich behalte.

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Deine Meinung als Autor ist auch völlig okay.
Die aller, allermeisten Leser sind aber keine Autoren.
Sicher hätte ich die Kugel nicht mit soviel höhere Physik geschrieben. Nicht um den Leser nicht zu viel zuzumuten oder zu langweilen. Ich bin zu einfach gestrickt. Ich habe keinen Schimmer davon.
Aber meine unzulänglichkeit in dieser Beziehung hat nicht der Autor zu verantworten.

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Doch. Ich. Wenn mir ein van Gogh nicht gefällt, dann ist es eben so und da nehme ich mir selbstverständlich auch heraus zu sagen, welche Farben mir besser gefallen würden.
Ich darf jeden Film, jedes Bild, jedes Buch, jedes Gedicht, jedes Lied kritisieren und ich darf sehr wohl sagen, dass mir Mozart nicht gefällt, weil etwas mehr Dramatik die Kindlichkeit aus seiner Musik genommen hätte. Nur so als Beispiel. Bloß weil ich nicht komponieren kann, werde ich doch wohl meine Meinung zu einem Stück äußern dürfen.

Das alles hat aber nur am Rande mit Koebes Kügelchen zu tun.

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Ich denke, die meisten Leser können durchaus unterscheiden, ob ein mangelnder Durchblick an den eigenen Wissenslücken liegt, oder ob sich der Autor so verschwurbelt ausdrückt, dass man deswegen nicht versteht, worum es geht.

Wobei ein guter Autor so schreibt, dass man dem Plot auch folgen kann, wenn man (wie hier bei den Kugeln) kein promovierter Physiker ist.

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Ich glaube, ihr redet aneinander vorbei. Nur mal so gesagt :wink:

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Auch wieder wahr :grin:

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Ich bewerte Bücher eher selten. Hier bei Papyrusautoren bin ich wohlwollend, da wir hier alle jede Unterstützung gebrauchen können. Wenn es mir gar nicht gefällt, bewerte ich nicht.

Ich bewerte manchmal gehype Bücher, wenn sie mich enttäuscht haben. (Z.b 3 Sterne die drei Sonnen) Und erkläre auch warum.

Bei mir ist 5 Sterne:
ich fühle mich gut unterhalten und würde am liebsten auch ein anderes Buch des Autors lesen.
4 Sterne: ich fuhlte mich gut unterhalten - es fielen mir Mängel auf - aber ich fand es nicht so schlimm. Ich würde weitere Bücher lesen.

Mängel sind sehr individuell.

3 Sterne: ich finde irgendwas gut und interessant, aber irgendwas hat mich enttäuscht. Ich würde eher kein Buch dieser Qualität erneut lesen wollen.

2 Sterne: irgendwas war positiv, aber überwiegend enttäuschend.

1 Stern: ich habe mich so sehr geärgert, dass ich eine Bewertung schreiben musste.

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Liebe suse, dir muss Mozart nicht gefallen.
Aber ein fünfjähriger, der intuitiv die höhere Mathematik der Musik versteht und in wunderbare Melodien verwandelt, dazu noch die richtigen Instrumente verwendet, ist ein wahrer Künstler.
Jeder hat seine Art, die Dinge zu sehen.
Und so unterschiedlich wie alle sind, so sind auch unsere Werke.
Helmuts die Kugel hat mir sehr gut gefallen. Punkt.

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Das ist es ja…es geht ja im Grunde auch um eine Begründung… Meine Tastatur gibt den Geist auf

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Mir auch…Ich fand es spannend

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Ich nehme als Beispiel ein anderes Erstling Werk „Der Marsianer“ von Andy Weir. Für mich ein 5 Sterne Roman. Ich aus meiner Sicht würde es nicht gerecht empfinden wenn ich deinem Roman auch 5 Sterne vergebe. Soweit kann ich es schon sagen nach dem ersten Drittel des Romanes. Ob ich es fertig lese weiß ich noch nicht.

Auch Genies dürfen kritisiert werden.

Mir hat Helmuts Kugel jedenfalls gefallen.

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Schon beim Lesen all dieser Kommentare, an denen jedem ein Quentchen Wahrheit anhaftet, wird deutlich, wie wenig gerecht ein solches Bewertungssystem ist. Jeder Leser hat einen anderen inneren Bewertungskatalog – sogar bis hin zum einsamen Hater-Star oder zu einem Bubble-Sternenregen.
Daran wird deutlich, dass das System einem Buch nie gerecht werden kann, es ist und bleibt so subjektiv, dass die Aussagekraft in Wirklichkeit Null ist und z.T. sogar von kaufbaren Bewertungen längst ausgehebelt wurde und somit obsolet wäre.

Leider ist es so, dass aber die Bewertungen bei großen ‚A‘ das Ranking beeinflussen und somit die Wahrnehmung und letztlich den Kaufimpuls. Deshalb erniedrigen gerade wir Selfpublisher uns oft mit der Bettelei um Rezensionen und führen uns gegenseitig in ein Dilemma, wenn wir einander bewerten sollen. Sind wir fair? Sind wir ehrlich? Oder lieber freundlich und ermunternd? Oder fürchten wir gar selbst Zurückweisung, wenn wir sachlich argumentieren? Ich gebe offen zu, keinerlei Probleme bei Rezensionen von Verlagsbüchern zu haben, mich aber nahezu außerstande sehe, es bei Büchern von Forenmitgliedern zu tun, da viele definitiv dünnhäutiger sind und Kritiken persönlicher nehmen als Verlagsautoren, bei denen so viele Rezensionen eingehen, dass negativ-kritische ohnehin oft untergehen.

Das Bewertungssystem bei ‚A‘ hat sich selbst ad absurdum geführt! Also tun wir gut daran, jede negative (für Sensible reicht dafür schon ein 3er) Kritik kommentarlos zu ertragen und uns über gute zu freuen. Ginge es nach mir, gäbe es nur Kommentare ohne Sterne, denn die meisten potentiellen Kunden lesen den Text nach den Sternen gar nicht. Und wer wissen möchte, was andere vom vorgestellten Buch halten, muss eben lesen.

(Dieser Kommentar gibt nur meine allgemeine Haltung gegenüber dem Bewertungssystem wieder, „Die Kugel“ habe ich soeben erst begonnen und komme, da wir noch Besuch beherbergen, nicht wirklich voran. :wink:)

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Das ist eine sehr schöne Antwort.

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Sterne und Kugeln - Heiliger Sankt Barrabas! Also Leute, Nick O’Law lässt euch folgendes ausrichten: „Ich habe zwar keine 5 Sterne aber noch 6 Kugeln in meinem Peacemaker. Reicht das, damit ihr aufhört zu streiten?

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Ich habe in diesem Thread keinen Streit entdecken können. Also belassen wir es doch bei Koebes Einkugelgeschichte, die in Wirklichkeit eine Mehrkugelgeschichte ist.

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Alles gut. Ich freue mich auf deine ehrliche Kritik.

Was ich nicht verstehe, ist der Vergleich zu anderen Romanen. Meisterwerke der Literatur oder auch nur gut und spannend geschriebene Romane wie „Der Marsianer“ verdienen natürlich 5 Sterne. Damit beschränkst Du aber gleichzeitig das Wertungssystem. Um da eine vernünftige Nuancierung hinzubekommen, bräuchte es ein 100-Sterne-System.

Ich persönlich würde mich doch niemals mit dem Granden der Literatur vergleichen. Es ist auch nicht mein Bestreben, einen filmreifen Roman zu schreiben. Meinen Roman habe ich geschrieben, weil ich ihn schreiben wollte, weil ich das Thema spannend fand. Wenn ich damit auch noch Leser gut unterhalten kann, bin ich glücklich.

Auch das ist okay. Ich lese auch nicht jedes Buch bis zum Ende. Die Gründe dafür sind vielschichtig: zu viele Rechtschreibfehler, die den Lesefluss stören, wirre, unlogische Handlungen oder ähnliches.

Ich würde mich freuen, wenn du mir deine Gründe nennen könntest. Ich sehe gerechtfertigte Kritik immer als Ansporn, besser zu werden und daraus zu lernen. Ich bin schließlich Anfänger.

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Was hier deutlich wird: Sterne sind subjektiv, fiktiv, be-, auf- oder abwertend. Wohlwollend, böswillig, grundlos, begründet…
Das Internet und die Welt dahinter ist zu heterogen, um nachvollziehbar oder zu fair zu sein.

Auch ausserhalb von Amazon. Wenn ich mir meine eigenen Google Bewertungen anschaue gibt es scheinbar nur noch nur 5 oder 1 Stern. Polarisierung in einem insuffizienten System. Jeder Asi kann seinen Frust anonym mit einem Klick weiterreichen. Ebenso kann ein Kumpel 5 Sterne geben, weil Du ihm ein Bier gekauft hast.

Neid, eigene andere Meinung, Unzufriedenheit, Streitlust, Weltfrust… alles Gründe für den kurzen Machtkick.
Selbst hier im Forum gibt es ja Einzeltäter, deren überzogenes Selbstbild andere nur herabwerten kann. Im großen A schwimmen halt noch mehr davon herum.

Eines bleibt gemeinsam: Diskussion findet nicht statt. Pöbeln und Stille…

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Das massivste Problem in der Psychiatrie (neben Depressionen in all ihrer Vielfalt) sind Abhängigkeitserkrankungen. Und hier, seit mittlerweile 2 Jahrzehnten, die Internetsucht. Wichtigster Trigger dieser Abhängigkeit sind „likes“, die auch als Sternchen oder Herzchen auftreten können. Je mehr davon, desto mehr Befriedigung für ein unsicheres Selbstbild (das den wenigsten bewusst ist). Das ist mittlerweile auch medizintechnologisch per PET-Scans nachzuweisen, wie das limbische System (konket die Amygdala) erregt auf jedes Like reagiert. Die dabei übermässig ausgeschütteten „Glückshormone“ (konkret Neurotransmitter) Dopamin, Serotonin und Noradrenalin bewirken dabei, je nach Konstituierung, eine rasche Abhängigkeit, die exakt die gleichen Symptome zeigt, wie Alkoholismus oder Heroinsucht. Also: Herzlich Willkommen in der körpereigenen Crackküche.
Schreibt Leute, lest und lasst euch weder das eine noch das andere vermiesen. Es gibt kein „Gutes Essen“, nur solches, das euch schmeckt. Und traut den Dealern nicht, die euch mieses Zeug verkaufen.

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Da hätte ich doch fast ein Herzchen gesetzt. Jetzt traue ich mich nicht mehr.
Daher: :penguin:

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