DIE KUGEL – Der erste Kontakt

Ganz genau…Die Kugel ist der Renner und er bekommt Rezensionen wie geschnitten Brot :wink:

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Seine Romane habe ich anfangs auch gerne gelesen. Irgendwann fing es an, dass er fast im 3-Monats-Takt neue Bücher veröffentlichte, die irgendwie immer ähnlicher wurden und nichts Neues mehr brachten. Aus Klasse wurde dann Masse.

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Das stimmt. Ich fand ein paar Romane ziemlich gut (Silent sun, Enceladus, the hole) aber dann fiel mir auf, dass er vor allem „eine spannende Hintergrundidee“ hat, welche die komplette Handlung getragen haben, aber die Protagonisten irgendwie nie so ‚richtig sympathisch und greifbar‘ waren, und dann habe ich aufgehört.

Ich finde an sich gut, wenn ein Autor es schafft regelmäßig Bücher zu schreiben. Ich habe fast 20 Jahre gebraucht, um das Geheimnis darum für mich zu entschlüsseln. Vermutlich gehörte das Training und die Selbsterfahrung in den Jahren aber schlicht dazu :stuck_out_tongue:

edit es klingt sehr seltsam, aber ein altes Computerspiel damals (Neverwinther Nights 2) hat mit einer Protagonistin, die einfach nur eine kleine Farm hatte, und dir hilft und dann irgendwann tragisch untergeht, sehr viel Tiefe erschaffen, denn sonst wüsste ich es heute nicht mehr. Ich habe das damals analysiert und mich gefragt, warum mich ihr Schicksal so getroffen hat, und lernte, dass Protagonisten nicht laut und auffällig sein müssen. Sie können auch einfach nur in ihrem Beruf, Berufung authentisch sein und aus irgendeinem Grund Sympathie tragen. (voll vom Thema abgekommen, sorry :smiley: )

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Ich habe jetzt auch rezensiert. Hatte das Buch auf Reisen gelesen. Es hat mir über manchen langen Seetag hinweggeholfen. Amazon hat mir die Veröffentlichung bereits bestätigt. Ich kann aber noch nichts finden. Warten wir noch ein paar Tage ab. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Ich habe durch eine Mischung aus jugendlichem Leichtsinn und Unwissenheit bei meinem ersten Roman viele Fehler gemacht. Dabei hatte ich offensichtlich mehr an die Umsetzung der Idee gedacht und einfach meine Gedanken niedergeschrieben, als auf eine stilistisch einwandfreie Darstellung zu achten.
Ich habe mittlerweile einiges an Kritik einstecken müssen, aber auch Unterstützung erfahren. Aus all diesen negativen und positiven Signalen habe ich gelernt, dass ich das Handwerk des Romanschreibens zwar noch immer nicht perfekt beherrsche, ich mich aber dennoch stetig weiterentwickle.

Schon früh nach der Veröffentlichung hatte ich begonnen, den Folgeroman zu schreiben. Nach etwa hundert Seiten war da auf einmal eine Leere, eine Blockade. Diese dauert seit Monaten an - bis jetzt. Mittlerweile habe ich erkannt, woran es gelegen hat. Es fehlte die Struktur, der rote Faden der sich vom Anfang bis zum Ende zieht. Ich hatte mit dem gleichen Fehler begonnen wie bei meinem Debüt. Einfach drauflos zu schreiben funktioniert nicht. Ich kam an einem Punkt, an dem ich in einer Sackgasse stand. Der Faden war gerissen und ich wusste nicht, wie ich wieder auf die Spur kommen sollte.

Was nun? Ich fange einfach von vorne an!

Die Idee hat sich nicht geändert, sie sitzt seit Monaten in meinem Kopf. Ich versuche aber nun, ihr eine Struktur zu geben. Ich beschäftige mich seit Tagen mit dem Plotten, auch wenn es mir noch schwerfällt. Ich plane die Geschichte bis zu ihrem Ende, überlege, welche Hindernisse und Erfolge wann auftreten. Ich versuche, den Charakteren von Beginn an mehr Substanz zu geben.

Ich hoffe, irgendwann einmal sagen zu können, dass ich mit großer Zufriedenheit ein ENDE unter den Romantext gesetzt habe. Bis dahin hoffe ich auf eure Unterstützung. Ich würde gerne früh einzelne Kapitel zur Bewertung an einige Schreibfreunde hier in der Community schicken, um rechtzeitig zu erfahren, ob ich auf dem richtigen Weg bin. Nirgendwo sonst gibt es so viel Kompetenz und Ehrlichkeit.

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Zähl auf mich Bro. (Ok, ausgenommen in Sachen Orthographie…)

3 „Gefällt mir“

auf mich kannst du auch zählen, sogar in Sachen Orthographie :wink: .

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Bin bei😉

4 „Gefällt mir“

Wow, Respekt für eine so selbstkritische Herangehensweise! Ich kenne dein Problem nur zu gut, ringe ich doch selbst gerade mit meinem Plot. Im Forum gibt es viele Teilnehmer, die geübter sind, aber solltest du nur ein einfaches, aber ehrliches Leserauge benötigen und noch wollen, melde dich.

4 „Gefällt mir“

Es gibt im Wiener Dialekt den Ausdruck „leiwand“. Ich kenn seinen etymologischen Ursprung nicht bzw bin ich grad zu faul, nachzusehen. Außerdem ist er eigentlich eh nicht zu übersetzen. Bestenfalls vielleicht durch Berlinerisch wie „knorke“ oder „Spitze“ oder „toll“. Egal, ein Wort halt, das Freude, Liebe und Respekt gleichzeitig ausdrücken soll.
Tja, und das alles seid ihr hier. Einfach eine ganz ganz leiwande Partie, Leute!

3 „Gefällt mir“

Ich würde auch wieder mitmachen.

1 „Gefällt mir“

… damit hast Du ein Rätsel für mich gelöst, Danke! Jetzt begreife ich, was Wolfgang Ambros meint, wenn er sagt:

„Weil Schifoan is des leiwandste,
Wos ma si nur vorstelln kann“

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Auf mich kannst du auch zählen :beers:

2 „Gefällt mir“

Ich finde es gut, dass du so kritisch daran gehst, aber ich möchte dich vorwarnen. Plotten ist kein Garant für besseres Vorwärtskommen. Es liegt ein bisschen an deiner Art kreativ zu arbeiten, wie gut du voran kommst. Ich spreche zwar nur für mich, aber bei mir klappt akribisches Vorplanen gar nicht. Ich habe es mehrfach versucht, doch die Kapitelvorgaben haben mich immer behindert, einfach weil ich im Vorraus nicht all die Details kennen konnte, die in der Dynamik entstehen, plus ich fand es langweilig zu wissen, was bereits passieren wird.

Ich plotte auch, aber eher ein grobes Meilensteinplotten. Das heißt du kennst deine Protagonisten und wichtige Wendepunkte und lasse die Geschichten darauf zusteuern.
Zusätzlich betreibe ich Microplotten, dass bedeutet ich plane die nächsten 1000 Wörter in Stichpunkten.

Viel mehr würde ich mein Augenmerk darauf legen, die Wirkung von Wörtern, Beschreibungen und Stimmungen zu studieren. Die Handlung ist nicht ganz unwichtig, aber meist ist die Frage »Wie wird die Sznenerie erlebt« wichtiger als das »Boa, was für eine Idee.«
.
Und ganz unter uns. Ein Buch vermittelt nie das Gefühl zufrieden ein Ende darunter zu setzen. Man kann bis in die Unendlichkeit daran herumdoktorn. Es gibt irgendwann einfach die Entscheidung »Gut genug!« und das Ding wird in die Welt entlassen.
Gerne helfe ich mit, wenn du etwas einstellst.

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Ich bin auch wieder gerne dabei! :+1:
Als überzeugter „Plotter“ kann ich gar nicht anders, als meine Geschichte zu 150% durchzustrukturieren – bis ich an die Stellen kommen, an denen es mir wie Helmut geht: ich hänge mit meiner ach, so schön geordneten Handlung fest. Dann mutiere ich aus ganz pragmatischen Gründen zum „Pantser“ und schon geht die Geschichte weiter. Ich denke, uns allen geht es manchmal so.
Was zum Beginn einer Geschichte für mich am wichtigsten erscheint, ist die dramatische Frage. Zusammen mit einer kurzen Logline oder einem Pitch hat man das Ziel so stets vor Augen. Auch wenn die Geschichte gelegentlich mäandert, man weiß stets, wohin man will.
Manche fangen ihren Roman vom Ende her an, was auch eine gute Idee sein kann.
Ich freue mich auf alle Fälle wieder auf exotische Ausflüge in die Welt der Chemie (Nanokohlenstoff) und hoffe auf neue Verbindungen und interessante Charaktere.
Auf alle Fälle sei Helmut an dieser Stelle ein großes Lob für seine konstruktive Selbstkritik ausgesprochen und seinen Mut weiterzumachen! Chapeau!
Wie heißt es doch gleich?
Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen.“
Genau.

6 „Gefällt mir“

Meine Rede, aber den Glitzer nicht vergessen.
Es kann nie genug Glitzer dabei sein.

3 „Gefällt mir“

Ich bin dabei, Helmut, falls du meine Hilfe möchtest.
Ich sehe es wie Tapio: Man ist nie zufrieden mit einem Roman. Wenn ich meinen heute lese, denke ich auch…das hätte besser sein müssen, das ist Mist, das ist einfach nicht gut. Selbstkritik ist immer gut und auch wichtig…bis zu einem gewissen Maß. Verbesserung ist umso besser…Ich denke, jeder entwickelt sich von Roman zu Roman.
Ich bleibe dabei: Dein Roman hat mich unterhalten und ich fand ihn spannend.

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… und etwas Nanokohlenstoff mit Element 126 durchmischt. :wink:

1 „Gefällt mir“

Ich würde auch wieder mitmachen, allerdings weiß ich nicht, ob zu viele Köche den Brei nicht zu sehr durchrühren.
Dein erster Teil war mega spannend und gut zu lesen. Die Figuren waren da nur Nebensache. Das hast du als Kritik schon oft gehört. Und die Figuren zu entwickeln ist der eigentliche Knackpunkt.

Ich versuche mich auch gerade am Plotten. Mit Karteikarten und Whiteboard, ich bin eher der manuelle Typ, und jetzt hängen fast leere Karteikarten in einem System. Ich kann jetzt graphisch sehen, wo was passieren sollte, Wendepunkte, Aufbau, Reaktion etc. und seit diesem Punkt kann ich schreiben. ( eine grobe Idee steht natürlich in meinem Kopf) Also ich habe das Gerüst aufgebaut und der Inhalt erfolgt frei. Kapitel für Kapitel. Im Moment bin ich noch zufrieden. Ich beschreibe dann die Karteikarten von den fertigen Kapiteln und habe mein erstes Gerüst auf einem Blick. Davon verspreche ich mir, dass ich die Schwachstellen später besser finde und ausmerzen kann.
Einen kompletten Plan vorab auszuarbeiten, kann ich nicht. Ich brauche ein Gerüst, aber die Füllung erfolgt intuitiv. Ich bin völlig überrascht, was die Figuren veranstalten. Es ist wirklich so, wie es immer gesagt wird. Die leben und ich schreibe auf.

Du schaffst das. Ich glaube an dich. :heavy_heart_exclamation:

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Wenn es damit mehr glitzert, bin ich sehr dafür.

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