Die Renaissance des Lesens: Warum Print gerade wieder gewinnt
In einer Zeit, in der Bildschirme dominieren, überrascht ein leiser, aber stetiger Trend: Gedruckte Bücher erleben ein Comeback. Trotz Streaming, Social Media und E-Readern greifen immer mehr Menschen wieder zu echten Büchern, Zeitungen und Magazinen.
Was treibt diese Rückkehr zum Analogen an? Geht es um Nostalgie, bewussten Konsum oder eine Gegenbewegung zur ständigen digitalen Reizüberflutung? Die Antwort ist komplex – und spiegelt eine tiefere gesellschaftliche Sehnsucht wider.
Vom Bildschirm zurück aufs Papier
Lange Zeit galt das gedruckte Wort als Auslaufmodell. Mit dem Aufstieg von Smartphones und Tablets schien das Lesen von Papierseiten fast altmodisch. Doch mittlerweile kehrt der Trend um.
Laut aktuellen Studien steigt der Absatz physischer Bücher seit einigen Jahren wieder an, insbesondere bei jungen Erwachsenen. Viele geben an, sich besser konzentrieren zu können, wenn sie ein Buch in der Hand halten.
Das täuscht wohl kaum darüber hinweg, dass immer mehr kleine Verlage und Buchläden aufgeben.
In den grossen ketten überwiegend importierte Literatur angeboten wird und deine Chancen als indyauthor schwinden.
Wann hast du das letzte Mal jemanden fremden mit einem Buch gesehen, im Vergleich dazu, diese Zombies mit Handy in der Hand und/ oder Stöpsel im Ohr?
Studien sind oft nicht objektiv.
Wessen Wein ich sauf, dessen Lied ich sing.
Trotzdem denke ich, dass Bücher nach wie vor ihre Leserschaft haben und auch behalten werden, wer gerne liest, wird nicht komplett auf Hörbuch umsteigen.
Die Zwischenstufe namens E-Book sollte man bei alledem auch nicht vergessen.
Das gute alte Bücherregal, eine schöne Sache.
Aber es bringt weder Reichweite( umsätze) noch Ruhm und Ehre.
Es ist nichts falsches daran, sein Werk im stillen und ohne Gegenleistung zu tun. Aber nur damit blüht kein Veilchen am Wegesrand.
Ich kenne nur die o. g. Quelle. Woher die wiederum ihre Daten haben, weiß ich leider nicht.
Mir fällt aber gerade noch etwas anderes ein. Unser @Ho.Ro kann doch so wunderbar zeichnen. Die schönen Illustrationen bleiben bei einem Hörbuch ja zwangsläufig komplett auf der Strecke.
Ich verteufelt nicht das Buch, schon gar nicht die werte Leserschaft.
Die wird es immer geben, aber die Konkurrenz um selbige wird alles kleine im Keime ersticken.
Ich Versuche andere Wege.
Ich habe nichts gegen Hörbücher. Beim Strampeln auf dem Hometrainer hab ich immer eins laufen; wenn ich dann wissen will, wie die Geschichte weitergeht, muss ich wieder trainieren. Auch nach meiner Augen-OP, wo man echt keine Lust zu lesen hat, fand ich es ganz toll, dass es sowas gibt.
Auch Ebooks liebe ich mittlerweile sehr. Die dicksten Schmöker problemlos in der Handtasche mitnehmen, bei englischen Büchern kann man sofort mal ein Wort nachschlagen, die Schriftgröße lässt sich je nach Tagesform des Kreislaufs anpassen und man bekommt es praktisch mit einem Klick ‚in Nullzeit‘ auf den Reader. Praktischer gehts nicht.
Meine große Liebe gehört aber nach wie vor den Printwerken. Ein neu gekauftes Buch aus seiner Folie zu wickeln, der Duft von Papier, die Haptik, ein nettes Lesezeichen, die schönen Cover - unbezahlbar.
Ich kann mich auch unheimlich über eine Schmuckausgabe freuen, wenn ich ihr dann liebevoll einen Platz im chronisch überquellenden Bücherregal freischaufeln muss, und ich gestehe, ich finde manchmal auch Farbschnitte schön.
Als Fazit?
Alle drei Formen haben ihre Daseinsberechtigung, das Wichtigste ist aber immer noch, dass in welcher Verpackung auch immer eine tolle Geschichte drinnestecken muss.
Es gibt aber durchaus gute Vorleser, die nicht dazu ausgebildet wurden. Versteht mich bitte nicht falsch, eine Freundin mit einer schönen Lesestimme kommt bestimmt nicht an einen Synchronsprecher, Schauspieler oder Einleser für Hörbücher heran - angenehm ist es trotzdem, ihr beim Vorlesen zuzuhören. Viel angenehmer jedenfalls, als einer KI Stimme zu lauschen.
Kein Goldstandard, nicht perfekt. Aber vielleicht eine bezahlbare Alternative für Leute wie uns, die gern ihre Geschichten auch zum Anhören anbieten möchten, und die sich keinen professionellen Vorleser leisten können oder möchten.
Ich mache hier auch keine Werbung für jemand bestimmten oder so. Es ist nur eine Idee als Alternative zu KI und so weiter.
Was mich einwenig verwundert, KI hat schonmal eine große Auswahl von angenehmen Stimmen.
Ich bin mir nicht sicher, ob hier nur grundsätzlich diskutiert wird, oder ihr doch meine ober bommels Beispiele gehört habt.
Das einzig was wohl tatsächlich zu bemängeln wäre ist die monotone Betonung. Da setzt meine Idee an. Den Text so zu schreiben, dass es besser klingt. Das unterliegt aber anderen Gesetzen, als ein gut zu lesender Schreibstil für ein Buch.
Dem Text Seele einhauchen, das ist eine Kunst, die selbst viele Autoren bei Lesungen nur selten richtig gut hinbekommen. Okay der Bonus des Live-Events. Aber ein Nichtprofi, klingt auch monoton. Ich hab’s probiert und nicht nur selber.
persönlich finde ich einen elektrischen Kompromiss besser als gar nix oder versemmelt, weil man jemanden oder sich selbst maßlos überschätzt.
Stell dir mal vor, jemand spricht dein Buch ein. Du hörst es dir an und denkst: boah Kacke, das würde ich nicht kaufen.
Was sagst du da?
Ja man könnte komplett verzichten. Will ich nicht!