An welchen Vorbildern orientiert ihr euch?

Ich auf der Arbeit ebenso und dann kamen die Briten und ich habe eins auf den Deckel gekriegt, weil ich an einem Freitag in Business-Wear erschienen bin. „Casual Friday“ hieß es und ich kannte es nicht. Dafür bin ich dann zusätzlich schief angeguckt worden. Abartig. Nee, nie wieder.

Ein Smoking sieht wahnsinnig schick aus. Wer sich darin wohlfühlt, kann den von mir aus auch auf meiner Gartenparty tragen. Jeder sollte zu jedem Anlass das anziehen, wonach ihm gerade ist.

Wir kommen wieder vom Thema ab. Sorry …

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alles hängt mit allem zusammen. Ich hab kein Problem, wenn Themen ein bisschen wabern.

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Um mich hier auch einzubringen:

Mein derzeitiger Top-Autor ist Boris Lüdtke alias Sam Feuerbach.
Deutsche Fantasy mit viel Humor und Wortwitz, toll gezeichnete Charaktere - einfach brillant.

Auch hoch im Kurs sind Altmeister wie Dave Duncan, David Eddings, Ursula McGuy, Terry Pratchet, und noch einige mehr :slight_smile:

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Ich habe auch so meine Lieblingsautoren, deren Bücher ich gerne lese, aber meiner Meinung nach sollte man seinen eigenen Stil finden. Es sollte beim Leser nicht der Eindruck entstehen, er lese ein Buch eines bekannten Autors, sondern: Das ist das Werk des Autors, dessen Name vorne auf dem Cover steht.

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100% ja!
Dennoch liest man bei (fast) jedem Autoren die Einflüsse anderer Autoren heraus, wenn man hinschaut.
Ich denke, das ist der interessante Punkt an der Grundfrage. Aber vom Gedanken her stimme ich Dir voll zu!

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Du hast natürlich auch recht. Wenn man viel liest, strömt unweigerlich der Stil anderer Autoren in das eigene Werk mit ein.

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Bei mir ist es eg. David Eddings der meine Liebe zur Fantasy Literatur geweckt hat.
Vorherkannte ich nur die Bücher von Walter Farley. Oder, und dem hänge ich noch immer an, Mangas :smiley: Angefangen von den Werken von Naoko Takeuchi, Yuu Watase und jetzt alles was an Isekai auf dem Markt ist. Da die Mangas oft viiiiiel zu langsam vorangehen, switche ich dann gelegentlich auch auf die englischen Light Novels. Da einen Autoren zu nennen ist fast unmöglich, weil ich die Geschichten liebe.

Ansonsten hab ich jüngst angefangen mit Robin Hobb.

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freilich richtig, anders auch gar nicht vorstellbar. Mir geht’s eher darum, wie bewusst man es zulässt, einen bestimmten Stil zu übernehmen - und dann natürlich zu etwas Eigenem aus- und aufzuformen.

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Einfach etwas zu übernehmen dürfte eh schwierig sein.
Aber ich habe in der musikalischen Ausbildung (Tonsatz) auch gelernt zu „komponieren wie Mozart oder …“ Zum Üben war das sehr lehrreich.

Daher: Mal jemanden zu imitieren, nachzuahmen ist keine schlechte Schule. Aber dann: Hallo - auf zum eigenen Stil! :sunglasses:

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Kann ich nur zustimmen

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klar - der eigene Stil, um den geht es ja v.a. - den zu entwickeln, ist eine Herausforderung,

Wobei ich finde, dass es auch Erzähler gibt, etwa so manche Thriller-Autoren und in gewisser Weise z.B. auch Bestsellerautoren wie Andreas Eschbach, die weniger durch einen besonderen, „wiedererkennbaren“ Stil auffallen, als v.a. durch die Stärke ihrer Geschichten.

Na, das ist aber mal eine Herausforderung - „wie Mozart“ (übrigens absolute Leseempfehlung: „Herr Mozart wacht auf“ und Folgebände von Eva Baronsky!) - da sag ich mal: das schafft keiner und niemand. Ich hatte in der Schule einen Bekannten, Leistungskurs Musik, der komponierte leidenschaftlich gerne (und tut es heute quasi beruflich) „Barockmusik“. Sprich er komponiert „im Stile“ der alten Meister. Wer weiß, vielleicht hätte er sich vor 250 Jahren einen Namen damit machen können, heute stößt so etwas natürlich eher auf Verwunderung.

Ich selbst ertappe mich beim Schreiben regelmäßig dabei, bestimmten Vorbildern über die Schulter zu gucken. Nicht immer ganz einfach, weil der Abstand so schmerzt. Schirach z.B. schätze ich für die Schlichtheit wie Kraft seiner Sprache sehr, Suter halte ich ebenfalls für einen (unterschätzten, weil vermutlich mit seinen trivialen Sujets viel zu erfolgreich) wunderbaren Stilisten. Bei dem ich stets das Gefühl habe, er schüttelt seine Texte mit Leichtigkeit aus dem Handgelenk.

PS: Was die Imitation von Stilen betrifft - heute lese ich ihn (aus Gründen) nicht mehr, aber früher wirkten die Artikel im „Spiegel“ so, als hätte sie sämtlich der gleiche Autor verfasst. Fast bis hin zum Inhaltsverzeichnis.

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Ich auch.:slight_smile:

Wunderte mich ebenfalls. Bin aber kein Spiegelfan, u. a. deswegen.

Starke Geschichten gehören für mich zum Stil dazu. Nicht explizit zum Schreibstil.

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Ich nehme die Ausgangsfrage mal wörtlich und antworte deshalb mit: An keinem. Anders, würde man mich nach Autoren fragen, die ich besonders schätze.

Sofern sich die Frage überhaupt auf das Schreiben bezieht, floss und fließt direkt oder indirekt alles in meine Texte, was ich je las. Schreiben ist für mich eine Aneinandereihung von Momentaufnahmen und abhängig von meiner Stimmung während des Prozesses, sowie auch meiner Grundstimmung, meinem Temperament, meiner Persönlichkeit. Ein depressiver Charakter wird sich mit humorigen Texten schwer tun, ein hoffnungsloser Optimist mit schwermütigen Themen. Deshalb gibt es sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben unterschiedliche Präferenzen. Da ein ‚lustiger Vogel‘ seinem Naturell entsprechend mehr Lustiges lesen wird, prägt das Gelesene samt den Verfassern natürlich möglicherweise auch seinen eigenen Stil. Das Schöne beim Schreiben ist die Entwicklung, die gleichzeitig mit der des Verfassers einhergeht.

Einen echten, wirklich eigenen Stil, den man durch sämtliche Publikationen hindurch zweifelsfrei wiedererkennt und den man von anderen sofort unterscheiden kann, haben selbst Profis selten.

Da ich gerne lese (und auch recht viel in rund sechzig Lesejahren), mir vieles gefallen hat, anderes nicht, habe auch ich unterschwellig meine eigene Stimme entwickelt. Jetzt ist nicht ein Vorbild von Bedeutung, sondern das Erlernen wichtiger Basics für eine eigene ‚saubere, klare Stimme’. Selbst wenn man voller Bewunderung oft beim Lesen denkt ‚Wow, so müsste man schreiben können!‘, sollte man es tunlichst vermeiden, es nachmachen zu wollen. Es klänge immer manieriert, aufgesetzt und nicht authentisch. Versuchte ich Stephen King, Haruki Murakami oder Andreas Eschbach o.a. nachzueifern, würde ich es nicht schaffen, auch nur annähernd wie sie zu schreiben! Es klänge immer falsch! Ich möchte, dass Menschen, die mich kennen, meine eigene Tonalität wiedererkennen. Für mich steht eine gut erzählte, unterhaltsame Geschichte oder ein gehaltvoller Inhalt, der bestenfalls ein Echo im Leser erzeugen kann, stets im Vordergrund. Ich bin wohl eher der Typ für Unterhaltungsliteratur und leider nicht für anspruchsvolles Schreiben, und ich würde zu recht scheitern, würde ich versuchen das zu ändern, um Vorbildern nachzueifern.

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… nur zu diesem Punkt: das sehe ich etwas anders. Einige Beispiele: Werner Finck, Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Joachim Ringelnatz, der weltberühmte Clown Grock, nicht wenige der aktuell sehr populären Comedians/Humoristen wie Torsten Stärker (Schirmherr der Depressionsliga), Kurt Krömer - alle litten (mit hoher bis sehr hoher Wahrscheinlichkeit) oder leiden an Depressionen (Sträter und Krömer thematisieren das auch öffentlich sehr stark, ebenso Maxi Gstettenbauer, Felix Lobrecht, Nico Semroth, Hazel Brugger, Atze Schröder und andere) - dazu könnte man sehr viel ausführen. Eher würde ich daher mutmaßen, dass Humor eine starke Waffe gegen die Depression sein kann.

Tucholsky hat - dazu vielleicht passend - über G.B. Shaw einmal gesagt: „So ernst, wie der heiter tut, war er gar nicht“ …

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Und unvergessen: Robin Williams.

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Ausnahmen bestätigen die Regel, und ich wollte das auch nicht als Regel verstehen, sondern nur als Erklärung. Ich kenne die dunkle Seite auch und kann dennoch lachen. Auch der Schwarze Humor und der Galgenhumor bezeugen die Fähigkeit des Menschen, chamäleongleich die humorige Seite zur Schau zu stellen. Eine starke Waffe gegen Depressionen ist Humor allerdings selten – eher ein magischer Tarnumhang, der die Wahrheit verbirgt, die darunter liegt.

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Mascha Kaleko, Fatma Aydemir, Marjane Satrapi, Martha Gellhorn, meine Mutter … klar habe ich Vorbilder. Aber das sind doch keine Kopiervorlagen, nur Wegweiser, in welche Richtung es für mich gehen könnte. Malen nach Zahlen ist nicht so mein Ding.

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Das ist es - wunderbar auf den Punkt formuliert. Danke.

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„Humor ist, wenn man trotzdem lacht.“ Phlox kennt sicher den Verfasser.

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Otto Julius Bierbaum. Ich musste googeln!!

„Humor ist die Kunst zu Lachen, wenn einem eigentlich zum Heulen ist“ - das war, glaube ich, Werner Finck.

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