Adventskalender 2025

Eine zauberhafte Geschichte, so sanft erzählt, wie eine Schneeflocke fällt. :snowflake::snowflake::snowflake: Aber leider ist sie nicht von mir. Ich habe in diesem Jahr nicht mitgemacht. Vielleicht sollte ich es mir für das neue Jahr überlegen, vorausgesetzt der Kalender findet dort auch statt. :christmas_tree:

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Leider bin ich in diesem Jahr nicht dazu gekommen, alle Geschichten hier in der Community zu verfolgen – das hole ich jetzt aber Schritt für Schritt nach.

Die Erzählungen der letzten zwei Tage haben mich bereits sehr berührt. Vielen Dank dafür, dass ihr mich damit schon ein wenig auf Weihnachten eingestimmt habt.
Ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest! :christmas_tree:

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Zauberhaft & schön.
Und gar nicht so weit weg vom echten Leben. Jede Spende, jedes „ich übernehme das mal“, ein Trinkgeld, ein zwangloses Geschenk, ein Schein in die Kaffeekasse ist ein wenig selbstlos „weihnachtlich“. :heart::snowman:
Die Idee seine Erinnerungen so weiterzugeben und im Gegenzug die Rechnung zu übernehmen finde ich süß.
Die schöne Variante vom Druckkostenvorschuss. :joy::christmas_tree:
Danke für die Geschichte. Auch ein Geschenk an uns! :gift::closed_book:

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Schön, ein Wohltäter in Gestalt eines Seemanns.
Hab ich heute zum ersten Mal in der Verbindung gelesen.
Eine wundervolle Geschichte mit einprägsamen Bildern. Danke dafür :slightly_smiling_face:
Und danke @Heather , dass du mir solch eine Erzählweise zutraust. Aber nein, es ist nicht meine Geschichte.
Ich war doch zu spät für den Adventskalender. Habe trotzdem eine Geschichte geschrieben und die gibt’s morgen, weil es eine Heilig-Abend-Geschichte ist. Aber separat. :bell:

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Bewegend und inspirierend! Merci!

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Wie geht es dir?

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Nein, ich war es nicht. Ich habe nicht daran teilgenommen, kam zu spät :wink:

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Wie anrührend erzählt und wie schön der Gedanke bei einer Tasse gemütlich beisammen zu sitzen und Vergangenes zu teilen…weihnachtlich.
Dankeschön :upside_down_face: an Unbekannt

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Ihr Lieben, es ist meine Geschichte - vielen Dank für Eure liebenswerten Kommentare. 🫶🏻
Da auch diesmal niemand auf mich getippt hat … vielleicht sollte ich öfter einen Text hier teilen :innocent:

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Ja @Alex_Sassland, guckst du … Staun, staun …

Kurz, knackig, wirklich weihnachtlich und sehr fein zu lesen. Vielen DANK dafür.

DANKE auch an unser @SuperGirl, weil du so zuverlässig lieferst und der Kalender auch in diesem Jahr wieder richtig gut ankommt und es Freude macht, dabei zu sein.

Ui, jetzt kommt nur noch eine … Dann wieder, ähm, wie oft schlafen? … :sparkles:

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Genau, das macht es so schwer, richtig zu raten. Tolle Geschichte. Hat mir gut gefallen. :snowflake::snowflake::sparkles::snowflake::snowflake::snowflake:

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Ja, bitte! Dieser war sehr gut. :christmas_tree::heart:

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Vielleicht sollten wir überhaupt öfters im Jahr Adventkalender schreiben. Zu Ostern, zu Pfingsten, zum Schulanfang …

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Genau, wir können es ja einfach Kalender nennen. :wink:

Frohe Weihnachten euch allen :heart::snowman_with_snow::christmas_tree::sparkles::snowflake:

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Übrigens gibt es morgen zur regulären Adventskalendergeschichte noch eine kleine Weihnachtsüberraschung für euch. Ich verrate nur so viel, dass es eine Bonusgeschichte ist. Aber worum es dabei geht - lasst euch überraschen!

Gruß

Super Girl

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Liebe Conny,
Du hast das heuer wieder toll gemacht, vielen lieben Dank!
Und es hat so viel Spaß gemacht, die Autorinnen und Autoren zu raten … auch wenn ich mich mit meinen Tipps zurückgehalten habe, und eigentlich immer daneben gelegen hatte.

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Meine Autoren waren @KeineAhnung und @Ichwarsauchnicht! :wink:
Einmal macht es ja noch Spaß, aber dann ist es endlich so weit.
Danke @Alex_Sassland für die wunderschöne Geschichte.

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Hier kommt die 24. Adventskalendergeschichte (24.12.2025):

Zimtsterne und der Zauber der Weihnacht

Die talentierte, jedoch von Traurigkeit und Bitterkeit gezeichnete Zuckerbäckerin Michaela Nawratil reinigte wie jeden Nachmittag ihre Backstube. In einem unachtsamen Moment fiel ihr das alte Familienrezeptbuch zu Boden. Ein einzelnes Blatt mit einem Rezept für »Magische Zimtsterne« löste sich, schwebte kurz in der Luft und fiel dann zu Boden.

Neugierig hob sie es auf. Der Goldrand funkelte verheißungsvoll. »Soll ich tatsächlich Zimtsterne backen?«, murmelte sie. Das Blatt ließ sich nicht ins Buch zurücklegen, als wolle es ihr eine Botschaft übermitteln.

Draußen tobte ein heftiger Schneesturm und Michaela entschied sich, das Rezept auszuprobieren. Sie heizte den Ofen an und wog die Zutaten ab. Im nächsten Schritt rollte sie den Teig aus und stach daraus Zimtsterne aus, während das Blatt auf ihrem Arbeitstisch leicht vibrierte, als bestätige es ihre Handlung.

Während die Kekse im Ofen waren, läutete mehrmals die Türglocke. Sie eilte in den Verkaufsraum und sah, dass mehrere Menschen vor dem heftigen Schneesturm in der Konditorei Zuflucht gesucht hatten. Bekannte Gesichter mit komplizierten Geschichten: verfeindete Nachbarn mit ihren Kindern, das streitende Ehepaar, in der Ecke der stumme Thomas, der nach dem Tod seiner Schwester nicht mehr sprach. Michaela bot ihnen Tee an und versprach, bald zurückzukehren. »Ich muss nur meine Zimtsterne aus dem Ofen nehmen!« Muss das denn alles heute sein, fragte sie sich. Sie hätte wie jedes Jahr an Heiligabend zu ihrem Mann auf den Friedhof fahren wollen, doch bei diesem Schneesturm ging es ohnehin nicht.

Als sie die fertigen Zimtsterne aus dem Ofen holte, stellte sie erstaunt fest, dass sie mit einem goldenen Herzen verziert waren. Das Rezept verlor seinen Goldrand. Sie fühlte, dass heute etwas Magisches geschah. Das schwebende Rezeptblatt, der fehlende Goldrand, der jetzt die Zimtsterne mit einem Herzen verzierte, der Schneesturm und die Menschen hier – das alles konnte kein Zufall sein. Sie spürte, wie etwas Magisches in der Luft lag. Der Gedanke, den Menschen die Kekse zu bringen, war ihr plötzlich wichtig geworden.

Im Verkaufsraum stellte sie die fertigen Kekse neben die Teekanne. »Bitte sehr, eine kleine Stärkung bei dem eiskalten Schneesturm.«

Die Menschen kosteten vorsichtig und nach und nach wich die Anspannung. Die Kinder spielten miteinander, die Nachbarn plauderten, und Thomas sprach leise einige Worte. Der Sturm draußen legte sich und Schnee fiel langsam in dichten Flocken. Michaela beobachtete erstaunt die Veränderung und spürte gleichzeitig, wie ihre eigene Last von ihr abfiel.

Sie erkannte die Magie der Zimtsterne. Diese lag nicht nur in ihrer geheimnisvollen Entstehung, sondern auch in der Freude, die sie den Menschen brachte. Der Zauber der Weihnacht, durch ein Rezept bewahrt, war lebendig geworden. Michaela lächelte, denn sie wusste, dass der Geist der Weihnacht in die Herzen der Menschen zurückgekehrt war.

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Was für ein schöner Abschluss. Frohe Weihnachten :christmas_tree: .

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Und hier kommt noch, wie angekündigt, die Bonusgeschichte.

Hexenkraft oder Weihnachtszauber

Vierundzwanzigster Dezember zur Mittagsstunde. Gudrun seufzte. Keine Weihnachtspost lag in ihrem Briefkasten. Nur Rechnungen über Rechnungen. Nur aus Neugierde blätterte Gudrun alle Zettel durch, doch weit und breit war keine Weihnachtskarte zu sehen, wie sie sie als Kind immer von Tante Kunigunde bekommen hatte.

„Wer soll mir Weihnachtspost schreiben? Etwa meine verstorbene Tante? Das ist Schwachsinn. Und Freunde habe ich auch keine, bis auf die Kräuterfrau am Markt. Wer will schon mit einer Hexe näher befreundet sein? Keiner!“, dachte Gudrun in einem Anflug von Schwäche. Sie knüllte die Rechnungen zusammen und warf sie in die Papiertonne. Gudrun dachte daran, auch eine der kostbaren Vasen vor lauter Frust zu zerschlagen, besann sich jedoch eines Besseren, zumal diese Vasen ihrer Tante Kunigunde gehört hatten.

„Nun hör auf zu jammern und dich selber schlecht zu machen. Reiß dich zusammen!“, schimpfte Gudrun mit sich selbst. Sie erinnerte sich lebhaft an Tante Kunigunde, die immer alles positiv gesehen hatte.

Eine Weile sinnierte Gudrun vor sich hin, dann kam ihr plötzlich ein zündender Gedanke. Sie eilte auf den Dachboden, wo sie ihr Hexenwerkzeug griffbereit hatte. Sie wühlte in einer Kiste und beförderte ein Foto von Tante Kunigunde zutage. Eine Frau mit langen, rotbraunen Haaren lächelte ihr entgegen. Gudrun fasste einen Entschluss. „Ich werde den Geist von Kunigunde herbeirufen, damit ich heute an Heiligabend nicht so alleine bin. Jawohl, das mache ich!“

Die Utensilien zur Geisterbeschwörung waren schnell hergeholt. Kreide, Kerzen und Schutzkristalle für das Pentagramm, das Foto von Kunigunde, Athame und Hexenkessel für die Beschwörung. Zudem ein paar Tropfen des Zauberelixiers sowie das Buch der Schatten für den Beschwörungszauber.

Gudrun wusste, dass eine Geisterbeschwörung körperlich wie geistig sehr anstrengend sein konnte. Sie hatte vor fünf Jahren den Geist ihres verstorbenen Vaters herbeigerufen, der jedoch nach dreizehn Minuten wieder verschwunden war.

Nun wollte Gudrun alles richtig machen, deswegen zog sie zuerst mit Kreide das Pentagramm, einen Stern mit fünf Zacken in einem Kreis, auf dem vorgesehenen Platz des Dachbodens. Anschließend platzierte sie auf jedem Zacken des Kreises fünf Kristalle, welche die Elemente Erde, Feuer, Wasser Luft und den Kosmos repräsentierten. Die übrigen Kristalle ordnete sie in einem Kreis um das Pentagramm herum an, dies sollte den Schutzkreis darstellen. Danach zündete sie die Kerzen an, die sie kreisförmig angeordnet hatte.

Als die Vorbereitungen fertig waren, musste Gudrun lächeln. „Vielleicht wird es sogar ein Weihnachts-Beschwörungs-Zauber, wer weiß? Wenn mir schon niemand etwas schenkt, kann ich mir wenigstens selbst eine Freude machen!“

Mit positiver Energie geladen, arrangierte Gudrun alle Utensilien im Inneren des Schutzkreises. Dann schwang sie ihren spitzen Holzstock, der ihr sowohl als Ritualdolch als auch als Zauberstab diente. Sie skandierte: „Elemente von nah und fern, ich rufe euch um mich herum, segnet die Körper-Geist-Einheit, segnet mich als Medium! Elemente, gebt mir Kraft, stärkt unser Familienband, aktiviert den Kreis zum Schutz und die Magie in meiner Hand!“

Tatsächlich fingen die Kristalle außerhalb des Pentagramms damit an, aus eigener Kraft zu leuchten. Auch die Kristalle innerhalb des Pentagramms leuchteten in den verschiedensten Farbtönen. Gleich nachdem sie den Schutzkreis zum Abwehr böser Geister aktiviert hatte, mischte Gudrun die entsprechenden Kräuter in ihrem Hexenkessel und rührte mit ihrem Holzstock herum. Sie gab auch einige Tropfen des Zauberelixiers hinzu, welches sie vor fünf Jahren zum ersten Mal hergestellt hatte. Dazu skandierte sie wieder eine Zauberformel, dieses Mal in einer Sprache, die sie Hexensprache nannte. Gudrun nahm nun das Bild von Tante Kunigunde in die linke Hand, mit der rechten blätterte sie eine Seite weiter in ihrem Buch der Schatten, in dem sie alle Zaubersprüche und Rituale schriftlich festgehalten hatte. Sie wusste, dass sie das Foto verbrennen musste, damit die Geisterbeschwörung funktionierte. Gudrun seufzte zum ersten Mal während ihrer magischen Arbeit. Was, wenn die Geisterbeschwörung misslang? Was, wenn ihr Kunigunde nicht erschien? Die ersten Zweifel, die ihr aufkamen, wischte sie mit einer Bewegung der linken Hand weg. „Hör endlich damit auf, an dir zu zweifeln. Du wirst sonst noch pessimistisch auf deine alten Tage“, schimpfte sie mit sich selbst. Erst nachdem sich Gudrun einigermaßen beruhigt hatte, führte sie ihr Hexenwerk fort.

Gudrun warf einen Blick auf die Wanduhr. Die Geisterbeschwörung durfte nicht länger als eine Stunde dauern, deswegen musste sie sich nun etwas beeilen. Dieses Mal gelang es ihr das Foto von Tante Kunigunde ohne zu zögern in die Flamme der brennenden Kerze zu halten, die ihr am nächsten stand. Wieder skandierte sie den Text aus ihrem Buch der Schatten, der Teil eines komplizierten Zauberspruchs war.

Als sich die Asche des Fotos im Hexenkessel sammelte und mit den übrigen Hexenzutaten mischte, wusste Gudrun, dass sie alles richtig gemacht hatte. Nun hieß es warten, bis der Geist von Kunigunde erschien.

Gudrun versuchte ihren pulsierenden Herzschlag mit positiven Gedanken zu beruhigen: „Du kannst das, du schaffst das, du bist keine Anfängerin mehr!“ Ihre Hände zitterten leicht. „Denk einfach an ein Weihnachtswunder!“

Und dann geschah es, das Wunder. Eine Gestalt manifestierte sich tatsächlich vor der praktizierenden Hexe auf dem Dachboden. Gudrun machte große Augen, als sie die Gestalt als Tante Kunigunde erkannte. Sie trug dieselben Klamotten wie vor ihrem Ableben: Eine hellviolette Stoffjacke über einem dunkelvioletten Langarmshirt. Gudrun stutzte nur über Kunigundes Haarfarbe. Sie war nicht rotbraun wie auf dem Foto, sondern ebenfalls violett. Außerdem schimmerte die Gestalt nicht, wie bei Gudruns letzter Geisterbeschwörung. Die Hexe ahnte nichts Gutes.

Da sprach Kunigunde an ihre Nichte gewandt: „Du hast mich herbeigerufen? Ich wusste, dass aus dir eines Tages eine hervorragende Hexe wird. Und nun komm, meine Große. Lass dich umarmen!“

Als Kunigunde ihre Nichte in eine herzhafte Umarmung zerrte, schossen Gudrun tausend Fragen durch den Kopf. Wie war das möglich? Also, dass Kunigunde einen Körper hatte und ihr nicht als Geist erschienen war? War sie etwa doch nicht gestorben? Aber die Verwandten hatten sie doch noch vor der Beerdigung leblos am Boden liegen sehen …

Gudrun wurde aus ihren Gedanken unterbrochen, als Kunigunde sie musterte. „Verstehe. Du hast also eine Geistbeschwörung versucht. Nun, ich für meinen Teil bin noch quietschlebendig. Irgendetwas an deinem Zauber muss schief gegangen sein!“

Gudrun klappte die Kinnlade herunter. Also doch, ihre Tante lebte! Was für ein Wunder. Ein wahrhaftiger Weihnachtszauber!

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