Wir tun eigentlich das Gleiche. Ich hab nur etwas weniger Probleme mit Dingen als du. Wenn du mir jetzt ein selbst in Auftrag gestricktes KI-Buch vorlegst, kriegst du vielleicht sogar ein Like von mir. Kann sogar sein, dass ich es lese - einfach weil mich interessiert, was dabei rausgekommen ist. Und da die KI nicht gelobt werden will, kriegst du dann sogar das Lob von mir ![]()
Mit den KI-Covern habe ich kein Problem, auch nicht, wenn jemand mit der KI Ideen diskutiert und/oder sie zum Recherchieren und Überarbeiten verwendet.
Erst wenn jemand behauptet, er sei der Autor eines Buches, was in Wirklichkeit zum größten Teil von einer KI stammt, wirds in meinen Augen problematisch.
Wenn jemand aber von Vornherein sagen würde, ok Leute, ich hab der KI lediglich eine grobe Inhaltsangabe geliefert und sie hat dieses Buch draus gemacht, fände ich es zumindest interessant und würde sehen wollen, wie das qualitativ ausschaut.
Ich hab mir ja mit meinem Fantasy-Fünfbander ein Lebensprojekt vorgenommen. Momentan passe ich meine Weltkarte an, weil mir Claude so nebenbei bei der siebzigsten Rechtschreibprüfung plötzlich ein sachliches Problem auswirft. Prüft die Sau doch tatsächlich ohne Auftrag, ob die Story aus Band 2 zu Beginn von Band 3 auch wirklich richtig angeschlossen ist. Und ob die Treppe von Jandor auch mit ihrer 684 Stufen wirklich so hoch ist, wie alle Nennungen in der Story sagen - egal ob in Faden, oder sonst irgendeiner Einheit.
Nun schön. Wenn ich das alles mal hinter mir habe, werde ich einen KI-Roman erstellen. Den werde ich unter einem Pseudonym herausbringen und das mit der KI offen kommunizieren. Ich werde umgekehrt vorgehen, wie jetzt. Ich werde alles die KI machen lassen. Lediglich werde ich mir rausnehmen, dass mir der Plot nicht passt und er sich was anderes ausdenken soll. Oder dass mir ein Kapitel zu langweilig ist. Aber mich interessiert brennend, was Claude hinkriegt, wenn man mal alles an ihn auslagert.
Verstehe ich, und obwohl es einerseits schon verdammt gruselig ist, finde ich es auch irgendwie … faszinierend. Wahrscheinlich ist es aber noch viel zu früh, dass er einen kompletten Roman richtig gut zustande bekommt, in einem Jahr sieht das mit Sicherheit anders aus.
Trotzdem würde ich keinen Roman von einer KI schreiben lassen, zumindest keinen, wo mein Name als Autor draufsteht.
Die Frage ist, wie viel du die KI machen lässt. Je mehr sie selber entscheidet, desto schlechter (generischer) das Ergebnis. (Aktuell)
Ich forsche viel privat mit lokaler Ki und der Entwicklung der Illusion eines freien Willens und einen freien Gedankens. Kurzfassung: Prinzipbedingt sehr schwer.
Das bräuchtest du aber für wahre Kreativität.
Was heute schon gut geht. Du plottest ziemlich detailreich von Szene zu Szene und die Ki füllt die Leere dazwischen aus.
Ich nenne das Text Architekt und mir macht das gar keinen Spaß.
Ich kann plotten ohnehin nicht so leiden. Nimmt man mir dann das Schreiben, Tagträumen und Fabulieren weg, wäre ich aber traurig. ![]()
Ich habe aber schon von Leuten gelesen, die chat gpt eine Kurzgeschichte direkt entwerfen und sie sich abends vorlesen lassen. Mal sehen, wann die davon genug haben. ![]()
Wo Ki überraschung bietet ist, wenn die Story selbst absurd ist (Schreibe eine Geschichte von einer Banane die aus dem Supermarkt flieht und eine Überraschung erlebt)
Was große Modelle inzwischen ziemlich gut können, die Intention von Texten erkennen. Sogar Subtext der zwischen den Zeilen steht, kann Claude z.b erkennen.
Was irgendwie immernoch nicht gut funktioniert ist Metaphern formulieren.
ein Glück.
Den Artikel mit einem KI-Bild zu bebildern, finde ich grenzwertig. Das allein stößt mich ab und lässt mich die Webseite verlassen. Aber wenn du so gegen KI bist, ist es schwach, ein solches Bild zu verwenden. Klar, Blogartikel müssen bebildert sein, bla, bla … wissen wir alle. Aber so? Es nagt an deiner Glaubwürdigkeit, und zwar gewaltig.
Oh, da schießt aber jemand aus allen Rohren. Ich glaube, du hast da etwas falsch verstanden.
Ich bin überhaupt nicht gegen KI – sonst würde ich sie ja nicht für meine Bilder verwenden. Und wenn Autoren ihre Bücher mit KI schreiben, habe ich damit ebenfalls kein Problem.
Was ich lediglich zum Ausdruck bringen wollte, ist, dass ich für das Schreiben meiner Romane keine KI verwende – obwohl mir und auch anderen Autoren genau das immer wieder vorgeworfen wird.
Mein Artikel, der sehr gut recherchiert ist, zeigt vielmehr, dass es inzwischen fast unmöglich geworden ist, zu erkennen, ob ein Text von einer KI geschrieben wurde oder nicht.
Gegen das Klonen bin ich allerdings tatsächlich.
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Selbst wenn es nur ein Klonschäfchen ist? Grüße aus dem Jenseits von Dolly und von …
Ich hoffe, jeder versteht, dass ich den Satz humorvoll gemeint habe. Nicht umsonst habe ich die Emojis hinzugefügt. ![]()
Verstehe. Und nein, du musst hier keine Witze erklären, der einzige, der das muss, bin ich. Hier versteht man in der Regel nur jene falsch, die man falsch verstehen will.
Das mit dem
Subtext erkennen klappt so lala, würde ich sagen. Grobe Ironie und sowas geht ganz gut. Aber umgekehrt kann die Ki selbst eher keinen Subtext einbringen.
Und Metaphern sind nun auch wirklich nicht simpel. Das Wesen von guten Metaphern ist ja, dass sie zum einen überraschend sind, aber dennoch treffend. Wobei gute Metaphern die Bedeutungsebenen mischen. Es ist naheliegend, dass sich gerade dies nicht so einfach über Wahrscheinlichkeiten berechnen lässt.
Noch ein Gedanke zum Thema: wenn Ki so gut wäre, dass sie KI Texte sicher erkennen könnte, dann wäre sie auch so gut, Texte zu schreiben, die genau diese Erkennung austricksen. Oder, anders ausgedrückt: es ist schwierig, vorauszusehen, wer eher am Ziel ist, wenn sowohl Hase, als auch Igel von der KI generiert wurden. (Und ja, der Vergleich hinkt, stammt aber trotzdem nicht von einer KI, sondern von mir.) ![]()
In diesem Sinne: nicht kirre machen lassen.
Genau das ist das Problem, und man kann dieses Verhalten der Neider und Hater auch in anderen Bereichen vermehrt finden. Im konkreten Fall den Support um Löschung dieser unbewiesenen Behauptung bitten.
Um es mal philosophisch zu machen: Was macht Bewusstsein aus? Können wir überhaupt wissen, dass wir bewusst sind oder simulieren wir das nur? Sind wir vielleicht auch nur eine biologische KI, die nach Zufallsmustern die richtigen Worte zu finden versucht, sich dessen aber gar nicht bewusst ist?
Als ehemaliger Soldat kenne ich nur den Leitspruch, dass den ewigen Wettkampf zwischen Panzerung (dem KI-Test-Tool) und Munition (dem KI-Text) immer die Munition gewinnt. Wird hier vermutlich nicht so viel anders enden, denn selbst von Menschen geschriebene Texte werden bisweilen generisch…
Warum nagt die Verwendung KI-generierter Bilder an der Glaubwürdigkeit, wenn es um den Text geht? Ich bin auf den Gedanken dahinter gespannt…
Doppelmoral, was gibt es daran nicht zu verstehen? Außerdem ist jedes Bild nur so gut wie dessen Prompt und das Bild ist nun wirklich ein Musterbeispiel …
Wir leben nun mal in einer spannenden Zeit.
Auf der einen Seite radikalisieren sich die Ludditen immer mehr. Wie die zwei Anschläge auf Sam Altman zeigen. Auf der anderen Seite ist es klar, das KI nicht mehr abgeschafft wird.
Auch wenn es den aktuellen Opfern der Maschinenstürmer wohl kein Trost ist. In 10 Jahren wird jeder über den Kommentar „Das Buch ist schlecht, weil KI eingesetzt wurde“ lachen. So wir heute über Kommentare lachen würde, wie: „Er benutzte Internet“, „Der Text wurde auf einem Computer geschrieben.“ oder „Dieses Bild wurde künstlich mit einem Fotoapparat erstellt.“
Als es die ersten Automobile gab, die noch nicht so schnell fuhren, musste ein Bediensteter mit einer roten Fahne (nachts mit einer roten Laterne) ca. 55 Meter voranschreiten und die Passanten vor diesem lauten fauchenden Ungetüm warnen. Festgelegt im „Red Flag Act“ (offiziell Locomotive Act) von 1865 in Großbritannien. (Red Flag Act – Wikipedia) Und Benzin gab es damals nur in Apotheken …
Der Widerstand gegen KI und auch gegen die Nutzung von E-Fahrzeugen erinnert mich doch arg an diesen Red Flag Act.
Die neuen Ludditen heißen zwar heutzutage anders, aber ihnen wird es wie den alten gegen: Sie sterben einfach aus – oder werden überrollt.
Warum gerät dieser Thread wieder einmal dadurch aus den Fugen, dass er vom Thema abschweift? Damit meine ich nicht explizit dich @Jean , du kamst mit deiner aktuellen Anmerkungen nur gerade passend in meine „Schusslinie“. Also: Allgemein möchte ich hier mal anknüpfen.
Wir haben so viele Threads, in denen es um KI und deren Nutzung geht. Hier geht es aber doch darum, dass jemandem etwas unterstellt wird, was nicht den Tatsachen entspricht. Ganz gleich, ob es zufällig KI ist oder etwas ganz Anderes wäre. Und jemanden „abzustempeln“, obwohl er überhaupt nichts gemacht hat, ist in meinen Augen immer schlecht. Ich hatte an anderer Stelle schon mal meine Befürchtungen in Richtung Unterstellungen geäußert und bin dafür belächelt worden. Ach, Suse. Wenn du keine KI nutzt, brauchst du dir auch keine Sorgen zu machen, dass das jemand behaupten könnte. Sinngemäß war das der Tenor. Jemand anders meinte, ich müsste Beweise sammeln, falls ich mal …
Was ich sagen will: Es geht hier in diesem Thread nicht um die Nutzung von KI sondern darum, dass einem Autor etwas unterstellt wird.
Warum findet das kaum einer schlimm und warum kommen so viele mit dem Argument, KI wäre nun einmal da und ist nun Bestandteil unseres Lebens? Das hat doch mit Falschbehauptungen nicht das Geringste zu tun.
Ich hoffe, ich löse jetzt nicht wieder eine Diskussion aus, die wir schon x mal 1.000.000 hatten. Ich wünsche mir, dass darüber diskutiert wird, wie man sich wehren kann rein zufällig und fälschlicherweise als Maschine erkannt zu werden. Ich möchte nicht eines Tages von irgendeinem Wettbewerb ausgeschlossen werden mit der Begründung, ich hätte meinen Text nicht selbst geschrieben. Wenn meine Wettbewerbsgeschichte nicht gut genug ist oder nicht den Geschmack der Jury trifft oder das vorgegebene Thema verfehlt, dann ist das eben so. Aber wenn ich eines Tages eine Mail bekomme mit dem Hinweis: Es tut uns leid, aber KI-Texte können wir nicht akzeptieren, obwohl ich eine solche nicht eingesetzt habe, dann bekomme ich bestimmt einen Herzinfarkt.
Genau. Gerne wieder zurück zum Thema.
Ich persönlich befürchte, dass dieses “Phänomen" der Unterstellung einer KI-Nutzung zukunftig eher noch zunehmen wird. Denn nimmt die “eigene” Lese- und Schreibkompetenz in der Bevölkerung weiter ab, so wirkt jemand, der ohne KI-Unterstützung gute Texte schreiben kann, wie beispielsweise ein Bühnenmagier. Für den Wissenden ist es nur Fingerfertigkeit, für den Unwissenden pure Magie.
