Ich hab für dich mal Opus5 befragt. Du siehst, selbst OpenAI scheitert an KI-Erkennung. Mit denen hat der Hype angefangen.
Hier - ich hab mein knappes Nutzungslimit für dich belastet, damit du eine KI-Antwort auf deine KI-Frage bekommst.
Eine Posterin aus einem Forum hat Bedenken, irgendeine KI-Testroutine könnte plötzlich feststellen, dass ihr bei einem Schreibwettbewerb abgegebener Text als KI-generiert erkannt und disqualifiziert werden würde. Sie ist totale KI-Gegnerin - steht also bestimmt nicht in der Gefahr, sowas zu machen. Was würdest du ihr denn dazu schreiben?
Ich würde ihr im Kern schreiben: Ihre Sorge ist berechtigt, aber sie richtet sich auf das falsche Objekt. Nicht ihr Text ist das Problem, sondern die Detektoren.
Was ich ihr sagen würde:
KI-Detektoren messen nicht, ob ein Text von einer KI stammt. Sie messen statistische Auffälligkeiten – vor allem, wie „erwartbar" das nächste Wort jeweils ist und wie stark Satzlänge und Satzbau variieren. Texte, die glatt, sauber lektoriert und stilistisch gleichmäßig sind, landen dabei regelmäßig im roten Bereich. Das trifft ausgerechnet die Sorgfältigen. OpenAI hat den eigenen Detektor 2023 wieder abgeschaltet, weil die Trefferquote zu schlecht war; Turnitin räumt Falschpositive offen ein; eine Stanford-Untersuchung zeigte, dass Texte von Nicht-Muttersprachlern massenhaft fälschlich markiert wurden. Es gibt kein Werkzeug auf dem Markt, das das zuverlässig kann, und es wird auch keines geben, solange die Detektoren nur auf Oberflächenstatistik schauen.
Daraus folgt zweierlei:
Erstens: Sie kann ihren Text nicht „detektorfest" machen. Wer anfängt, absichtlich schiefe Sätze oder Wortwiederholungen einzubauen, um menschlicher zu wirken, verschlechtert nur den Text und ändert am Score wenig. Das ist Selbstverstümmelung aus Angst vor einem kaputten Messgerät.
Zweitens: Was sie tun kann, ist dokumentieren. Und zwar jetzt, nicht erst im Verdachtsfall:
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Zwischenstände der Datei aufheben (Versionshistorie in Word/Scrivener/Papyrus, oder einfach datierte Kopien)
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Notizzettel, Exposé, handschriftliche Entwürfe, Recherchematerial behalten
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Falls in einer Cloud geschrieben: Bearbeitungsverlauf ist dort ohnehin vorhanden
Das ist der eigentliche Gegenbeweis. Ein Entstehungsprozess mit Umwegen, verworfenen Szenen und Tippfehlern lässt sich nicht nachträglich fälschen, ein Detektor-Score lässt sich dagegen nicht verteidigen.
Was ich ihr abraten würde: Den Veranstalter jetzt präventiv anzuschreiben. „Ich habe wirklich keine KI benutzt" liest sich ungefragt seltsam. Sinnvoll ist stattdessen, einmal in die Ausschreibung zu schauen: Steht dort überhaupt etwas zu KI-Prüfung? Und falls ja – gibt es ein Verfahren, also Rückfrage und Anhörung, oder droht sofortige Disqualifikation? Ein Wettbewerb, der allein auf einen Detektorwert hin disqualifiziert, ohne den Autor zu hören, ist schlecht organisiert. Das wäre dann ein Grund, dort gar nicht erst einzureichen.
Und offen gesagt: Die meisten Wettbewerbe fahren so eine Prüfung überhaupt nicht, und wo doch, dient sie eher als grober Filter für offensichtliche Massenware. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sie trifft, ist gering. Aber sie kann sie nicht auf null bringen, und dieses Restrisiko muss sie aushalten – es hängt nicht davon ab, wie sehr sie KI ablehnt. Der Detektor weiß nichts von ihrer Haltung.