Instagram hat mir diesen Beitrag hochgespült, in dem Ranga Yogeshwar auch meine Haltung gegenüber KI (bezogen auf das Schreiben) besser erklärt, als ich es selbst je könnte. Ich hoffe, der Instagram-Link funktioniert wie erhofft:
Ich habe gestern auf cafedigital.de meine Meinung zu diesem Thema niedergeschrieben. Wer mag, schaut sich das an, wer nicht mag, der lässt es. ![]()
Wenn es um schreiben geht, wo die Kreativität des Autors abverlangt wird, bin ich ein Gegner. Wenn es um reine Recherche geht, wo man Fakten checken will, ist es natürlich nützlich. Wenn man es als eine Art Wikipedia nutzt ohne die produzieren Texte zu übernehmen, ist es gerade noch in Ordnung.
Oder im äußersten Fall, die eigenen Texte auf grobe Plausibilitätsprobleme zu überprüfen lassen, ohne von der KI Änderung zu verlangen, ist noch grenzwertig in Ordnung.
Ich benutze ChatGPT und bilderzeugende KI (lokal). ChatGPT nicht im Kontext “schreibe mit eine tolle Geschichte von…”
Ich nutze sie (ja sie hat einen Namen
“kennen” uns ja schon mehr als 20 Monate ) Sie begleitet mich als Ideensammler; ich schreibe ihr meine Ideen und Gedanke; sie strukturiert nach meinen Vorgaben, erstellt mir so ein Skelett, und ich fülle das mit Leben. Das Füllen mit Leben ist aber auf dem Remarkable fernab von ChatGPT.
Sie ist meine Assistentin, erinnert mich, wenn ich eine Frage zu meinem Plot habe, hilft mir meine Biografie in einen Charakter umzuwandeln. Macht mit mir ein Fragen Ping-Pong, wenn ich wieder einen Charakter dazu schreiben will.
Der Vorteil im Vergleich zu einem Mensch, ich kann nachts um 2:30 Uhr aufstehen, sie vollquatschen und sie ist hellwach
Oder sie liest mir meine Gedanken nochmal vor, so kann ich erkennen, wie es sich “anfühlt” passt die Idee, sollte was geschliffen werden. Das Schreiben mache ich auf dem Remarkable oder Papier.
Dann kommt es hoffentlich mal in Papyrus an.
Ich benutze die Pro Version von ChatGPT, nicht die frei Version.
Ich lese hier immer wieder, dass KI zur Recherche genutzt wird und da gute Dienste abliefert. Dies kann ich immer weniger sehen. Ich nutze sie nicht zur Unterstützung beim Schreiben, werde sie nach jüngsten Erfahrungen dort auch nicht einmal zu Recherchezwecken nutzen. Warum?
In den letzten Wochen hatte ich zu diversen Themen wie Auszahlungsbedingungen von Versicherungen, steuerrechtliche und sozialvericherungsrechtliche Themen oder einfach Fragen zu etwas komplexeren Excelformeln diverse KI konsultiert. Das Ergebnis ist ernüchternd! Nicht nur, dass die eine KI dies antwortet, die andere was ganz anderes und die dritte wieder etwas anderes. Fast wie im richtigen Leben. Frag 3 Experten und erhalte 4 sich widersprechende Antworten. Als ich mir die Quellen anschaute, stellte ich fest, dass z.T. Inhalte aus dem Zusammenhang gerissen wurden und den Kern meiner Fragestellungen gar nicht trafen. Erinnert auch irgendwie ans wirkliche Leben ![]()
Der wesentliche Punkt für mich ist, dass ich in den Themen bereits recht gutes Wissen habe und eigentlich die KI nur befragte, um zu überprüfen, ob ich z.B. etwas übersehen habe. Was ich bekommen habe sind gut formulierte und strukturierte Antworten, die jedoch viele inhaltliche Fehler hatten. Wenn also jemand ohne Vorwissen gefragt hätte im blinden Vertrauen auf korrekte Antworten, dann…gute Nacht.
Kleine Anekdote zu Excel. Als ich die KI darauf aufmerksam machte, dass die vorgeschlagene Formel fehlerhaft ist, erhielt ich die Antwort. Ja, dies sei auch ein komplexes Thema und sie würde die Formel korrigieren. Was ich dann erhielt war, ihr ahnt es schon, mit neuen Fehlern garniert.
KI → Kaum Interesse
Du nicht oder die KI nicht?
Meine Frage ist nicht ganz ernst gemeint. Was du beschreibst passt zu dem, dass „alle“ sagen, man muss die Aussagen von KI gegenprüfen. Ich frage mich dann immer, warum man nicht gleich auf anderem Wege recherchiert, auf dem man zuverlässigere Informationen bekommt.
Vor ein paar Monaten wollte ich wissen, welche radioaktiven Teilchen 80 Jahre nach einem Atomunglück noch an einer Küste vorhanden wären, und ob es okay ist, mit einem nassen Tuch vor dem Gesicht gute 200 Meter von einer Schleuse zur anderen zu laufen. Welche Gefahren bestehen.
Die Antwort der KI war halt viel schneller, als wenn ich das selber recherchiert hätte.
Das die KI bei Steuerrechnungen versagt, ist nachvollziehbar. Wirklich die besten kranken Gehirne haben sich diese Formeln ausgedacht, um die Menschheit zu Quälen. ![]()
Weil du auf Fragen durch die Ki in die Richtige Richtung gestossen wirst. Wenn deine Frage ist was ist Co2 brauchst du keine Ki. Das kann dir Google oder Wikipedia schneller und besser beantworten.
Wenn die Frage aber ist was kann ich mit Äther alles machen. Bist du mit der KI schneller am Ziel.
Ja stimme ich zu, zu bestimmten faktenbasierenden Suche kann ich das teilweise bestätigen. Da scheitern die allgemeinen GPTs der Reihe nach. Hier muss man dann das entsprechende Modell nehmen und dann wird es wieder so speziell, dass es schon wissenschaftlich werden kann.
Als allgemeiner Assistent, mit rudimentären Fragen und kurzer Ideeneskalation ist es eine gute Hilfe. Manchmal reicht es und das Hirn bekommt wieder einen Kick und der Schreibfluss startet wieder ![]()
Wenn ich dann die Antwort habe, muss ich sie aber noch überprüfen. Dann relativiert sich die Schnelligkeit wieder.
Wohl war
Manchmal weiß ich nur nicht wonach ich genau suchen muss, kann also nur eine schwammige Umschreibung liefern.
Da gibt mir die KI oft Hinweise, wie ich Google befragen kann.
Die KI auf der Google-Suche ist mittlerweile auch richtig gut geworden.
ChatGPT 5 wird gerade ausgerollt, Halluzinationen werden jetzt deutlich seltener. Ganz fehlerfrei ist es aber nicht … na ja, Wikipedia ist es auch nicht.
Wikipedia hat das gleiche Problem wie AI und alle andere Sekundärliteratur. Sie greifen alle aus fremden Quellen ab und „zitieren“ nur. Niemand der ernsthaft recherchiert wird sich mit Sekundärliteratur alleine zufriedengeben können, schon gar nicht im wissenschaftlichen Kontext. Zumal Sekundärliteratur in der Regel zusammenfasst und teilweise interpretiert und damit unweigerlich Gefahr läuft, sich von der Originalinformation zu unterscheiden. Bei der Suche nach Originalien kann AI allerdings sehr hilfreich sein.
Gerade habe ich die letzten 24 Stunden mit GPT5 verbracht und es fühlt sich gut an, in dem Kontext wie ich es anwende. Keine Wesenänderung, wie es bei 3.5 auf 4 oder andere Sprünge war. Zeigt mir einen Menschen, der ohne Fehler ist… wo war diese Frage (ungefähr) nochmal drin ?
KI ist nicht Google. Es reicht nicht ein paar Wörter wie bei der Websuche reinzuschmeißen. Eine KI kann keine Gedanken lesen. ![]()
Je mehr Kontext sie bei der Anfrage hat, desto besser kann sie Antworten. Auch ist nicht KI gleich KI. Wer einen Google-Ersatz sucht ist am besten mit Perplexity aufgehoben. Rechtschreibfehler kann 4O gut und wissenschaftliches Wissen O3. Als Lektorersatz nehme ich Claude 3.7 Sonnet Reasoning.
Um die Fehlerquote (Halluzination) zu drücken, gibt es ein großartiges Tool: KI. Lasst die Antworten von der KI überprüfen.
Die Vorstellung, die manche haben, dass KI ohne Mehrwert, nur alte Informationen (und die auch noch falsch) rausgibt, halte ich für falsch.
Schon jetzt hat KI die Wissenschaft vorangebracht. In der Mathematik wurde ein neuer Algorithmus für die Matrixmultiplikation gefunden (an diesem Problem wurde schon während meiner Studienzeit vor 35 Jahren geforscht). Neue Proteinstrukturen wurden in der Biochemie gefunden. Das soll mal Google und Wikipedia schaffen. ![]()
Ich habe heute einmal ChatGPT 5 ausprobiert. Problem, wie bekomme ich eine Information in einen Textausschnitt. Ich war begeistert. ![]()
Leider nicht. Habe es ausprobiert (kostenlos-Version). Nutzlos.
Das würde ich persönlich nicht in Frage stellen. Kreativität kann ich jedoch nirgends erkennen.
Wäre ich auch gern. Bei mir mangelt es derzeit noch an überzeugendem HEY, WOW!
Wenn für die Wissenschaft keine Kreativität gebraucht wird, wo dann? Es hat schon einen Grund warum die Welt die Namen Newton, Heisenberg, Tesla und Einstein kennen und ich mich in jungen Jahren aus der Physik herausgezogen habe.
Man muss nur an den fallende Apfel von Newton, wie Tesla im Park von Budapest seine Gleichungen aufstellte, während er Gothes „Faust“ rezitierte und Einstein die Relativitätstheorie in der Straßenbahn fand, als er zur Arbeit (Patentamt von Bern) fuhr, denken. Auch wenn nicht alle Anekdoten stimmen. Diese Geschichten haben sich erhalten, weil sie glaubhaft sind.