Wie man ein Buch schreibt

Als Anfänger – und teils noch unentschlossener – suche ich doch nach Informationen, die mir einen Eindruck von dem geben, was für mich wichtig sein könnte, um ein Buch zu schreiben.
Zu Beginn habe ich mich mit den Werkzeugen, Programmen und technischer Interstützung ganz allgemein beschäftigt. Aber ich weiß, da ist noch viel mehr zu wissen.
Heute habe ich ein Video in Youtube entdeckt, das ich euch unbedingt vorstellen wollte. Schon alleine, weil es mich durch die Art des Vortrages sehr berührt hat, und weil ich das Gefühl habe, daß darin viele wichtige Punkte zur Sprache kommen. Für mich entsteht der Eindruck, daß nichts Wesentliches in der Aufzählung fehlte.

Ich bin gespannt auf eure Kommentare dazu.

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Ich hatte schon nach 90 Sekunden Herumphilosophieren genug.
Gut, dass die Geschmäcker und Herangehensweisen unterschiedlich sind und jeder aus dieser Vielfalt etwas für sich finden kann.

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Ich stimme _Corinna zu. Der Mann schwafelt nur. Was immer das bedeuten mag „Wie man ein Buch schreibt“. Ich bin der Ansicht - nicht alle werden mir zustimmen - dass sich ein Buch von alleine schreibt. Wenn ich eine Idee habe, bringe ich eine sehr rohe Rohfassung zu Papyr(us) und sehe zu, wie sich die Geschichte entwickelt. Meine Protagonisten machen immer, was sie wollen, selten weiß ich auf Seite 20 was die Typen auf Seite 30 treiben werden. Ich lasse sie machen, denn sie sind es, die das fertige Buch irgendwann ausmachen.

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Jepp.
Also, mein Buch schreibt sich leider nicht von allein. Ich bin jetzt in der mühsamen dritten Überarbeitungsrunde und bastele schon seit einer Woche daran herum, die erste Szene nochmal neu zu schreiben…

Ich habe mir das Video angesehen. Bald schon habe ich „vorgespult“ und nach ca. 20 Min. abgebrochen. Schlecht ist das Video bestimmt nicht. Es bewegt sich aber im Grunde auf einer Ebene, auf der mir schon unzählige andere Ratgeber begegnet sind. Vielleicht erscheint mir Markus Gasser auch zu oberlehrerhaft; fast wie ein Prediger.

Seit „Fourth Wing“ die Spiegel-Bestsellerliste erobert hat, mache ich mir schon Gedanken darüber, ob meine heutige Art zu schreiben noch die Art und Weise sein wird, in der ich morgen schreiben müsste; besonders dann, wenn ich auch jüngere Zielgruppen (als mich) erreichen will. Fourth Wing wird von etablierten Kritikern zwar zerrissen, aber ich habe das Gefühl, dass deren Meinung die potentiellen Leserinnen und Leser wenig juckt. Möglich, dass Social Media die Lesegewohnheiten wie auch die Bestseller-Rankings verändern wird. Letzteres nicht nur wegen der Sichtbarkeit im Netz, sondern auch wegen der höheren Akzeptanz bei den Leserinnen und Lesern von morgen.
Dass das Internet die Lese- und Schreibgewohnheiten verändert, zeigt z. B. die heutige Verwendung des Ausrufezeichens. (Ja, das Thema beschäftigt mich nach wie vor). Auf Wikipedia kann man dazu nachlesen, dass erst die aufkommende Online-Kommunikation zu der heute teils inflationären Verwendung des Aufrufezeichens (aber auch des Fragezeichens) geführt hat. Das gilt nicht nur für Foren oder Social-Media-Kanäle, wo beide Zeichen schon Teil der Umgangssprache geworden sind.

Für mich lautet die Frage also eher: WIE MAN HEUTE EIN BUCH SCHREIBEN MUSS
Eine Antwort habe ich noch nicht gefunden. Ihr?

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Gendern, jede Minderheit und jede sexuelle Ausrichtung muss vorkommen, alles politisch korrekt …

Nee, zum Glück muss man sich nicht den Trends anpassen.

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Für mich hält sich der Informationsgewinn des Vortrags arg in Grenzen. Ich persönlich bevorzuge die Ratgeber von Stephan Waldscheit, die pointiert und humorvoll praktische Hinweise zum Verfassen eines Buchs geben – von Plot und Struktur über Erzählperspektive bis hin zu überraschende Wendungen. Diese Ratgeber „durchzuarbeiten“, dauert allerdings mehr als 51 Minuten. Aber es lohnt sich! Ich habe sehr viel daraus gelernt, auch wenn es manchmal schmerzhaft war …
(Der Bezug zu Werken der Literatur ist übrigens auch gegeben und nicht so abgehoben wie bei Herrn Gasser.)

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Danke @Jean für den Hinweis. Auf der Webseite „Ein Buch schreiben“ habe ich zwei Bücher gefunden, die ich mir als erste anschauen werde. Natürlich ist ein Buch wesentlich informativer als ein Video.

Ich habe mir dieses Video im laufe der letzten Monate schon öfters vollständig angeschaut. Geschmäcker sind verschieden, das Stimmt. Aber, wenn man sich mit diesen Video und die Bücher, sowie den Autoren, die er nennt auch wirklich auseinandersetzen tut. Dann ist das Video mit das Beste für den Anfang was man bekommen kann.

Klar ein Ratgeber ist Pointierter, was viele sehr schätzen. Aber in diesen Video bekommt man Wissen mitgegeben, wenn man bereit ist sich diesem Wissen auch anzunehmen. Heute noch gibt mir dieses Video immer wieder neue Motivation und auch hat es mir schon bei einigen Werken geholfen.

Und es ist auf jeden Fall kein Unsinn. Man muss es nur verstehen lernen.

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Sehe ich anders.
Da wir alle auf unterschiedliche Art und Weise schreiben und auf genauso unterschiedliche Arten an die Sache herangehen, kann und sollte man auch Autoren-Anfänger nicht über einen Kamm scheren.

Klar, um ein gutes Buch zu schreiben, braucht man

  • einen spannenden Plot,
  • lebendige, interessante Charaktere,
  • einen mitreißenden Schreibstil,
  • viel Durchhaltevermögen.
    Mehr ist es eigentlich nicht, es klingt erstmal nach so wenig - und ist doch so viel.

In jedem Schreibratgeber (oder Podcast oder Video oder oder) werden einem mehr oder weniger all diese Punkte nahegelegt, aber, und das ist der Knackpunkt, es werden dabei unterschiedliche Herangehensweisen vorgestellt und empfohlen. Und es gibt da eine ganze Menge verschiedener Möglichkeiten.

Für jeden Schreibanfänger ist es essentiell, die für sich funktionierende herauszufinden. Auch wenn viele es nicht glauben wollen (und in vielen Schreibratgebern das Gegenteil behauptet wird), es gibt da kein Patentrezept!
Der eine kann nur mit der Schneeflockenmethode arbeiten, ein anderer schwört auf die Heldenreise als Dreiakter, ein dritter notiert sich nur ganz grobe Stichworte und hangelt sich daran entlang, während ein vierter ohne jede Planung einfach drauflosschreibt. Und so weiter.
Wer davon hat die beste Methode? Ganz einfach: Alle.

Die beste Schreibmethode für dich ist die, mit der du am besten arbeiten kannst. Punkt. Die eigentliche Kunst besteht darin, sie zu entdecken.

Um sie herauszufinden, muss man eine Menge herumprobieren, und es empfielt sich auch, ruhig mal den einen oder anderen Schreibratgeber zu konsumieren, das Brauchbare daraus mitzunehmen und den Rest zu vergessen.
Auf diese Weise kann man so nach und nach seine persönliche Arbeitsmethode genauso wie seinen eigenen Stil entwickeln.

@kreativnix und @Rey : Euch hat dieses Video offenbar sehr viel gebracht, super, dann seid ihr einen großen Schritt weiter.
Aber das bedeutet nicht, dass es für alle anderen Interessenten gleich gut geeignet ist und dass sie ebensoviel herausziehen können wie ihr.

Ich habe es nach drei Minuten abgeschaltet, weil mir dieser salbadernde Oberlehrer (sorry, aber so kommt der Typ für mich rüber) bereits nach wenigen Sätzen auf die Nerven gegangen ist und er eigentlich nur Allgemeinplätze von sich gibt. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung.

Ich für meinen Teil bevorzuge auch Waldscheidt und er hat mir immens viel gebracht, aber es gibt unter Garantie haufenweise Leute, die mit ihm nichts anfangen können.

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…mal ganz ohne Bezug zu diesem konkreten Video:
Möglicherweise stehst du in der Gefahr, in die Prokrastinations-Falle zu tappen.
Man könnte vorher tausende theoretische Tipps recherchieren, aber irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich dransetzen muss, wenn etwas dabei rumkommen soll.
Ich hab mir auf die Pinnwand einen Satz geschrieben, den ich hier im Forum (von Andreas Eschbach?) gelesen hatte: „Eine schlecht geschriebene Seite kann man überarbeiten, eine leere Seite nicht.“

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Treffendes Zitat. Könnte in jedem Fall von A.E. sein.

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… und ich habe jetzt das Luxusproblem von über 500 „schlecht geschriebenen“ Buchseiten, die ich überarbeiten kann … :crazy_face:

Wie man ein Buch schriebt und was das Video damit zu tun hat? Meiner bescheidenen Meinung nach: Man schreibt ein Buch, indem man damit anfängt und dabei lernt und sich stetig verbessert und indem man es unterlässt, sich dauerhaft davon abzuhalten, indem man noch einen Ratgeber liest und noch ein Video ansieht und sonst welche Gründe findet, eben nicht anzufangen.

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Hab’s mir eben erst wenige Sekunden angesehen. Wer ein Video macht, sollte nicht so nuscheln. Unerträglich.

Edit: Ich habe mir gerade den Wikipedia-Eintrag angesehen. Er hat ja gar keine Erfahrung im Schreiben von Romanen (hat erst 2 geschrieben, den ersten 2022). Und dann will er wissen, wie es geht? Das kann ja nur theoretisches Wissen sein. Ich lerne lieber von Leuten mit praktischer Erfahrung.

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Katastrophal! Nach zwei Minuten abgestellt. Reine unverständliche Plauderei.

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Dem stimme ich zu - v.a. was das Prokrastinieren betrifft. Andererseits: Handwerk will gelernt sein - auch ein Komponist muss sich viel Rüstzeug erarbeiten, bevor er seine Ideen in eine Partitur verwandelt. Es schadet daher sicher nicht, sich mit Ratgebern zu beschäftigen - sich auch mit dem Thema Heldenreise auseinanderzusetzen usw. - was man schlußendlich davon mitnimmt, steht auf einem anderen Blatt.

Noch wichtiger als die Lektüre von Ratgeber-Literatur ist für mich das Lesen von Büchern v.a. aus dem Genre, in dem man selbst aktiv ist. Profis über die Schulter zu schauen wie sie Geschichten entwickeln, Charaktere formen - davon kann man meiner Meinung nach mindestens ebenso viel lernen wie aus Schreib-Ratgebern, vieles davon reflektiert, vieles aber auch unbewusst.

PS: das Video schaue ich mir in Ruhe an, von Markus Gasser habe ich schon gehört, leider noch nichts von ihm gelesen. Aber wenn Daniel Kehlmann über seinen Roman „Die Verschwörung der Krähen“ sagt: „Ein großartiger, erzählerischer Wurf, eine ganz und gar gestaltete Geschichte. Es ist ein fantastisches Buch“ - dann macht mich das neugierig (auch wenn Herr Gasser vielleicht eine merkwürdige Intonation hat ;-).

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Was nutzt es, wenn man kein einziges Wort versteht?

Ich finde, akustisch kann man ihn schon verstehen, nur inhaltlich hatte ich schon bei den ersten pseudophilosophischen Sätzen genug: „Jeder von uns schreibt ständig Bücher - im Kopf. … Denn unweigerlich erzählen wir uns unsere Lebensgeschichte und die Geschichten der Menschen um uns her wieder und wieder, erzählen sie um und neu, um uns unserer selbst zu versichern …“
Da hatte ich dann ausgemacht.

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ja, er ist wirklich schwierig zu verstehen - ich muss ihn mir recht nah ans Ohr halten und mich sehr konzentrieren. Aber wenn man ihm dann folgt, wird es (für mich) sehr interessant, etwa seine Analyse der Erzählperspektive in verschiedenen Romanen gleich zu Beginn - das Gasser schwafelt oder herumphilosophiert würde ich nicht unterschreiben, hier spricht m.E. jemand mit profunden Kenntnissen der Literatur. Ich werde das Video jedenfalls sicher zu Ende hören und bin auch neugierig auf seine Bücher (nicht nur die Romane) geworden.